Archiv für Oktober 2010

Neue, wiederkehrende und eindeutige Besucher

Bei der Verwendung von Google Analytics bzw. Urchin Software herrscht zuweilen ein großes Missverständnis, was denn nun der Unterschied zwischen neuen, wiederkehrenden und eindeutigen Besuchern wäre. Gibt es diesen überhaupt? Und warum weichen die Zahlen bei der Betrachtung unterschiedlicher und kumulierter Zeiträume ab? Licht in das Dunkel zu bringen ist die primäre Intention dieses Artikels.

Wenn der Besucher das erste Mal die Website besucht…

Bevor wir uns dem Hauptthema dieses Dokuments widmen, müssen wir zunächst einmal betrachten, was passiert, wenn ein Nutzer erstmals Ihre Website besucht.

Cookies in Google Analytics und Urchin Software

Wie Sie sicherlich schon erfahren haben, arbeiten Google Analytics und Urchin Software mit sogenannten First Party Cookies – kleinen Textdateien, die auf der Festplatte des Rechners im Kontext des Browsers sowie Ihrer Websitegespeichert werden. Diese Cookies enthalten (anonyme) Informationen über den Besucher, die bei jedem Besuch auf Ihrer Website erstmals erstellt oder ausgelesen und aktualisiert werden.

Bei Google Analytics und Urchin Software kommen in Summe fünf Cookies zum Einsatz, von denen aber für unser Thema hier nur drei von Belang sind. Die für die Ermittlung von Besucherzahlen relevanten Cookies sind:

  • __utma
  • __utmb
  • __utmc

Diese werden nachfolgend erläutert.

Domain- und Besucher-Identifizierung: __utma-Cookie

Die nachfolgende Grafik zeigt den schematischen Aufbau des __utma-Cookies:

Aufbau des __utma-Cookies

Aus dieser Grafik lassen sich folgende Erkenntnisse ableiten:

  1. Die Besucher-ID und der Zeitpunkt des ersten Besuchs kennzeichnen den Besucher als eindeutigen Besucher.
  2. Durch die Werte Zeitpunkt des ersten Besuchs, Beginn der vorigen Sitzung sowie Beginn der aktuellen Sitzung lässt sich ausrechnen,
    • ob es sich bei dem Besuch um einen neuen oder einen wiederkehrenden Besuch handelt und
    • wann der letzte Besuch stattgefunden hat bzw. wie viele Tage dazwischen liegen.
  3. Weisen alle drei Bereiche (Zeitpunkt des ersten Besuchs, Beginn der vorigen Sitzung und Beginn der aktuellen Sitzung) die gleichen Werte aus, handelt es sich um den ersten Besuch des Nutzers auf der Website.

Ein Tool zum Umrechnen der UNIX-Zeit in Datum und Uhrzeit finden Sie unter http://myg8.de/unix-time

Beispiel

Zerlegen wir zur Verdeutlichung einmal folgende Beispielwerte in ihre Bestandteile:

__utma=226596891.310448942.1223700280.1245836053.1245861411.7
Bereich Zeitpunkt des ersten Besuchs Beginn der
vorigen Sitzung
Beginn der aktuellen Sitzung
Wert (UNIX-Zeit) 1223700280 1245664200 1245856800
Datum, Zeit Sat, 11 Oct 2008 04:44:40 GMT Mon, 22 Jun 2009 09:50:00 GMT Wed, 24 Jun 2009 15:20:00 GMT

Daraus wird deutlich, dass dieser Besucher die maßgebliche Website am 11.10.2008 erstmals besucht hat. Des Weiteren wurde die aktuelle Sitzung am 24.06.2009 um 15:20 Uhr und die vorige Sitzung am 22.06.2009 um 9:50 Uhr begonnen. Es liegen also 29,5 Stunden zwischen dem aktuellen und dem vorigen Besuch.

Sitzungs-Identifizierung: __utmb- und __utmc-Cookie

Diese beiden Cookies bestehen grundsätzlich aus dem Domain Hash (Prüfsumme) und kennzeichnen eine Sitzung.

Das __utmb-Cookie hat eine Gültigkeit von 30 Minuten und verfällt dementsprechend nach einer halben Stunde Inaktivität. Beim __utmc-Cookie hingegen handelt es sich um ein sogenanntes Temporär-Cookie, welches beim Schließen des Browsers verfällt.

Beispiele

  1. Angenommen, ein Besucher agiert gerade auf Ihrer Website, hält auf der Startseite inne, um sich etwas zu Trinken zu holen. Nach fünf Minuten ist er wieder am Platz und fährt mit der Erkundung Ihrer Website fort.

    Da weder __utmb noch __utmc verfallen sind, agiert der Besucher noch im Kontext der gleichen Sitzung.


  2. Einige Minuten später erhält der Besucher einen Anruf und muss erneut das Surfen auf Ihrer Website unterbrechen. Das Gespräch dauert leider länger und so kann sich der Besucher erst nach 40 Minuten wieder Ihrer Website widmen.

    Aufgrund der Dauer der Unterbrechung ist in dem vorgenannten Beispiel das __utmb-Cookie verfallen (30 Minuten Inaktivität) und leitet bei erneuter Interaktion mit der Website eine neue Sitzung ein.

  3. Eine Viertelstunde später ist Mittagspause und der Besucher schließt seinen Browser, sperrt seinen Rechner und geht mit Kollegen in das Restaurant gegenüber. Nach einer Stunde kehrt er an seinen PC zurück und öffnet den Browser um sich erneut mit Ihrer Website zu verbinden.

    Da der Browser geschlossen wurde, ist auch das __utmc-Cookie verfallen. Somit wird bei erneutem Verbinden mit der Website ebenfalls eine neue Sitzung begonnen. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel Zeit zwischen Schließen und Öffnen des Browsers vergeht.

Anzeigen der Cookie-Informationen…

Sie können sich jederzeit die hier genannten Cookie-Informationen anzeigen lassen. Nachfolgend wird erläutert, wie Sie die an die Informationen beim Einsatz mit einem der gängigen Browsern gelangen.

…mit dem Internet Explorer (ab Version 6.0)

Um die Cookie-Informationen mit dem Microsoft Internet Explorer (IE) anzeigen zu können, benötigen Sie eine Zusatzsoftware (Add-On), da der IE per Design keine Cookies anzeigen kann. Wir empfehlen hierfür das Add-On Cooxie Toolbar von Dioda Software, welches Sie hier herunterladen können: http://myg8.de/cooxie.

Cookies im Microsoft Internet Explorer mit der Cooxie Toolbar anzeigen

…mit dem Mozilla Firefox (ab Version 3.6)

Sie können die Cookie-Informationen beim Mozilla Firefox einfach abrufen, indem Sie im Menü Extras (engl.: Tools) auf den Eintrag Einstellungen (engl.: Options) klicken. Klicken Sie dann auf das Icon Datenschutz (engl.: Privacy) und danch auf den Link einzelne Cookies (engl.: remove individual cookies).

Cookies im Firefox anzeigen

…mit dem Google Chrome (ab Version 7.x)

Sie können sich die Cookies in Google Chrome anzeigen lassen, indem Sie auf das Icon Google Chrome anpassen und dann auf den Menüeintrag Optionen klicken. Wechseln Sie auf die Registerkarte Details (engl.: Under the hood) und klicken Sie auf die Schaltfläche Content Einstellungen… (engl.: Content settings…) und danach auf die Schaltfläche Cookies und andere Websitedaten anzeigen… (engl.: Show cookies and other site data).

Cookies im Chrome anzeigen

Besuchertypen

Nachdem nun die Grundlagen zum Verständnis der Cookie-Funktionalität und -Werte geschaffen ist, können wir uns dem eigentlichen Thema dieses Whitepapers widmen. In diesem Abschnitt wird erläutert, wie neue und wiederkehrende Besucher gezählt und unterschieden werden.

Wann ist ein Besucher “neu”?

Ein Besucher wird – wie bereits im vorigen Abschnitt erklärt – anhand seines __utma-Cookies eindeutig identifiziert. In diesem Cookie sind die drei Zeitangaben Zeitpunkt des ersten Besuchs, Beginn der vorigen Sitzung und Beginn der aktuellen Sitzung enthalten. Besucht der Nutzer Ihre Website zum ersten Mal, sind alle der vorgenannten Zeitangaben identisch.

Beispiel

__utma=226596891.310448942.1246032000.1246032000.1246032000.1
Bereich Zeitpunkt des
ersten Besuchs
Beginn der
vorigen Sitzung
Beginn der
aktuellen Sitzung
Wert (UNIX-Zeit) 1246032000 1246032000 1246032000
Datum, Zeit Fri, 26 Jun 2009 16:00:00 GMT Fri, 26 Jun 2009 16:00:00 GMT Fri, 26 Jun 2009 16:00:00 GMT

Da alle drei Zeitangaben identisch sind, kann aus den oben dargestellten Werten geschlossen werden, dass der Nutzer die Website zum ersten Mal besucht.

Wann ist ein Besucher “wiederkehrend”?

Anknüpfend an das vorige Thema Wann ist ein Besucher “neu”? nehmen wir auch hier wieder das __utma-Cookie als Grundlage dafür, um zu ermitteln, wann ein Besucher als “wiederkehrend” eingestuft werden kann. Dazu ist es erneut nötig, einen Blick auf die Zeitangaben im __utma-Cookie zu werfen.

Unterscheidet sich die Zeitangabe “Zeitpunkt des ersten Besuchs” von dem Wert in “Beginn der aktuellen Sitzung”, hat der Nutzer die Website bereits vor der aktuellen Sitzung besucht.

Beispiel

__utma=226596891.310448942.1246032000.1246032000.1246113000.2
Bereich Zeitpunkt des
ersten Besuchs
Beginn der
vorigen Sitzung
Beginn der
aktuellen Sitzung
Wert (UNIX-Zeit) 1246032000 1246032000 1246113000
Datum, Zeit Fri, 26 Jun 2009 16:00:00 GMT Fri, 26 Jun 2009 16:00:00 GMT Sat, 27 Jun 2009 14:30:00 GMT

Da die Werte der Zeitangaben “Zeitpunkt des ersten Besuchs” und “Beginn der aktuellen Sitzung” differieren, die Werte der Zeitangaben “Zeitpunkt des ersten Besuchs” und “Beginn der vorigen Sitzung” jedoch identisch sind, kann aus den oben dargestellten Werten geschlossen werden, dass der Nutzer die Website zum zweiten Mal besucht.

Wären nun alle drei Werte der Zeitangaben unterschiedlich, hätte der Nutzer die Website mehr als zwei Mal besucht. Um nun festzustellen, zum wievielten Mal der Nutzer die Website besucht hat, existiert im __utma-Cookie der Sitzungszähler (letzter Wert des Cookies). Dieser wird bei jedem erneuten Besuch um den Wert 1 erhöht (Integer).

Wann ist ein Besucher “absolut eindeutig”?

Auch für die Erläuterung in diesem Zusammenhang wird das __utma-Cookie herangezogen. Wie bereits im Abschnitt Domain- und Besucher-Identifizierung: __utma erklärt, wird die eindeutige ID zur Kennzeichnung eines Besuchers anhand von zwei Werten des __utma-Cookies erstellt:

  • Besucher-ID und
  • Zeitpunkt des ersten Besuchs

Somit wird ein Besucher immer wieder “erkannt”, wenn er/sie Ihre Website besucht – ganz gleich, ob er die Website zum ersten Mal von einer Stunde, einem Tag oder einem Jahr besucht hat.

Beispiel

__utma=226596891.310448942.1246032000.1246032000.1246113000.2
Bereich Besucher ID Zeitpunkt des ersten Besuchs
Wert 310448942 1246032000
Eindeutige ID 310448942.1246032000

Auswertung neuer, wiederkehrender und eindeutiger Besucher

Nachdem nun die Nomenklatur bekannt ist und definiert wurde, was neue, wiederkehrende und absolut eindeutige Besucher sind, wenden wir uns jetzt der Betrachtungsweise innerhalb der Auswertung zu.

Auswertung eindeutiger Besucher

Die Auswertung eindeutiger Besucher gestaltet sich denkbar einfach und ist immer pro Zeitraum Ihrer Auswertung zu betrachten.

Somit wichtig zu verstehen, dass ein Besucher, der anhand des Werts “Eindeutige ID” identifiziert wurde, beliebig oft Ihre Website besuchen und Seiteninhalte abrufen kann – er wird dennoch immer ein und der selbe Besucher bleiben.

Beispiel: ein eindeutiger Besucher

In der nachfolgenden Zeitlinie wird deutlich, dass der Nutzer “Besucher A” die maßgebliche Website innerhalb des Betrachtungszeitraums (01.06.2009 – 07.06.2009) insgesamt fünf mal besucht hat.

Ein Besucher im Auswertungskontext als eindeutiger Besucher

Wir wissen natürlich nicht, ob dieser Nutzer die Website bereits vor diesem Zeitraum besucht hat, dennoch gilt dieser Besucher als ein eindeutiger Besucher.

Beispiel: zwei eindeutige Besucher

In der nachfolgende Zeitlinie kommt ein weiterer Besucher innerhalb des Betrachtungszeitraums (01.06.2009 – 07.06.2009) hinzu. Es wird deutlich, dass die maßgebliche Website in Summe sieben Mal besucht wurde.

Zwei Besucher im Auswertungskontext als eindeutige Besucher

Trotzdem gelten die Nutzer “Besucher A” und “Besucher B” als jeweils ein eindeutiger Besucher, was in Summe zwei eindeutige Besucher im Betrachtungszeitraum ergibt.

Beispiel: Mehrere eindeutige Besucher

Aus der nachfolgenden Tabelle wird ersichtlich, dass die Gesamtzahl der eindeutigen Besucher ausschließlich vom Betrachtungszeitraum abhängt und somit die Aggregation von mehreren Betrachtungszeiträumen nicht zur Aufsummierung der Werte, sondern zu deren Konsolidierung führt.

eindeutige Besucher

Auswertung neuer und wiederkehrender Besucher

Die Auswertung neuer und wiederkehrender Besucher gestaltet sich etwas schwieriger, da hierbei zunächst einmal bekannt sein muss, wann der Nutzer eine Website zum ersten Mal besucht hat. Glücklicherweise nimmt uns das __utma-Cookie diese Arbeit ab.

Beispiel: ein Besucher

In der nachfolgenden Zeitlinie wird deutlich, dass der Nutzer “Besucher A” die maßgebliche Website innerhalb des Betrachtungszeitraums (01.06.2009 – 07.06.2009) insgesamt fünf mal besucht hat.

Ein Besucher im Auswertungskontext als neuer und wiederkehrender Besucher

Einmal angenommen, der Nutzer “Besucher A” hat die maßgebliche Website am 01.06.2009 zum ersten Mal besucht, dann würde er bei der Analyse als ein neuer Besucher und vier Mal als wiederkehrender Besucher gewertet werden.

Hat der Nutzer “Besucher A” die maßgebliche Website hingegen vor dem Betrachtungszeitraum bereits besucht, würde er bei der Analyse fünf Mal als wiederkehrender Besucher gewertet werden.

Beispiel: zwei Besucher

In der nachfolgende Zeitlinie kommt ein weiterer Besucher innerhalb des Betrachtungszeitraums (01.06.2009 – 07.06.2009) hinzu. Es wird deutlich, dass die maßgebliche Website in Summe sieben Mal besucht wurde.

Zwei Besucher im Auswertungskontext als neue und wiederkehrende Besucher

Auch hier gilt: Haben die Nutzer “Besucher A” und “Besucher B” die maßgebliche Website im Betrachtungszeitraum zum ersten Mal besucht, würden beide bei der Analyse als jeweils ein neuer Besucher gewertet werden. Der Nutzer “Besucher A” würde zudem vier Mal und der Nutzer “Besucher B” ein Mal als wiederkehrender Besucher gezählt werden.

Waren beide Nutzer bereits zuvor Besucher der maßgeblichen Website gelten die Besucher als jeweils wiederkehrender Besucher bei der Analyse (“Besucher A” 5; “Besucher B” 2).

Beispiel: Mehrere Besucher

Aus der nachfolgenden Tabelle wird ersichtlich, dass die Besucherzahlen einzelner Betrachtungszeiträume addiert werden können, wenn es darum geht, diese zu einem größeren Betrachtungszeitraum zusammenzufassen.

neue und wiederkehrende Besucher

Häufig gestellte Fragen

Nachfolgend listen wir die häufigsten Fragen und deren Antworten auf, die uns in diesem Zusammenhang immer wieder gestellt werden.

Was passiert, wenn jemand standardmäßig seine Cookies beim Beenden des Browsers löscht?

Sobald die Cookies gelöscht werden, ist auch das __utma-Cookie und somit die Werte für “Besicher ID” und “Zeitpunkt des ersten Besuchs” nicht mehr existent. Das bedeutet, dass für einen solchen Nutzer das __utma-Cookie bei jedem Besuch der Website neu erstellt wird und er somit immer als ein absolut eindeutiger und neuer, nie aber als wiederkehrender Besucher gewertet wird.

Was passiert, wenn der Besuch der Website über eine Firewall, NAT-Device oder Caching Proxy erfolgt?

Die vorgenannten Szenarien haben keinerlei Auswirkung auf die Erstellung der Cookies und somit wird ein solcher Nutzer auch korrekt ausgewertet.

Was passiert, wenn jemand die Ausführung von JavaScript in seinem Browser deaktiviert hat?

In diesem Fall wird der Nutzer gar nicht als Besucher gewertet, da der Tracking Code auf JavaScript basiert und die Cookies erst bei Ausführung dessen erstellt werden.

Was passiert, wenn die Besuche auf der Website über verschiedene Browser von einem Rechner erfolgen?

Da für die Berechnung der Cookies auch die Rechnerumgebung des Nutzers einbezogen wird, werden für jeden genutzten Browser eigene Cookies erstellt.

Hat ein Nutzer beispielsweise drei unterschiedliche Browser auf seinem Rechner installiert (z. B. Microsoft IE, Mozilla Firefox und Google Chrome) und besucht er mit jedem der Browser ein und dieselbe Website, werden dennoch drei unterschiedliche __utma-Cookies in den Browsern auf Seiten den Nutzers erstellt und er gilt somit auch als drei absolut eindeutige Besucher.

Warum sollte ich das wissen?

Ganz einfach: Wir wollen Ihnen den Erklärungsnotstand ersparen, wenn das “Upper Management” wissen will, warum es bei den Werten zu Unterschieden kommt… :-)

Urchin Version 7.0.00 – Installation unter Linux

Wenn Sie die aktuelle Urchin-Version 7.0 testen wollen, stellt sich sicherlich die Frage, auf welcher Plattform und unter welchem Betriebssystem das passieren soll. Als Plattform eignen sich ausrangierte Server, virtuelle Maschinen, oder zur Not sogar Ihre Workstation. Letzteres kann sinnvoll sein, wenn Sie lediglich das Look & Feel ausprobieren möchten. Meistens will man aber mehr ausprobieren und sollte dann von vornherein eine der anderen Möglichkeiten einsetzen.

Wer eine geeignete Windows-Lizenz übrig hat, darf sie gerne ver(sch)wenden. Wir empfehlen für Testinstallationen von Urchin, sich eine aktuelle kostenfreie Linux-Server-Distribution herunterzuladen, z.B. Ubuntu oder CentOS (zu RedHat binärkompatibel) und zu installieren.

CentOS bietet zwar keine Serverversion zum Download an, aber während der Installation kann diese auf Server und/oder Server-GUI reduziert werden. Ubuntu-Server bringt dagegen keine GUI mit. Wer auf (Linux-) Kommandozeilenebene nicht so fit ist, sollte sich eine GUI (Gnome oder KDE) installieren.

Systemvoraussetzungen für eine Installation

Entscheidungsworkflow für eine Installation von Urchin 7.000Geeignete Windows-Systeme sind Windows 2003 Server, Windows XP, Windows 2000, Windows Vista, Windows 2008 Server, ab Urchin 7.0 auch in den 64-bit Versionen unterstützt. Von den Unix-basierten-Systemen werden Linux-Kernel 2.6 (32-bit und 64-bit), sowie FreeBSD 6.2+ (nur 32-bit) unterstützt. Für Urchin geeignete Datenbanken sind MySQL 5.03+ oder PostgreSQL 8.2.5+. Um die im Installationspaket von Urchin 7.0.00 mitgelieferte PostgreSQL 8.4.1.1 unter Linux(Kernel 2.6) zu installieren, wird die glibc 2.3.3+ benötigt.

Für die Analyse einzelner kleiner bis mittelgroßer Websites sollte das System wie folgt ausgestattet sein:

  • 2 GHz-Prozessor oder schneller
  • 2 GB RAM
  • 250 GB Festplattenlaufwerk (IDE oder SATA)
  • 00 MBit/s-Ethernet-Schnittstelle

Bei Installationen für Provider oder größerer Unternehmen sollte das System folgendermaßen ausgestattet sein:

  • 2,5-GHz Pentium Dual-Core / 2-GHz UltraSPARC / PPC, MIPS oder anderem mit ähnlichem CPU Geschwindigkeitsbereich
  • 3 GB RAM
  • Ultra2/Wide SCSI-Festplattenlaufwerk (z. B. Seagate Cheetah), Kapazität nach Protokollaufkommen
  • 100 MBit/s-Ethernet-Schnittstelle
  • Backupsystem.

Als Plattenplatzbedarf muss mit ca. 10% der der Originalprotokollgröße gerechnet werden. Für die Anzeige der Urchin-Benutzeroberfläche sind die Browser Internet Explorer 6.x+, Firefox 2.x+ oder Chrome 1.x+ geeignet. Weitere Informationen finden Sie im Urchin-Helpcenter.

Warum beschreiben wir die Installation unter Linux mit Kernel 2.6?

Die Installation von Urchin unter Windows gestaltet sich eher trivial. Die benötigten Informationen sind sowohl für Windows, als auch für Linux identisch. Da unter beiden Systemen die gleichen Fragen gestellt werden, es unter Linux – je nach System – aber die eine oder andere kleine Hürde zu nehmen gilt, beschreiben wir hier die Installation unter Linux. Dadurch wird die Installation unter Linux hoffentlich so einfach, wie die unter Windows. Für den Kernel 2.6 haben wir uns entschieden, da dieser Kernel der aktuellste und wohl der verbreitetste ist.

Vorbereitungen

Sollten Sie die Installation in einer virtuellen Maschine auf Ihrer Workstation vornehmen wollen, so achten Sie bitte darauf, dass Sie die Netzwerkschnittstelle im Bridging-Modus betreiben. Erst dann ist gewährleistet, dass Sie selbst und andere darauf zugreifen können.

In dem Fall, dass Sie eine Neuinstallation des Betriebssystems vornehmen, sollten Sie alle nicht benötigten Server und Dienste abwählen. Sie brauchen in der Regel lediglich den OpenSSH-Server und evtl. eine Datenbank, sowie Samba. Einen Webserver bringt Urchin mit.

Die mit den aktuellen Linux-Systemen ausgelieferten MySQL-Datenbanken sollten von der Version passen. Bei PostgreSQL ist hier noch die Version 8.1.6 üblich, daher sollte dann lieber die mit Urchin gelieferte Version verwendet werden. Urchin empfiehlt grundsätzlich die Verwendung von MySQL, liefert aber aus lizenzrechtlichen Gründen PostgreSQL im Installationspaket mit aus. Für welche Datenbank Sie sich entscheiden, ist letztendlich egal – Urchin funktioniert mit beiden.

Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass die Firewall SSH, HTTP, HTTPS und ggf. noch FTP und Samba erlaubt.
Unter FreeBSD sollten Sie vor der Installation von Urchin sicherstellen, dass in der Datei “/boot/loader.conf” die folgenden Zeilen stehen:

# Increase max process data segment size to 1GB
kern.maxdsiz="1073741824"
# Wait for full HTTP request accept filter
accf_http_load="YES"

Sollten Sie sich für die MySQL-Datenbank entschlossen haben, müssen Sie noch mit den folgenden Befehlen eine leere Datenbank für Urchin anlegen:

[root@yourserver ~]# mysql -u root -p

mysql> create database urchin character set utf8;

mysql> GRANT ALL ON urchin.* TO 'urchin'@'localhost' IDENTIFIED BY 'urchinpassword';

Selbstverständlich dürfen Sie statt urchinpassword ein eigenes Passwort verwenden. Sollten Sie eine vorhandene PostgreSQL verwenden wollen, finden Sie die entsprechenden Befehle in der im gezippten Installationspaket enthaltenen Anleitung. Um die mit Urchin mitgelieferte PostgreSQL zu nutzen, sind diese Schritte nicht nötig.

Bevor Sie aber mit der Installation von Urchin beginnen, müssen Sie sich zunächst die aktuelle Urchin-Version 7.0.00 herunterladen. Sie finden den Download für alle unterstützten Betriebssysteme hier auf unserer Website. Es empfiehlt sich die Datei auf die eigene Workstation herunterzuladen und dort zu entpacken, da in der .ZIP-Datei einige .PDF-Dokumente und der für die Installation benötigte Tarball (.tar.gz) enthalten sind. Diesen Tarball kopieren Sie dann z.B. mit WinSCP auf das System, auf dem Sie Urchin installieren wollen. Das dafür benötigte temporäre Verzeichnis erstellen Sie entweder in WinSCP oder mit den folgenden Befehlen in einem Terminalfenster oder auf der Konsole:

mkdir /var/tmp/urchintemp
cd /var/tmp/urchintemp

Sollten Sie ausversehen das .ZIP-File hierher kopiert haben, können Sie es in einem Terminalfenster oder auf der Konsole so entpacken:

unzip urchin7000_linux2.6_kernel_x32.zip

oder

unzip urchin7000_linux2.6_kernel_x64.zip

Installation – jetzt geht’s los!

Die Installation nehmen wir am besten als Benutzer mit Root-Rechten auf einer Konsole oder in einem Terminal-Fenster vor. Unter CentOS wäre das „root“ und unter Ubuntu der bei der Installation angelegte Benutzer. Als erstes entpacken wir den Tarball in dem temporären Verzeichnis:

tar xzvf urchin7000_linux26_x32_kernel.tar.gz

oder

tar xzvf urchin7000_linux26_x64_kernel.tar.gz

Und starten danach das Installationsskript. Der Befehl lautet unter CentOS „./install.sh“ und unter Ubuntu „sudo ./install.sh“.
Die meisten Fragen brauchen Sie lediglich mit der Enter-Taste bestätigen, da die Vorschläge für eine Testinstallation optimal sind. Bitte führen Sie die Installation in englischer Sprache durch, da sonst sämtliche nicht ASCII-Zeichen, wie z. B. Umlaute wahrscheinlich falsch dargestellt werden, Nachstehend sehen Sie den Ablauf des Installationsskripts bis zur Frage nach der Datenbank:

[root@yourserver urchintemp]# ./install.sh
Choose Language: [Default: 1]
1. English
2. Chinese (Simplified) / 中æï¼ç®ä½ï¼
3. Chinese (Traditional) / 中æ (ç¹é«)
4. Dutch / Nederlands
5. French / Français
6. German / Deutsch
7. Italian / Italiano
8. Japanese / æ¥æ¬èª
9. Korean / íêµ­ì´
10. Portuguese (Brazil) / Português (Brasil)
11. Spanish / Español
-> <ENTER>

------------------------------------------------------------------------
-- Welcome to the Urchin Installation and Upgrade Utility
-- Version 7.0.00
------------------------------------------------------------------------

Please read the install.txt file before continuing. Urchin installs and
uses a lightweight Apache webserver for web-based administration and
report delivery. The installer may ask for the following information
during installation:
1. A port number for the Urchin webserver. Port numbers below 1024
require superuser privileges.
2. A valid user and group for ownership and operation.
3. SQL information: SQL server type, server hostname and port/socket,
database name for Urchin, and SQL username/password used to access
the database.

SECURITY NOTE: The web-based Urchin administration and reporting
interfaces use unencrypted HTTP by default. Use of HTTPS requires
installation of your site-specific SSL certificate and key files into
the Urchin distribution and configuring Urchin to enable SSL when the
web service starts. Please see the online product documentation for
specific details.

Please select the installation type [Default: 1]
1. New
2. Upgrade
-> <ENTER>

Specify the installation directory  [Default: /usr/local/urchin]:
-> <ENTER>

The specified directory does not exist: /usr/local/urchin

Do you want the script to create it? [Default: 1]
1. Yes
2. No
-> <ENTER>

Choose a port number for the webserver [Default: 9999]
-> <ENTER>

Choose a user for the webserver and file ownership [Default: nobody]
-> <ENTER>

Choose a group for the webserver and file ownership [Default: nobody]
-> <ENTER>

SQL Server Type [Default: 1]
1. Use existing MySQL db
2. Use existing PostgreSQL db
3. Install & Use PostgreSQL db (requires root privileges)
->

Nun kommt ein Block, der sich abhängig von Ihrer Datenbankauswahl etwas unterschiedlich verhält. Wir zeigen hier alle drei Varianten, bzw. den entsprechenden Installationsablauf für eine Datenbank, die auf demselben Rechner wie die Urchin-Installation liegt (was aus Performancegründen auch anzuraten ist).

MySQL

Standardmäßig schlägt die Urchin-Installationsroutine als SQL-Servertyp die Option 1, also ein bereits installiertes MySQL vor. Sie müssen bei den Fragen nach dem SQL-Socketpfad, nach dem SQL-User und dem SQL-Passwort eine Antwort eingeben. Der Socketpfad steht für MySQL bei den meisten Distributionen in der Datei /etc/my.cnf und lautet in der Regel: /var/lib/mysql/mysql.sock. Der Pfad und der Dateiname der Konfigurationsdatei können von Distribution zu Distribution und von Paketquelle zu Paketquelle variieren. Unter Ubuntu steht die Information in /etc/mysql/my.cnf und lautet in der Regel /var/run/mysqld/mysqld.sock. Wurde die Datenbank mit den von Urchin empfohlenen Befehlen (siehe weiter oben) angelegt, so ist der Standardvorschlag bei der Frage nach dem SQL-User falsch und muss mit „urchin“ beantwortet werden. Im Anschluss geben Sie das Passwort für den Zugriff auf die Urchin-Datenbank ein. Das Passwort wird dabei nicht angezeigt, auch keine Ersatzzeichen.

-> <ENTER>

SQL Server [Default: localhost]
-> <ENTER>

SQL Socket path
-> /var/lib/mysql/mysql.sock

SQL Database [Default: urchin]
-> <ENTER>

SQL User [Default: nobody]
-> urchin <ENTER>

SQL Password
-> urchinpassword <ENTER>

PostgreSQL

Die zweite Option steht für eine bereits installierte PostgreSQL-Datenbank. Sie müssen bei den Fragen nach dem SQL-Socketpfad, nach dem SQL-User und dem SQL-Passwort eine Antwort eingeben. Der Socketpfad steht bei der Verwendung von PostgreSQL – sofern diese vorhanden ist – in der Datei data/postgresql.conf hinter unix_socket_directory und ist standardmäßig nicht gesetzt. Daher ist die Frage danach mit „null“ zu beantworten. Wurde die Datenbank mit den von Urchin empfohlenen Befehlen angelegt, so ist der Standardvorschlag bei der Frage nach dem SQL-User falsch und muss mit „urchin“ beantwortet werden. Im Anschluss geben Sie das Passwort für den Zugriff auf die Urchin-Datenbank ein. Das Passwort wird dabei nicht angezeigt, auch keine Ersatzzeichen.

-> 2<ENTER>

SQL Server [Default: localhost]
-> <ENTER>

SQL Socket path
-> null <ENTER>

SQL Port [Default: 5432]
-> <ENTER>

SQL Database [Default: urchin]
-> <ENTER>

SQL User [Default: nobody]
-> urchin <ENTER>

SQL Password
-> urchinpassword <ENTER>

Mitgeliefertes PostgreSQL installieren

Bei der dritten Option ist der Installationsteil kürzer; hier müssen Sie lediglich den Port bestätigen und das SQL-Passwort eingeben. Das Passwort wird dabei nicht angezeigt, auch keine Ersatzzeichen. Danach startet die PostgreSQL-Installation. Der Vorgang kann mehrere Minuten dauern. In einer X11-Session (GUI) informiert ein PopUp-Fenster über die gerade kopierten Dateien. In einer Konsolensitzung erhalten Sie keinerlei Informationen über den Installationsfortschritt, bis die nächste Frage auftaucht.

-> 3<ENTER>

SQL Port [Default: 5432]
-> <ENTER>

SQL Password

-> urchinpassword <ENTER>

Installing PostgreSQL server

Die Installation abschließen

Ab hier ist der Ablauf wieder für alle Installationsvarianten gleich. Für den Download der Geodatenbank von den Google-Servern müssen Sie mit einem Volumen von ca. 200 MB (möglicherweise auch mehr) rechnen. In dem nachstehenden Abschnitt zeigen wir diesmal den Mitschnitt für den Fall einer Neuinstallation unter Verwendung einer MySQL-Datenbank.

Would you like to initialize the configuration database during
install? [Default: 2]
   1. Yes
   2. No
-> 1<ENTER>

Would you like to enable automatic monthly updates of the geodata used
by Urchin? [Default: 1]
   1. Yes
   2. No
-> <ENTER>

Would you like the installer to start the Urchin webserver and scheduler
at the end of the installation? [Default: 1]
   1. Yes
   2. No
-> <ENTER>

------------------------------------------------------------------------
-- Summary Information
-- Installing Urchin 7.000
------------------------------------------------------------------------

Installation Directory: /usr/local/urchin
Webserver Port: 9999
Webserver User: nobody
Webserver Group: nobody
SQL Server Type: mysql
SQL Server: localhost
SQL Socket path: /var/lib/mysql/mysql.sock
SQL Database: urchin
SQL User: urchin
SQL Password: (set but not displayed)
Initialize configuration database during install: Yes
Automatic monthly geodata updates: Yes
Start Webserver and Scheduler: Yes

Please select continue or exit [Default: 1]
1. Continue
2. Exit
-> <ENTER>

Installing Urchin

Configuring Urchin to use existing SQL server
-- Initializing SQL database for Urchin
-- Configuring SQL parameters in urchin.conf

Creating webserver configuration

Setting file ownership and permission

Starting the Urchin webserver and scheduler daemon
Urchin webserver started on port 9999
Urchin SLAVE scheduler started
Urchin MASTER scheduler started
Urchin CPC scheduler started

------------------------------------------------------------------------
-- Installation Complete
------------------------------------------------------------------------

The Urchin administrative interface should be ready to use at

http://yourserver:9999/

To start or stop the Urchin webserver or scheduler, run 'urchinctl start'
or 'urchinctl stop' from the installation bin directory.

The administrative interface default username is admin and the password
is urchin. A wizard will direct you through the process of licensing
the product and changing the default password. We strongly recommend
that you change the default value to something more secure.

[root@yourserver urchintemp]#

Urchin aktivieren

Die erfolgreiche Installation verifizieren Sie durch die Eingabe von „http://yourserver:9999/“ (wobei „yourserver“ für die IP-Adresse oder den Namen Ihres Servers steht) in Ihrem Webbrowser. Sie sollten dann folgendes Bild sehen:

Anmelde-Seite der Urchin-Version 7.000Melden Sie sich mit Username „admin“ und Password „urchin“ an und klicken auf der folgenden Seite auf den Link „Obtain Demo License“.
Schritt 1 der Lizensierung von Urchin 7.000
Lesen Sie sich die Lizenzbedingungen durch und klicken Sie dann unten auf den Button „Accept and Install“.
Schritt 2 der Lizensierung von Urchin 7.000
Und schon haben Sie eine Demo-Lizenz, die Sie unten über den Link „Install licence“ aktivieren.
Schritt 3 der Lizensierung von Urchin 7.000
Nun wird ein Setup-Wizard gestartet, der Sie durch die Basis-Konfiguration führt. Dabei handelt sich um insgesamt 4 Screens, mit denen in zwei Schritten einige Grundkonfigurationen vorgenommen werden. Die Angaben im ersten Schritt sollten Sie genau so stehen lassen, während Sie im zweiten Schritt durchaus ein neues Passwort für den User „admin“ vergeben sollten, insbesondere, wenn Sie anderen Leuten Zugriff auf das System gewähren wollen. Nach Abschluss dieser Basis-Konfiguration erscheint dann das normale Bild, welches nach dem Anmelden für den Superuser „admin“ angezeigt wird.

Viel Erfolg bei der Installation!
Ihr webalytics-Technikteam

Neues Feature in Google Analytics: Seitenanalyse

Am 15.10.2010 gab Google auf seinem Analytics Blog die Veröffentlichung des neuen Google Analytics Features Seitenanalyse bekannt. Das früher einmal Siteoverlay genannte Gimmick erfuhr offensichtlich ein sinnvolles Facelift sowie eine längst nötige Funktionserweiterung, die ich Ihnen in den nächsten Anschnitten näher erläutern werde.

Wozu dient die Seitenanalyse?

Manche Google Analytics Benutzer empfinden es als schwierig, den Weg eines Besuchers auf der Website nachzuvollziehen. Um diese Visualisierung einfacher zu gestalten, ließen manche Benutzer die Website in einem Browserfenster geöffnet, während sie gleichzeitig die Google Analytics Berichte in einem zweiten Fenster auswerteten, um das Besucherverhalten nachvollziehen zu können. Andere wiederum verließen sich auf den Siteoverlay-Bericht in Goolge Analytics, der zugegebenermaßen nicht so zuverlässig funktionierte.

Mit der Veröffentlichung des Features Seitenanylse (derzeit im Beta-Stadium), ist es ab sofort möglich, Ihre Google Analytics Daten direkt in Ihrer Website anzuzeigen.

Welche Funktionen sind darin enthalten?

Die Seitenanalyse wartet im Gegensatz zum Siteoverlay mit vielen interaktiven Funktionen auf, die sich Ihnen im Umgang damit schnell selbst erschließen. Dennoch möchte ich Ihnen einen schnellen Überblick über die darin enthaltene Funktionalität vermitteln:

Screenshot: Seitenanalyse in Google Analytics

(Bild zum Vergrößern anklicken)

Nr. Funktion / Erläuterung
1 Sektion “Content-Details” mit den Untersektionen

  • AdSense-Leistung (sofern mit dem Google Analytics Konto verknüpft)
  • Wichtigste demographische Daten
  • Wichtigste Techische Daten
2 weitere Sektionen

  • Eingehende Quellen
  • Ausgehende Quellen
3 Ein- bzw. Ausschalten des Vollbildmodus
4 Ein- bzw. Ausblenden des Overlays
5 Auswahl von Metriken zur Segmentierung der angezeigten Seite (z. B. Klicks, Zielwerte, Besucher, etc.)
6 Definition und Anwendung von Filtern für die gesamte Site
7 Prozentuale Anzeige der erfolgten Klicks (bzw. anderer Zielwerte in Abhängigkeit der ausgewählten Metriken) unterhalb des sichtbaren Bereichs
8 Anzeige des prozentualen Klicks im Verhältnis aller Klicks auf der angezeigten Seite (bzw. anderer Zielwerte in Abhängigkeit der ausgewählten Metriken)
9 Auswahl des Zeitraums inkl. optionalem Vergleich mit Vorzeitraum
10 Möglichkeit, vor- oder benutzerdefinierte Segmente anzuwenden
11 Zurück zur Google Analyitcs Berichtssektion “Content”

Wo finde ich mehr über die Seitenanalyse?

Sie finden das neue Feature selbst in der Berichtssketion Content, unterhalb des Menüpunkts Häufigste Ausstiegsseiten und oberhalb der Untersektion Website-Suche.

Mehr über die Verwendung der Seitenanalyse finden Sie hier in englischer Sprache http://muscul.us/ga-seitenanalyseOder lieber schauen statt lesen? Google hat dazu ebenfalls ein ca. fünfminütiges Video in englischer Sprache veröffentlicht, das einen guten Überblick über die Funktionsweise und die Nutzung des neuen Features gibt.

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