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“Coca-Cola” suchen und “Meine Lieblings-Cola” finden?
Änderung der Google-AdWords Markenrichtlinie in Europa
Ist das erlaubt oder ist es das nicht? Das fragen sich viele AdWords-Werbetreibende, wenn Sie nach geeigneten und vielversprechenden Keywords für ihre AdWords-Kampagne suchen. Hoch relevant sollen die Keywords für AdWords sein und das beworbene Produkt möglichst genau spezifizieren. So ist es nahe liegend, dass beispielsweise ein Wiederverkäufer von Computer-Hardware den Markennamen des Herstellers als Keyword oder in seiner AdWords-Anzeige nutzen möchte. Aber: Stellt die Nutzung der fremden Marke eine Verletzung des Markenschutzes dar?
Diese Frage löste in den letzten Jahren in Europa eine Debatte über die Nutzung von Markennamen als Keywords aus. Wie jetzt im aktuellen AdWords-Blog zu lesen ist, vertrat Google dabei den Standpunkt, dass den Nutzern am meisten damit gedient sei, wenn ihnen die relevantesten und informativsten Anzeigen angeboten würden und daher die Verwendung von Markennamen legitim sei. Der Suchmaschinen-Marketing-Gigant wurde nun nach einer ganzen Reihe von Gerichtsverfahren vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in seiner Haltung bestätigt. Der Einsatz von Markenbegriffen als Keywords für AdWords-Kampagnen ist erlaubt. Dies gilt auch, wenn ein Unternehmens den Namen oder das Produkt eines Mitbewerbers nutzt, um auf seine eigenen Anzeigen zu verweisen.
Ab dem 14. September wird daher die neue Google-AdWords Markenrichtlinie für Europa wirksam, in welcher diese Rechtslage Berücksichtigung findet. Ab diesem Zeitpunkt wird Google auch nicht mehr auf eingereichte Markenbeschwerden antworten, welche sich auf AdWords-Kampagnen in den betroffenen europäischen Ländern und Regionen beziehen (Auflistung der betroffenen Länder und Regionen). Bisher war es für Markeninhaber möglich, über eine Google-Markenbeschwerde die Verwendung der eigenen Wortmarke als Keyword oder im Anzeigentext durch den Mitbewerber zu unterbinden.
Übrigens, die für Europa neue Google-Markenrichtlinie wird bereits in den meisten Ländern der Welt angewendet. In den USA seit 2004, seit 2008 in Großbritannien und Irland und in einigen anderen Ländern seit 2009. Hier eine Übersicht der Länder, in welchen die Richtlinie bereits gilt.
Relevante Ergebnisse für den Suchmaschinen-Nutzer
Für das Suchmaschinen-Marketing wurde damit ein entscheidender Stolperstein auf dem Weg zu relevanten Anzeigen-Ergebnissen in Google AdWords beseitigt. Wie gern hätte man den ein oder anderen Begriff doch in der Keyword-Liste berücksichtigt, jedoch die Frage nach dem Markenschutz: “Ist der Begriff nun geschützt oder nicht?”, machte oft den Einsatz der relevantesten Begriffe als Keyword schwer oder unmöglich. Der “googlende” Nutzer kann sich freuen, denn seine Suchanfragen nach Markenbegriffen bringen ihm nun hoch relevante Suchergebnisse und ermöglichen es ihm, genau die Produkte und Dienstleistungen zu finden, nach denen er sucht.
Die neue Handhabung von Marken in Google AdWords ist jedoch kein Freifahrschein für Markenmissbrauch. So kann ein Markeninhaber auch nach wie vor bei Google eine Beschwerde einreichen, wenn er der Auffassung ist, dass die Nutzer durch die Verwendung seiner Wortmarke in einer AdWords-Anzeige durch ein anderes Unternehmen verwirrt oder in die Irre geleitet werden. Dies kann beispielsweise Anzeigen betreffen, in welchen fälschlicherweise der Eindruck erweckt wird, das Unternehmen vertreibe die Marke selbst oder sei gar ein Teil des markenführenden Unternehmens. Ist dies bei einer AdWords-Anzeige der Fall , wird die Anzeige von Google entfernt.
Respekt vor der Marke – Relevanz für den Nutzer. Dem AdWords Prinzip, den Nutzer mit seiner Suchanfrage durch die relevantesten Anzeigen-Ergebnisse in den Paid Listings abzuholen, wird durch die neue Liberalisierung der Google-Markenrichtlinie entsprochen. Aber auch Alternativen zum gesuchten Markenprodukte bekommen dann in AdWords eine Chance. So könnten sich dem Nutzer demnächst unter den AdWords-Ergebnissen bei der Suche nach “Coca-Cola” auch echte Geschmacksalternativen bieten. – Also, ich find’s gut!
Herzlichst, Ihre Martina Schneider, die gar keine Cola trinkt
Neue Features in Google Analytics
Vielleicht haben Sie es schon bemerkt, seit letzter Woche gibt es viele Veränderungen in der Google Analytics Oberfläche. Unter dem Motto “Leistungsstark – Flexibel – Intelligent” wartet Google Analytics gleich mit einer ganzen Reihe neuer Features auf. Verbesserte Berichterstellung, mehr Möglichkeiten zur benutzerdefinierten Anpassung und die Implementierung einer neuen innovativen “Intelligence Engine” für eine praktische und aussagekräftige Datenübersicht, helfen dabei, das Benutzerverhalten auf der Website besser zu verstehen und analysieren zu können. Hier ein Überblick über die Änderungen:
Ziele
Zwei neue Arten von Zielen ermöglichen es nun, die Besuchertreue des Websitebesuchers zu erfassen und damit eine Aussage über den Markenbindungs-Erfolg Ihrer Seite zu treffen, dazu kann ein Schwellenwert für die Besuchszeit auf den angegebenen Seiten pro Besuch bestimmt werden. Darüber hinaus können nun nicht mehr nur wie bisher vier sondern bis zu 20 Ziele pro Profil definiert werden. Sehen Sie mehr auf diesem Video (in englischer Sprache):
Erweiterte Berichte für Mobile Endgeräte
Mobile Anwendungen (sog. Apps) für iPhone und Android können mit Hilfe von Google Analytics genau verfolgt und analysiert werden. So können Entwickler von Mobile Apps genaue Informationen über Beliebtheit und Benutzerverhalten Ihrer Mobile Apps erhalten, welche Features z.B. besonders gern genutzt werden. Für Android-basierte Anwendungen kann die Benutzerattrahierung bis zu den Anzeigen von Online-Kampagnen, wie z.B. Google AdWords zurückverfolgt werden, so dass die Entwickler sehen können, welche Anzeigen zu Download, Nutzung oder Kauf der Applikation geführt haben. Erfahren Sie hier mehr über Analytics Tracking for Mobile Apps (in englischer Sprache), um mit dem Tracking Ihrer Mobile Apps starten zu können.
Gute Nachrichten auch für Kunden, die Nutzerdaten für mobile Websites erheben möchten: Google Analytics kann nun auch Nutzungsdaten für diese Webseiten auf allen webfähigen Geräten erfassen, unabhängig davon, ob das Gerät Java Script ausführt oder nicht. Dies wird durch ein vorgefertigtes Code-Fragment ermöglicht, welches serverseitig in den Quellcode der Website eingefügt wird. Dieses Code-Fragment wird in Kürze verfügbar sein Infos zur Implementierung des Codefragments finden Sie hier als Download (in englischer Sprache). In der aktuellen Version werden PHP, Perl, JSP and ASPX unterstützt. Selbstverständlich können Sie weiterhin Besuche von javascript-fähigen mobilen Endgeräten Ihrer Standardwebsite wie gewohnt in Google Analytics auswerten.
Erweiterte Analyse-Funktionalitäten
Google Analytics stellt eine ganze Reihe an leistungsstarken Tools zur Verfügung, mit der eine gründliche und schnelle Analyse möglich ist, ohne dass Sie Ihre Analyse-Daten in andere Anwendungen exportieren müssen. Mithilfe der neuen zusätzlichen Dimensionen haben Sie die Möglichkeit, verschiedenste Ebenen und Kombinationen Ihrer Daten übersichtlich nebeneinander darzustellen. Mit der Ansichtsoption Pivot-Tabelle können Sie ausgewählte Datengruppen einander gegenüberzustellen und so Daten verschiedener Dimensionen miteinander vergleichen. Erfahren Sie hier mehr im folgenden kurzen Video (in englischer Sprache):
Erweiterten Tabellenfilterung. Mit der neuen Erweiterten Tabellenfilterung können Sie nun die Zeilen einer Tabelle basierend auf verschiedenen Datenzuständen filtern. Sehen Sie im folgenden Video wie Sie zum Beispiel tausende Keywords nach den zwei Kriterien „Bounce-Rate unter 30%“ und „mindestens 25 Besuche“ filtern können (in englischer Sprache):
Eindeutige Besucher als neue Größe in den benutzerdefinierten Berichten
Mit dieser neuen Funktionalität können Sie nun den Wert “eindeutige Besucher” jeder anderen Dimension Ihrer Daten in Google Analytics gegenüberstellen. Diese ermöglicht Ihrem Marketing-Team genau zu erkennen, wie viele Besucher (identifizierbar mithilfe mit eindeutiger Cookies) jeweils ein bestimmtes benutzerdefiniertes Segment ausmachen. Bitte beachten: die Metrik “Eindeutige Besucher” ist ausschließlich in den benutzerdefinierten Berichten verfügbar!
Kein Unternehmen gleicht dem anderen, daher sind flexible und anpassungsfähige Werkzeuge bei der Websiteanalyse von ganz besonderer Bedeutung. Mit den folgenden Neuerungen wurde Google Analytics um einige Möglichkeiten der benutzerdefinierten Anpassung erweitert, um den immer stärker werdenden Anforderungen an Flexibilität und Individualität gerecht zu werden.
Mit Multiple Custom Variables können Sie nun Google Analytics ganz auf Ihre Bedürfnisse anpassen und die für Ihr Business wichtigsten Daten im Überblick zusammenstellen. Die vertraute Funktion ”_setVar()” ist bereits hinreichend bekannt, aber nun geht Google Analytics einen Schritt weiter und ermöglicht die Definition und das Tracking von Besucherattributen (z.B. ist der Besucher Mitglied oder Nicht-Mitglied), Sessionattributen (z.B. an- oder abgemeldet) und Page-Level-Attributen (z.B. hat sich die Sport-Seiten angesehen). Mit Custom Variables können Sie sämtliches Benutzerverhalten und beliebige Interaktionen auf Ihrer Site klassifizieren. So können Sie Google Analytics flexibler einsetzen und ganz auf die individuellen Erfordernisse in Ihrem Unternehmen anpassen. Multiple Custom Variables werden in den kommenden Wochen für alle Konten verfügbar sein, bis dahin können Sie hier (in englischer Sprache) mehr erfahren.
Benutzerdefinierte Berichte und Erweiterte Segemente
Vielleicht haben Sie die neue Funktionalität in Ihrem Google Analytics Konto schon bemerkt. Damit können Sie nun neben der Möglichkeit, benutzerdefinierte Berichte und erweiterte Segmente zu erstellen auch die Verwaltung und Bereitstellung Ihrer angepassten Berichte besser steuern. Im Bereich “Meine Anpassungen” / “Benutzerdefinierte Berichte” können Sie über den Link “Freigeben” eine URL generieren lassen und diese per E-Mail an jeden versenden, der über ein Google Analytics Konto verfügt. So wird der vordefinierte Bericht automatisch in diesem Google Analytics Kono angezeigt, sobald sich der Empfänger an seinem Google Analytics Konto angemeldet hat und den Link aufruft. Außerdem können Sie auswählen, welche Benutzerdefinierten Berichte und Erweiterten Segmente Sie dem Profil hinzufügen oder lieber ausblenden möchten.
Analytics Intelligence, ein Analysewerkzeug, das mitdenkt
Mit dem neuen Feature Analytics Intelligence sagt Ihnen Google Analytics automatisch, auf welche Daten Sie aktuell achten müssen. Die neue Intelligence-Berichtsoberfläche setzt sich bei signifikanten Abweichungen Ihrer täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Website-Analysedaten automatisch sofort mit Ihnen in Verbindung. So würde “Intelligence” beispielsweise einen sprunghaften Anstieg oder Abfall von Besuchern an einem bestimmten Tag sofort melden und Sie könnten als Websitebetreiber gleich die entsprechenden Maßnahmen treffen. Langwieriges Durchsehen aller Berichte ist damit nicht mehr notwendig und Sie können sich ganz auf die unternehmerische Auswertung Ihrer Analysedaten konzentrieren.
Benutzerdefinierte Benachrichtigungen
Neben den automatischen Benachrichtigungen können Sie auch als Benutzer sogenannte Benutzerdefinierte Benachrichtigungen selbst definieren und damit festlegen, auf welche verschiedenen Daten und Dimensionen der Augenmerk täglich, wöchentlich oder monatlich gerichtet sein soll. Bei einer signifikanten Veränderung, werden Sie per E-Mail oder in der Google Analytics Benutzeroberflächte benachrichtigt.Hier das Video zum Thema Analytics Intelligence (in englischer Sprache):
Alles in allem bekommen wir mit diesen neuen Features in Google Analytics ein sehr mächtiges Analyse-Tool, welches nun noch mehr Möglichkeiten der Web-Analyse bietet. Die meisten Funktionalitäten werden innerhalb der nächsten Wochen weltweit bereitgestellt. Sollten Sie also zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keinen Zugriff auf das ein oder andere Feature haben, so werden die Änderungen demnächst für Sie verfügbar sein.
