Archiv für Juni 2010

Wie ein einzelnes Wort die Conversion Rate verdoppeln kann…

In einem früheren Blog-Post (Vom Klick zum Kunden) haben wir bereits über die Wichtigkeit von Usability berichtet. Eine Möglichkeit, Studien in Bezug auf die Gebrauchstauglichkeit einer Website durchzuführen, stellt den Einsatz von ClickTale dar (siehe Blog-Post ClickTale – die ideale Ergänzung zu Google Analytics, Urchin Software und Google Website Optimizer). Welche enormen Auswirkungen eine kleine Änderung am Text scheinbar auf die Usability und definitiv auf die Conversion Rate haben kann, zeigt der jüngste Eigenversuch auf der Kontoeröffnungsseite bei ClickTale selbst.

Die Ausgangssituation

Das bisher eingesetzte Anmeldeformular auf der ClickTale-Website zur Eröffnung eines Kontos war offensichtlich kurz und einfach zu bedienen. In den ersten vier Feldern wurden die erforderlichen Daten zur Kontoeröffnung abgefragt; Name des Nutzers, E-Mail-Adresse, Passwort und Passwortbestätigung. Diese Felder als Pflichtfelder gekennzeichnet (violetter Asterisk). Das fünfte Feld, in das der Nutzer seine Telefonnummer eingeben konnte, war ein optionales Feld und wurde somit nicht als Pflichtfeld gekennzeichnet.

ClickTale: Anmeldeformular zur Eröffnung eine ClickTale-Kontos vor Optimierung

Eigentlich ein ganz einfaches und smartes Formular, oder? Das dachten sich die Verantwortlichen bei ClickTale auch und betrachteten sich dazu einfach einmal den entsprechenden Conversion Report:

ClickTale: Conversion Report vor Optimierung

Jetzt ist eine Conversion Rate von über 42% schon recht gut und sollte die Verantwortlichen glücklich stimmen. Jedoch sollte jedes anständige Webanalyse-System (z. B. Urchin Software oder Google Analytics) solche Zahlen und Werte liefern können und somit war das Conversion-Verhältnis alleine nicht ausreichend. Was ClickTale-Kunden bereits wissen: der einzigartige Vorteil von ClickTale liegt darin, zu sehen, was “innerhalb de Formulars” passiert. Wenn wir uns das obige Formular nochmals genauer anschauen, fällt der folgende Abschnitt ins Auge:

ClickTale: Teil des Conversion Reports mit verlorenen Besuchern

Hierbei wird deutlich, dass nahezu 39% der Besucher mit dem Ausfüllen des Anmeldeformulars begonnen, aber dieses nie vervollständigt und abgesendet haben. Das bedeutet in Klartext, dass diese Besucher auf halbem Wege zur Conversion im Formular selbst verloren gingen (auch “Drop” genannt). Um nun zu sehen, an welcher Stelle ClickTale die Besucher verloren hat, war der Drop Report hilfreich:

ClickTale: Drop Report vor Optimierung

Dieser Report zeigt deutlich, dass die Besucher im fünften Feld verloren gingen, also dem Feld, in dem nach der Telefonnumer gefragt wurde. Und obwohl das Feld nicht als Pflichtfeld gekennzeichnet wurde (kein Asterisk daneben) sondern ein optionales Feld darstellte, schienen sich die Besucher damit nicht wohl zu fühlen und verließen die Seite anstelle sich anzumelden .

Kann das Problem gelöst werden? Aber klar doch!

Die Website-Entwickler bei ClickTale ergänzten die Feldüberschrift einfach um das Wort “optional” am Zeilenende:

ClickTale: Onlineformular zur Eröffnung eine ClickTale-Kontos nach Optimierung

Und siehe da: die Conversion Rate verdoppelte sich quasi über Nacht!

ClickTale: Conversion Report nach Optimierung

Aber damit nicht genug. Ein Blick in den Blank Field Report zeigt, dass mehr als die Hälfte der Besucher bei der Anmeldung das fünfte Feld nun einfach unausgefüllt lassen:

ClickTale: Blank Field Report nach Optimierung

Das ganze soll als einfaches Beispiel dienen und veranschaulichen, welche massiven Auswirkungen auf die Conversion Rate bereits kleine Veränderungen haben können. Um aber solche  Probleme zu lösen, müssen Sie diese erst einmal finden.

Probieren Sie es selbst!

Die Form Analytics Suite enthält die Berichte Conversion Report, Drop Report, Time Report, Blank Field Report und Refill Report stehen all unseren Kunden zur Verfügung. Melden Sie sich am besten noch heute an und erfahren Sie, wie Sie Ihre Website aufgrund des tatsächlichen Nutzerverhaltens optimieren können. Erhöhen Sie Ihre Conversion Rates, minimieren Sie die Abbruchrate in Online-Fomularen und maximieren Sie Ihre Umsätze – JETZT!

Erfahren Sie mehr über den Einsatz von ClickTale und die damit verbnundenen Möglichkeiten Eröffnen Sie jetzt bei uns Ihr kostenfreies ClickTale Konto Erfahren Sie hier mehr über die Preise und Abonnements von ClickTale

Anonymisieren von IP-Adressen mit Google Analytics

Obwohl Google Analytics die IP-Adresse eines Besuchers ausschließlich zu Geo-Lokations-Zwecken nutzt und anschließend verwirft, wurde der Ruf laut, Google solle IP-Adressen gänzlich “unbrauchbar” machen.

Parallel zur Veröffentlichung des Deaktivierungs-Add-On für Browser (siehe auch Blog-Post vom 04. Juni 2010)  wurde ebenfalls eine neue Funktion für den Google Analytics Tracking Code (GATC) verfügbar. Diese jüngste und meines Erachtens nach effektivste Entwicklung zur Wahrung der Privatsphäre eines Website-Besuchers erweitert den GATC um die Funktion _anonymizeIp().

Wie binde ich _anonymizeIp() in den Tracking Code ein?

Für den Einsatz von Google Analytics existieren derzeit drei (3) verschiedene Tracking Code, die alle mehr oder minder den gleichen Funktionsumfang aufweisen:

  • Tracking Code urchin.js (urchinTracker)
  • Tracking Code mit ga.js (pageTracker)
  • asynchroner Tracking Code (_gaq.push)

Die Funktion _anonymizeIp() kann aber nur bei zwei der drei verwendet werden.

Tracking Code mit urchin.js

Bei der Verwendung des “alten” Tracking Code auf Basis von urchin.js kann die Funktion _anonymizeIp() leider nicht verwendet werden.

Tracking Code mit ga.js

Im Tracking Code, der noch ga.js verwendet (auch synchroner Tracking Code), kann die Zeile “_gat._anonymizeIp();” direkt vor dem Aufruf der Zeile “pageTracker._trackPageview();” eingesetzt werden. So wird aus dem originalen GATC

<script type="text/javascript">
  var gaJsHost = (("https:" == document.location.protocol) ? "https://ssl." : "http://www.");
document.write(unescape("%3Cscript src='" + gaJsHost + "google-analytics.com/ga.js' type='text/javascript'%3E%3C/script%3E"));
</script>
<script type="text/javascript">
  try {
  var pageTracker = _gat._getTracker("UA-xxxxxx-y");
  pageTracker._trackPageview();
  } catch(err) {}
</script>

ein Tracking Code, der IP-Adressen anonymisiert:

<script type="text/javascript">
  var gaJsHost = (("https:" == document.location.protocol) ? "https://ssl." : "http://www.");
document.write(unescape("%3Cscript src='" + gaJsHost + "google-analytics.com/ga.js' type='text/javascript'%3E%3C/script%3E"));
</script>
<script type="text/javascript">
  try {
  var pageTracker = _gat._getTracker("UA-xxxxxx-y");
  _gat._anonymizeIp();
  pageTracker._trackPageview();
  } catch(err) {}
</script>

Hinweis: Sollten Sie die Code-Beispiele hier kopieren und auf Ihren Seiten anwenden wollen, vergessen Sie bitte nicht, Ihre eigene Google Analytics Kontonummer anstelle von UA-xxxxxx-y zu verwenden!

asynchroner Tracking Code

Setzen Sie den asynchronen Tracking Code auf Ihrer Website ein, ist die Anpassung dessen ebenfalls ein Leichtes. Hierbei muss die Funktion _anonymizeIp() einfach nur “gekapselt” werden, sodass aus dem originalen GATC

<script type="text/javascript">
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-xxxxxx-y']);
  _gaq.push(['_trackPageview']);
  (function() {
  var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
  ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
  var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
  })();
</script>

ein Tracking Code entsteht, der IP-Adressen anonymisiert:

<script type="text/javascript">
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-xxxxxx-y']);
  _gaq.push(['_gat._anonymizeIp']);
  _gaq.push(['_trackPageview']);
  (function() {
  var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
  ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
  var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
  })();
</script>

Hinweis: Sollten Sie die Code-Beispiele hier kopieren und auf Ihren Seiten anwenden wollen, vergessen Sie bitte nicht, Ihre eigene Google Analytics Kontonummer anstelle von UA-xxxxxx-y zu verwenden!

Prüfen der Funktionalität

Um nun die Funktionalität zu prüfen, benötigen Sie ein Tool wie beispielsweise Firebug für den Mozilla Firefox. Nachdem Sie Firebug installiert und aktiviert haben, öffnen Sie im Firefox die maßgebliche Seite. Im Bereich Net -> All suchen Sie dann nach einem Eintrag “Get __utm.gif?utmwv=…” und klicken dann auf das Pluszeichen davor. Wählen Sie dann die Registerkarte Params. Darunter sollten Sie dann bei korrekter Implementierung der Funktion den Eintrag “aip 1″ vorfinden:

Output bei Firebug zum Testen der Funktion _anonymizeIp()

Funktion und Auswirkung

Natürlich wirft eine solche Funktionserweiterung Fragen nach der Funktionsweise und der Genauigkeit der Daten bei deren Einsatz auf. Beides soll nachfolgend kurz erläutert werden.

Wie funktioniert _anonymizeIp() ?

Sobald _anonymizeIp() in den GATC eingebunden ist, wird bei allen IP-Adressen das letzte Oktett (die Ziffernfolge nach dem letzten Punkt) entfernt und gegen eine “0″ ersetzt. So werden beispielsweise aus den IP-Adressen 82.100.197.197 und 80.10.192.168 die “neuen” IP-Adressen 82.100.197.0 und 80.10.192.0 – ganz einfach, nicht wahr?

Welche Auswirkung hat der Einsatz von _anonymizeIp() auf die Akkuratesse meiner Analysedaten?

Die Analysedaten sind natürlich nach wie vor korrekt, da die IP-Adresse nicht zur Berechnungen der Cookie-Informationen genutzt wird. Die einzige Einschränkung, die Sie erfahren könnten, ist eine geringfügige Abweichung bei den geo-lokalisierten Daten auf Stadtebene. Da durch die Entfernung des letzten Oktetts der IP-Adresse eine eindeutige Zuordnung zu Städten nicht mehr möglich ist, kommt es zu Überschneidungen in den Besucherzahlen.

Warum ist das so?

Angenommen ein Carrier hat zwei IP-Subnetze definiert: Subnetz A: 192.168.1.0 / 25 und Subnetz B: 192.168.1.128 / 25. Wie Sie wissen, erstreckt sich in diesem Beispiel der Bereich in Subnetz A von 192.168.1.0 bis 192.168.1.127 (wobei die erste IP-Adresse das Netz kennzeichnet und die letzte IP-Adresse als Broadcast-Adresse fungiert). In Subnetz B ist das ähnlich; das Netz reicht von 192.168.1.128 bis 192.168.1.255 (auch hier ist die erste IP-Adresse die Netzkennzeichnung und die letzte dient dem Broadcast). Vergibt nun dieser Carrier die IP-Adressen aus Subnetz A ausschließlich in Aachen und die aus Subnetz B ausschließlich in Berlin kann die Zuordnung der IP-Adressen zu den Städten einfach und eindeutig von Statten gehen:

192.168.1.19  = Aachen
192.168.1.200 = Berlin
192.168.1.158 = Berlin
192.168.1.121 = Aachen
192.168.1.97  = Aachen

Die Verteilung wäre nun wie folgt: 40% der Besucher kamen aus Berlin und 60% kamen aus Aachen.

Wenn nun aufgrund der Verwendung der Funktion _anonymizeIp() das letzte Oktett (also die  Ziffernkombination nach dem letzten Punkt) der IP-Adresse entfernt wird, wird dieses mit einer Null (0) ersetzt, sodass sich die vorher genannten IP-Adressen plötzlich alle im Subnetz A befinden:

192.168.1.19  --> 192.168.1.0 = Aachen
192.168.1.200 --> 192.168.1.0 = Aachen
192.168.1.158 --> 192.168.1.0 = Aachen
192.168.1.121 --> 192.168.1.0 = Aachen
192.168.1.97  --> 192.168.1.0 = Aachen

Die Verteilung ändert sich nun wie folgt: 0% der Besucher kamen aus Berlin und 100% kamen aus Aachen.

Bevor jetzt aber ein Aufschrei durch die Menge geht, sei Ihnen gesagt, dass die Geo-Lokations-Daten auch schon vorher – also vor der Einführung der Funktion _anonymizeIp() – nur “Näherungswerte” waren bzw. sind. Der Umstand liegt darin begründet, dass für die Auswertung der Standorte in Google Analytics primär die Einwahlknoten der Nutzer geo-lokalisiert werden. Aber das wussten Sie bestimmt schon…

Fazit

Die Funktionserweiterung des Tracking Code um _anonymizeIp() ist ein probates Mittel, IP-Adressen mit minimalem Aufwand zu anonymisieren. Hoffentlich ist das auch für die Herren Datenschützer ausreichend. Die Zukunft wird es zeigen…

 

 

Neue AdWords Berichte in Google Analytics

Per 07.06.2010 stehen dem Nutzer neue AdWords-Berichte in Google Analytics zur Verfügung. Enthalten ist unter anderem:  drei völlig neue Berichte, zehn neue Dimensionen und weitere wichtige AdWords-Metriken. Diese Berichte und Dimensionen sind in der jeweiligen Sprache verfügbar, werden sukzessiv in den einzelnen Analytics-Konten verfügbar gemacht.

Drei brandneue Berichte

Die neuen Berichte ermöglichen Ihnen, sich alle Aspekte einer AdWords Kampagne im Detail zu betrachten. Zu den Berichten zählen:

Tagesabschnitte

Wäre es nicht gut zu wissen, welcher Tag oder welche Tageszeit der beste Zeitpunkt zum Schalten Ihrer Anzeigen ist? Mit dem neuen Bericht Tagesabschnitte erfahren Sie genau das. Er zeigt auf, welche Tageszeit bzw. welcher Wochentag für Ihre Anzeigenschaltung am geeignetsten ist und Sie können Ihre Gebote entsprechend anpassen.

Google Analytics Bericht 'Tagesabschnitte'

Ziel-URLs

Welche sind die besten Landeseiten Ihrer Site? Der Bericht Ziel-URLs ermöglicht die tiefgehende Analyse jeder einzelnen Ziel-URL einer AdWords Kampagne. Betrachten Sie die Leistung auf Kampagnen-, Anzeigengruppen oder Keyword-Ebene. Verfeinern Sie Ihre Analyse durch Hinzufügen einer Secondary Dimension wie beispielsweise “Keyword” um die beste Kombination von URL und Keyword zu ermitteln.

Google Analytics Bericht 'Ziel-URLs'

Placements

Der Bericht Placement gewährt Ihnen tiefe Einblicke in die Leistung Ihrer Anzeigen im Google Content Network. Sie erfahren, welche Anzeige auf welcher Site die meisten Klicks erhält und können so Ihre Anzeigen besser ausrichten sowie die passenden Partner wählen.  Oder aber Sie ermitteln, welche Sites keinen geeigneten Traffic generieren und schließen diese entsprechend von der Anzeigenschaltung aus. Oder Sie identifizieren die Top-Sites und schalten dort dann zielgerichtete Display-Ads.

Google Analytics Bericht 'Placements'

10 neue AdWords Dimensionen

Tauchen Sie tief ein in die Analyse Ihrer AdWords Leistung und nutzen Sie dazu die zehn neuen AdWords Dimentionen, die Ihnen in Google Analytics ab sofort zur Verfügung stehen: Kampagne, Anzeigengruppe, Werbenetzwerk, Übereinstimmungstyp, Domain des Placements, Placement-URL, Anzeigenformat, Ausrichtungstyp, Angezeigte URL und Ziel-URL.

Google Analytics - 10 neue AdWords Dimensionen

Registerkarte “Klicks”

Über die Registerkarte Klicks eines Berichts sind Sie nun in der Lage, die vorgenannten neuen Dimensionen einzusetzen und die Leistung auf Kampagnen-, Anzeigengruppen. oder Keyword-Ebene zu messen. In Kombination mit Ihren in Google Analytics definierten Zielen  und der eCommerce-Analyse erhalten Sie eine umfassende Auswertung Ihrer AdWords Leistung.

Google Analytics - Registerkarte 'Klicks'

Wie werden die neuen AdWords Berichte eingerichtet?

Um die neuen Berichte zu nutzen müssen Sie zunächst über einen Google AdWords Konto verfügen (gerne helfen wir Ihnen bei der Eröffung eines solchen). Dieses müssen Sie dann mit Ihrem Analytics-Konto verknüpfen. Auch müssen Sie sicherstellen, dass die automatische Tag-Kennzeichnung aktiviert ist.

Sobald AdWords-relevante Daten in Ihrem Google Analytics Profil eingehen, sind die Berichte über das Menü   Zugriffsquellen –> AdWords erreichbar.

Google Analytics - Menü 'AdWords'

Einen Überblick über die neuen Berichte liefert das nachfolgende Video
(in englischer Sprache):

Deaktivierungs-Add-on für Browser von Google unzureichend…

Vier Tage nachdem wir unser Tool OptMeOut veröffentlicht haben, kam Google ebenfalls mit einem Lösungsansatz bezüglich der leidigen Datenschutz-Thematik auf den Markt. Nachfolgend will ich dieses einmal näher beleuchten.

Hintergrund

Auf dem Google Summit  im Jahr 2008 machte webalytics die Verantwortlichen bei Google  in Mountain View auf das – seinerzeit noch “auf  kleiner Flamme gekochte” – Thema Datenschutz in Deutschland aufmerksam. Damals stießen wir noch auf völliges Unverständnis.

Im Jahr 2009 wurde in einer Breakout-Session des Google Summits das Thema (wenn auch völlig unbefriedigend) zumindest aufgegriffen. webalytics erhielt bei der Argumentation tatkräftige Unterstützung  von anderen Google Analytics Certified Partnern aus der europäischen Region.

Der immer massiver werdende Druck auf Google schien dann die Verantwortlichen dazu bewogen zu haben, nach einer Lösung zu suchen und diese umzusetzen. Das Ergebnis liegt nun nach ca. einem halben Jahr Entwicklung vor.

Deaktivierungs-Add-on für Browser

Ein Lösungsansatz von Google, die Privatsphäre des Nutzers zu schützen und einigermaßen datenschutzkonform zu agieren, ist der des Deaktivierungs-Add-ons für Browser. Dieses Tool ist derzeit in verschiedenen Sprachen für die Browser

  • Internet Explorer (7 und 8),
  • Google Chrome (4.x und höher),
  • Mozilla Firefox (3.5 und höher)

verfügbar und kann auf der Webseite http://tools.google.com/dlpage/gaoptout?hl=de kostenfrei heruntergeladen und im entsprechenden Browser installiert werden.

Download-Screen für Deaktivierungs-Add-on für Browser

Was passiert nach der Installation?

Nachdem Sie die Installation durchgeführt haben, können Sie das Add-On für den  jeweiligen Browserein- und ausschalten.  Dies geschieht in der Verwaltung der Erweiterungen des Browser (z. B. im Internet-Explorer über die Add-On-Verwaltung, im Chrome in Extensions und im Firefox mittels der Registerkarte Extensions der Add-Ons).

Probleme, die das Tool mit sich bringt

Meines Erachtens birgt dieser Ansatz mindestens drei Probleme:

Wie soll ein Nutzer vorgehen, der z. B. keine administrativen Rechte auf seinem Rechner besitzt und somit die Installation nicht durchführen kann? Eine “erzwungene” Installation auf allen Rechner eines Unternehmens kann wohl nicht im Sinne des Erfinders liegen. Jedem Nutzer eines Rechners in einem Netzwerk / einer Domäne administrative Rechte zu vergeben kann jedoch auch nicht die Antwort sein…

Wie soll die Handhabung benutzerfreundlich von statten gehen, wenn hier nur absolut entschieden werden kann (Tool ein- oder Tool ausgeschaltet)? So ist es einem Nutzer beispielsweise wichtig, dass sein Verhalten auf bestimmten Websites nicht erfasst wird, auf anderen ist es ihm jedoch völlig egal. Es ist völlig unpraktikabel, ständig in der Verwaltung des Browsers das Tool ein- oder auszuschalten.

Was ist mit allen anderen Browsern? Auch wenn ich ein Verfechter von Chrome und Firefox bin, möchte ich dennoch nicht die große Gemeinde der Opera-, Safari- und anderer Gecko-Browser-Nutzer unter den Tisch kehren. Auch gibt es immer mehr iPhone- und jüngst auch iPad-Besitzer. Nicht zu vergessen, dass immer noch eine große Anzahl “alter” Browser im Einsatz ist (IE 6 und früher, Firefox 3.0 und früher, Chrome vor Version 4). Für all diese Nutzer gibt es derzeit eine Lösung…

Fazit

Auch wenn der Ansatz und auch die Absicht von Google lobend zu erwähnen ist, bleiben dennoch zu viele Fragen offen. Nach wie vor liegt die Verantwortung, einen Besucher das An- und Abschalten des Trackings zu ermöglichen, beim Betreiber einer Website und sollte einen zentralen Ansatz verfolgen.

Follow us:
Abonnieren Sie unseren Blog!
Folgen Sie uns auf Twitter!
Folgen Sie uns auf Facebook!
Folgen Sie uns auf LinkedIn!
Feedburner-Abo
RSS Feed für Reader abonnieren

oder geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an: