Archiv für die Kategorie „Social Media“

Werbung auf Facebook

Viele Unternehmen haben sich nach wie vor noch nicht mit den Möglichkeiten der Facebook-Werbung auseinandergesetzt. Dabei ist dieser Kanal von extrem hoher Reichweite, bietet unzählige Ausrichtungsmöglichkeiten und grenzt die Streuverluste stark ein.

TargetingTargetingoptionen in Hülle und Fülle

Je mehr Targetingoptionen genutzt werden, umso höher wird die Relevanz der Werbung für die anzusprechende Zielgruppe. Da bei Facebook eine Registrierung mit persönlichen Daten erfolgt, kann die Ausrichtung der Werbung stark präzisiert werden.

Targetingoptionen sind u.a.

  • Geschlecht
  • Alter
  • Standort
  • Sprache
  • Beziehungsstatus
  • Interessen
  • Verhalten

Werbeanzeigen erstellen – ganz einfach!

Hierzu ist lediglich eine eigene Facebookseite notwendig. Nach dem Einloggen auf den Pfeil oben rechts klicken und entweder „Werbeanzeigen erstellen“ oder „Werbung auf Facebook“ auswählen.

Eine Schritt für Schritt-Anleitung zum Erstellen einer Facebook-Werbeanzeige finden Sie hier.

Werbeanzeigen auswerten – auch ganz einfach!

Ergebnisse messenFacebook bietet etliche Auswertungsfunktionen, um entscheiden zu können, wie die Zielgruppe weiterhin angesprochen werden soll.

Auswertungen gibt es z.B. zu folgenden Themen:

  • Seitenstatistiken: „Gefällt mir“-Angaben
  • Seitenstatistiken: Reichweite
  • Seitenstatistiken: Posts
  • Seitenstatistiken: Personen
  • Performance der Werbeanzeige

Mehr Informationen zu den verschiedenen Auswertungsoptionen gibt es hier.

Also, Budget festlegen, Ziele festlegen, Targeting einrichten und ran an die Facebook-Werbekampagnen.

Gute Ergebnisse wünscht Ihnen das webalytics-Team!

Lerneffekte bei Social Networks

Fast 25.000 Likes verzeichnet die Facebook-Seite der Freien Universität Berlin. Und auch die Uni in Mannheim kann sich über fast ebenso viele „Gefällt mir“ Klicks freuen. Nahezu uneinholbar vorn in der Gunst der Nutzer liegt allerdings die Munich Business School mit fast 66.000 Nutzern (Stand März 2015).

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Solche Zahlen machen deutlich, dass es für Unternehmen wieauch für Hochschulen längst selbstverständlich ist, sich in den sozialen Netzwerken zu präsentieren und zu engagieren, um mit den Studenten und Interessenten einen professionellen, persönlichen und informativen Dialog zu führen, mehr Traffic für die Website zu generieren und sich für neue Studenten interessant zu machen. Die Gefahren sind dabei für alle Anbieter gleich groß.

Die Gründe für den Trend, sich zu nehmend in sozialen Netzwerken zu präsentieren, liegen auf der Hand: Diese im Wesentlichen kostenlose Werbung erfordert lediglich einen Computer und einen Internetzugang. Laut comScore sind 84 % der Internetnutzer weltweit in sozialen Netzwerken aktiv.

In den USA hat sich die Nutzung sozialer Netzwerke zwischen 2007 und 2011 fast verdoppelt, während sie in China um etwa die Hälfte (53%) gestiegen ist. Und in der Zielgruppe der Schüler und Studenten dürften die Zahlen noch deutlich höher ausfallen. Wobei Facebook, Twitter und andere soziale Netzwerke in den Schulen und Universtäten längst nicht mehr nur eine Spielwiese von Jugendlichen sind. Auch für den Unterricht werden vielfältige Möglichkeiten genutzt, um das kommunikative, berufliche, politische und kreative Potenzial des Social Web zu nutzen.

Für Kriminelle ist Facebook ein Paradies

Ebenso wie in Unternehmen stellen die Aktivitäten der Facebook-Nutzer allerdings auch an den hauseigenen Rechnern der Bildungseinrichtungen eine echte Gefahr dar. Denn die hohe Interaktionsrate, gepaart mit menschlicher Neugier und jeder Menge Unerfahrenheit, macht es Kriminellen sehr leicht möglich, mit wenig Aufwand Schadprogramme zu verbreiten, auf Daten zuzugreifen, oder auf unlautere Weise Geld zu verdienen. Schüler und Studenten sind hier ebenso wenig vor bösartigen Taktiken von Betrügern in sozialen Netzwerken geschützt wie die Lehrer oder Mitarbeiter in Unternehmen, die zu einem Großteil soziale Medien zu privaten Zwecken auch am Arbeitsplatz nutzen.

Gefahren lauern überall

App-Vielfalt der Social Media

Die meisten Anwender verbringen durchschnittlich 1 von 5 Minuten Online-zeit in sozialen Netzwerken.

Ein Beispiel für solche Gefahren ist die gefälschte App WhatsApp, die im August 2012 auf Facebook im Umlauf war. Bei diesem Angriff wurden Opfer zu einer gefälschten Whats App Facebook-Seite geleitet, auf der App-Berechtigungen abgefragt werden. Sobald der Ahnungslose die Berechtigungen erteilt hatte, wurden andere vermeintliche Nutzer der WhatsApp-App angezeigt und er wurde zu einer Seite mit einer Einverständniserklärung weitergeleitet. Wie die gefälschten Instagram-, Farm Frenzy- und Angry Birds Space-Apps scheint sich auch diese Bedrohung gezielt gegen Anwender von Mobiltelefonen zu richten.

Gefälschter WhatsApp Messenger

Darüber hinaus wurde eine verwandte Bedrohung, ein gefälschter WhatsApp Messenger, aufgedeckt, der auf die Kontaktdaten in der Freundesliste zugreift. Durch diesen Betrug verbreitet sich die Bedrohung über die Freunde von Opfern. Dabei müssen Schüler, Studenten oder Mitarbeiter nicht einmal unbedingt auf soziale Netzwerke zugreifen, um Angriffen in sozialen Medien zum Opfer zu fallen. Bei einem ähnlichen Angriff im September 2012 wurden Spam-Empfänger dazu verleitet, auf einen gefälschten Linkedln-Einladungslink zu klicken, der wiederum auf Websites mit dem berüchtigten Blackhole Exploit Kit weiterleitete. Das Blackhole Exploit Kit ist für weltweite Spam-Angriffe verantwortlich und dafür bekannt, Bedrohungen auf die jeweiligen Softwareschwachstellen eines PCs auszurichten.

Zugriffe auf vertrauliche Informationen

Cyberkriminelle, die das Verhalten von Mitarbeitern in sozialen Netzwerken verfolgen, können ganz einfach beispielsweise auch an vertrauliche und geheime Informationen von Forschungseinrichtungen und Unternehmen gelangen. Beim Durchforsten von Tweets, Blog-Einträgen und Status-Updates leichtsinniger Mitarbeiter können Identitätsdaten von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen oder sogar Informationen über Forschungsdaten, die finanzielle Situation oder interne Probleme eines Unternehmens offengelegt werden. Denn leider allzu oft sprechen Mitarbeiter in sozialen Netzwerken über Unternehmensprobleme. Wenn hier nicht bestimmte Maßnahmen ergriffen werden, kann ein Mitarbeiter eines Unternehmens allein durch die Veröffentlichung von Status-Updates vertrauliche Daten der breiten Öffentlichkeit, einschließlich Cyberkriminellen, zugänglich machen.

Richtlinien zur Verwendung sozialer Medien durchsetzen

Wie jedes Unternehmen sollten auch Bildungseinrichtungen aller Art offizielle Richtlinien zur Verwendung sozialer Medien auf dem Campus festlegen. Datenschutzbestimmungen, ein bewusster Umgang mit persönlichen Daten, Missbrauch von Informationen aus Userprofilen und versteckte Werbebotschaften sollten immer wieder Themen sein. Es reicht jedoch nicht, Richtlinien einfach nur festzulegen – sie müssen auch durchgesetzt werden! Alle User sollten überbewährte Methoden bei der Verwendung sozialer Netzwerke informiert werden, einschließlich möglicher Folgen bei Missbrauch. Es müssen klare und genaue Richtlinien erstellt werden, die keinen Raum für Zweifel oder Fehler lassen, um die Risiken der sozialen Netzwerke möglichst gering halten zu können.

 


Quelle: IM – Talk about Values 02.2015

Facebook: Reichweite geht zurück – Vermarkter sollen zahlen

Vermarkter-sind-Cashcows-fuer-Facebook Facebook geht mit der Tatsache, dass künftig für Reichweite bezahlt werden müsse, recht unverblümt um. Sofern es den Vermarktern nicht bereits aufgefallen ist, werden sie bald feststellen, dass die Reichweite ihrer Posts abfällt – und zum ersten Mal wird dieser Sachverhalt von Facebook bestätigt.

In einer Verkaufspräsentation, welches an die Unternehmenspartner im letzten Monat verschickt wurde, macht Facebook deutlich: „Wir gehen davon aus, dass die organische Verteilung von Beiträgen zu einer einzelnen Seite nach und nach im Laufe der Zeit zurückgehen wird; wir arbeiten kontinuierlich daran, Menschen eine bedeutsame Erfahrung auf der Site zu ermöglichen.“

Facebook hat sich somit offensichtlich weit vom Standpunkt vor einem Jahr distanziert, als die Agenturen vermuteten, dass die Beiträge ihrer Kunden von immer weniger Fans wahrgenommen würden. Damals behauptete Facebook, Spam und nicht engagierte Inhalte durch algorithmische Veränderungen auszusondern. Damit wurde vor allem die Schlussfolgerung entkräftet, die Änderungen wären vorgenommen worden,  um Vermarkter verlorene Reichweite durch Anzeigenschaltung ausgleichen zu lassen.

Aber jetzt „nötigt“ Facebook die Vermarkter dazu, genau das zu tun. In einem internen Dokument mit dem Titel „Generating business results on Facebook“ schließt der Absatz, in dem der drohende Abfall der organischen Reichweite eingeräumt wird, mit dem Tenor, Vermarkter sollten bezahlte Anzeigen nutzen, „um die Übermittlung ihrer Nachricht im News-Feed zu maximieren.“

Das dreiseitige Dokument enthält auch einen Abschnitt, der die Vermarkter die Art und Weise der Fan-Akquise überdenken lassen soll: als ein Werkzeug, welches durch bezahlte Werbung effizienter gestaltet werden. Während die kostenlose Verteilung von Inhalten Erwähnung findet, wird nach „Werbewirkung verbessern“  als dritter geschäftlicher Nutzen „geringere Kosten für die bezahlten Verteilung“ aufgeführt. Facebook macht es somit billiger, Anzeigen mit sozialen Kontext auszuliefern.

logo_facebook-ads Mit anderen Worten: Der Hauptgrund, Fans zu gewinnen ist nicht, einen kostenfreien Kommunikationskanal aufzubauen, sondern dafür zu sorgen, dass die Facebook Ads besser funktionieren. „Ihre Marke profitiert von deren Fans, sofern Ihre Anzeigen im sozialen Kontext stehen, was wiederum die Werbe-Effizienz und -Effektivität erhöht.“, so im Dokument zu lesen.

Ein Facebook-Sprecher bestätigte den langsamen Abfall der gesamten  organischen Reichweite von markenbasierten Facebook Beiträgen. „Wir kommen an einen Punkt, an dem immer mehr Menschen auch immer mehr Dinge teilen. Der beste Weg um Ihre Sache sichtbar zu machen, ist – wenn Sie ein Unternehmen sind – dafür zu bezahlen“, sagte er.

 Gefunden auf Ad Age

Neue Funktionen in Google+ – ein echtes Plus für Nutzer!

Da die Google+ Community stetig wächst und Google immer mehr Internetnutzer zur aktiven Verwendung des Dienstes bewegen will, wurden auf dem Presse-Event „A Morning with Google+“ in San Francisco viele neue Funktionen für das soziale Netzwerk angekündigt.

Nutzer dürfen sich u.a. über folgende Features im Bereich Fotos, Videos und Hangouts freuen:

  • Der automatische Upload von Bildern erfolgt in Original-Auflösung
  • Das Finden von Fotos wird durch die Eingabe von Schlagworten erleichtert
  • Fotos werden automatisch optimiert. Die Vorgaben kann der Nutzer selbst festlegen.
  • Fotos lassen sich mit dem HDR-Scape-Filter in „Snapseed“ per Fingertippen bearbeiten
  • Mit der „Eraser“-Funktion lassen sich bewegte Objekte (Menschen, Autos etc.) entfernen
  • Bilder und Videos lassen sich zu einem Film incl. Geräuschen und Hintergrundmusik zusammenstellen
  • Bilder können mit stroboskopischem Effekt erstellt werden
  • Videoanrufe in Hangouts können im Vollbildmodus auf PC und Smartphone angezeigt werden
  • Die Webcam-Beleuchtung wird automatisch optimiert
  • Hangouts on Air können im Voraus geplant und auf einer hierfür vorgesehenen Wiedergabeseite beworben werden
  • Die Unterhaltung kann mit den Funktionen „Stummschalten“ und „Ausschließen“ moderiert werden
  • Über eine SMS-Integration lassen sich Textnachrichten versenden und empfangen, ohne die App wechseln zu müssen

Alle neuen Features sollen noch in dieser Woche zur Verfügung stehen.

Und hier, für Interessierte, die Aufzeichnung vom Presse-Event „A Morning with Google+“:

 

Shitstorm – die Sache mit der Empörung

Dank Social Media und der dortigen Freiheit auf Meinungsäusserung (zu allem und jedem – gerne in rüdem Wortlaut) laufen Unternehmen, welche dort präsent sind, gerne mal in einen verbalen Rundumschlag.

Wie kann es zu einem Shitstorm kommen?

Licht und SchattenNaja, man kann vieles falsch machen – ob daraus ein Shitstorm wird, steht auf einem anderen Blatt. Klar, mit ungeschicktem Verhalten und/oder fehlender Sensibilität für kritische Themen fordert man einen Shitstorm geradezu heraus. Es kann aber auch sein, dass das Unternehmen erklärte „Feinde“ hat, welche nur darauf lauern, zuschlagen zu können. Dann gibt es noch die „Gerne-Empörten“, „Dauernörgler“, „Ich will alles und zwar jetzt-Menschen“ und die „Ich bin Kunde und somit der Oberzampano-Menschen“. Und wenn die wollen, finden die ein Haar in der Suppe und spucken Ihnen in selbige rein.

Was, wenn ein Shitstorm entstanden ist?

Unternehmen schließen, auswandern, neue Identität annehmen? Nein…

Immer freundlich bleiben!Die Kritikpunkte auf jeden Fall analysieren und eine Strategie zur Behebung des Shitstorms ausarbeiten.

Ganz wichtig ist, auf Provokationen, Beleidigungen, generelle Miesmacherei mit Höflichkeit zu reagieren und auf keinen Fall zurückzupöpeln. Eine humorvolle Reaktion, welche die Kritik jedoch nicht ins Lächerliche zieht, kommt in der Öffentlichkeit auch gut an und kann das Ansehen des Unternehmens wieder anheben.

Auf keinen Fall sollten Kommentare bzw. Beiträge gelöscht werden! Wäre zwar einfach (bloß weg damit…), aber die Shitstorm-Szene reagiert darauf noch allergischer und wird nur noch schwer zu beruhigen sein.

Negative Werbung kann auch Werbung sein!

Auch wenn ein Shitstorm eine ungute Sache ist, kann er, wenn er sich wieder beruhigt, einen positiven Nebeneffekt bringen: Das Unternehmen ist wieder in aller Munde!

In diesem Sinne: Nur wer verzagend das Steuer loslässt, ist im Sturm verloren (Emanuel Geibel)

 

 

 

 

Social Media – Ein Muss für Unternehmen?

In der heutigen Zeit herrscht die Meinung vor, dass Unternehmen, die keinen Social-Media-Kanal anbieten, grob fahrlässig handeln. Social Media sei zum einen der Kommunikationsweg der Zukunft und zum anderen böte es diverse Möglichkeiten, sich von der Konkurrenz abzuheben und die jüngere Generation (sprich: die Käufer von heute, morgen und übermorgen) anzusprechen.

Hier darf allerdings die Frage gestellt werden, ob Social Media wirklich die eierlegende Wollmilchsau ist, wie sie von allen vorherrschenden Meinungsführern angepriesen und für Unternehmen als unverzichtbar erklärt wird.

Muss man als Unternehmen mitmachen?

Social Media - Ja oder Nein?Klare Antwort: Nein! Der Einsatz von Social Media in einem Unternehmen kann nicht mit einem generellen Ja beantwortet werden. Jedes Unternehmen muss zunächst für sich selbst analysieren, inwieweit Social Media hinsichtlich der Einsetzbarkeit, Durchführbarkeit und Sinnhaftigkeit überhaupt in Frage kommt. Dabei spielen einige Faktoren eine gewichtige Rolle, wie beispielsweise:

  • Handelt es sich um ein B2C- oder B2B-Unternehmen?
  • Welchem Wirtschaftszweig ist das Unternehmen zugeordnet?
  • Welche Produkte, Dienstleistungen bietet das Unternehmen an?
  • Sind die interessanten, relevanten Stakeholder in den Social-Media-Kanälen anzutreffen?
  • Möchte das Unternehmen einen echten Kundendialog führen?

Für den Einsatz von Social Media in Unternehmen ist es zunächst von besonderer Bedeutung zu wissen, auf welchem Sektor das Unternehmen tätig ist. B2C-Unternehmen unterscheiden sich doch erheblich von B2B-Unternehmen. Neben der Aufstellung und Positionierung ihrer jeweiligen Produkte ist auch der Kundenkreis und deren Ansprache sehr unterschiedlich und muss berücksichtigt werden. Für B2C-Unternehmen ist die Nutzung von Social-Media-Kanälen wesentlich einfacher und ratsamer, da ihre Kunden vermehrt in diesen Kanälen anzutreffen sind.

Nicht jeder Wirtschaftszweig ist für Social Media geeignet!

Der Wirtschaftszweig des Unternehmens spielt bei der Entscheidung für oder gegen Social Media ebenfalls mit ein, ungeachtet davon, ob es sich um ein B2C- oder B2B-Unternehmen handelt. Nicht jeder Wirtschaftszweig ist für Social Media geeignet, da entweder die Geschäftsfelder der Unternehmen zu weit gefächert oder die Kunden in den Social-Media-Kanälen nicht anzutreffen sind.

Social Media - nicht für jeden WirtschafszweigÄhnlich wie bei den Wirtschaftszweigen verhält es sich mit den von den Unternehmen angebotenen Produkten und Dienstleistungen. Nicht jedes Produkt bzw. Dienstleistung kann über einen Social-Media-Kanal beworben, angeboten oder vertrieben werden. Eine zu hohe Komplexität oder Erklärungsbedürftigkeit der Produkte sind nur zwei Beispiele, die den Einsatz von Social Media erschweren und in Frage stellen lassen.

Eine der wichtigsten Fragen, die sich bei der Analyse eines Social-Media-Engagements für ein Unternehmen stellt, ist die, ob die für das Unternehmen interessanten und relevanten Stakeholder in den Social-Media-Kanälen überhaupt anzutreffen sind. Bei den Stakeholdern handelt es sich nicht nur um die Kunden des Unternehmens, vielmehr muss auch Ausschau nach Meinungsführern, Konkurrenzunternehmen, Angestellten, Lieferanten, Partnerunternehmen, Shareholdern und Interessenten in den Social-Media-Kanälen gehalten werden. Sind diese unterschiedlichen Teilöffentlichkeiten in Social Media vertreten? Wenn ja, nehmen sie eine aktive oder passive Rolle ein?

Hierbei stellt sich für das Unternehmen die nächste Frage die es zu klären gilt. Möchte das Unternehmen überhaupt einen echten Kundendialog führen oder möchte es lediglich eine rein informative Rolle übernehmen? Denn Social Media ist nichts anders als ein Dialog in Reinform mit den Stakeholdern, der letztendlich ein wichtiger Baustein für den Erfolg eines Unternehmens sein kann. Ein rein informatives Angebot in Social Media, wie beispielsweise das Anpreisen von Produkten oder Dienstleistungen, ist wenig zielführend und kann sogar nach hinten losgehen.

Lohnt sich Social Media für Unternehmen?

Social Media - lohnt sich das?Ganz so einfach ist diese Frage nicht zu beantworten. Die vorherrschenden Meinungsführer sind mehr denn je davon überzeugt, dass allein ein Engagement in Social Media einen Nutzen in Form eines höheren Return on Investment (ROI) für das jeweilige Unternehmen mit sich bringt. So kann eine gut geführte Öffentlichkeitsarbeit nicht nur einen Imagegewinn bewirken, sondern auch zu einer Umsatzsteigerung und damit auch zu einem höheren ROI führen. Jedoch verschweigen die Meinungsführer gerne, dass es alles andere als einfach ist, den ROI von Social-Media-Aktivitäten zu messen. Dafür fehlen nicht zuletzt eindeutig zuordbare Kennzahlen, mit denen sich der ROI berechnen lassen kann. Eine mögliche Kennzahl, die immer wieder angeführt wird, ist die Anzahl der Kaufentscheidungen von Kunden. Allerdings hat die neueste Studie von Forrester Ernüchterung auf diesem Gebiet gebracht. Der Studie zufolge beeinflusst Social Media auf dem B2C-Sektor weniger als 1% der Kaufentscheidungen im Internet. Auf dem B2B-Sektor wird es sogar noch weniger sein, aus den bereits genannten Gründen.

Ob sich Social Media für Unternehmen auszahlt oder nicht, hängt deshalb in erster Linie von der Wirtschaftlichkeit des Social-Media-Engagements ab. Noch so gut geführte Social-Media-Kanäle bringen einem Unternehmen wenig ein, wenn kein monetärer Nutzen daraus gezogen werden kann.

Abwägung ist alles!

Social Media? Abwägung ist alles!Hinterfragen Sie sich als Unternehmen, ob Social Media für Sie überhaupt Sinn macht. Bringt es Sie als Unternehmen nach vorne und wollen Sie den Dialog mit ihren Kunden führen? Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten können, dann ist Social Media definitiv ein Muss für ihr Unternehmen und Sie sollten mit der Konzepterstellung ihrer Social-Media-Aktivitäten beginnen.

Wenn sich allerdings diese Fragen mit Nein beantworten lassen, wäre es für ihr Unternehmen ratsamer, weniger Zeit und Geld in Social-Media-Aktivitäten zu investieren, dafür mehr in andere Marketingaktivitäten, die einen nachweislichen Mehrwert mit sich bringen.

 

In diesem Sinne – “social media, or not social media: that’s the question“…

Herzliche Grüße, Ihr Andreas Sammet

Neues Feature: Kampagnenverwaltung in Google Analytics

In Kürze wird den Nutzern eine neue Funktion in das Google-Analytics-Backend integriert, die vor allem Besitzer der  Software Urchin from Google schon seit Jahren zu schätzen wissen: die zentrale Verwaltung von Kampagnen unterschiedlicher Kanäle, die dann mittels einer eindeutigen ID den Landeseiten-URL kennzeichnen – kurz Kampagnenverwaltung. Mit diesem neuen Feature wird es möglich, Nicht-AdWords-Kampagnen (z. B.  Social Media, E-Mail-Marketing, etc.) einfach zu erstellen und zu verwalten.

Die Gegenwart

Nachfolgend werden die aktuell verfügbaren Maßnahmen zur Kennzeichnung von Kampagnen erläutert. 

Kampagnensteuerung mit Kampagnenvariablen

Hier noch einmal zur Auffrischung Ihrer Kenntnisse: Von den in Summe fünf existierenden Google-Kampagnenvariablen sind drei obligatorisch (utm_source, utm_medium, utm_campaign) und zwei optional (utm_content, utm_term). In der nachstehenden Tabelle finden Sie (dient nur der „Wiederholung“) noch einmal die Erläuterung der einzelnen Variablen:

Variable Bedeutung Pflicht
utm_source Identifiziert den Vermittler bzw. die verweisende Quelle
(z. B. google, stadtsuche, newsletter_2012.07)

-> Woher kommt der Besucher?

ja
utm_medium Identifiziert den Kanal oder das Werbe- bzw. Marketingmedium
(z. B. cpc, banner, e-mail)

-> Über welchen (Werbe-)Kanal kommt der Besucher?

ja
utm_campaign Identifiziert den Namen der Kampagne
(z. B. Aktion, Produkt, Promo-Code, Slogan)

-> Durch welche Kampagne wurde der Besuch initiiert? 

ja
utm_content Beschreibung zum Vergleich verschiedener Versionen
(z. B. Text_rot, Text_blau, skyscraper, leaderboard)

-> Welche Variante erfährt mehr Akzeptanz, Klicks, Besuche, etc.? 

nein
utm_term Identifiziert das bezahlte bzw. unbezahlte Keyword
(z. B. Hemd, Wasser+Flasche)

-> Welcher Suchbegriff leitet den Besucher auf die Landeseite? 

nein

Wenn Sie sich also Gedanken zu den einzelnen Variablen gemacht haben und diese dann mit Leben füllen wollen, fügen Sie sie einfach an das Ende des URL an. Das würde dann etwa so aussehen:

http://www.domain.com/?utm_source=facebook&utm_medium=social&utm_campaign=neues_produkt&utm_term=interesse&utm_content=bild1_text1

Und damit Sie bei der Erstellung des URL keinen Fehler machen, hat Google natürlich ein entsprechendes Online-Tool zur Verfügung gestellt: den URL-Builder (zu finden unter http://myg8.de/url-tool).

Probleme durch freie Kampagnensteuerung

In der Vergangenheit (und leider auch der Gegenwart) führte diese Art der Kampagnensteuerung oftmals zu Problemen. Entgegen unserer Empfehlung, die Texte der Kampagnenvariablen ausschließlich in Kleinbuchstaben zu erfassen, hatte eben jeder Marketer so seine eigene Auffassung von Groß- und Kleinschreibung. Zu diesem Umstand gesellten sich dann auch noch unterschiedliche Schreibweisen (z. B. E-Mail, E-mail, Email, email, eMail, EMail, EMAIL, E-MAIL, etc.) und „Flüchtigkeitsfehler“ (z. B. Spielwiese,  Speilwiese, Spielweise, etc.).

All das führte dann dazu, dass in Google Analytics die Kampagnen zwar ausgewertet wurden, jedoch wurden eben auch unterschiedliche Schreibweisen dann verschiedenen Kampagnendimensionen zugeordnet und nicht – wie gewünscht – aggregiert dargestellt.

Und selbst wenn bei der Definition der Kampagnenvariablen alles richtig gemacht wurde, bot sich dem klickenden Besucher durch die komplette Darstellung aller Variablen in der Adresszeile des Browsers noch die Möglichkeit der ungewollten oder auch beabsichtigten Manipulation. So ist es in unserer Klientel auch schon vorgekommen, dass unzufriedene Besucher bzw. Kunden die Kampagnenvariablen im URL modifizierten und somit die Statistik verwässerten.

Die Zukunft

Künftig haben es die Administratoren eines Google-Analytics-Kontos einfacher, denn es wird ihnen ermöglicht, die komplette Pflege der Kampagnen im Google-Analytics-Backend durchzuführen.

Wie lege ich eine Kampagne in Google Analytics an?

Sobald das Feature in Ihrem Google-Analytics-Konto verfügbar ist, gehen Sie zur Erstellung einer Kampagne über das Google-Analytics-Backend wie in den nachstehenden Schritten erläutert vor.

1. Schritt

Wechseln Sie in die Verwaltung Ihres Google-Analytics-Kontos und klicken Sie auf der Property-Ebene auf die (neue) Registerkarte Kampagnenverwaltung. Dann klicken Sie auf die Schaltfläche „Kampagne erstellen“.

Kampagnenverwaltung in Google Analytics 

 2. Schritt

Geben Sie in den Feldern alle relevanten Daten für die Kampagne ein und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche „Speichern“.

Neue Kampagne erstellen - Feldübersicht

 

1 Geben Sie hier den Kampagnennamen ein (z. B. „neues_produkt“).
2 Wählen Sie aus dem Kombinationsfeld den passenden Kanal. Sobald Sie den passenden Kanal anklicken, werden die Felder „Quelle“ und „Medium“ automatisch befüllt. Zur Auswahl stehen derzeit diverse Vorgaben aus den Bereichen Sozial, Bezahlte Suche, Display, E-Mail und Andere.
3 Geben Sie hier die Quelle des Traffics an (z. B. facebook).
4 Geben Sie hier das genutzte Medium an (z. B. social)
5 Geben Sie hier den Content der Anzeige ein (z. B. bild1_text1).
6 Geben Sie hier den Kampagnencode ein, der im Anschluss an den URL angehängt werden soll. Lassen Sie das Feld leer, wird der Code automatisch von Google Analytics generiert. Der Kampagnencode kann nachträglich nicht mehr verändert werden.
7 Geben Sie hier den Begriff ein, der die Anzeigenschaltung ausgelöst hat (z. B. interesse).
8 Fügen Sie den URL Ihrer Landeseite hier ein.

Und so sollten die ausgefüllten Felder dann aussehen:

Neue Kampagne erstellen - ausgefüllte Felder

 

Schritt 3

Nachdem Sie die Kampagne gespeichert haben, wird Ihnen der Link mit der neuen Kampagnen-ID (…/?utm_id=…) angehängt dargestellt. Diesen müssen Sie nun nur noch kopieren und der Anzeige, dem Banner, etc. hinzufügen.

Neu erstellte Kampagne mit ID

Schutz vor Manipulation

Diese Möglichkeit bietet auch einen guten Schutz vor Manipulation der Kampagneninformation, da hier nur noch eine einzige ID an den Landeseiten-URL angehängt wird. Sollte tatsächlich jemand auf die Idee kommen, diese ID zu modifizieren, müsste er entweder die ID einer anderen Kampagne des gleichen Google-Analytics-Kontos kennen oder er würde eine Fantasie-ID einpflegen. Im ersten Fall würde dann der Traffic und die Conversion lediglich einer anderen Kampagne attribuiert werden. Im letzten Fall – und das ist das Beruhigende – bliebe die Fantasie-ID einfach unberücksichtigt und würde verworfen werden.

Wann ist das neue Feature verfügbar?

Derzeit befindet sich die Kampagnenverwaltung noch im Beta-Stadium und ist pro Analytics-Konto auf 200 Kampagnen begrenzt. Es soll jedoch in der offiziellen Version bis Ende des Jahres in allen Google-Analytics-Konten verfügbar sein. Im Gespräch ist auch, dass die Limitierung von 200 Kampagnen dann gelockert bzw. aufgehoben werden soll.

Online-Kriminelle fokussieren Mobilgeräte und Social Media

Bis zum Ende dieses Jahres soll der Absatz von Smartphones laut Gartner auf über 461 Millionen klettern und damit die Zahl der verkauften PCs übertreffen. Dieser rasante Anstieg wird eine steigende Verbreitung mobiler Malware mit sich bringen. Bereits im vergangenen Jahr entpuppten sich mobile Schadprogramme als Bedrohung, da sie finanziellen Schaden anrichteten und wichtige Informationen ausspähten. Aber auch durch den Einsatz von Social Media Apps und Verlinkungen gelingt es immer mehr Angreifern, sich in Rechnern einzunisten.

Malware wird mobil

Android im Fokus von Online-KriminellenAndroid-basierte mobile Geräte erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Neben der hohen Portabilität zeichnen sie sich auch durch einfache Bedienbarkeit aus. Apps gibt es für fast alle Bedürfnisse und die meisten von Ihnen gibt es kostenlos oder für vergleichbar geringes Geld zu erwerben. Die Beliebtheit dieser mobilen Begleiter ruft aber auch Online-Kriminelle auf den Plan. Laut einer Nielsen-Studie von 2011 beträgt der Anteil von Android-Geräten in den relevanten Segmenten in Europa 49% im Vergleich zu den übrigen mobilen Betriebssystemen. Allein die Tatsache, dass durch Android-Schädlinge rund die Hälfte der Tablets und Smartphones bedroht werden, zeigt, wie wichtig ein adäquater Schutz ist.

Fast drei Viertel der gefundenen mobilen Trojaner versuchten etwa, teure Premium-SMS zu versenden. Einfallstore sind infizierte Anwendungen, die der Benutzer selbst herunterlädt. Hinzu kommen Drive-by-Downloads, bei denen verschiedene Browser-Schwachstellen ausgenutzt werden. Immer mehr Trojaner zielen zudem darauf ab, die auf den Geräten gespeicherten Passwörter auszulesen und zu missbrauchen. Vor allem mit Blick auf die zunehmende Konsumerisierung der IT ist das ein wachsendes Problem für viele Unternehmen. Zusätzlich gewann 2011 das Risiko durch Innentäter an Relevanz, weil immer mehr private mobile Geräte beruflich genutzt wurden und die bestehenden Sicherheitskonzepte das häufig noch nicht berücksichtigen.

Angriffe über Social Media

Social Media im Fokus von Online-KriminellenAuch die immer beliebteren sozialen Netzwerke wie Facebook oder Xing geraten immer stärker in das Visier von Internetbetrügern. Spam-Kampagnen, Like-Jacking, verkürzte URLs und gefälschte Umfragen richten bei den Nutzern sozialer Netze wie Facebook und Xing großen Schaden an. Nutzer werden auf diese Weise zu Handlungen verleitet, die dazu genutzt werden, Malware herunterzuladen oder Daten zu stehlen, warnen Sicherheitsspezialisten.

Immer stärker bedroht sind auch Unternehmen, die Social Media für ihre Zwecke nutzen. Immer öfter werden sensible Informationen preisgegeben, die Cyberkriminelle etwa für Social-Engineering-Angriffe einsetzen können. Symantec rechnet für 2012 mit einigen größeren Angriffswellen über soziale Netzwerke, denn die Neugierde und das Vertrauen seitens der Benutzer dürfte den Hackern weiterhin in die Hände spielen.

Wie kann ich mich schützen?

Die namhaften Hersteller in der Security-Szene bieten mittlerweile entsprechende Programme für Google’s Android an. Darunter gehören Symantec, Kaspersky, G Data und andere. Symantec selbst bietet mit dem Produkt „Norton Mobile Security Lite“ sogar einen kostenfreien Grundschutz an, der über die Website http://www.norton.de/nmslite direkt mit dem Smartphone heruntergeladen werden kann. Mehr über die Software erfahren Sie hier.

In Bezug auf die Angriffe mittels Social Media gilt eigentlich das, was schon seit Jahren für den Bereich E-Mail und Internetnutzung Gültigkeit hat.

  • Öffnen Sie keine Links, deren Herkunft Sie nicht kennen, selbst wenn diese angeblich von einem Freund, Fan oder Bekannten empfohlen wurden.
  • Erlauben Sie nicht jeder x-beliebigen App den Zugriff auf Ihr Social Media Konto.
  • Links, die einen Download initiieren, sind zunächst einmal mit Vorsicht zu genießen und sollten eher einmal mehr als einmal zu wenig abgebrochen werden.

Es gibt noch viele weitere Tipps im Umgang mit Social Media und den Bedrohungen im Internet – wenden Sie sich einfach an Ihren Administrator oder Ihren EDV-Dienstleister.

 

Unternehmen wie Facebook, Twitter & Co. nur eine Luftnummer?

Im April 2011 berichtete ich bereits über die Möglichkeit, sich am Wachstum der Social-Media-Unternehmen zu beteiligen (Blog-Beitrag Soziale Netzwerke als Geldanlage?). Die Süddeutsche Zeitung, Ausgabe Nr. 154 vom 07.07.2011 betrachtet die (Wert-)Entwicklung der Internetfirmen aus einem anderen Blickwinkel:

Luftnummer

Sieben Milliarden Dollar für ein wenig Gezwitscher? Anleger umschwärmen den Kurznachrichtendienst Twitter und schüren so die Sorge vor einer neuen Internetblase

München – Das Dumme an der Zukunft ist, dass niemand so genau weiß, was sie bringen wird. Dumm vor allem für diejenigen, die auf die Zukunft wetten – etwa, wenn sie Aktien kaufen. Womöglich noch Aktien von Internetfirmen.

Nun soll der Kurznachrichtendienst Twitter, so berichten US-Medien, Hunderte Millionen Dollar bei Investoren eingesammelt haben – und inzwischen sieben Milliarden Dollar wert sein. Das ist viel Geld für eine Internetseite, über die sich Botschaften auf 140 Zeichen verfassen und verschicken lassen. 200 Millionen solcher Tweets surren täglich durchs Netz. So schnell, dass sich beispielsweise Regierungssprecher Stefan Seibert kaum noch über den Unterschied zwischen Osama und Obama klar werden kann, ehe er die Welt wissen lässt, was die Bundeskanzlerin von der Ermordung des meistgesuchten Terroristen hält. Und es ist vor allem viel Geld für ein Unternehmen, das zwar mit der stetig steigenden Zahl seiner Nutzer prahlt, sich aber darüber ausschweigt, ob sich mit diesen denn auch irgendwann einmal Geld verdienen lässt.

Bislang leitet Twitter die Kurzbotschaften, in denen viele Nutzer auf andere Internetseiten verweisen, unmittelbar an Suchmaschinen wie Google oder Bing weiter. Im Gegenzug erhält das Unternehmen zumindest genügend Geld, um die Kosten für seine Großrechner und seine Programmierer zu decken, die den Dienst am Laufen halten. Auch Werbung auf seinen Seiten bringt Twitter etwas ein. Genug, um die Investoren, die Millionen Dollar in das fünf Jahre alte Startup gesteckt haben, bei Laune zu halten? Bleibt abzuwarten.

Das Internet sei inzwischen eine feste Größe im Wirtschaftsleben, sagen all jene, die schlechte Erinnerungen an das Platzen der Dot-Com-Blase vom Tisch wischen wollen. Und einige der heute um garnten Internetunternehmer machen immerhin Gewinn, ehe sie den Sprung aufs Börsenparkett wagen – anders als die Hochstapler um die Jahrtausendwende. Am zuversichtlichsten zeigen sich zurzeit allerdings ausgerechnet diejenigen, die selbst Anteile an Internetfirmen halten – und abkassieren. Fest steht jedenfalls, dass es seit 1999 nicht mehr so viele neue Börsengänge in der Technologiebranche gab wie in diesem Jahr: Mehr als 30 stehen noch an, fast 30 waren es bereits. Der Verlauf dieser Aktienkurse gleicht einem Alpenpanorama, mit tiefen Schluchten und einigen hohen Wipfeln. Die Aktie des Internetradios Pandora beispielsweise brach gleich am zweiten Handelstag um 24 Prozent ein, dümpelte einige Wochen vor sich hin – und liegt inzwischen doch wieder über dem Ausgabepreis. Noch zumindest also glauben die Anleger, dass die Internetunternehmer ihre Versprechen einlösen.

Twitter könnte von der guten Laune an der Wall Street profitieren – und auch bei Anlegern noch etwas Geld einsammeln. Dazu müssten die Manager allerdings einen Einblick in ihre Bilanzen gewähren – und dazu sind sie bislang nicht bereit. Noch im März haben sie einen Börsengang von Twitter ausgeschlossen. Aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt.

Bis die Blase platzt

Große Versprechen, mickrige Bilanz: Vor zehn Jahren spekulierten Anleger aufs Internet- und wurden enttäuscht. Nun scheint sich dies zu wiederholen. Mehr als 50 Internetfirmen haben in diesem Jahr bereits einen Börsengang in den USA angemeldet. Die spektakulärsten Bewertungen:

Unternehmenswerte in Milliarden Dollar 
(Klicken zum Vergrößern)

 Quelle: Süddeutsche Zeitung, Redakteur Varinia Bernau, Ausgabe 154 von 07.07.2011

Der neue soziale Netzwerkdienst: Google+

Was bietet Google+ denn so Tolles?

Wie immer, wenn etwas Neues im Bereich Social Media auf der Bildfläche erscheint, wird dies erst einmal mit Argwohn begutachtet. Uns genügt Facebook ja schon, oder Wer Kennt Wen oder, oder, oder…

Wäre Google+ auch nur ein weiterer Social Media-Dienst, könnte man sich ausführliche Berichte hierzu schenken. Ist es aber nicht. Google+ wartet mit wirklich tollen Neuheiten auf.

Das macht Google+ so anders als alle bisherigen Social Media-Dienste!

+Circles

Bisher war in den sozialen Netzwerken jeder Kontakt gleich ein „Freund“. Wie im richtigen Leben gibt es hier jedoch feine Unterschiede. Und die können mit +Circles gemacht werden. Es gibt die Möglichkeit, Personen einem bestimmten Kreis zuzuordnen. Dieser kann individuell erstellt werden, ganz nach Gusto (Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, Sportsfreunde etc.). Die Bezeichnung des Kreises liegt bei Ihnen. Selbst im Freundeskreis gibt es ja bekanntlich Unterschiede – mit dem Einem ist man dicker, mit dem Anderen nicht ganz so fest befreundet. Das kann man mit +Circles alles feintunen. Und die Nachrichten gehen dann auch nur da hin, wo sie wirklich hinsollen, nicht zu Hinz und Kunz…

 

+Sparks

Jeder hat so seine Interessensgebiete, Hobbies oder ist einfach nur sensationslüstern. Dann ist dieser Feed genau das Richtige! In der Suchleiste von +Sparks geben Sie an, was Sie interessiert und schon bekommen Sie die heissesten Neuigkeiten. Sie können sich mit anderen Nutzern (und das müssen nicht Leute aus Ihren „Kreisen“ sein…) darüber austauschen sowie diese News mit Ihren Leuten teilen.

 

+Hangouts

Mehr als nur chatten… Hier wird sich online getroffen und per Videochat ausgetauscht. Sie können sich mit Freunden gezielt zu einem „Treffen“ verabreden oder auch zu einem Treffen stoßen. Am Status „Is hanging out“ können Sie sehen, wer gerade ein Treffen hat und sich dazugesellen. +Hangouts ist superbequem, weil es egal ist, ob Sie im Jogginghösle oder Schlafanzug vor dem Bildschirm sitzen und dabei vielleicht noch ein Fußbad nehmen.

 

+Mobil

Hier halte ich mich gerade auf, das habe ich gerade fotografiert… Mit +Mobil haben Sie die Möglichkeit anzugeben, wo Sie sich momentan aufhalten (sofern Sie das wollen, es gibt ja auch Örtlichkeiten, die man lieber nicht publik macht…).Vielleicht ist jemand aus Ihrem Freundeskreis auch da und hat Lust auf ein spontanes Treffen. Bei diesem machen Sie natürlich ein paar Fotos, um den Spaß, den Sie haben, festzuhalten. Wenn Sie Google+ die Erlaubnis geben, werden die Fotos sofort nach der Aufnahme zu einem privaten Album hinzugefügt und für alle Geräte verfügbar gemacht. Diese können dann mit anderen geteilt werden – vorausgesetzt, Sie wollen das.

 

+Huddle

Verabreden leicht gemacht… Vor allem spontanes Verabredenmit mehreren Leuten. Der eine will dahin, der andere dorthin – normalerweise telefoniert oder smst man ewig hin und her, bis alle unter einem Hut sind. Das kostet Nerven und verdirbt schon mal die Ausgehlaune. Muss nicht mehr sein! +Huddle ist ein Gruppenchat, bei dem jeder in Echtzeit Ausgehpläne absprechen kann. Jeder gibt seinen Kommentar oder Wunsch ab und schon weiss man, wer zu was Lust hat. Spontaner geht es nur, wenn man sich schon in der Gruppe getroffen hat und dann schaut, was man unternehmen will.

 

Toll! Und wie komme ich an Google+?

Als Erstes muss man ein Google-Konto haben. Bislang lädt Google+ die Teilnehmer ein. Diese können dann weitere zu Google+ einladen.

Wem der Zugang zu Goolge+ unter den Nägeln brennt, kann es auch hierüber https://services.google.com/fb/forms/googleplusde/ versuchen. Einfach Vorname und Emailadresse eintragen und hoffen, dass die Einladung bald kommt. Und dann, bitteschön, andere einladen – denn auch das gehört zu Social Networking…

Seien Sie neugierig – probieren Sie Google+ aus, sobald es verfügbar ist!

Herzlichst

Karin Tempel-Maier

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