Hexenjagd 2010 – auch im neuen Jahr…?

Hexen verboten!Wie absurd die Behauptungen und Forderungen der vermeintlichen Datenschützer im Hinblick auf Google Analytics & Co. sind, habe ich bereits in den Blog-Posts „Hexenjagd 2010 oder ‚Wir machen Stimmung gegen Google…!‘“ und „Hexenjagd 2010, die zweite…“  im vergangenen Jahr erläutert. Doch getreu dem Motto „Neues Jahr – alte Gewohnheiten“ wurden wohl zum Jahreswechsel erneut die Waffen geladen und entsichert, um wiederholt auf den verhassten Feind zu schießen.

FAZ und SPIEGEL

In die Riege der selbsternannten „Beschützer des Volkes“ reiht sich nun auch Herr Johannes Caspar ein und verkündet in einem unlängst auf FAZ.NET veröffentlichten Artikel, er habe die Verhandlungen mit Google  über das Tracking-Programm „Google Analytics“ abgebrochen. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Kollegen bei Spiegel-Online, die diese Meldung gleich übernehmen und einen Online-Artikel dazu verfassen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, geht es dem Magazin aufgrund sinkender Auflage doch selbst nicht so gut. Außerdem „ziehen“ Skandale, Polemik und Meinungsmache doch eh‘ immer gut! Also, so wie bei der Bild-Zeitung, nur auf etwas intelektuellerem Niveau… Glauben Sie nicht? Schauen Sie sich doch einfach mal den Artikel „Eure Doppelmoral kotzt mich an (1): DER SPIEGEL“ auf Gutjahr’s Blog an.

Google’s Reaktion

Interessanterweise weiß bei Google aber keiner etwas von dem kommunizierten Verhandlungsabbruch. So heißt es in einem offiziellen Statement auf einem Google Blog:

Wir haben Informationen zu der aktuellen Berichterstattung über Google Analytics in den deutschen Medien erhalten. Hierin wird geschrieben, dass die Gespräche zwischen Google und den deutschen Datenschutzbehörden abgebrochen worden seien. Uns ist ein Abbruch der Gespräche von seiten der Datenschutzbehörden nicht bekannt und wir arbeiten weiter aktiv daran, die Bedenken der Datenschutzbehörden auszuräumen.

Wir sind uns dieser Bedenken bewusst, betonen aber noch einmal, dass Google Analytics dem Datenschutzrecht in der EU entspricht. Google Analytics wird deshalb unter anderem auch auf Webseiten von Datenschutzbehörden in Europa eingesetzt. Die deutschen Datenschutzbehörden vertreten hierzu eine andere Ansicht und haben einen Beschluss gefasst, der für deutsche Nutzer von Webanalysetools wie Google Analytics gewisse Vorgaben macht. Auf Wunsch unserer deutschen Google Analytics-Nutzer haben wir mit der Deaktivierungs-Möglichkeit für Browser und der IP-Masken-Methode bereits Maßnahmen ergriffen, um diese Vorgaben zu erfüllen.

Für Google stehen die deutschen Nutzer im Mittelpunkt und die Sicherstellung des Datenschutzes aller Google Analytics-Daten hat höchste Priorität. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Datenschutz-Center unter: http://www.google.de/privacy und der Übersicht zu Google Analytics, http://www.google.de/intl/de/analytics/privacyoverview.html.

Einmal mehr wird dabei deutlich, unter welcher Profilneurose doch einige Herrschaften leiden müssen, wenn sie Behauptungen über Dinge in die Welt setzen, die zum einen evtl. nicht den Tatsachen entsprechen und von denen sie zum anderen anscheinend keine Ahnung haben.

1 Kommentar zu „Hexenjagd 2010 – auch im neuen Jahr…?“

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