Archiv für die Kategorie „Urchin“

Reguläre Ausdrücke in Google Analytics und Urchin – Teil 1

Eventuell sind Ihnen die wenigen unter Microsoft Windows oder DOS verfügbaren Wildcards (* ? %) bekannt, mit deren Hilfe eingeschränkte Datei- bzw. SQL-Operationen durchgeführt werden können. Die sich hieraus ergebenden Möglichkeiten sind jedoch recht gering und erfordern weit mehr Flexibilität, wenn es darum geht, komplexe Datenbestände zu durchsuchen.

Aus diesem Grund nutzen Google Analytics und Urchin reguläre Ausdrücke. Damit werden auch umfangreiche Datenentsprechungen gefunden und ermöglichend zudem, gewünschte Aktionen auszuführen. Reguläre Ausdrücke können in Google Analytics bzw. Urchin wie folgt verwendet werden:

  • Anzeigefilter (z.B. um die Daten in Berichten anzugleichen)
  • Filter (z.B. Ausschließen von IP-Adressbereichen)
  • Zieldefinitionen (z.B. um variable Zielseiten zu deklarieren)

Doch dazu später mehr. Denn in diesem ersten Teil will ich Ihnen zunächst einen Überblick über die Notwendigkeit von regulären Ausdrücken vermitteln, sowie Sie mit den ersten beiden oft verwendeten Metazeichen bekannt machen.

Überblick über reguläre Ausdrücke

Schauen Sie sich die folgende Tabelle einmal näher an. Sie werden bestimmt feststellen, dass es sich dabei um eine einfache Datenstruktur handelt.

Nr.ArtikelWarengruppeFarbeGröße
1T-ShirtT-Shirt, MännergrünXL
2T-ShirtT-Shirt, MännergelbL
3T-ShirtT-Shirt, Frauengelb-blauXL
4T-ShirtT-Shirt, FrauenblauS
5SweatshirtSweatshirt, Männerblau-rotM
6SweatshirtSweatshirt, FrauenrotL

Wenn Sie also aus dieser Tabelle die Datensätze selektieren sollen, deren Farbangabe den Kriterien “gelb” und “gelb-blau” entspricht, reichen die o.g. Kenntnisse völlig aus; Sie würden vermutlich nach “gelb*” suchen und die Datensätze 2 und 3 als Ergebnis präsentiert bekommen.

Was nun aber, wenn die Aufgabestellung modifiziert wird und Sie alle Datensätze selektieren müssen, deren Farbangabe “gelb“, “rot” und “blau-rot” entspricht? Oder wenn zur Farbangabe noch die Größenangabe hinzukäme? Sie sehen, dieser Anforderung kann mit den vorgenannten Möglichkeiten nicht entsprochen werden.

Die Verwendung von regulären Ausdrücken (auch Regular Expressions oder RegEx genannt) ist nahezu unverzichtbar, wenn es darum geht aus großen Datenmengen bestimmte Entsprechungen herauszufinden.

Reguläre Ausdrücke dienen dazu, spezielle Zeichenketten in einer Menge von Zeichen bzw. Zeichenketten zu finden. Ein regulärer Ausdruck wird aus beliebigen Ziffern und Zeichen unter Berücksichtigung von Groß- und Kleinschreibung in Kombination mit folgenden Metazeichen gebildet:

MetazeichenKurzbeschreibung
.Beliebiges, einzelnes Zeichen
\Wird benötigt, um ein Metazeichen buchstäblich zu nutzen
[ ]Gruppe von Zeichen
-Bereich (von-bis)
? + *Quantifizierung eines beliebigen Zeichens
{ }Wiederholung eines beliebigen Zeichens
( )Gruppierung von Zeichen und Speicherung zur späteren Verwendung
|Deklaration alternativer Zeichenketten
^Zeichen muss am Anfang stehen
$Zeichen muss am Ende stehen
\dAbkürzung für Ziffern
\wAbkürzung für alphanumerische Zeichen bzw. Unterstrich
\sAbkürzung für Whitespaces

Alle anderen Zeichen weisen keine Meta-Eigenschaft auf. Die Eigenschaften und Auswirkungen der Verwendung von Metazeichen – auch in Google Analytics und Urchin – zeige ich Ihnen in den nächsten Abschnitten und Teilen dieser Serie.

Punkt

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Der PunktDer Punkt (.) ist eines der meistgenutzten Metazeichen und entspricht einem beliebigen, einzelnen Zeichen. Die Betonung liegt hier tatsächlich auf beliebig und einzeln, denn ganz gleich, welches Zeichen der Zeichenkette gefunden werden soll, durch den Punkt sind alle denkbaren Zeichen abgedeckt.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

Akt ., Szene 3

entspricht somit den Zeichenketten

Akt 1, Szene 3

Akt 2, Szene 3

Akt 3, Szene 3

Akt 4, Szene 3

Akt 5, Szene 3

Akt 6, Szene 3

Akt 7, Szene 3

Akt 8, Szene 3

Akt 9, Szene 3

nicht aber der Zeichenkette

Akt 10, Szene 3

Warum? Die Zeichen “10″ stellen mehr als ein Zeichen dar. Sie erinnern sich? Die Betonung liegt bei der Verwendung des Metazeichens Punkt auf “einzelnes Zeichen“.

Um dieser Zeichenkette zu entsprechen, müsste der reguläre Ausdruck wie folgt modifiziert werden:

Akt .., Szene 3

Backslash

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Der BackslashDer Backslash (\) wird dazu verwendet, einem Metazeichen buchstäblich zu entsprechen.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

z.B. Blumen

entspricht somit der Zeichenkette

z.B. Blumen

aber auch den Zeichenketten

zUB. Blumen

z.B3 Blumen

z1Bg Blumen

Warum? Zur Erinnerung: Ein Punkt (.) entspricht einem beliebigen, einzelnen Zeichen. Um einem Punkt buchstäblich zu entsprechen, muss diesem somit ein Backslash (\)  vorangestellt werden.

Der folgende reguläre Ausdruck

z\.B\. Blumen

entspricht nun ausschließlich der Zeichenkette “z.B. Blumen”, da nach dem Punkt durch den vorangestellten Backslash buchstäblich gesucht wird.

Gruppen und Bereiche

Oftmals besteht die Notwendigkeit, nach verschiedenen Zeichen in einer Zeichenkette parallel zu suchen. So wäre in Bezug auf das Beispiel aus der Einführung denkbar, dass Sie die Datensätze der Größen S und M gleichzeitig suchen.

Um das zu realisieren, werden bei den regulären Ausdrücken die eckigen Klammern ([ ]) genutzt.

Gruppen

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Die eckigen KlammernAlle Zeichen, die innerhalb der eckigen Klammern stehen, werden an der jeweiligen Stelle gesucht und gefunden.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

[zZ]\.[bB]\. Blumen

entspricht somit den Zeichenketten

z.B. Blumen

Z.B. Blumen

z.b. Blumen

Z.b. Blumen

nicht aber den Zeichenketten

z.B. blumen

ZB Blumen

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt zum einen voraus, dass in der Zeichenkette das Wort “Blumen” mit einem “B” als Großbuchstabe enthält und zum anderen nach “z” und “b” jeweils ein Punkt  steht.

Bereiche

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Der BindestrichDurch den Einsatz eines Bindestrichs (-) innerhalb der eckigen Klammern, können Sie Bereiche definieren, nach denen gesucht werden soll.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

Marktplatz [0-9]

entspricht somit unter anderem den Zeichenketten

Marktplatz 1

Marktplatz 5

Marktplatz 9

aber nicht den Zeichenketten

Marktplatz 37

Marktplatz A

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt zum einen voraus, dass die Zeichenkette nur ein Zeichen der Ziffern zwischen 1 und 9 enthält und zum zweiten keine Buchstaben enthalten darf.

Gruppen und Bereiche invertieren

Durch den Einsatz des Caret (^) direkt nach der öffnenden eckigen Klammer werden die gesuchten Entsprechungen invertiert.

Der reguläre Ausdruck für eine Gruppe [^zZbB] entspricht allen Zeichen, die nicht ein z, Z, b oder B darstellen.

Ebenso verhält es sich mit Bereichen. Der reguläre Ausdruck [^0-9] entspricht allen Zeichen, die nicht 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 oder 9 darstellen.

Fortsetzung folgt…

In diesem ersten Teil haben Sie einen Überbick die in Google Analytics und Urchin verwendbaren regulären Ausdrücke erhalten. Ebenso haben Sie mehr über die Verwendung der Metazeichen Punkt, Backslash, Bindestrich und eckige Klammern erfahren. Im zweiten Teil dieser Reihe gehe ich auf die Möglichkeiten ein, die sich durch den Einsatz von Quantifizierung, Gruppierung und Alternative bieten.

    Aktivierung einer Urchin Lizenz ohne Internetzugriff

    Im Blog-Eintrag Einspielen und Aktivieren einer Lizenz in Urchin Software wurde Ihnen gezeigt, wie Sie Ihre Lizenz in Urchin einspielen. Dazu ist aber grundsätzlich ein Internetzugriff nötig. Manchmal ist aber gerade mit dem Rechner, auf dem Urchin installiert ist, keinerlei Zugriff auf das Internet möglich. Die Ursachen dafür können in Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens oder aber auch in einem Proxy-Server liegen, der keine Internet-Verbindung per HTTPS zulässt. Ist das der Fall, können Sie Ihre Urchin-Lizenz für gewöhnlich nicht aktivieren.

    Glücklicherweise können Sie jederzeit unseren professionellen Support in Anspruch nehmen, der sich dann um die Aktivierung Ihrer Lizenz kümmert. Das nachfolgende Szenario geht davon aus, dass Sie mit einem beliebigen Rechner auf das Internet zugreifen und E-Mails empfangen können.

    Folgende Schritte sind nötig, um Ihre Urchin Lizenz ohne Internetzugriff zu aktivieren:

    Schritt 1 – Installation und Anmeldung an Urchin

    Installieren Sie Urchin komplett auf dem Zielsystem (Datenbankserver und Urchin) und melden Sie sich an Urchin an.

    Schritt 2 – Aktivieren der Lizenz

    Nach erfolgreicher Anmeldung erscheint der unten stehende Bildschirminhalt. Dort klicken Sie auf Activate License.

    Aktivieren der Lizenz

    Schritt 3 – Übermitteln benötigter Informationen an den Support

    Sobald Sie auf den Link Activate License geklickt haben, wird Ihnen aufgrund der fehlenden Internetverbindung eine Fehlermeldung ähnlich der folgenden im Browser angezeigt:

    Fehlermeldung bei der Aktivierung der Urchin Lizenz aufgrund fehlender Internetverbnidung

    Damit nun unser Support-Team Ihre Lizenz aktivieren kann, werden diverse Informationen benötigt, die Sie uns einfach online auf unserer Seite für die Aktivierung der Urchin Lizenz übermitteln können. Dort stehen Ihnen drei Möglichkeiten zur Verfügung: kostenfreie Aktivierung sowie Aktivierung der Lizenz innerhalb garantierter Zeiten:

    Urchin Lizenz-Aktivierung über die Website von webalytics

    Schritt 4 – Einpflegen der Informationen vom Support-Team

    Sie erhalten dann – in Abhängigkeit der zuvor gewählten Abwicklung – von unserem Support-Team eine E-Mail zugesandt, in der sich ein URL befindet. Diesen kopieren Sie bitte und fügen ihn in die Adressezeile Ihres Browsers auf dem Zielsystem ein:

    URL in Adresszeile einfügen

    Bestätigen Sie ggf. noch die Installation der Lizenz und drücken Sie danach die Enter-Taste. Der folgende Bildschirminhalt wird angezeigt:

    Nach der Übernahme der Lizenz wird der Urchin Setup Wizard gestartet

    Sie können nun mit der Initial-Konfiguration Ihrer Urchin Installation fortfahren.


    E-Commerce Tracker für Smartstore 5.6 veröffentlicht

    E-Commerce Trackler für Smartstore 5.6

    Ab sofort können alle Betreiber eines Smartstore-Online-Shops die Leistung des Shops selbst, sowie der darin befindlichen Produkte messen und analysieren. Mit dem Add-On E-Commerce Tracker für Smartstore 5.6 – einer webalytics-eigenen Entwicklung - ist die Auswertung von Absatz, Umsatz und geografischer Verteilung einfach und problemlos möglich.

    Fehlende Erfolgskontrolle in Smartstore-Shops

    Zwar liefert ausschließlich das eigene ERP-Systen Werte in Bezug auf die tatsächliche Absatzhäufigkeit, Rohertragssituation und Retouren, jedoch ist im Warenwirtschaftssystem meist nicht ersichtlich, wie es zu einem Produktverkauf kam bzw. was der Auslöser war. Das zu ermitteln wiederrum ist die Aufgabe einer Webanalyselösung gepaart mit einer umfangreichen E-Commerce-Auswertung.

    Viele Betreiber eines Smartstore-Shops vermissen jedoch schmerzlich die Möglichkeit, Shop- und Produktperformanz mit Google Analytics bzw. Urchin Software über eingebaute Hilfsmittel auswerten zu können. Die daraus zu gewinnenden Erkenntnisse sind jedoch unabdingbar, um geeignete Handlungen ableiten zu können. So ist die Erfolgsanalyse von bezahlten Kampagnen (z. B. AdWords, Yahoo! Search Marketuing, Facebook, etc.) im Hinblick auf den Produktabsatz jedoch von entscheidender Bedeutung für deren Rentabilität. Schließlich sollten sogenannte “Bad Performer” schnellstmöglich pausiert werden können und das daraus resultierende zusätzliche Budget den besser performenden Kampagnen zugewiesen werden.

    Den Tracking Code von Google Analytics oder Urchin Software in Smartstore einzupflegen, ist primär kein Problem und auch ohne Programmierkenntnisse zu bewerkstelligen. Die Integration des Tracking Code für E-Commerce erfordert neben den erwähnten Programmierfähigkeiten zudem auch noch ein tiefgehendes Verständnis für die Funktionsweise von Google’s Analyselösungen.

    Integration mit Google Analytics bzw. Urchin Software

    E-Commerce Tracker für Smartstore 5.6Um Smartstore-Shops nun endlich mit Google Analytics bzw. Urchin Software analysieren zu können, haben wir das Add-On E-Commerce Tracker für Smartstore 5.6 entwickelt. Der modulare Aufbau dieser Smartstore-Erweiterung ermöglicht dem Shop-Betreiber, den E-Commerce Tracking Code für Google Analytics bzw. Urchin Software mit nur wenigen Mausklicks in seinen Shop zu integrieren. Sobald das entsprechende Modul installiert und aktiviert ist, werden neben den Seitenabrufen sämtliche Bestellungen aufbereitet, die dann mit Google Analytics oder Urchin Software analysiert werden können. Mit der Auswertung der Bestellungen können nahezu alle Facetten des E-Commerce ausgewertet werden. Das Add-On E-Commerce Tracker für Smartstore 5.6 ermöglicht die:

    • Integration von E-Commerce Tracking in Smartstore
    • Unterstützung von Google Analytics und Urchin Software
    • Verwendung der Module für urchin.js, ga.js und async Tracking Code
    • Auswertung der Geo- und Produkt-Performance
    • Analyse von Kampagnen-Conversions und AdWords

    Free und Commercial Version

    Das Add-On E-Commerce Tracker für Smartstore 5.6 wird in zwei Versionen angeboten: Free Version und Commercial. Beide Versionen unterscheiden sich primär durch den Leistungsumfang. Die kostenfreie Version (Free Version) funktioniert mit allen “alten” Tracking-Code-Versionen von Google Analytics und Urchin Software. Die kommerzielle Version (Commercial) hingegen arbeitet mit allen Tracking Codes zusammen; so auch mit dem aktuellen asynchronous Tracking Code von Google Analyitcs.

    VersionFree (v1.0)Commercial (v2.0)
    Google AnalyticsJaJa
    • urchin.jsJaJa
    • ga.jsJaJa
    • asynchronous tracking codeNeinJa
    Urchin SoftwareJaJa
    • Version 6JaJa
    • Version 7NeinJa
    Preiskostenlos29,00 EUR (zzgl. MwSt)
    Lizenzierungohneje Domain
    Laden Sie sich hier die Free Version von E-Commerce Tracker für Smartstore kostenfrei herunterKaufen Sie hier die Vollversion von E-Commerce Tracker für Smartstore

    Filterfelder in Urchin 7

    Wer dachte, dass Urchin 6 mit 136 Filterfeldern, schon über eine ganze Menge an Filtermöglichkeiten verfügt, wird in Urchin 7 noch mehr davon vorfinden. Denn in Urchin 7 wurde die Anzahl der verfügbaren Filterfelder um 33 erweitert. Zwei nicht mehr benötigte Filterfelder wurden entfernt, sodass die Anzahl der Filterfelder 167 beträgt.

    Unterschiedliche Feldtypen

    Die Daten in den Protokolldateien (Logfiles) entsprechen zunächst einmal unterschiedlichen Feldern, ähnlich einer Tabelle. Diese Informationen werden von Urchin in wiederum unterschiedliche neue Felder verarbeitet. Dabei werden dei Informationen entweder nur abgelegt, aufgetrennt, zusammengeführt bzw. neu berechnet. Um das zu realisieren, verfügt Urchin über zwei unterschiedlich Feldtypen: RAW und AUTO.

    Feldtyp RAW

    Felder des Typs RAW bezeichnen die Informationen, die exact so in die Protokolldatei (Logfile) geschrieben werden. Dazu zählen z. B. Datum, Uhrzeit, IP-Adresse, etc. Jedoch variieren die verwendeten RAW-Felder je nach Protokollformat (Logformat). So hat eine Protokolldatei nach dem Protokollformat W3C einen anderen Aufbau als eine Protokolldatei nach NCSA.

    In der untenstehenden Liste erkennen Sie die RAW-Felder anhand der Bezeichnung in der Spalte Typ und in welchem Protokollformat diese Verwendung finden.

    Feldtyp AUTO

    Nachdem Urchin die Inhalte aus den RAW-Feldern extrahiert hat, werden die Informationen nun entsprechend verarbeitet und dann in Felder des Typs AUTO gespeichert. AUTO steht in diesem Fall für “auto calculated”, also automatisch berechnet.

    Das bedeutet, dass neben den Standardinformation wie z.B. Datum, Uhrzeit, IP-Adresse, etc. nun auch die Cookie-Informtionen verwertet werden. Welche Informationen darin enthalten sind, habe ich bereits im Blog-Post “__utm.gif oder Wie werden Daten für Urchin in das Logfile geschrieben?” beschrieben.

    Neben der Vielfalt der Felder und deren Inhalte haben die AUTO-Felder einen wesentlichen Vorteil gegenüber den RAW-Feldern: Es gibt keine Unterschiede mehr, die aus den verschiedenen Protokollformaten (W3C, NCSA, etc.) herrühren.

    In der untenstehenden Liste erkennen Sie die AUTO-Felder anhand der Bezeichnung in der Spalte Typ und in welchem Protokollformat diese Verwendung finden.

    Aus RAW wird AUTO

    Das folgende Beispiel veranschaulicht, wie aus zwei unterschiedlichen RAW-Feldinformationen identische AUTO-Feldinhalte werden:

    Nehmen wir einmal an, Sie rufen den URL http://blog.webalytics.de/index.php?p=1000&preview=true auf. Dann würde der Teil index.php?p=1000&preview=true als entsprechende Anforderung in Protokolldatei des Webservers vermerkt. Spannend in diesem Zusammenhang aber ist, dass, in Abhängigkeit des Webservers und Protokollformat, unterschiedliche RAW-Felder zum Einsatz kommen.

    Somit würde die Anforderung in einer Apache-Protokolldatei (NCSA) in folgendem Feld vermerkt:

    FeldInhalt
    cs_request“GET index.php?p=1000&preview=true HTTP/1.1″

    In einer IIS-Protokolldatei (W3C) hingegen würde die Anfroderung anders aufgeschlüsselt:

    FeldInhalt
    cs_methodGET
    cs_uristem/index.php
    cs_uriqueryp=1000&preview=true

    Interessant aber ist, dass nach der Verarbeitung von RAW- in AUTO-Felder nun aber ungeachtet des Protokollformats folgende Felder und Inhalte gespeichert werden:

    FeldInhalt
    request_stem/index.php
    request_queryp=1000&preview=true

    Das ist ein bemerkenswerter Vorteil, da Sie nun Ihre Filtersetzung primär auf AUTO-Felder anwenden und sich somit keine Gedanken über die zugrunde liegende Webserver-Technik machen müssen.

    Filterfelder

    Nachfolgend eine alphabetisch sortierte Auflistung der verfügbaren Filterfelder im Vergleich (Sie können sich die Tabelle gerne auch als Excel-Datei hier herunterladen):

    FeldnameBeschreibungTypUrchin 6Urchin 7W3CNCSAELF2Google
    apache_timeApache-RAW-Datum und -Uhrzeit des TrefferfeldsRAW
    browser_baseBrowsername (z. B. Netscape)AUTO
    browser_versionBrowser-VersionAUTO
    c_hostClient-Hostname (wird gegebenenfalls zu c_ip konvertiert)RAW
    c_ipClient-IP-AdresseRAW
    clickthru_page_fromKlickseiten-UrsprungAUTO
    clickthru_page_toKlickseiten-ZielAUTO
    client_hostnameClient-HostnameAUTO
    client_ipaddressClient-IP-AdresseAUTO
    cpc_accountCPC-Konto aus ProtokolldateiRAW
    cpc_adgroupCPC-Anzeigengruppe aus ProtokolldateiRAW
    cpc_campaignCPC-Kampagne aus ProtokolldateiRAW
    cpc_keywordCPC-Keyword aus ProtokolldateiRAW
    cs_cookieVom Browser gesendete CookiesRAW
    cs_hostVom Client angeforderter virtueller HostRAW
    cs_methodIIS-RAW-AnforderungsmethodenfeldRAW
    cs_refererInformationen zu RAW-Verweisen (gegebenenfalls intern)RAW
    cs_requestIIS-RAW-Anforderungs-URIRAW
    cs_uriqueryIIS-RAW-AnforderungsabfragefeldRAW
    cs_uristemIIS-RAW-AnforderungsstammfeldRAW
    cs_useragentBrowser-User-Agent-InformationenRAW
    cs_usernameClient-Nutzername (falls vorhanden)RAW
    cs_versionIIS-Raw-HTTP-VersionRAW
    custom_dateWird für Datumstempel in benutzerdefinierten Protokollen verwendetRAW
    custom_timeWird für Uhrzeitstempel in benutzerdefinierten Protokollen verwendetRAW
    dayTagAUTO
    domain_completeVollständige Domain (z. B. urchin.com)AUTO
    domain_primaryDomain der ersten Ebene (z. B. “de”)AUTO
    ecommerce_affiliationE-Commerce-Transaktions-IDAUTO
    ecommerce_bill_cityStadt der Rechnungsadresse für die E-Commerce-TransaktionAUTO
    ecommerce_bill_countryLand der Rechnungsadresse für die E-Commerce-TransaktionAUTO
    ecommerce_bill_regionBundesland der Rechnungsadresse für die E-Commerce-TransaktionAUTO
    ecommerce_orderidE-Commerce-Auftrags-ID-NummerAUTO
    ecommerce_product_codeE-Commerce-ProduktcodeAUTO
    ecommerce_product_nameE-Commerce-ProduktnameAUTO
    ecommerce_quantityE-Commerce-ProduktmengeAUTO
    ecommerce_shippingE-Commerce-LiefermengeAUTO
    ecommerce_taxE-Commerce-SteuerbetragAUTO
    ecommerce_totalE-Commerce-TransaktionsbetragAUTO
    ecommerce_unit_priceE-Commerce-Einheitspreis des ProduktsAUTO
    ecommerce_variationE-Commerce-ProduktvariationAUTO
    elf_bill_cityStadt des E-Commerce-KundenRAW
    elf_bill_countryLand des E-Commerce-KundenRAW
    elf_bill_stateBundesland des E-Commerce-KundenRAW
    elf_bill_zipPostleitzahl des E-Commerce-KundenRAW
    elf_orderidE-Commerce-Auftrags-ID-NummerRAW
    elf_priceE-Commerce-Produktpreis
    elf_product_codeE-Commerce-ProduktcodeRAW
    elf_product_nameE-Commerce-ProduktnameRAW
    elf_quantityE-Commerce-ProduktmengeRAW
    elf_regionAufschlüsselungsinfor-mationen zur E-Commerce-Region
    elf_sessionidID der E-Commerce-SitzungRAW
    elf_shippingE-Commerce-LiefermengeRAW
    elf_storeName des E-Commerce-ShopsRAW
    elf_taxE-Commerce-SteuerbetragRAW
    elf_totalE-Commerce-TransaktionsbetragRAW
    elf_unit_priceE-Commerce-Einheitspreis des ProduktsRAW
    elf_upsoldE-Commerce-Upsold-VariableRAW
    elf_variationE-Commerce-ProduktvariationRAW
    event_actionEreignis-AktionAUTO
    event_categoryEreignis-KategorieAUTO
    event_labelEreignis-LabelAUTO
    geo_cityStadt des BesuchersAUTO
    geo_connection_speedVerbindungsgeschwindigkeit des BesuchersAUTO
    geo_countryLand des BesuchersAUTO
    geo_ispBesucher-ISPAUTO
    geo_latitudeBesucherbreitengradAUTO
    geo_longitudeBesucherlängengradAUTO
    geo_organizationStadt des BesuchersAUTO
    geo_regionUnternehmen des BesuchersAUTO
    goal_clickthru_entrance_pageEinstiegsseite im ZielklickpfadAUTO
    goal_clickthru_exit_pageAusstiegsseite im ZielklickpfadAUTO
    hourStundeAUTO
    iis_dateIIS-RAW-Datum des TrefferfeldsRAW
    iis_timeIIS-RAW-Uhrzeit des TrefferfeldsRAW
    initial_path_page1Seite 1 des AnfangspfadesAUTO
    initial_path_page2Seite 2 des AnfangspfadesAUTO
    initial_path_page3Seite 3 des AnfangspfadesAUTO
    log_source_nameName der ProtokollquelleAUTO
    monthMonatAUTO
    organic_sourceIndexbasierte QuelleAUTO
    platform_basePlattform (z. B. Windows)AUTO
    platform_versionPlattformversionAUTO
    query_param_valueWert des AbfrageparametersAUTO
    referral_anchorVerweisinformationen nach #-TagAUTO
    referral_directoryVerweisverzeichnis bis DateinameAUTO
    referral_filenameVerweisdateiname ohne VerzeichnisAUTO
    referral_hostVollständiger Verweis-HostnameAUTO
    referral_keywordsVerweis-Suchmaschinen-KeywordAUTO
    referral_mimeVerweis-Mime-Typ (Dateierweiterung)AUTO
    referral_portVerweis-Portnummer (falls vorhanden)AUTO
    referral_protocolVerweisprotokoll (http/https/und andere)AUTO
    referral_queryVerweis-Abfrageinfo an sichAUTO
    referral_stemVerweis-URI-Stamm ohne AbfrageinfoAUTO
    referral_uriVollständige Verweis-URI (kein Host)AUTO
    referral_urlVollständige Verweis-URL (inkl. Host)AUTO
    request_anchorAnforderung Informationen nach #-TagAUTO
    request_directoryAnforderung Verzeichnis ohne DateinameAUTO
    request_downloadDownload-AnforderungenAUTO
    request_filenameAnforderung Dateiname ohne VerzeichnisAUTO
    request_formAngeforderte hochgeladene Formulare”AUTO
    request_hostAnforderung Hostname (falls vorhanden)AUTO
    request_methodAnforderungsmethode (GET/POST/und andere)AUTO
    request_mimeAnforderung Mime-Typ (Dateierweiterung)AUTO
    request_origfilepathAnforderung Original-URI-Stamm, falls UTM.AUTO
    request_origmimeAnforderung Original-Mime-Typ, falls UTM.AUTO
    request_portAnforderung Portnummer (falls vorhanden)AUTO
    request_protocolAnforderung Protokoll (HTTP/und andere)AUTO
    request_queryAnforderung Abfrageinformationen (z. B. nach ?)AUTO
    request_stemAnforderung URI ohne AbfrageAUTO
    request_timeAnforderung ZeitAUTO
    request_uriAnforderung URI mit AbfrageAUTO
    request_urlAnforderung vollständiger URL (falls angegeben)AUTO
    request_versionAnforderung ProtokollversionAUTO
    rev_goal_pathUmgekehrter ZielpfadAUTO
    rev_goal_path_page1Umgekehrter Zielpfad Seite 1AUTO
    rev_goal_path_page2Umgekehrter Zielpfad Seite 2AUTO
    rev_goal_path_page3Umgekehrter Zielpfad Seite 3AUTO
    robot_agentRobot-(Crawler-)AnforderungenAUTO
    s_computernameIIS-ComputernameRAW
    s_ipIIS-Server-IP-AdresseRAW
    s_portServerportnummerRAW
    s_sitenameIIS-Server-StandortnameRAW
    sc_bytesAnzahl der für die Anfrage übertragenen BytesRAW
    sc_statusRückgabestatus-Code vom ServerRAW
    session_end_timeEndzeit der SitzungAUTO
    session_idSitzungs-IDAUTO
    session_ipSitzungs-IPAUTO
    session_start_timeStartzeit der SitzungAUTO
    sidSitzungs-ID (falls vorhanden)AUTO
    totalsGesamtAUTO
    transaction_idTransaktions-IDAUTO
    transaction_timeTransaktionszeitAUTO
    user_defined_variableAus der Variablen utm_cookiev extrahierte benutzerdefinierte VariableAUTO
    usernameClient-Nutzername (falls vorhanden)AUTO
    utm_campaignUTM-KampagnennameAUTO
    utm_campaign_clicksUTM-KampagnenklicksRAW
    utm_campaign_costUTM-KampagnenkostenRAW
    utm_campaign_goalUTM-Kampagnenziele (erreicht)AUTO
    utm_campaign_hourTageszeit, zu der der Kampagnentreffer aufgetreten ist.AUTO
    utm_campaign_impressionsAnzahl der Impressionen der UTM-KampagneRAW
    utm_campaign_uriURI für die UTM-KampagneRAW
    utm_contentUTM-Kampagnen-ContentAUTO
    utm_cookieaUTM-2 Cookie-aAUTO
    utm_cookiebUTM-2 Cookie-bAUTO
    utm_cookiecUTM-2 Cookie-cAUTO
    utm_cookievUTM-2 Cookie-vAUTO
    utm_cookiezUTM-2 Cookie-zAUTO
    utm_extendedUTM (erweitert)AUTO
    utm_flash_versionFlash-VersionsinfoAUTO
    utm_idUTM-Kampagnen-IDAUTO
    utm_java_enabledja|nein, falls Java aktiviert ist.AUTO
    utm_js_versionJavascript-VersionsinfoAUTO
    utm_languageBrowser-Sprachcode-EinstellungAUTO
    utm_mediumUTM-Medium (CPC|CPM|Link|E-Mail|indexbasiert)AUTO
    utm_new_campaignNeue UTM-KampagnenAUTO
    utm_pageUTM-Seitenvariable (verwendet für request_ variables)AUTO
    utm_page_titleUTM-SeitentitelAUTO
    utm_referralUTM-Verweis (verwendet für referral_-Variablen)AUTO
    utm_request_hostnameHostname zum KampagnentrefferAUTO
    utm_screen_colorsBildschirmfarbe-BittiefeAUTO
    utm_screen_resolutionBildschirmauflösung (z. B. 800×600)AUTO
    utm_sourceUTM-KampagnenquelleAUTO
    utm_termUTM-KampagnenbegriffAUTO
    utm_typeUTM-Type (Transaktion, Artikel, var)AUTO
    utm_unique_idEindeutige UTM-Besucher-IDAUTO
    visitor_idBesucher-IDAUTO
    visitor_typeNeue und wiederkehrende BesucherAUTO
    yearJahrAUTO

    Aktuelle Betriebssysteme mit Urchin 6 identifizieren

    Nachdem die aktuelle Version 7 der beliebten Software Urchin from Google veröffentlicht wurde, ist die Weiterentwicklung der Version 6 (letztes Release 6.6.03) eingestellt worden. Damit einher geht nun auch die Tatsache, dass aktuelle Betriebssysteme wie z. B. Windows 7 von Microsoft nicht mehr identifiziert und somit automatisch dem ältesten Vorgänger hinzugerechnet werden.

    Jan-Martin Lurse von der Firma excentos GmbH zeigt in diesem Gastbeitrag auf, wie Sie mit geeigneter Filtersetzung die neuen Betriebssysteme in Urchin 6 doch erfassen können.

    Der Filter

    Damit Sie das Betriebssystem (Windows) korrekt identifizieren können, ist in Urchin 6  ein Filter nötig, der den User Agent ausliest und dann die Plattform Version entsprechend ersetzt. Das erreichen Sie am besten mit einem Filter des Typs “Erweitert”:

    Urchin Filtereinstellungen zur Identifizierung des Betreibssystems

    Nun weisen Sie den Filter den gewünschten Profilen bzw. Protokollquellen zu und verarbeiten Ihre Profile wie gehabt.

    Das Ergebnis

    Wies Urchin im Bericht “Plattformen” noch exorbitant hohe Ergebnisse für das Betriebssystem “NT” aus (welch ein Revival!), folgt die Ernüchterung nach Zuweisen des Filters auf dem Fuß.

    Vorher:

    Urchin Bericht 'Plattformen' ohne Filterzuweisung

    Nachher:

    Urchin Bericht 'Plattformen' mit Filterzuweisung

    Hiermit wird deutlich, dass Sie Urchin 6 mit dem richtigen Know-How auch künftig nutzen können und durch geeignete Filtersetzung die Informationen erhalten, die Sie benötigen.

    Datenschutzkonforme Webanalyse mit Urchin 7

    Urchin 7, die aktuellste Version der beliebten Webanalyse-Software, präsentiert sich leistungsstark und ganz im “Google Look & Feel”. Die professionelle Webanalyse-Software punktet äußerlich mit übersichtlicherer Benutzeroberfläche, klaren Grafiken und einfacher Navigation. Aber hinter dem smarten Erscheinungsbild steckt auch mehr Leistung: Zusätzliche Berichte sowie die 64bit Version machen die Datenanalyse mit Urchin noch flexibler, noch schneller und noch effizienter. Doch wie schaut es mit der Datenschutzkonformität aus? Erfüllt Urchin die Anforderungen der Datenschützer?

    Der Düsseldorfer Kreis…

    Die datenschutzrechtlichen Anforderungen des Düsseldorfer Kreises umfassen folgende Punkte aus dem TMG (gem. Beschluss vom 26./27. November 2009 in Stralsund, PDF hier herunterladen) :

      Datenschutzkonforme Webanalyse durch Anonymisierung

       

    • Widerspruchsrecht: Den Betroffenen ist eine Möglichkeit zum Widerspruch gegen die Erstellung von Nutzungsprofilen einzuräumen. Derartige Widersprüche sind wirksam umzusetzen.
    • Datentrennung: Die pseudonymisierten Nutzungsdaten dürfen nicht mit Daten über den Träger des Pseudonyms zusammengeführt werden. Sie müssen gelöscht werden, wenn ihre Speicherung für die Erstellung der Nutzungsanalyse nicht mehr erforderlich ist, oder der Nutzer dies verlangt.
    • Hinweis bzgl. Erstellung pseudonymer Nutzungprofile: Auf die Erstellung von pseudonymen Nutzungsprofilen und die Möglichkeit zum Widerspruch müssen die Anbieter in deutlicher Form im Rahmen der Datenschutzerklärung auf ihrer Internetseite hinweisen.
    • Datenerhebung: Personenbezogene Daten eines Nutzers dürfen ohne Einwilligung nur erhoben und verwendet werden, soweit dies erforderlich ist, um die Inanspruchnahme von Telemedien zu ermöglichen und abzurechnen. Jede darüber hinausgehende Nutzung bedarf der Einwilligung der Betroffenen.
    • IP-Adressen: Die Analyse des Nutzungsverhaltens unter Verwendung vollständiger IP-Adressen (einschließlich einer Geolokalisierung) ist aufgrund der Personenbeziehbarkeit dieser Daten daher nur mit bewusster, eindeutiger Einwilligung zulässig. Liegt eine solche Einwilligung nicht vor, ist die IP-Adresse vor jeglicher Auswertung so zu kürzen, dass eine Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen ist.

    Wie Urchin Daten erfasst…

    Bevor ich jedoch auf die Frage nach dem Datenschutz eingehe, möchte ich Ihnen zunächst einmal verdeutlichen, wie die Daten in Urchin überhaupt erhoben werden. Die nachfolgende Grafik macht deutlich, wie Urchin Software die Daten erfasst, verarbeitet, aufbereitet und darstellt.

    Workflow - Urchin

    Der Prozess der Datenerfassung beginnt, sobald ein Besucher eine Webseite von einem Webserver abruft. Der Server antwortet, indem er die angeforderte Seite an den Browser des Besuchers sendet. Während der Browser die Seite aufbereitet und darstellt, wird ebenfalls das Script urchin.js abgerufen und der Tracking Code ausgeführt (1).

    Bei der Ausführung des Codes werden verschiedene Eigenschaften in Bezug auf den Besucher und seine Browser-Umgebung ermittelt (z. B. wie of er die Website besucht hat, woher er kam, etc.).

    Sobald alle erforderlichen Daten erfasst wurden, setzt oder aktualisiert (in Abhängigkeit der Situation) der Tracking Code einer bestimmte Anzahl von Cookies (2‚), in denen Informationen zum Besucher gespeichert werden.

    Nachdem die Cookies erstellt bzw. aktualisiert wurden, sendet der Tracking Code die Daten zurück an den Webserver. Dies geschieht durch den Aufruf einer unsichtbaren GIF-Datei namens __utm.gif (3ƒ).

    Sobald der Webserver den Aufruf der Datei erhält, werden die übermittelten Daten in einer großen Textdatei gespeichert („4). Diese Textdatei wird Logfile (oder Protokolldatei) genannt, und es befindet sich darin jeweils eine Zeile für jeden Aufruf einer Seite bzw. deren Elemente. Jede dieser Zeilen enthält verschiedene Attribute bezüglich des Seitenaufrufs, inklusive der Folgenden:

    • Wann wurde die Seite aufgerufen (Datum und Uhrzeit)
    • Woher kam der Besucher (Verweis, Suchmaschine, etc.)
    • Wie oft hat der Besucher die Website besucht (Anzahl Besuche)
    • Über welches Netzwerk kam der Besucher (IP-Adresse)

    Nachdem der Seitenaufruf im Logfile vermerkt wurde, ist der Prozess der Datenerfassung abgeschlossen.

    Der nächste Schritt ist die Datenverarbeitung und -aufbereitung. In einem regelmäßigen Intervall greift Urchin nun auf Logfiles zu (per Download, i. d. R. einmal täglich) und arbeitet diese dann ab (5…). Während des Verarbeitungsprozesses wird jede Datenzeile in ihre Bestandteile zerlegt. Nachfolgend sehen Sie einen Auszug aus einem Logfile. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um ein tatsächliches Logfile für Urchin handelt, sondern vielmehr Demonstrationszwecken dienen soll:

    82.100.192.194 www.webalytics.de - [11/Feb/2008:08:52:54 +0100] "GET /__utm.gif ?utmwv=1&utmn=426395627&utmcs=iso-8859-1&utmsr=1280x1024&utmsc=32-bit&utmul=de& utmje=1&utmfl=9.0&utmcn=1&utmdt= Urchin%20Software%20-%20Base%20Module%20-%20UT M&utmhn=www.webalytics.de&utmr=http://www.google.de/search?q=%22SuSe+Linux+8%22 +download&hl=de&cr=countryDE&start=20&sa=N&utmp=/us/sw_mod_bm_systemanforderung .php HTTP/1.0" 200 35 "-" "Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 7.0; Windows NT 5.1; . NET CLR 1.1.4322; .NET CLR 2.0.50727; .NET CLR3.0.04506.30)" "__utma=226596891. 426395627.1202716238.1202716238.1202716238.1; __utmb=226596891; __utmc=22659689 1; __utmz=226596891.1202716238.1.1.utmccn=(organic)|utmcsr=google|utmctr=%22SuS e+Linux+8%22+download|utmcmd=organic"

    Während der größte Teil der Datenzeile eher schwer zu verstehen ist, lassen sich das Datum und die Uhrzeit des Besuchs (11.02.2008 um 08:52:54 Uhr), sowie die IP-Adresse des Besuchers (82.100.192.194) jedoch auf einen Blick erkennen.

    Urchin teilt nun jede Datenzeile eines Logfiles in entsprechende Datenelemente, genannt „Felder“, auf (6†). Zum Beispiel wird aus der IP-Adresse das Feld „Besucher IP“. Es ist somit von größter Wichtigkeit zu verstehen, dass jeder Seitenaufruf eine Unmenge an Daten liefert, die wiederum in unterschiedlichen Feldern abgespeichert werden.

    Nachdem jede Datenzeile in Felder aufgeteilt wurde, werden nun die Daten gefiltert (7‡). Filter stellen die Regeln dar, die Sie in Urchin hinzufügen und die somit beeinflussen, welche Daten in den Berichten erscheinen und wie diese dann aussehen.

    Zuletzt werden die Berichte erstellt (8ˆ) und in der Datenbank von Urchin gespeichert (9‰). Jeder Bericht in Urchin wird durch den Vergleich von Feldern (z. B. Stadt) mit Ganzzahlen (Integer) errechnet (z. B. Besuche, Seitenansichten, Absprungrate, Konvertierungsrate, etc.).

    Sobald die Daten in die Datenbank geschrieben wurden, ist der gesamte Prozess abgeschlossen. Wenn Sie oder ein anderer Benutzer nun einen Bericht in Urchin abrufen, werden die entsprechenden Daten aus der Datenbank gelesen und in einer übersichtlichen Berichtsform an den Browser gesendet (10Š).

    Welche Daten genau in das Webserver-Logfile geschreiben werden, habe ich bereits ausführlich im Blog-Post _utm.gif oder Wie werden Daten für Urchin in das Logfile geschrieben? erläutert.

    Datenschutzkonformität durch Urchin 7

    Von den fünf vorgenannten Anforderungen des Düsseldorfer Kreises fallen wohl die erste und die dritte (Widerspruchsrecht und Hinweis bzgl. Erstellung pseudonymer Nutzungprofile) unter die Obliegenheit des Website-Betreibers und dessen technische Gegebenheiten. Für das Widerspruchsrecht bedeutet dies, dass der Betreiber einer Website dem Besucher eine Möglichkeit zum Widerspruch gegen die Erstellung von Nutzungsprofilen einräumen (sogenanntes Opt-Out) kann, indem er einfach eine Schaltfäche bzw. Checkbox auf der Website integriert. Diese würde dann nach Betätigung die Ausführung eines Tracking Codes einfach unterbinden. Eleganter kann dies mit der kostenfreien Lösung „Opt-Me-Out“ realisiert werden, die unter http://www.opt-me-out.de heruntergeladen werden kann.  In Bezug auf den Hinweis bzgl. Erstellung pseudonymer Nutzungprofile obliegt es dem Websitebetreiber, einen entsprechenden Passus in die Datenschutzerklärung zu integrieren. Hierbei sollte er sich an einen kundigen Rechtsanwalt wenden, der ihm wiederum eine geeignete Formulierung an die Hand gibt.

    Datentrennung bei Urchin obligatorisch

    Die geforderte Datentrennung ist primär schon dadurch gegeben, dass ein Nutzer sich auf einer Website nicht zwangsläufig zu erkennen geben muss. Dies ist immer nur dann der Fall, wenn sich beispielsweise der Nutzer zum Betreten eines geschlossenen Bereichs oder beim Checkout-Prozess eines Online-Shop-Kaufs  anmelden müsste. Aber selbst wenn das der Fall ist, werden die Anmeldedaten per Design nicht im Webserver-Logfile vermerkt.

    Und bei E-Commerce?

    Auch bei der Auswertung von E-Commerce-Daten werden mittels Urchin nur Daten erfasst, die mit dem Produkt selbst in Verbindung stehen:

    • Vorgangsnummer der Transaktion
    • Gesamtbetrag
    • Steuerbetrag
    • Versandkosten
    • Lieferstadt
    • Lieferregion (Bundesland, Kanton, o.ä.)
    • Lieferland
    • Artikel- bzw. Herstellernummer
    • Artikelbezeichnung
    • Produkt-Kategorie bzw. Warengruppe
    • Einzelpreis
    • Menge

    Somit ist eine Korrelation der erfassten E-Commerce-Daten mit denen des Käufers  gar nicht möglich.

    Urchin erhebt Daten immer ohne Personenbezug

    Der Einsatz von Urchin in Kombination mit dem Urchin Tracking Code erhebt ausschließlich Daten bezüglich der abgerufenen Seiten einer Website inklusive Dimensionsdaten wie z.B. Bildschirmauflösungen, eingesetzte Flashversion, Betriebssystem, Browser, Verweisseite, kampagnenrelevante Daten (Quelle, Medium, Keyword, Inhalt, Kampagnenname),  etc. Personenbezogene Daten werden erst gar nicht erhoben, da sich die Besucheridentifikation lediglich auf die Unterscheidung zwischen neuen bzw. wiederkehrenden Besuchern beschränkt und sich aus folgenden Werten zusammensetzt:

    • Domainprüfsumme
    • BesucherID (errechnet aus Umgebungsvariablen des benutzten Rechners)
    • Zeitpunkt des ersten Besuchs
    • Beginn der letzten Sitzung
    • Beginn der aktuellen Sitzung
    • Sitzungszähler

    Hier wird deutlich, dass keinerlei personenbezogene oder -identifizierbare Daten gespeichert werden. Die erhobenen Daten werden im sogenannten _utma-Cookie gespeichertund bei jedem Webseitenabruf aktualisiert.

    Aufbau des _utma-Cookies

    Der Teil des Cookies, welcher dem Besucher eine eindeutige Identifizierbarkeit zuweist, besteht aus dem Teil “Besucher ID” und dem Teil “Zeitpunkt des ersten Besuchs”. Nur die beiden Abschnitte in Kombination ermöglichen es Urchin festzustellen, ob der Besucher bereits bekannt ist oder nicht.

    Der Wert für “Besucher ID” wird anhand folgender Kriterien errechnet: Browser (Typ und Version), Betriebssystem (Typ und Version) Rechner sowie einer Zufallszahl. Somit unterscheidet sich dieser Wert, in Abhängigkeit des Rechners, der eingesetzten Software und logischerweise der Zufallszahl, für jeden Besucher. Das bedeutet aber auch im Umkehrschluss, dass ein Nutzer, der mit drei unterschiedlichen Browsern (IE, FF, Chrome) agiert, auch drei verschiedene Besucher darstellt.

    Der Inhalt für “Zeitpunkt des ersten Besuchs” wird seit 1970 in Sekunden ausgedrückt. Somit gilt: Wenn der Benutzer seine Cookies löscht, wird für jeden Besuch auf der selben Website eine neue, völlig andere “Eindeutige ID” generiert.

    Dadurch wird deutlich, dass in Urchin keinerlei Personenbezug vorhanden ist.

    Urchin anonymisiert IP-Adressen teilweise oder in Gänze

    Der Wunsch, IP-Adressen aus dem Internet zu verbannen, ist genauso irrelevant wie der Versuch, die Schwerkraft aufzuheben. Der Datenverkehr im Internet fußt nun einmal auf der Verwendung von IP-Adressen. Genau so essenziell wie es die Zuweisung einer festen IP-Adresse für einen Server im Internet ist, benötigt auch jeder Client-Rechner eine IP-Adresse, damit er überhaupt das WWW „durchforsten“ kann. Und eben diese IP-Adressen der Client-Rechner werden beim Besuch einer Webseite vom Server selbst protokolliert.

    Urchin bietet nun mit wenigen Klicks die Möglichkeit, über eine einfache Filtersetzung  IP-Adressen zu anonymisieren. Dabei kann der Administrator entscheiden, ob entweder nur das letzte Oktett der IP-Adresse unkenntlich gemacht oder die ganze IP-Adresse z.B. mit 127.0.0.1 überschrieben werden soll.

    Weitere datenschutzrechtliche Bedenken ausgeräumt

    Der Einsatz von Urchin räumt auch weitere Bedenken in Bezug auf den Datenschutz aus:

    • Durch den Betrieb von Urchin und dem Vorhalten, Verarbeiten und Auswerten auf ausschließlich eigenem Equipment  des Website-Betreibers bleiben die Daten grundsätzlich in Deutschland bzw. Europa.
    • Der Website-Betreiber kann sicherstellen, dass kein Unbefugter Zugriff auf die Daten nehmen kann, da Urchin ein ausgefeiltes Konten-, Nutzer- und Gruppenmanagement bietet.
    • Durch passende Filtersetzung können jederzeit IP-Adressen (bereits vor der Anonymisierung) von der Datenverarbeitung ausgeschlossen werden.
    • Datenbestände innerhalb von Urchin können mit wenigen Mausklicks gelöscht werden.

    Fazit

    Urchin bietet als käufliches Pendant zu Google Analytics alle Möglichkeiten der professionellen Webanalyse. Neben einem umfänglichen Feature-Set, das kaum Wünsche offen lässt, bietet Urchin auch im Gegensatz zu Google Analytics die Möglichkeit, historische Datenbestände zu analysieren. Durch die Auswertung lokaler Protokolldateien (Logfiles) ist mit Urchin endlich datenschutzkonformes Tracking realisierbar; die Diskussion bezüglich Datenschutz kann somit erst gar nicht aufkommen.

    Erfolgsmessung von Offline-Kampagnen mit Google Analytics oder Urchin

    Dass Online-Kampagnen mit Google Analytics und Urchin Software hervorragend ausgewertet werden können, sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Wie aber sieht es mit Kampagnen im “Offline”-Bereich aus? Zeitungen, Zeitschriften, Radio- oder Fernseh-Spots? Wäre es denn nicht schön, wenn auch diese Kampagnen mit den Analysetools aus dem Hause Google messbar wären? Sie denken, das geht nicht? Schön! Denn gerne zeige ich Ihnen einen möglichen Weg auf, wie es doch geht…

    Das Problem mit dem URL…

    Gerade bei Anzeigen in Printmedien, Radio- oder TV-Spots wird doch immer öfter auf eine Interetseite verwiesen. Da dieser URL nicht zu lang sein darf (schließlich will der Werbende ja, dass sich die Zielperson/-gruppe diesen auch merkt), wird meist auf die Startseite, maximal jedoch auf eine leicht zu merkende Unterseite verwiesen.

    Auf der Startseite wird dann versucht, den Besucher (und potenziellen Kunden) mit einem Eye-Catcher “abzuholen” (meist auffälliger Button, der den Slogan der Kampagne widerspiegelt) und mittels Klick auf die gewünschte Unterseite zu lenken. Großer Fehler! Denn auf der Startseite einer Website tummeln sich mitunter viele Aktionselemente (sog. Call-to-Action), die um die (Klick-)Gunst des Besuchers buhlen.

    Negativbeispiel: Alice DSL

    Werbung für ALICE DSL (zu sehen auf http://myg8.de/alice-dsl) im TV führt bei Eingabe des kommunizieren URL (www.alice.de) auf die Startseite des Unternehmens, auf der sich alleine acht Aktionselemente aneinanderreihen (die Buttons im unteren Bereich eines jeden Kästchens):

    www.alice.de am 24.01.2011

    Somit kann es auch gerne mal passieren, dass der Besucher eben nicht auf das gewünschte Aktionselement klickt, weil er es nicht auf anhieb findet, sich auf der Website einfach nicht “wohlfühlt” oder aber schlichtweg ein anderes “Klick MICH!”-brüllendes Aktionselement wählt.

    Negativbeipiel: NIVEA FOR MEN

    Den Vogel aber in Sachen Nutzerfrustration schießt in der Tat die Firma Nivea mit ihrem TV-Spot “NIVEA FOR MEN Revitalising Q10 Gel” ab (zu sehen unter http://myg8.de/n4m-horizont oder auch unter http://myg8.de/n4m-myvideo). In diesem Werbeclip wird ab der fünften Sekunde deutlich sichtbar der URL www.niveaformen.de eingeblendet. In dem ganzen Spot geht es um die “revitalisierende Wirkung” des Produkts mit dem Namen “Q10″.

    Nivea for Men Revitalising Q10 - TV Spot vom 24.01.2011

    Spannend aber in diesem Zusammenhang ist, dass eben dieser URL weder zu den Produktdetails führt noch auf der Startseite überhaupt ein sofort sichtbares Aktionselement auf das Produkt hinweist. Vielmehr wird der Besucher mit dem kompletten Produktportfolio der Firma “überrannt”.

    www.niveaformen.de - Homepage 24.01.2011

    Dort müsste er sich erst mühsam zum Produkt durchklicken und dann im Nivea-Shop wieder ganz bei Null anfangen, da auf der Produktseite weder ein Link auf die Produktdetails im Shop existiert noch eine Warenkorbfunktion verfügbar ist.

    www.niveaformen.de - Produktdetails 24.01.2011

    So geht’s: die Beispielkampagne

    Wenn wir nun einmal annehmen, wir würden ein KFZ des fiktiven Automobilherstellers “PAX Automobile GmbH” bewerben wollen. Das Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, einen Termin für eine Probefahrt über die Website des Herstellers (www.pax-automobile.de) zu vereinbaren.

    Beispielkampagne des fiktiven Automobilherstellers 'PAX Automobile'

    Diese Kampagne würde im über einen Monat verteilt in den unterschiedlichsten Medien geschaltet werden:

    • Online mittels Banner, Facebook, Google AdWords und Yahoo! Search Marketing
    • Offline in Tageszeitung, Radiosender und Privatfernsehen

    Bereits in der Einlietung erwähnte ich, dass die Auswertung von Online-Kampagnen kein Problem ist, da wir hier ohne große Mühen eine entsprechende Kampagnenkennzeichnung durchführen können. Wie wir aber den Online-Erfolg durch die Bewerbung des Produkts in einem Offline-Medium messen können, erläutere ich in den folgenden Abschnitten.

    Die Zutaten…

    Wie also kann nun die Internet-Reaktion auf einen solchen TV-Spot ausgewertet werden? Was genau brauchen Sie nun, um Offline-Kampagnen messen zu können? Die Antwort auf die Fragen lautet: Kampagnen-Variablen in Kombination mit einem URL-Shortening-Service und ggf. einer weiteren Domain…

    …eine zusätzliche Domain (optional)

    Ggf. benötigen Sie, wie bereits erwähnt, eine weitere Domain und zusätzlichen Webspace (haben Sie entweder oder können ihn bei ihrem Providern für wenige Euros erhalten). Die Sache mit der Domain hingegen ist nicht ganz so trivial: sie sollte

    • kurz, prägnant, und einfach zu merken sein
    • aus zwei bis max. sechs Buchstaben bestehen und mit Ihrer jetzigen Domain in Verbindung gebracht werden können
    • eine einfache Top-Level-Doamin aufweisen ( z. B. .de, .at, oder .ch) und zwei Buchstaben nicht überschreiten

    Ja, ich weiß, das ist nicht leicht. Nachfolgend ein paar Beispiele, wie das funktionieren könnte:

    Hauptdomainzweite Domain
    hewlett-packard.dehp.de
    volkswagen.devw.de
    niveaformen.den4m.de

    Dieser Schritt ist aber in der Tat optional. Eventuell finden Sie partout kein passendes Pendant zu Ihrer bestehenden Domain oder aber es sind alle sinnvollen kurzen Domainnamen bereits vergriffen. Sofern Ihre Domain nicht aus einer langen Zeichenkette (herzlich-willkommen-in-meinem-webspace.com) oder einer “sinnlosen” Aneinanderreihung von Zeichen (lgrzf1.biz)  besteht, können Sie aber trotzdem die hier beschriebenen Techniken anwenden, selbst wenn Sie sich keine zweite Domain zulegen.

    …verschiedene Kampagnenvariablen

    Sie erinnern sich? Da war doch was von wegen Kampagnenvariablen an den URL anhängen…? Richtig! Hier noch einmnal zur Auffrischung der Kenntnisse: Von den in Summe fünf existierenden Kampagnenvariablen bei Google sind drei obligatorisch (utm_source, utm_medium, utm_campaing) und zwei optional (utm_content, utm_term). In der nachstehenden Tabelle finden Sie (auch nur zur Auffrischung) noch einmal die Bedeutung der einzelnen Variablen:

    VariableBedeutungobligatorisch
    utm_sourceIdentifiziert den Vermittler bzw. die verweisende Quelle (google, Stadtsuche, newsletter4) -> Woher kommt der Besucher?ja
    utm_mediumWerbe- bzw. Marketingmedium (z. B. CPC, Banner, E-Mail)ja
    utm_campagainName der Kampagne (z. B. Schlussverkauf, Frühbucher oder aber auch Produkt, Promo-Code, Slogan)ja
    utm_contentAussagekräftige Beschreibung, mit denen verschiedene Anzeigeversionen zum Vergleich (A/B-Test) identifiziert werden können (z. B. Text_rot, Text_blau)nein
    utm_termKeyword, nach dem gesucht wurde – bezahlt und unbezahlt (z. B. Hemd, Wasser+Flasche)nein

    Wenn Sie sich also Gedanken zu den einzelnen Variablen gemacht haben und diese dann mit Leben füllen wollen, fügen Sie diese einfach an das Ende des URL an. Das würde dann etwa so aussehen:

    http://www.domain.com/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=neue_produkte

    Und damit Sie bei der Erstellung des URL keinen Fehler machen, hat Google natürlich ein entsprechendes Online-Tool zur Verfügung gestellt: den URL-Builder (zu finden unter http://myg8.de/url-tool).

    Damit wären ja eigentlich alle Probleme gelöst, nicht wahr? Also könnte doch auch Nivea, um bei diesem Beispiel zu bleiben, einen sogenannten Deeplink (Link zur Produktdetailseite) mit diesen Kampagnenvariablen kommunizieren und schon wäre der potenzielle Kunde a) auf der richtigen Seite und b) könnten die Website-Betreiber eine Auswertung der Kampagne durchführen, richtig?

    Falsch! Wer, bitte, ist in der Lage sich einen URL wie den folgenden in der kurzen Zeit eines Werbespots zu merken:

    http://www.niveaformen.de/produkte/q10.html?utm_source=TV&utm_medium=TV-Spot&utm_campagin=nivea_for_men_q10#!product25877

    … einen URL-Shortening-Service

    URLs, die auf Unterseiten Ihrer Internetpräsenz verweisen, können – je nach Struktur Ihrer Website – eine große Anzahl an Zeichen enthalten. Gerade bei Blogs (domain/jahr/monat/tag/blog-titel) und auchbei modernen Shop-Systemen (domain/warengruppe/kategorie/produktseite) ist das sehr oft der Fall.

    Sofern Sie Twitter, LinkedIn, Facebook, etc. nutzen, wissen Sie, dass gerade bei den Statusmeldungen nur eine begrenzte Anzahl Zeichen erlaubt sind (ähnlich wie beim Schreiben einer SMS). Um nun hier mittels Link auf eine Webseite hinzuweisen und dafür möglichst wenige Zeichen zu “verschwenden” haben sich in den letzten Jahren sogenannte URL-Shortening-Services etabliert (z. B. bit.ly, tinyurl.com, cli.gs, goo.gl, etc). Wie diese funktionieren und welchen Stellenwert sie im Bereich Social Media einnehmen, habe ich in meinem Blog-Post “URL-Shortening-Services für Social Media Marketing” erläutert.

    Diese Dienste verwandeln nun einen langen URL in einen völlig anderen, aber dafür kürzeren URL. So wird beispielsweise aus der langen Zeichenkette  http://www.meine-domain.de/verzeichnis/unterseite/detail der folgende kurze URL http://bit.ly/abc.

    Der Nachteil aber ist, dass Sie hier zum einen auf einen externen Dienstleister angewiesen sind und zum anderen den gekürzten URL nicht immer beeinflussen können. Daher empfehle ich den Einsatz eines eigenen URL-Shortening-Services.

    ULR-Shortening mit der eigenen DomainDas Tool meiner Wahl, welches auch bei uns verwendet wird, lautet Pretty Link Pro für WordPress und ist in einer kostenfreien sowie einer kostenpflichtigen Version erhältlich.  Damit stellen Sie sicher, dass Sie die volle Kontrolle über Ihre gekürzten Links und die verwendete Domain haben. Um dieses Tool einsetzen zu können, benötigen Sie lediglich eine Domain (entweder eine zweite oder aber die bestehende ohne “www” davor), etwas freien Webspace und eine Installation von WordPress (kostenfrei zu beziehen auf wordpress.org). Die Installation von WordPress und Pretty Link Pro ist ziemlich einfach und in ca. 15 Minuten abgeschlossen.

    …und alles gut umrühren!

    Nachdem Sie sich nun alle “Zutaten” besorgt haben, geht es an die Umsetzung des Vorhabens. Dabei beziehe ich mich wieder auf die oben genannte Beispielkampagne.

    Schritt 1

    Der erste Schrit ist nun, für unsere Beispielkampagne eine zweite URL zu registrierten (z. B. paxcar.de), einen Webserver zu starten und WordPress zu installieren.

    Schritt 2

    In WordPress wird dann der zuvor erwähnte URL-Shortening-Service Pretty Link Pro installiert und aktiviert.

    Schritt 3

    Jetzt erstellen wir uns eine Tabelle nach folgendem Schema und füllen diese dann mit den gewünschten Werten:

    KampagneWerbeträgerWerbemittelVersionLandeseite
    PAX-2010 jetzt probefahrenTageszeitungZeitungTZ-37/2011http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
    PAX-2010 jetzt probefahrenTageszeitungZeitungTZ-44/2011http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
    PAX-2010 jetzt probefahrenTageszeitungZeitungTZ-51/2011http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
    PAX-2010 jetzt probefahrenTageszeitungZeitungTZ-58/2011http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
    PAX-2010 jetzt probefahrenSWRRadioSWR-Radio-Spothttp://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
    PAX-2010 jetzt probefahrenRTLRadioRTL-Radio-Spothttp://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
    PAX-2010 jetzt probefahrenSAT1TVSAT1-TV-Spothttp://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
    PAX-2010 jetzt probefahrenRTLTVRTL-TV-Spothttp://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/

    Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, habe ich eine Excel-Datei angefertigt, die Ihnen dabei hilft, die Kampagnen-URLs zu generieren. Sie können sich die Tabelle zur Planung von Offline-Kampagnen hier herunterladen.

    Schritt 4

    Wir nutzen das Google Tool zur URL-Erstellung (http://myg8.de/url-tool), um die in Schritt 3 erfassten Werte in Kampagnenvariablen umzuwandeln:

    Umsetzung der Kampagnendaten mit dem Google Tool zur URL-Erstellung

    Schritt 5

    Im fünften und letzten Schritt kürzen wir nun in unserem URL-Shortener den langen, mit Kampagnenvariablen gekennzeichneten URL und vergeben dabei sinnvolle Namen:

    Eingabe in Pretty Link (URL-Shortening-Service)

    Sobald alle Kampagnenlinks erfasst wurden, können wir die gekürzten URLs an die Werbeträger kommunizieren bzw. integrieren.

    Die Auswertung

    Nachdem die URLs über die diversen Werbemedien an die potenziellen Kunden kommuniziert wurden, können wir den Erfolg der Kampagne wunderbar in Google Analytics bzw. Urchin nachverfolgen:

    Offline-Kampagnenauswertung mit Google Analytics

    Durch die Sichtbarkeit der Offline-Kampagnen in Ihrer Webanalyselösung ist es nun auch möglich, die entsprechenden Conversion-Pfade zu definieren, zu messen und zu optimieren. Noch Fragen? Einfach Kommentar posten oder mit uns Kontaktaufnehmen :-) .

    Abschaltung der AdWords NetAPI v1.3 per 31.01.2011 hat Auswirkungen auf Urchin

    AdWords NetAPI v1.3 wird am 31.01.2011 abgeschaltetWichtige Meldung für alle Nutzer von Urchin Version 6: Mit Wirkung zum 31.01.2011 wird die Google AdWords NetAPI v1.3 abgeschaltet. Somit ist der Zugriff auf das AdWords-Backend mit dieser API nicht mehr möglich.

    Davon betroffen sind Nutzer der Urchin-Versionen 6.5.00 bis 6.6.02, die Ihre AdWords-Kampagnen mit Urchin auswerten. Wir raten daher dringend an, Urchin kostenfrei auf die Version 6.6.03 zu aktualisieren oder aber ein Update auf die aktuelle Version 7.0.00 zu erwerben.

    Für all diejenigen Nutzer, die mit Urchin keine AdWords-Kampagnen auswerten, ändert sich primär nichts.

    Urchin Report Tool: Urchin-Berichte per E-Mail versenden

    Urchin Report Tool für Urchin 6

    Mit der webalytics-eigenen Entwicklung Urchin Report Tool exportiert Urchin 6 from Google jetzt seine Berichte grafisch als PDF- oder HTML-Datei – statt wie bisher nur im schmucklosen CSV- oder XML-Format. Über die integrierte E-Mail-Funktion lassen sich die Berichte anschließend automatisiert verteilen.

    Professionelles Reporting für Urchin from Google

    Moderne Unternehmensstrukturen erfordern einen einfachen Zugang zu geschäftsrelevanten Informationen und die Möglichkeit einer effizienten Verteilung. Dies gilt insbesondere für die Daten der Webanalyse. Die erhobenen Daten dienen abteilungsübergreifend zur Erfolgsmessung und müssen sowohl dem Online Marketing, aber auch dem Marketing, dem Marketingcontrolling und der Geschäftsleitung zur Verfügung stehen.

    Mit dem Urchin Report Tool von Webalytics nutzen Unternehmen das gesamte Leistungsspektrum von Urchin from Google, ohne dass die Aussagekraft der umfangreichen Berichte durch Umwandlung in textbasierte Datenformate eingeschränkt wird.

    Direkter Export als PDF- oder HTML-Dokument und E-Mail-Versand

    Das Urchin Report Tool ermöglicht den direkten Export von benutzerdefinierten grafischen Berichten in das PDF- oder HTML-Format und den anschließenden Versand über eine integrierte E-Mail-Funktion. Zwei wichtige Schritte zu mehr Arbeitseffizienz und Anwenderfreundlichkeit im Umgang mit Urchin from Google, das bisher nur einen Datenexport im CSV- oder XML-Format unterstützte.

    HTML-BerichtePDF-Berichte
    Beispielbericht 1 im HTML-Format (Screenshot)Beispielbericht 1 im PDF-Format
    Beispielbericht 2 im HTML-Format (Screenshot)Beispielbericht 2 im PDF-Format
    Beispielbericht 3 im HTML-Format (Screenshot)Beispielbericht 3 im PDF-Format


    Vergessen Sie ineffiziente Workarounds!

    Urchin Report Tool - nahtlose Integration in Urchin 6 und einfacher Aufruf über IconMühsam waren die Zeiten, als Berichte aus Urchin nur umständlich per CSV oder XML exportiert werden konnten. Urchin-Nutzer kennen die Situation nur zu gut: Es ist Monatsende, die Berichte für die Geschäftsleitung stehen an und man musste sich umständlich – aus Ermangelung an praktikablen Möglichkeiten – mit Screenshots aus dem Urchin-GUI behelfen. Oder schlimmer noch: Das Zahlenmaterial als CSV exportieren und dann in Microsoft Excel nachbearbeiten und aufbereiten. Andere Optionen waren bislang schlichtweg nicht verfügbar.

    Ein Umstand, an den sich die Urchin-Gemeinde notgedrungen gewöhnen musste, da der Suchmaschinenriese selbst in der Vergangenheit keine Erweiterung der Exportfunktion auf der Agenda stehen hatte. Auch wenn die kostenfreie Version von Urchin (nämlich Google Analytics) bereits seit 2007 über eine vergleichbare Funktion verfügte, ist auch für die Zukunft in Urchin keine Anpassung geplant.

    Doch die Zeiten zusammengewürfelter Screenshots sind dank dem Urchin Report Tool von webalytics jetzt auch für Anwender von Urchin 6 endlich passé. webalytics, der führende deutsche Google Kompetenzpartner, hat sich den ungelenken Exportmöglichkeiten von Urchin angenommen und mit dem Urchin Report Tool für komfortable Lösung in puncto Datenexport gesorgt.

    Rechtssicherheit und Komfort bei der Webanalyse

    Mit der in Deutschland entwickelten Software erhalten Unternehmen die lange erwartete Möglichkeit, das Urchin-Berichtwesen sinnvoll an die vorherrschenden Workflows anzupassen. Eine Funktion, die Urchin vor allem für Nutzer von Google Analytics interessant macht, die mangels professioneller Verteilungsmechanismen bisher den Einsatz von Urchin abgelehnt haben. Auch wenn sie sich, bedingt durch einige geänderte Datenschutzbestimmungen, dadurch in eine Art rechtliche Grauzone begaben.

    Durch Urchin from Google erhalten Unternehmen Rechtsicherheit beim Thema Datenschutz und behalten kritische Analysedaten im Unternehmen. Gleichzeitig können sie nun mit dem Urchin Report Tool eine zeitgemäße Reporting-Funktion nutzen, die den jeweiligen Organisationsstrukturen des Unternehmens entsprechend Rechnung trägt.

    Einfache Installation und Verwaltung

    Die Installation der Software gestaltet sich denkbar einfach. Das Urchin Report Tool wird einfach auf dem Rechner installiert, auf dem sich die Installation von Urchin befindet. Nach der Installation integriert sich das Werkzeug nahtlos in die Nutzeroberfläche von Urchin. Anschließend kann es bequem aus jedem Bericht heraus aufgerufen und zum Versand von Berichten per E-Mail genutzt werden.

    Ein wesentlicher Vorteil des Urchin Report Tools ist die bequeme Verwaltung, die durch den jeweiligen Nutzer selbst übernommen wird. Dieser entscheidet eigenständig, welche Berichte er versenden möchte. Beim Versand greift die in Urchin implementierte Anwenderverwaltung, so dass Nutzer nur die Berichte versenden können, auf die sie auch Zugriff haben. Dieses Konzept verhindert unnötigen administrativen Aufwand und optimiert gleichzeitig die internen Kommunikationsstrukturen.

    Die Verwaltung beschränkt sich auf die Bereiche: Datenbankserveranbindung (SQL), Mailserveranbindung (SMTP) und generelle Einstellungen (Server):

    Urchin Report Tool - übersichtliche und einfache Administration

    Frei wählbare Intervalle

    Dem Anwender stehen verschiedene Versandoptionen zur Wahl. Der Versand eines Berichtes kann entweder sofort oder planmäßig in verschiedenen Intervallen (täglich, wöchentlich, monatlich oder vierteljährlich) erfolgen. Empfänger, Betreff, Beschreibung sowie Diagrammtyp und Format sind ebenfalls konfigurierbar. Eine Vorschaufunktion erlaubt die Kontrolle vor der endgültigen Freigabe und dem Versand eines Berichtes.

    Urchin Report Tool - Berichtsversand in Intervallen - Registerkarte "Planen"

    Preise und Verfügbarkeit

    Das Urchin Report Tool ist ab sofort verfügbar. Für Interessenten die sich von den Möglichkeiten des Urchin Report Tools überzeugen möchten, steht eine 30-tägige Testversion zur Verfügung. Die Demo Version kann anschließend durch Eingabe eines Lizenzkeys freigeschaltet werden, dabei bleiben die Einstellungen voll erhalten. Eine Lizenz ist zum Preis von 795 EUR (zzgl. MwSt.) erhältlich. Softwarewartungsverträge werden von webalytics zum Preis von 20 Prozent der Volllizenz angeboten und umfassen alle Updates für ein Jahr.

    Urchin Report Tool wird für die Installation unter den Betriebssystemen Microsoft Windows und Linux mit Kernel 2.6 angeboten. Software sowie das zugehörige  Handbuch sind in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

    Weitere Informationen zu der einzigartigen Reporting-Lösung für Urchin from Google finden sie unter: http://www.webalytics.de/urchin-report-tool/ueberblick/

    Urchin Report Tool - DownloadUrchin Report Tool - Jetzt KAUFENUrchin Report Tool - Handbuch

    Blockierende Einträge aus Verarbeitungswarteschlange löschen

    WarteschlangeMitunter bringt das eine oder andere Profil die beteiligten Urchin-Prozesse während der Verarbeitung zum Absturz. Wenn das vorkommt, können die nachfolgenden Einträge in der Warteschlange nicht mehr verarbeitet werden, da Urchin die sequenzielle Abarbeitungsreihenfolge strikt einhält. Unglücklicherweise hilft hier auch kein Systemneustart, da sich eben genau dieser Eintrag hartnäckig in der Datenbank hält, immer wieder in der Warteschlange auftaucht und Urchin davon abhält, die Profile weiter zu verarbeiten.

    Wie Sie aus dem unten abgebildeten Screenshot des Urchin Schedulers erkennen können, “hängt” der Verarbeitungsprozess für das Profil “www.webalytics.de” und alle weiteren Profile können daher nicht verarbeitet werden. Auch wird die Problematik durch die Warnung, Master- und Slave-Scheduler seien beide deaktiviert.

    Es ist somit nötig, diesen Eintrag manuell aus der entsprechenden Tabelle der Urchin-Datenbank zu entfernen. Dieser Vorgang ist ausschließlich Mithilfe der Kommandozeile möglich. Um diese Störung zu beheben, werden zwei Szenarien unterschieden:

    1. Alle Einträge der Verarbeitungswarteschlange sollen entfernt werden
    2. Ausschließlich der störende Eintrag soll entfernt werden

    Handelt es sich bei dem störenden Eintrag um ein regelmäßig zu verarbeitendes Profil, ist die vorherige Deaktivierung des dem Profil zugeorneten Aufgabenplaners empfohlen. Danach melden Sie sich per Kommandozeile an der Datenbank an. Kommt bei Ihnen eine MySQL-Datenbank zum Einsatz, geben Sie dazu den folgenden Befehl ein:

    mysql –p –u <username> <urchin database>

    Ersetzen Sie dabei bitte <username> und <urchin database> durch die passenden Angaben Ihres Systems.

    Urchin Scheduler mit blockierendem Eintrag

    Szenario 1: alle Einträge entfernen

    Möchten Sie alle Warteschlangen-Einträge entfernen, geben Sie folgenden Befehl ein:

    DELETE FROM uprofiles_queue;

    Szenario 2: einzelnen Eintrag löschen

    In diesem Fall müssen Sie zunächst einmal die ID des betroffenen Profils ermitteln. Dies geschieht mit folgendem Befehl:

    SELECT uspr_id,ucpr_name FROM uprofiles WHERE ucpr_name LIKE '%<Search String>%';

    Dabei steht <Search String> für einen beliebigen Teil des Profilnamens, den Sie aus der Warteschlange entfernen wollen. In unserem Beispiel würde bereits der Search String “webalytics” ausreichen, um folgende Ausgabe an der Kommandozeile zu erhalten:


    mysql> SELECT uspr_id,ucpr_name FROM uprofiles WHERE ucpr_name LIKE '%webalytics%';
    +---------+--------------------+
    | uspr_id | ucpr_name          |
    +---------+--------------------+
    |       3 | www.webalytics.de  |
    |       4 | webalytics.de      |
    +---------+--------------------+
    2 rows in set (0.00 sec)


    Mihilfe des folgenden Befehls wird dann der entsprechende Eintrag in der Queue gelöscht:

    DELETE FROM uprofiles_queue WHERE uspr_id=<Search Result>;

    Ersetzen Sie bitte <Search Result> durch die ID aus der ersten Spalte der Ergebnisliste, die dem zu löschenden Eintrag entspricht. Da in unserem Beispiel (siehe Abbildung oben) das Profil “www.webalytcs.de” stockt, müsste nun korrekterweise die ID 3 gelöscht werden.

    Abschließende Tätigkeiten

    Nachdem das blockierende Profil erfolgreich aus der Warteschlage entfernt wurde, verlassen Sie die Datenbank und MySQL-Kommandozeile mit dem Befehl exit.

    Abschließend muss nun noch sichgestellt werden, dass alle erforderlichen Urchin-Dienste wieder ausgeführt werden. Dazu wird auf der Kommandozeile im Urchin-Verzeichnis folgender Befehl eingegeben:

    ./bin/urchinctl restart

    (wenn Urchin per HTTP erreichbar sein soll) oder

    ./bin/urchinctl –e restart

    (wenn Urchin per HTTPS erreichbar sein soll)

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