Ladezeit einer Webseite ab sofort Kriterium für Google’s Search Rank

Google gab am am Freitag, den 9. April 2010 bekannt, dass die Ladezeit sowie die gesamte Geschwindigkeit einer Website ab sofort in den Algorithmus des Search Ranks miteinfließt.

Google’s Begründung ist durchaus nachvollziehbar und liegt auf der Hand: schnelle Websites sorgen für „glückliche“ Nutzer. Wie aus Google’s eigenen internen Studien hervorgeht, verbringen Nutzer auf langsamer reagierenden Websites weniger Zeit. Schnellere Sites jedoch erhöhen nicht nur die Benutzerfreundlichkeit, sondern senken auch die Betriebskosten, wie aus dem gemeinsamen Vortrag „Performance Related Changes and their User Impact“ von Eric Schurmann (Microsoft) und Jake Brutlag (Google) hervorging:

Wie auch Google, legen viele Nutzer großen Wert auf Geschwindigkeit. Daher hat Google entschieden, die Geschwindigkeit einer Website in das Search Ranking miteinfließen zu lassen. Google nutzt dabei eine große Anzahl an Möglichkeiten, um die Geschwindigkeit einer Site im Vergleich mit anderen zu ermitteln.

Website-Performance messen…

Als Betreiber einer Website stehen Ihnen viele kostenfreie Werkzeuge zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie die Geschwindigkeit Ihrer Website besser abschätzen können:

    Site Performance

  • Page Speed ist ein Open-Source Add-On für Firefox/Firebug, das die Leistung von Webseiten  ermittelt und Verbesserungsvorschläge macht.
  • YSlow ist ein kostenfreies Tool von Yahoo!, das Vorschläge zur Verbesserung der Website-Leistung bringt.
  • WebPagetest erstellt ein Wasserfall-Diagramm über die Ladezeit Ihrer Webseiten sowie eine Optimierungs-Checkliste.
  • In den Google Webmaster Tools unter Labs -> Site Performance finden Sie ein Diagramm bezüglich der Geschwindigkeit Ihrer Website, so wie sie von Nutzern aus aller Welt wahrgenommen wird.
  • zOompf liefert ebenfalls in einer kostenfreien Version bereits viele Verbesserungsvorschläge.
  • Eine gemeinsame Auswertung von YSlow und Seitengeschwindigkeit bietet GTmetrix (beta).
  • Viele weitere Tools finden Sie unter code.google.com/speed.

Allen Tools gemein ist, dass sie ausschließlich in englischer Sprache verfügbar sind  und Ihre Website-Geschwindigkeit meistens aus dem Ausland überprüfen. Des Weiteren wird die Bewertung der Performance-Werte überwiegend nach dem amerikanischen Schulnotensystem (A = sehr gut, F  = ungenügend) durchgeführt. Dennoch stellen alle Programme ein probates Mittels zur Messung und Steigerung der Website-Geschwindigkeit dar.

…und steigern?

Speed Up Your Website in a few minutesBasiert Ihre Websites auf einem Content Management System, könnte ggf. die Software von WEBO Site SpeedUp die Website-Performance bereits nachhaltig steigern.

In unserem Test (WordPress Blog auf einer 1&1-Internet-Präsenz) konnten wir bereits mit der kostenfreien Version die Ladezeit von 2,962 Sekunden auf 1,832 optimieren – das entspricht einer Reduzierung der Seitenladezeit von 38,15%.

Mehr Info zum Tool finden Sie hier.

Aber: Achtung…!

Obwohl die Geschwindigkeit einer Website neue Signale setzt, wird ihr dennoch nicht so viel Gewicht beigemessen wie der Relevanz einer Seite. Laut Google sind aktuell weniger als 1% der Suchabfragen von der Website-Geschwindigkeit betroffen und auch nur, wenn der Nutzer derzeit seine Suchanfrage auf google.com in englischer Sprache formuliert. Allerdings wird es wohl nicht lange dauern, bis diese Kriterien auch bei uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz Gültigkeit haben.

Die Zeit, sich mit der Leistungsfähigkeit der eigenen Website auseinander zu setzen, ist somit gekommen!

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