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Urchin 7.2 veröffentlicht und gleichzeitig abgekündigt

Am 20.01.2012, um 22:30 Uhr, veröffentlichte Paul Muret (ein Mitbegründer von Urchin), das Ende von Urchin in seinem Beitrag auf dem Google Analytics Blog. “Das fängt ja gut an!” werden Sie eventuell sagen. Auch für uns kam diese Neuigkeit völlig überraschend, und wir haben auf unsere Frage nach dem wirklichen “warum” bis jetzt keine plausible Antwort erhalten. Gleichzeitig mit der Abkündigung von Urchin wurde ein letztes Release mit der Versionsnummer 7.2.00 veröffentlicht. Die darin enthaltenen Bug Fixes und ggf. Neuerungen werden wir in einem separaten Blog-Artikel erläutern.

Fragen und Antworten rund um die Abkündigung von Urchin

Welche Auswirkungen hat das für künftige Installationen?

Es ist möglich, Lizenzen für Urchin 5, 6 und 7 bis zum 28.03.2012 bei uns zu erwerben und diese zu installieren/aktivieren.

Welche Auswirkungen hat das für bestehende Installationen?

Primär keine. Urchin wird in bestehenden Umgebungen weiterhin funktionieren und die Datenauswertung sowie -analyse zuverlässig durchführen. Bei den meisten Installationen wird Urchin wie gewohnt funktionieren, solange keine Änderungen an der Hardware durchgeführt werden oder Urchin auf eine andere physische Maschine verschoben wird. Wurde die Software erst einmal gekauft und mit dem Lizenzaktivierungsschlüssel aktiviert, können Sie die Software beliebig lange betreiben. Sofern Sie jedoch die Installation auf ein anderes System portieren, benötigen Sie einen neuen Lizenzaktivierungsschlüssel. Diesen können Sie dann durch Übersenden der Ausgabedatei des Urchin Inspectors an urchin-license-renewal@google.com anfordern. Angeblich arbeitet Google an einer automatisierten Lösung für diesen Vorgang.

Wird Urchin für immer funktionieren, wenn ich es “nicht anfasse”? Aus welchem Grund könnte Urchin aufhören zu funktionieren?

Die häufigsten Ursachen, die zur Unbrauchbarkeit von Urchin führen, sind die, dass die Urchin Installation auf ein anderes System portiert wird oder die Urchin Dateien in ein anderes Verzeichnis kopiert werden. Eine genaue Aufstellung der Umstände, die zur Unbrauchbarkeit der Urchin Installation führen, gibt Google leider nicht heraus. Daher ist der beste Rat in der Tat das System nicht zu verändern.

Wer liefert weiterhin Support und wie lange noch?

Im deutschsprachigen Raum wird webalytics weiterhin den Support für alle Urchin Versionen (5 bis 7) übernehmen. Dieser wird jedoch entsprechend kostenpflichtig sein und ab dem 28.03.2012 nicht mehr auf einzelnen Tickets basieren, sondern ausschließlich auf Supportvertragsebene erbracht werden. webalytics wird den Support für Urchin solange fortführen, bis von webalytics ein Nachfolger gefunden oder entwickelt wurde.

Was ist mit Fehlern, die ab der neuen und zugleich letzten Version 7.2 entdeckt werden?

Da die Weiterentwicklung von Urchin eingestellt wurde, werden keinerlei Bu Ffixes oder Patches mehr ausgeliefert.

Warum kündigt Google das Produkt ab?

Originalbegründung: “This is a part of the natural, expected lifecycleof Urchin Software. When we bought Urchin in 2005, our goal was to grow their innovative “Urchin on Demand” online product, not the client-hosted Urchin Software. We turned ‘Urchin on Demand’ into Google Analytics, and allowed Urchin Software to continue to be sold under its own brand. It’s now time for us to retire Urchin Software and focus completely on Google Analytics.” – Aus unserer Sicht völliger Nonsens und nicht einmal ansatzweise zutreffend.

Was passiert, wenn ich die alte urchin.js Datei von Google Analytics nutze? 

urchin.js ist der Tracking Code Datei für eine alte Version von Google Analytics. Da es sich um eine Google Analytics Implementation handelt, hat das keine Auswirkungen auf Google Analytics. Es ist jedoch dringend angeraten, die Urchin-eigene Tracking Code Datei (urchin.js) zu verwenden. 

Was, wenn ich Urchin Software und Google Analytics zusammen nutze?

Da es sich um eine Google Analytics Implementation handelt, hat das keine Auswirkungen auf Google Analytics. Es ist jedoch angeraten, sämtliche Verweise auf http://www.google-analytics.com/urchin.js aus den Seiten und angepassten Tracking Code Dateien zu entfernen.

Können meine mit Urchin erfassten Daten zu Google Analytics migriert werden?

Daten können zu keiner Zeit in Google Analytics migriert oder importiert werden, selbst wenn diese von Urchin stammen. Um nun eine einsprechende Datenhistorie beizubehalten, wird empfohlen, die Daten aus Urchin heraus in ein einfach zu lesendes Format zu exportieren (.csv, .xls, oder ein beliebiges anderes Format). Sofern Sie Ihre Daten weiterhin in Urchin vorhalten wollen, was von unserer Seite her empfohlen ist, sollten Sie darüber nachdenken, Urchin in einer virtuellen Maschine zu betreiben und somit Möglichkeiten zur Hard- bzw. Software-Inkompatibilität so gering wie möglich zu halten.

Kann ich meine Urchin Installation behalten? Wie lange können die Lizenzen noch eingesetzt werden?

Selbstverständlich – wir raten sogar dringend dazu! Urchin 7.2.00 ist jedoch die letzte Version des Produkts. Es werden keinerlei Bug Fixes mehr veröffentlicht oder Support für die CPC-Integration für Google AdWords durch die AdWords-API erfolgen. Zu einem nicht bekannten Zeitpunkt in der Zukunft wird der automatische Import der CPC-Daten nicht mehr funktionieren, da Google AdWords neue Versionen der API veröffentlichen wird. In diesem Fall sollten alle CPC-Quellen aus Urchin entfernt werden. webalytics prüft gerade den Aufwand, eine separate AdWords-Integration für Urchin zu entwickeln.

Wie geht es mit der Urchin Appliance weiter?

Natürlich  basiert die Urchin Appliance unter anderem auf der Software Urchin. Das Betriebssystem sowie die von webalytics entwickelten Features die in die Urchin Appliance eingeflossen sind, werden selbstverständlich weiterentwickelt und weiterhin von uns supported. Da Urchin selbst derzeit die zuverlässigste und performanteste Inhouse-Analyselsöung darstellt, wird Urchin auch weiterhin in der Urchin Appliance Verwendung finden. Eine entsprechend hohe Anzahl an Urchin Lizenzen wird von webalytics vorgehalten. Ungeachtet dessen wird webalytics natürlich weitere Analyseprodukte prüfen, die ggf. zum Einsatz kommen können. 

Was ist mit Urchin Shared?

Da Urchin Shared auf dem webalytics-eigenen Equipment betrieben wird, ist diese Lösung nach wie vor funktional. Da Urchin selbst nach wie vor die zuverlässigste und performanteste Analyselsöung darstellt, wird webalytics den Dienst unverändert und zu gleichen Konditionen anbieten.

Was ist mit Lizenzen, die reaktiviert werden müssen?

Sollte – aus welchem Grund auch immer – Ihre Lizenz einmal reaktiviert werden müssen, kann dies durch Übersenden der Ausgabedatei des Urchin Inspectors an urchin-license-renewal@google.com angefordert werden. Angeblich arbeitet Google an einer automatisierten Lösung für diesen Vorgang.

Ausblick

Auch wenn es für uns bei webalytics in keinster Weise nachvollziehbar ist, warum ein exzellentes Produkt wie Urchin von Google abgekündigt wird, werden wir sofort damit beginnen, passende Alternativen für die Inhouse-Lösung zu finden bzw. selbst zu entwickeln. Bis dahin können Sie wie gewohnt Ihre Urchin Lizenz einsetzen und bei Bedarf auch eine Urchin Lizenz bei uns erwerben.

Erste Google Analytics Konferenz ein voller Erfolg

Veranstalter der ersten deutschsprachigen Google Analytics KonferenzAm 29.09.2011 fand die erste deutschsprachige Google Analytics Konferenz im Schloß Schönbrunn in Wien statt. Die Veranstalter e-dialogelements.at und webalytics freuten sich über 220 Teilnehmer aus neun verschiedenen Ländern.

Besonderes Highlight waren die Präsenz und die Vorträge der Google-Mitarbeiter Clancy Childs (Manager, Google Analytics, Google, London UK) , Trevor Claiborne (Product Marketing Manager, Google Analytics, Google Mountain View, CA) und Nick Mihailovski (Senior Developer Programs Engineer, Google Mountain View, CA). Auch der für die Veranstalter zuständige Ansprechpartner bei Google, Timo Josten (Partner Program Manager, Google Analytics), war zugegen und unterstützte die Veranstaltung mit Informationen über diverse Themen.

Gartenanlage im Schloss Schönbrunn, Wien, ÖsterreichNeben der exzellenten Location (Tagungszentrum Schloss Schönbrunn), einem hervorragenden Catering und einem herrlichen spätsommerlichen Wetter, wurden die Teilnehmer in zwei parallelen Tracks mit Informationen rund um Google Analytics versorgt. Der Wechsel zwischen Deutsch (Veranstalter) und Englisch (Gäste von Google) bei den Vorträgen, sowie die unterschiedlichen Inhalte bereiteten keine Probleme, sondern schienen eine willkommene Abwechslung zu sein.

3 Things to do with Google AnalyticsSo wurde die Konferenz mit der Keynote Speech von Clancy Childs eröffnet, in der er über die drei  Dinge sprach, die mit Google Analytics “angestellt” werden können. Danach folgten Vorträge der Sprecher über verschiedene Themen in zwei parallel verlaufenden Tracks:

Track 1

  • Das Google Analytics Einmaleins – Roland Dessovic, Elements
  • Erfolgsoptimierung mit Google Analytics – Thomas Sommeregger, Elements
  • Dashboards & individuelle Reports – Daniel Steiner, e-dialog
  • Offline-Tracking & Real-World Korrelationen erkennen – Siegfried Stepke, e-dialog

Track 2

  • Urchin als Inhouse Google Analytics-Alternative – Holger Tempel, webalytics
  • Webanalyse: Resultate einer empirischen Studie – Darius Zumstein, Universität Fribourg
  • Tracking Code: Erweiterungen, Tipps, typische Fehler – Holger Tempel, webalytics
  • Google Analytics API – Nick Mihailovski, Google Mountain View

Den Abschluss machte dann Trevor Claiborne mit seiner Closing Keynote “The Future of Google Analytics”, in der er neue Programm-Features von Google Analytics vorstellte. Unter dem Motto “Ask a Googler” konnten danach alle Teilnehmer den Gästen von Google Fragen stellen – eine sich selten bietende Gelegenheit, die auf der Konferenz gerne wahrgenommen wurde. Das nachfolgende Video verdeutlicht das:

 

Das immense positive Feedback der Teilnehmer zeigte, dass eine Veranstaltung wie diese schon lange überfällig war und den Bedürfnissen der Websitebetreiber/-analysten gerecht wurde. Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass die Konferenz im kommenden Jahr wiederholt wird – mehr noch: sie könnte sich zu einer Institution entwickeln.

Impressionen von der Veranstaltung:

webalytics bei den Hermes eTrainingDays in Leipzig

“Von Profis für Profis”

Unter diesem Motto hatte die Hermes Logistik Gruppe Deutschland am Freitag, dem 03. September 2010, Online-Händler dazu eingeladen, sich mit Experten renommierter E-Commerce und Online-Marketing-Unternehmen über Trends im Online-Handel und Optimierungsmöglichkeiten auszutauschen. Neben Fachvorträgen zu aktuellen Themen bestand in den anschließenden Workshops die Möglichkeit, Optimierungs-Tipps für die eigene Shop-Plattform einzuholen und mit den E-Commerce-Experten individuelle Lösungen zu erarbeiten.

Einen mitreißenden Einstieg in die Vortragsreihe gab Andreas Haderlein, Leiter des Zukunftsakademie am Zukunftsinstitut, mit dem Thema ”Social Commerce: Verkaufen im Community Zeitalter”. “Eine lebendige Konsumkultur brauche spielerische Elemente” lautete das Fazit des Kulturanthropologen. Es folgten Benjamin Loos und Philipp Hoberg von sologics mit Vorträgen zum Thema “Hilfe, Kunden kommunizieren” und “Conversionrate-Optimierung”. Michael Hülsiggensen von der EOS Payment Solutions GmbH informierte umfassend und interessant über die möglichen Payment-Services und stellte ganzheitliche Lösungen für den elektronischen Zahlungsverkehr vor. Nach einer Mittagspause mit leckerer Verpflegung ging es mit einer Case-Study über mirapodo, einem der größten Online-Schuhshops in Deutschland weiter. mirapodo konnte mit dem Versanddienstleister Hermes als Partner und unter der Verwendung von Social Media einen kometenhaften Aufstieg verzeichnen.

webalytics – Webanalyse aus der Praxis

Mit dem Thema “Webcontrolling  - Ja wir tracken und was jetzt.” zeigte Martina Schneider, Online Marketing Manager bei webalytics, die Möglichkeiten der Webanalyse heute auf und beschäftigte sich mit der Positionierung von Webcontrolling im modernen E-Commerce-Unternehmen. So ist beispielsweise der Einsatz von Tracking Tools wir Google Analytics für die meisten Website- und E-Shopbetreiber heute eine Selbstverständlichkeit.  Klickrate, Absprungrate und durchschnittlicher Besuchszeit  und weitere Webanalyse-Daten sind nach wie vor wichtige Indikatoren für den Online-Erfolg. Nahezu für jede Kennzahl  lassen sich zahlreiche Auswertungen und Reports generieren.  Doch was passiert nach dem Messen? Wie man Webanalyse nutzen kann, um das Online-Business erfolgsorientiert zu steuern, war Gegenstand des Vortrags. Im anschließenden Workshop “E-Commerce-Tracking” konnten die Teilnehmer mehr über die Implementierung  dieser Tracking-Möglichkeit in Google Analytics erfahren und Lösungsansätze für das Tracking Ihrer Shops finden.

Informativ und aktuell – ein echter Mehrwert für Online-Händler

… so präsentierten sich die Hermes eTrainingDays 2010 in Leipzig. Neben den aktuellen Vorträgen und Workshops war auch der Austausch zwischendurch interessant und aufschlussreich. Die ausgezeichnete Organisation und der ansprechende Rahmen im Hotel Radisson Blu rundeten das Bild der gelungenen Veranstaltung ab.

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