Facebook: Reichweite geht zurück – Vermarkter sollen zahlen

Vermarkter-sind-Cashcows-fuer-Facebook Facebook geht mit der Tatsache, dass künftig für Reichweite bezahlt werden müsse, recht unverblümt um. Sofern es den Vermarktern nicht bereits aufgefallen ist, werden sie bald feststellen, dass die Reichweite ihrer Posts abfällt – und zum ersten Mal wird dieser Sachverhalt von Facebook bestätigt.

In einer Verkaufspräsentation, welches an die Unternehmenspartner im letzten Monat verschickt wurde, macht Facebook deutlich: „Wir gehen davon aus, dass die organische Verteilung von Beiträgen zu einer einzelnen Seite nach und nach im Laufe der Zeit zurückgehen wird; wir arbeiten kontinuierlich daran, Menschen eine bedeutsame Erfahrung auf der Site zu ermöglichen.“

Facebook hat sich somit offensichtlich weit vom Standpunkt vor einem Jahr distanziert, als die Agenturen vermuteten, dass die Beiträge ihrer Kunden von immer weniger Fans wahrgenommen würden. Damals behauptete Facebook, Spam und nicht engagierte Inhalte durch algorithmische Veränderungen auszusondern. Damit wurde vor allem die Schlussfolgerung entkräftet, die Änderungen wären vorgenommen worden,  um Vermarkter verlorene Reichweite durch Anzeigenschaltung ausgleichen zu lassen.

Aber jetzt „nötigt“ Facebook die Vermarkter dazu, genau das zu tun. In einem internen Dokument mit dem Titel „Generating business results on Facebook“ schließt der Absatz, in dem der drohende Abfall der organischen Reichweite eingeräumt wird, mit dem Tenor, Vermarkter sollten bezahlte Anzeigen nutzen, „um die Übermittlung ihrer Nachricht im News-Feed zu maximieren.“

Das dreiseitige Dokument enthält auch einen Abschnitt, der die Vermarkter die Art und Weise der Fan-Akquise überdenken lassen soll: als ein Werkzeug, welches durch bezahlte Werbung effizienter gestaltet werden. Während die kostenlose Verteilung von Inhalten Erwähnung findet, wird nach „Werbewirkung verbessern“  als dritter geschäftlicher Nutzen „geringere Kosten für die bezahlten Verteilung“ aufgeführt. Facebook macht es somit billiger, Anzeigen mit sozialen Kontext auszuliefern.

logo_facebook-ads Mit anderen Worten: Der Hauptgrund, Fans zu gewinnen ist nicht, einen kostenfreien Kommunikationskanal aufzubauen, sondern dafür zu sorgen, dass die Facebook Ads besser funktionieren. „Ihre Marke profitiert von deren Fans, sofern Ihre Anzeigen im sozialen Kontext stehen, was wiederum die Werbe-Effizienz und -Effektivität erhöht.“, so im Dokument zu lesen.

Ein Facebook-Sprecher bestätigte den langsamen Abfall der gesamten  organischen Reichweite von markenbasierten Facebook Beiträgen. „Wir kommen an einen Punkt, an dem immer mehr Menschen auch immer mehr Dinge teilen. Der beste Weg um Ihre Sache sichtbar zu machen, ist – wenn Sie ein Unternehmen sind – dafür zu bezahlen“, sagte er.

 Gefunden auf Ad Age

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