Online-Kriminelle fokussieren Mobilgeräte und Social Media

Bis zum Ende dieses Jahres soll der Absatz von Smartphones laut Gartner auf über 461 Millionen klettern und damit die Zahl der verkauften PCs übertreffen. Dieser rasante Anstieg wird eine steigende Verbreitung mobiler Malware mit sich bringen. Bereits im vergangenen Jahr entpuppten sich mobile Schadprogramme als Bedrohung, da sie finanziellen Schaden anrichteten und wichtige Informationen ausspähten. Aber auch durch den Einsatz von Social Media Apps und Verlinkungen gelingt es immer mehr Angreifern, sich in Rechnern einzunisten.

Malware wird mobil

Android im Fokus von Online-KriminellenAndroid-basierte mobile Geräte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Neben der hohen Portabilität zeichnen sie sich auch durch einfache Bedienbarkeit aus. Apps gibt es für fast alle Bedürfnisse und die meisten von Ihnen gibt es kostenlos oder für vergleichbar geringes Geld zu erwerben. Die Beliebtheit dieser mobilen Begleiter ruft aber auch Online-Kriminelle auf den Plan. Laut einer Nielsen-Studie von 2011 beträgt der Anteil von Android-Geräten in den relevanten Segmenten in Europa 49% im Vergleich zu den übrigen mobilen Betriebssystemen. Allein die Tatsache, dass durch Android-Schädlinge rund die Hälfte der Tablets und Smartphones bedroht werden, zeigt, wie wichtig ein adäquater Schutz ist.

Fast drei Viertel der gefundenen mobilen Trojaner versuchten etwa, teure Premium-SMS zu versenden. Einfallstore sind infizierte Anwendungen, die der Benutzer selbst herunterlädt. Hinzu kommen Drive-by-Downloads, bei denen verschiedene Browser-Schwachstellen ausgenutzt werden. Immer mehr Trojaner zielen zudem darauf ab, die auf den Geräten gespeicherten Passwörter auszulesen und zu missbrauchen. Vor allem mit Blick auf die zunehmende Konsumerisierung der IT ist das ein wachsendes Problem für viele Unternehmen. Zusätzlich gewann 2011 das Risiko durch Innentäter an Relevanz, weil immer mehr private mobile Geräte beruflich genutzt wurden und die bestehenden Sicherheitskonzepte das häufig noch nicht berücksichtigen.

Angriffe über Social Media

Social Media im Fokus von Online-KriminellenAuch die immer beliebteren sozialen Netzwerke wie Facebook oder Xing geraten immer stärker in das Visier von Internetbetrügern. Spam-Kampagnen, Like-Jacking, verkürzte URLs und gefälschte Umfragen richten bei den Nutzern sozialer Netze wie Facebook und Xing großen Schaden an. Nutzer werden auf diese Weise zu Handlungen verleitet, die dazu genutzt werden, Malware herunterzuladen oder Daten zu stehlen, warnen Sicherheitsspezialisten.

Immer stärker bedroht sind auch Unternehmen, die Social Media für ihre Zwecke nutzen. Immer öfter werden sensible Informationen preisgegeben, die Cyberkriminelle etwa für Social-Engineering-Angriffe einsetzen können. Symantec rechnet für 2012 mit einigen größeren Angriffswellen über soziale Netzwerke, denn die Neugierde und das Vertrauen seitens der Benutzer dürfte den Hackern weiterhin in die Hände spielen.

Wie kann ich mich schützen?

Die namhaften Hersteller in der Security-Szene bieten mittlerweile entsprechende Programme für Google’s Android an. Darunter gehören Symantec, Kaspersky, G Data und andere. Symantec selbst bietet mit dem Produkt „Norton Mobile Security Lite“ sogar einen kostenfreien Grundschutz an, der über die Website http://www.norton.de/nmslite direkt mit dem Smartphone heruntergeladen werden kann. Mehr über die Software erfahren Sie hier.

In Bezug auf die Angriffe mittels Social Media gilt eigentlich das, was schon seit Jahren für den Bereich E-Mail und Internetnutzung Gültigkeit hat.

  • Öffnen Sie keine Links, deren Herkunft Sie nicht kennen, selbst wenn diese angeblich von einem Freund, Fan oder Bekannten empfohlen wurden.
  • Erlauben Sie nicht jeder x-beliebigen App den Zugriff auf Ihr Social Media Konto.
  • Links, die einen Download initiieren, sind zunächst einmal mit Vorsicht zu genießen und sollten eher einmal mehr als einmal zu wenig abgebrochen werden.

Es gibt noch viele weitere Tipps im Umgang mit Social Media und den Bedrohungen im Internet – wenden Sie sich einfach an Ihren Administrator oder Ihren EDV-Dienstleister.

 

1 Kommentar zu „Online-Kriminelle fokussieren Mobilgeräte und Social Media“

  • Überall wo es neue Techniken gibt dauert es nicht lange bis die Unternehmer mit kriminellen Energien einen Mehrwert entdecken uns Verbraucher abzuzocken. Da wir meisst noch nicht genug Ahnung von der materie haben, sind wir dann auch aufgeschmissen.

    Danny

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