Archiv für März 2010

Online-Marketing Power-Day 03.2010 – ein voller Erfolg!

Am 19.03.2010 fand in Koblenz zum vierten Mal der Online-Marketing Power-Day statt – eine kostenfreie Veranstaltung initiiert von Ralf Riba, dem Gründer und Geschäftsführer der riba:businesstalk GmbH.  Den Teilnehmern wurde ein ausführlicher Überblick über die aktuellen Möglichkeiten des Online-Marketings sowie die Messbarkeit der Aktionen vermittelt. Erfreulich war, dass webalytics zu diesem Event vier der fünf Top-Referenten aus dem Themenkreis stellen konnte.

Bestnoten für die Veranstaltung

Teilnehmer des Online-Marketing Power-Day am 19. März 2010Den Referenten kam es in erster Linie darauf an, den Paradigmen-Wandel in der Nutzung der Online-Medien zu verdeutlichen. So lag die Auswahl der vermittelten Inhalte erwartungsgemäß am Puls der Zeit. Wie die Auswertung der Beurteilungsbögen aufzeigt, waren auch dieses Mal alle Teilnehmer (von Entscheidungsträgern im Management bis hinauf zu den Geschäftsführern) mit der Veranstaltung vollends zufrieden:

BeurteilungskriteriumNote
Wie empfanden Sie die Lokalität der Veranstaltung?1,2
Wie zufrieden waren Sie mit der Organisation?1,2
Wie beurteilen Sie den fachlichen Inhalt der Veranstaltung?1,7
Haben die Referenten “Ihre Sprache” gesprochen?1,8
Würden Sie die Veranstaltung weiter empfehlen?ja (auf jeden Fall)

Inhalte & Referenten

Business ohne Internet?
Präsentation oder Handelsplattform bzw. warum ich das Internet nicht länger ignorieren darf.
Holger Tempel, CEO & Consultant, webalytics
Online-Marketing messbar und transparent
Klassische Medien vs. Internet (Messbarkeit, Transparenz, zielgerichtetes Marketing und Feedback Management)
Holger Tempel, CEO & Consultant, webalytics
Internetpräsenz – vom Kostenfaktor zum Umsatzträger
Von der Design-Idee zur Realisierung (inkl. Pflicht und Kür): Ihre weltweite 24/7 Vertriebskraft.
Holger Tempel, CEO & Consultant, webalytics
Lockstoff für Ihre Webseiten
Maßnahmen zur Attrahierung neuer Besucher: Suchmaschinen-optimierung, Suchmaschinen-, Affiliate- und E-Mail-Marketing.
Martina Schneider, SEM/SEO Consultant, webalytics
Wie (emp)finden die Besucher Ihre Webseiten?
Besucherverhalten mit Usability-Testing verstehen und als Chance nutzen.
Holger Tempel, CEO & Consultant, webalytics
Vom Klick zum Kunden
Nutzen Sie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess für Ihre Webseite und beseitigen Sie Kauf-Barrieren durch Landeseitenoptimierung sowie Website-Testing.
Nathaniel Stott, LPO Consultant, webalytics
Sind Sie recht(s)sicher im Web?
Beachten Sie die rechtliche Aspekte Ihres Online-Marketings und wie Sie mit Kundendaten umgehen müssen.
Martin Jackowski, Rechtsanwalt Internetrecht
Usability-Test - Online-Marketing Power-Day am 19.03.2010One-2-One Usability-Test
Parallel zu den Vorträgen konnten die Teilnehmern an einem One-2-One Usability-Test teilnehmen, der von webalytics durchgeführt wurde. Bei dem Test mussten die Probanten eine einfache Aufgabe erfüllen und dabei ihre Handlungen mündlich begründen bzw. kommentieren.
Sobald die Ergebnisse ausgewertet sind, werden wir diese hier im Blog veröffentlichen.
Bruce Thomas, Usability-Consultant, webalytics

Fotogalerie

Holger Tempel (r.) im Gespräch mit einer TeilnehmerinBruce Thomas (l.) mit Teilnehmer beim Usability-TestMartina Schneider (r.) im Gespräch mit einer Teilnehmerin
Rechtsanwalt für Internetrecht Martin Jackowski während seines VortragsDie Teilnehmer und Referenten am MittagstischTeilnehmer und Initiator Ralf Riba (2. v. l.)
Ralf Riba (l.) im Gespräch mit einem TeilnehmerNathaniel Stott (l.) im Gespräch mit einem TeilnehmerHof des Klostergut Besselich

Hexenjagd 2010, die Zweite…

Bereits vor einigen Wochen (03. Dezember 2009) schrieb ich meine Sicht der Dinge zum Düsseldorfer Kreis und der damit einhergehenden Datenschutz-Paranoia im Blog-Post “Hexenjagd 2010 oder ‘Wir machen Stimmung gegen Google…’“. Das jüngste Beispiel aus unserem Kundenkreis macht nun einmal mehr deutlich, dass die IP-Adresse wohl doch nicht so einfach einer Person zugeordnet werden kann…

Der Fall

Der Geschäftsführer der Firma LUMA Ziegelhaus GmbH, erhielt von einem über das Internet Blumen verschickenden Floristen eine Auftragsbestätigung über einen Blumenstrauß zur Beerdigung per E-Mail. Das skurile daran aber war, dass es sich hierbei um die Beerdigung des Geschäftsführers selbst handeln sollte, der aber quicklebendig die besagte Auftragsbestätigung erhielt. Im Glauben, es handele sich bei der Nachricht um eine SPAM-Mail, verwarf er diese und dachte sich nichts weiter dabei.

Um so erstaunter war eben dieser, als er dann zwei Wochen später festellen musste, dass der vermeintliche SPAM zur markaberen Wirklichkeit geworden war: Der Blumenstrauß zur Beerdigung wurde tatsächlich inklusive Beileidskarte geliefert.

Die Rücksprache mit dem Internet-Blumenhändler ergab, dass der Auftrag im Namen der Firma des Geschäftsführers aufgegeben und auch an diese berechnet wurde. Da aber niemand bei LUMA diesen Auftrag je dort platziert hatte, forderte der Geschäftsführer die Verbindungsdaten beim Floristen an. Der gab dann auch bereitwillig die IP-Adresse heraus, um den Sachverhalt aufzuklären.

Die Theorie

Schenkt man nun den Herren “Datenschützern” Glauben, müsste jetzt ja alleine anhand der IP-Adresse herausgefunden werden können, WER sich diesen üblen Scherz erlaubt hat, richtig? Weit gefehlt! Das einzige, was sich anhand der IP-Adresse allein herausfinden ließ, war der zugehörige Carrier. Nun handelt es sich bei diesem Carrier um einen DSL-Anbieter, der ausschließlich Privatkunden bedient.

Die Tatsachen

Nachdem eingegrenzt werden konnte, zu welcher Uhrzeit die Order platziert wurde, war zumindest die Information bezüglich der Stadt (Einwahlknoten) verfügbar. Leider konnte aber anhand der beiden Fakten dann doch nicht mehr ermittelt werden. Und so blieb unserem Kunden nichts weiter übrig, als Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten und zu hoffen, dass der Übeltäter aufgrund der Ermittlungen gefunden wird.

Das Fazit

Mit diesem Vorfall wäre einmal mehr “bewiesen”, dass die IP-Adresse eben keine  Grundlage zur Personenidentifizierung bietet. Inwieweit im Rahmen des Voratsdatenhaltungsbeschlusses in Kombination mit dem Datenschutzgesetz hier durch die Behörden etwas herausgefunden werden kann, vermag ich nicht zu beurteilen. Allerdings wäre das zumindest wünschenswert.

Letztendlich geht es aber darum, endlich die Hexenjagd auf die Nutzer von Webanalyse-Software einzustellen, denn: “Hallo! Die Erde ist KEINE Scheibe…!” ;-)

Kommentare? Jederzeit gerne!

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