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Trauerrede für Urchin

Tragen Sie sich in unser virtuelles Kondolenzbuch einDass Urchin so früh von uns gehen musste, erfüllt uns mit großem Schmerz. Nach gerade mal 10 Jahren des gemeinsamen Weges wurde uns allen Urchin plötzlich und unvermittelt genommen. Ungeachtet seines Potenzials entschied sich Urchins Stiefvater gottesgleich, ihn radikal und ohne Rücksicht auf Verluste aus dem (Geschäfts)Leben zu reißen. Heute, am 28. März 2012, tragen wir Urchin offiziell zu Grabe.

Als Urchin 1997 das Licht der Welt erblickte, hatten wir leider noch keinen Kontakt zu dessen Eltern. Jedoch im Jahr 2002 lernten wir das junge Ding Urchin in der Version 4 kennen und schätzen. Wir beobachteten die Entwicklung wohlwollend und freuten uns über jeden Fortschritt, den Urchin im Laufe der Zeit machte. Als 2004 sein Bruder mit Namen „Urchin On Demand“ geboren wurde, freuten wir uns erneut  und waren gespannt, welche Entwicklung dieser nehmen würde.

Auch als nur ein Jahr später plötzlich beide plötzlich von Google „adoptiert“ wurden und Urchins Bruder in „Google Analytics“ umbenannt wurde, waren wir alle noch  glücklich und positiv gestimmt. Keiner von uns ahnte, dass der Stiefvater nur sieben Jahre nach der Adoption das Erstgeborene zugunsten des Jüngeren töten würde.

Urchin wurde gerade mal 15 Jahre alt – eine unsäglicher Verlust für die datenschutzgetriebene Menschheit! Urchin, wir sagen Lebewohl, danken für die schönen Jahre und werden Dich immer in Erinnerung behalten. Wir möchten alle Mittrauernden bitten, sich im virtuellen Kondolenzbuch einzutragen…

Die letzten Urchin 7 Lizenzen zum Sonderpreis

Wie bereits in unserem Blog vom Urchin 7.2 veröffentlicht und abgekündigt erwähnt, ist und bleibt Urchin ein Enterprise-Webanalyse-Werkzeug, das auch für die nächsten Jahre valide Analysedaten in Bezug auf das Besucherverhalten liefert; es ist somit als Entscheidungsgrundlage für abzuleitende Handlungen unentbehrlich.

Daher haben wir uns dazu entschlossen, quasi als „Leichenschmaus“, die letzten acht (8) in unserem  Besitz befindlichen Voll-Lizenzen mit über 45% Nachlass (also nur 4.000 EUR anstelle von 7.495 EUR zzgl. MwSt.) zu veräußern.  Es gilt also der Grundsatz first come first served. Dazu reicht  es, wenn Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „Urchin 7 zum sagenhaften Preis von 4.000 EUR“ senden. Sie erhalten dann ein entsprechendes Angebot. Es gilt hierbei natürlich die Reihenfolge der eingehenden E-Mails bei der Berücksichtigung.

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Die letzten Änderungen zu Urchin 7

Bevor wir Urchin am 28.03.2012 zu Grabe tragen, hier noch die finalen Änderungen der letzten Version (7.2.00), die wir auch dringend empfehlen, zu installieren bzw. zu aktualisieren.

AdWords Integration 

  • Unterstützung der aktuellsten AdWords API v201109. Wenn Sie beabsichtigen, AdWords CPC Daten in Urchin zu analysieren, ist das Update von Urchin 7.x bzw. das Upgrade von 6.6.03 (und früher) auf Urchin 7.2.00 unerlässlich.

Berichte

  • Android-Geräte werden nun erkannt und in den IT-Berichten (Browser/Betriebssystem) angezeigt
  • Problem mit der Formatierung von Zeitangaben beim Export von Daten aus den Berichten “Website-Zusammenfassung”
  • Darstellungsprobleme bei der Spracheinstellung “japanisch” behoben
  • Probleme bei der Darstellung mit “Erweitere Segmente” unter der Spracheinstellung “italienisch” behoben
  • Problem bei der Zielauswertung behoben, wenn der 10. Schritt in der Trichter-Visualisierung nicht angezeigt wurde
  • Probleme beim Export von Daten in alle Formate (text, xml, cvs) behoben, die aus dem Bericht “Livetime-Werte bis heute”  stammen
  • Die Spracheinstellung “russisch” wurde hinzugefügt

Apache Webserver

  • Zur Steigerung der Produktsicherheit wurde der Apache Webserver auf version 2.2.21 aktualisiert.

Aktualisierung des Utility uconf2sql

  • Das Problem beim Import von Urchin 5 Profildaten (‘segmentation fault’ error) wurde behoben.

Download der Version 7.2.00 

Sie können sich die aktuellste Version hier herunterladen:

Urchin 7.2 veröffentlicht und gleichzeitig abgekündigt

Am 20.01.2012, um 22:30 Uhr, veröffentlichte Paul Muret (ein Mitbegründer von Urchin), das Ende von Urchin in seinem Beitrag auf dem Google Analytics Blog. “Das fängt ja gut an!” werden Sie eventuell sagen. Auch für uns kam diese Neuigkeit völlig überraschend, und wir haben auf unsere Frage nach dem wirklichen “warum” bis jetzt keine plausible Antwort erhalten. Gleichzeitig mit der Abkündigung von Urchin wurde ein letztes Release mit der Versionsnummer 7.2.00 veröffentlicht. Die darin enthaltenen Bug Fixes und ggf. Neuerungen werden wir in einem separaten Blog-Artikel erläutern.

Fragen und Antworten rund um die Abkündigung von Urchin

Welche Auswirkungen hat das für künftige Installationen?

Es ist möglich, Lizenzen für Urchin 5, 6 und 7 bis zum 28.03.2012 bei uns zu erwerben und diese zu installieren/aktivieren.

Welche Auswirkungen hat das für bestehende Installationen?

Primär keine. Urchin wird in bestehenden Umgebungen weiterhin funktionieren und die Datenauswertung sowie -analyse zuverlässig durchführen. Bei den meisten Installationen wird Urchin wie gewohnt funktionieren, solange keine Änderungen an der Hardware durchgeführt werden oder Urchin auf eine andere physische Maschine verschoben wird. Wurde die Software erst einmal gekauft und mit dem Lizenzaktivierungsschlüssel aktiviert, können Sie die Software beliebig lange betreiben. Sofern Sie jedoch die Installation auf ein anderes System portieren, benötigen Sie einen neuen Lizenzaktivierungsschlüssel. Diesen können Sie dann durch Übersenden der Ausgabedatei des Urchin Inspectors an urchin-license-renewal@google.com anfordern. Angeblich arbeitet Google an einer automatisierten Lösung für diesen Vorgang.

Wird Urchin für immer funktionieren, wenn ich es “nicht anfasse”? Aus welchem Grund könnte Urchin aufhören zu funktionieren?

Die häufigsten Ursachen, die zur Unbrauchbarkeit von Urchin führen, sind die, dass die Urchin Installation auf ein anderes System portiert wird oder die Urchin Dateien in ein anderes Verzeichnis kopiert werden. Eine genaue Aufstellung der Umstände, die zur Unbrauchbarkeit der Urchin Installation führen, gibt Google leider nicht heraus. Daher ist der beste Rat in der Tat das System nicht zu verändern.

Wer liefert weiterhin Support und wie lange noch?

Im deutschsprachigen Raum wird webalytics weiterhin den Support für alle Urchin Versionen (5 bis 7) übernehmen. Dieser wird jedoch entsprechend kostenpflichtig sein und ab dem 28.03.2012 nicht mehr auf einzelnen Tickets basieren, sondern ausschließlich auf Supportvertragsebene erbracht werden. webalytics wird den Support für Urchin solange fortführen, bis von webalytics ein Nachfolger gefunden oder entwickelt wurde.

Was ist mit Fehlern, die ab der neuen und zugleich letzten Version 7.2 entdeckt werden?

Da die Weiterentwicklung von Urchin eingestellt wurde, werden keinerlei Bu Ffixes oder Patches mehr ausgeliefert.

Warum kündigt Google das Produkt ab?

Originalbegründung: “This is a part of the natural, expected lifecycleof Urchin Software. When we bought Urchin in 2005, our goal was to grow their innovative “Urchin on Demand” online product, not the client-hosted Urchin Software. We turned ‘Urchin on Demand’ into Google Analytics, and allowed Urchin Software to continue to be sold under its own brand. It’s now time for us to retire Urchin Software and focus completely on Google Analytics.” – Aus unserer Sicht völliger Nonsens und nicht einmal ansatzweise zutreffend.

Was passiert, wenn ich die alte urchin.js Datei von Google Analytics nutze? 

urchin.js ist der Tracking Code Datei für eine alte Version von Google Analytics. Da es sich um eine Google Analytics Implementation handelt, hat das keine Auswirkungen auf Google Analytics. Es ist jedoch dringend angeraten, die Urchin-eigene Tracking Code Datei (urchin.js) zu verwenden. 

Was, wenn ich Urchin Software und Google Analytics zusammen nutze?

Da es sich um eine Google Analytics Implementation handelt, hat das keine Auswirkungen auf Google Analytics. Es ist jedoch angeraten, sämtliche Verweise auf http://www.google-analytics.com/urchin.js aus den Seiten und angepassten Tracking Code Dateien zu entfernen.

Können meine mit Urchin erfassten Daten zu Google Analytics migriert werden?

Daten können zu keiner Zeit in Google Analytics migriert oder importiert werden, selbst wenn diese von Urchin stammen. Um nun eine einsprechende Datenhistorie beizubehalten, wird empfohlen, die Daten aus Urchin heraus in ein einfach zu lesendes Format zu exportieren (.csv, .xls, oder ein beliebiges anderes Format). Sofern Sie Ihre Daten weiterhin in Urchin vorhalten wollen, was von unserer Seite her empfohlen ist, sollten Sie darüber nachdenken, Urchin in einer virtuellen Maschine zu betreiben und somit Möglichkeiten zur Hard- bzw. Software-Inkompatibilität so gering wie möglich zu halten.

Kann ich meine Urchin Installation behalten? Wie lange können die Lizenzen noch eingesetzt werden?

Selbstverständlich – wir raten sogar dringend dazu! Urchin 7.2.00 ist jedoch die letzte Version des Produkts. Es werden keinerlei Bug Fixes mehr veröffentlicht oder Support für die CPC-Integration für Google AdWords durch die AdWords-API erfolgen. Zu einem nicht bekannten Zeitpunkt in der Zukunft wird der automatische Import der CPC-Daten nicht mehr funktionieren, da Google AdWords neue Versionen der API veröffentlichen wird. In diesem Fall sollten alle CPC-Quellen aus Urchin entfernt werden. webalytics prüft gerade den Aufwand, eine separate AdWords-Integration für Urchin zu entwickeln.

Wie geht es mit der Urchin Appliance weiter?

Natürlich  basiert die Urchin Appliance unter anderem auf der Software Urchin. Das Betriebssystem sowie die von webalytics entwickelten Features die in die Urchin Appliance eingeflossen sind, werden selbstverständlich weiterentwickelt und weiterhin von uns supported. Da Urchin selbst derzeit die zuverlässigste und performanteste Inhouse-Analyselsöung darstellt, wird Urchin auch weiterhin in der Urchin Appliance Verwendung finden. Eine entsprechend hohe Anzahl an Urchin Lizenzen wird von webalytics vorgehalten. Ungeachtet dessen wird webalytics natürlich weitere Analyseprodukte prüfen, die ggf. zum Einsatz kommen können. 

Was ist mit Urchin Shared?

Da Urchin Shared auf dem webalytics-eigenen Equipment betrieben wird, ist diese Lösung nach wie vor funktional. Da Urchin selbst nach wie vor die zuverlässigste und performanteste Analyselsöung darstellt, wird webalytics den Dienst unverändert und zu gleichen Konditionen anbieten.

Was ist mit Lizenzen, die reaktiviert werden müssen?

Sollte – aus welchem Grund auch immer – Ihre Lizenz einmal reaktiviert werden müssen, kann dies durch Übersenden der Ausgabedatei des Urchin Inspectors an urchin-license-renewal@google.com angefordert werden. Angeblich arbeitet Google an einer automatisierten Lösung für diesen Vorgang.

Ausblick

Auch wenn es für uns bei webalytics in keinster Weise nachvollziehbar ist, warum ein exzellentes Produkt wie Urchin von Google abgekündigt wird, werden wir sofort damit beginnen, passende Alternativen für die Inhouse-Lösung zu finden bzw. selbst zu entwickeln. Bis dahin können Sie wie gewohnt Ihre Urchin Lizenz einsetzen und bei Bedarf auch eine Urchin Lizenz bei uns erwerben.

Google Analytics – Einschränkung durch Nutzungsbedingungen

Bereits am 29. September berichteten wir über den Launch von Google Analytics Premium in einem Blog-Post. Fast schon schleichend und ohne Ankündigung ging mit dem Start des neuen Analyse-Dienstes aber auch eine Änderung der TOS (Terms Of Service, Nutzungsbedingungen) für Google Analytics Standard einher: Die Festsetzung der maximalen Anzahl an Seitenaufrufen (Page Views) pro Monat.

5 Mio. Page Views oder mehr?

Geänderte Nutzungsbedingungen können den Nutzern zum Nachteil gereichenViele von Ihnen besonders diejenigen, die an unseren Trainings und Seminaren teilgenommen haben, erinnern sich bestimmt daran, dass Google Analytics eine Grenze von 5.000.000 Page Views pro Monat und Konto aufwies. Bei maximal 50 Profilen pro Konto landeten wir bei einer Zahl von 100.000 Seitenzugriffen (im Durchschnitt).

Im Laufe der Zeit – und natürlich auch der Weiterentwicklung von Google Analytics geschuldet – wurden von Google auch neue Techniken in Google Analytics implementiert. So z. B. das allseits beliebte Ereignis-Tracking, mit dem sich auf wunderbare Weise die Nutzung eines Videoplayers analysieren lässt. Viele vergessen dabei aber, dass jede Information in Bezug auf das Ereignis-Tracking ebenfalls einen (virtuellen) Page View darstellt.

Ergo durfte sich niemand wundern, wenn er einige stark frequentierte Seiten mit verschiedenen Videos zur Verfügung stellte, deren Nutzung er auswerten wollte. Eine einfache Rechnung: 10 Seiten mit Videos, 100 Besucher täglich, jeder Besucher spielt das Video  ab und hält es während der Wiedergabe einmal an. Na? 10 Seiten x 100 Besucher x 30 Tage x 4 Ereignisse (Video laden, Video abspielen, Video pausieren, Video stoppen) = 120.000 Ereignisse (= Page Views)

Wenngleich auch viele Websitebetreiber darin keine wirkliche Einschränkung sahen und sich über eine solch hohe Anzahl an Seitenabrufen gefreut hätten, gab es dennoch einige Unternehmen, welche diese Limits innerhalb einer Woche oder sogar schon nach einem Tag erreicht hatten.

Für genau diese Klientel räumte Google seinerzeit die Möglichkeit ein, durch die Eröffnung eines Google AdWords Kontos und die Kombination dessen mit dem Google Analytics Konto, die Limitierung aufzuheben und eine unbegrenzte Anzahl an Page Views zu erfassen. Und zwar auch dann, wenn mit dem Google AdWords Konto nur ein minimaler Umsatz von 1 USD pro Tag erzielt wurde.

10 Mio. Page Views. Basta!

Wie Eingangs schon erwähnt, wurde die Änderung, ohne Aufhebens darum zu machen, schleichend vollzogen. Denn in den aktuellen Nutzungsbedingungen steht nun unter 2 ENTGELT UND SERVICE zu lesen:

2.1 Vorbehaltlich einer Änderung der Bedingungen nach Klausel 15 wird der Service unentgeltlich erbracht, vorausgesetzt dass über Ihren Account monatlich nicht mehr als zehn Millionen (10.000.000) Page Views verarbeitet werden.

Was heißt das nun im Klartext? Wie auch schon in der vorher gültigen Regelung werden alle Seitenaufrufe, die nach dem Überschreiten des gesetzten Limits eingehen, verworfen. Und eben die Firmen, die schon mit 5 Mio. Page Views nicht auskamen, haben mit diesem Hardlimit wohl die gleichen Probleme. Nur mit dem Unterschied, dass sie diesmal durch die Eröffnung oder die Verknüpfung eines Google AdWords Kontos keine Aufhebung der Beschränkung erfahren können.

Was jetzt? Irgendwelche Vorschläge?

Leider existieren für die Websitebetreiber, die dieses Hardlimit überschreiten nicht sonderlich viele Alternativen. Die erste Möglichkeit – und wohl auch die unbefriedigendste – wäre das so genannte Sampling, bei dem über den Tracking Code eine frei wählbare Prozentzahl an Traffic erfasst wird. So könnten Sie bei 100.000 Besuchern pro Monat über die Funktion _setSampleRate() bestimmen, dass Sie davon nur 50% erfassen wollen – in der Hoffnung, diese 50% verursachen nicht mehr Page Views als das besagte Limit.

Die zweite Alternative wäre der Einsatz von Urchin from Google, dem käuflichen Pendant von Google Analytics (aus dem Google Analytics übrigens hervorgegangen ist), welches auf dem eigenen Equipment betrieben wird. Jedoch ist diese Lösung mit knapp 8.000 EUR einmaligen Lizenzkosten keine kleine Investition. In Kombination mit leistungsfähiger Hardware und zusätzlicher Software – der Urchin Appliance ist schnell eine Größenordnung von 16.000 bis 33.000 EUR erreicht.

Die dritte und letzte Alternative wäre das Abonnement von Google Analytics Premium, welches ein Limit von einer Milliarde Page Views pro Monat aufweist und somit den Bedürfnissen selbst größter Unternehmen gereicht. Allerdings hat diese “Freiheit” auch ihren Preis: So ist im Euro-Land damit zu rechnen, dass die Nutzung von Google Analytics Premium zwar als Flatrate bezeichnet wird, aber dennoch jährlich im sechsstelligen Bereich anzusiedeln sein wird. Leider ist dieser Service in Europa noch nicht verfügbar (geplanter Start: Ende November 2011). Sobald Google Analytics Premium in Deutschland abonnierbar ist, werden wir darüber bloggen. Bis dahin können Sie sich auf unserer Website vorregistrieren

Urchin Shared – die preiswerte Alternative auf SaaS-Basis

Urchin Shared ist der Managed Service zur datenschutzkonformen Webanalyse auf Basis von Urchin from Google.

Urchin Shared – eine auf der jeweils aktuellen Version von Urchin from Google basierende, datenschutzkonforme Webanalyse-Lösung – ist die preislich attraktive Alternative zum Kauf einer Urchin-Lizenz. Und ist ab sofort für klein- und mittelständische Unternehmen verfügbar.

Für viele kleinere Firmen stellt die Anschaffung einer Lizenz für Urchin 7 eine große, evtl. zu große, Investition dar. Selbst wenn der Preis für eine Lizenz in Kombination mit den enthaltenen Features und Möglichkeiten gegenüber den Mitbewerberprodukten verhältnismäßig gering ist, können es sich viele Unternehmen nicht leisten, diese professionelle Webanalyselösung zu erwerben.

Aus diesem Umstand heraus haben wir das Produkt Urchin Shared als  Managed Service entwickelt und somit die Möglichkeit geschaffen, eine hochprofessionelle und vor allen Dingen datenschutzkonforme Analyse des Besucherverhaltens zu einem kleinen Preis zu ermöglichen. Zielgruppe sind primär alle Unternehmen, die Bedenken in Bezug auf den Einsatz von Google Analytics haben, aber auf die akkurate Analyseergebnisse samt E-Commerce- und Kampagnen-Tracking nicht verzichten möchten.

Überblick

Gegenstand des Managed Service Urchin Shared  ist die Verarbeitung der Website-Nutzungsdaten, welche durch die Besucher entstanden sind. Diese Verarbeitung erfolgt ausschließlich auf Basis von Protokolldateien, die uns zur Verfügung gestellt werden.

Die Verarbeitungsergebnisse werden mittels der Software Urchin from Google (in der jeweils aktuellsten Version) zur Verfügung gestellt. Dabei handelt es sich um ein Produkt des Herstellers Google und stellt das käufliche Pendant zu Google Analytics dar, jedoch findet zu keinem Zeitpunkt eine Übertragung Ihrer Daten an Google statt.

Auswertungsmethoden

Ihre Nutzungsdaten können entweder zum Zweck der Auswertung auf der Methode IP/User-Agent oder Urchin Tracking Monitor (UTM) basieren.

IP/User-Agent

Die Auswertungsmethode IP/User-Agent hat den Vorteil, dass die native Protokolldatei des Webservers zur Auswertung herangezogen wird. Es ist somit keinerlei Modifikation des Webseiten-Quellcodes nötig. Der Nachteil dieser Methode liegt jedoch darin, dass die Auswertungsergebnisse bedingt durch die Faktoren kalkulierte Benutzersitzung, Robot-Besuche, etc. relativ ungenau werden.

Urchin Tracking Monitor (UTM)

Die Auswertungsmethode Urchin Tracking Monitor (UTM) hat den Vorteil, dass genauere Nutzungsdaten durch den Einsatz von Cookies erfasst werden. Jedoch ist hierfür die Modifikation des Webseiten-Quellcodes nötig. Dies wird durch die Integration eines Tracking Code erreicht, der Ihnen von uns kostenfrei zur Verfügung gestellt wird.

Abgrenzung zu anderen Konten

Urchin Shared zeichnet sich dadurch aus, dass alle eingerichteten Konten voneinander unabhängig agieren und es keine Überschneidungen gibt. So ist es z. B. nicht möglich die erstellten Filter von einem Konto auf ein anderes zu übertragen. Ebenso ist es nicht möglich die Verarbeitungsergebnisse eines anderen Kontos einzusehen.

Darstellung, Aufbau und Abgrenzung von Konten in Urchin Shared

Standardumfang, Laufzeit & Preise

Wenn Sie heute ein Urchin Shared Konto beauftragen, sind folgende Leistungen im Standardumfang enthalten:

  • ein Profil
  • eine Protokollquelle
  • ein Nutzer mit Initialkennwort
  • ein Filter zur Anonymisierung der IP-Adressen (letztes Oktett)
  • max. 100 MB Traffic täglich je Profil zwecks Protokolldateiübertragung
  • max. 1.000.000 Seitenzugriffe monatlich je Profil
  • Zugriff auf die Berichte und Konfigurationsseiten ausschließlich über HTTPS

Die Mindestlaufzeit beträgt je Profil 12 Monate. Sie können z. B. mit einem Profil im März starten und im September ein weiteres Profil beauftragen. Dann würde das erste Profil eine Mindestlaufzeit bis März des Folgejahres haben und das zweite Profil eine Mindestlaufzeit bis September des Folgejahres.

Die initiale Einrichtung Ihres Urchin Shared Kontos kostet einmalig 100,00 EUR zzgl. MwSt. Mit diesem Konto sind Sie in der Lage, beliebig viele Nutzer, Gruppen und Filter anzulegen. Auch ist es Ihnen möglich, profilbezogene Modifikationen vorzunehmen (z. B. Einrichten von Zielen). Ein Profil kostet dann monatlich 20,00 EUR zzgl. MwSt. Die Preise für Dienste und Einrichtung Ihres Urchin Shared Kontos erfahren Sie auf unserer Website unter Urchin Shared / Preise.

–> Fordern Sie heute noch Ihr unverbindliches Angebot für Urchin Shared an.

Erste Google Analytics Konferenz ein voller Erfolg

Veranstalter der ersten deutschsprachigen Google Analytics KonferenzAm 29.09.2011 fand die erste deutschsprachige Google Analytics Konferenz im Schloß Schönbrunn in Wien statt. Die Veranstalter e-dialogelements.at und webalytics freuten sich über 220 Teilnehmer aus neun verschiedenen Ländern.

Besonderes Highlight waren die Präsenz und die Vorträge der Google-Mitarbeiter Clancy Childs (Manager, Google Analytics, Google, London UK) , Trevor Claiborne (Product Marketing Manager, Google Analytics, Google Mountain View, CA) und Nick Mihailovski (Senior Developer Programs Engineer, Google Mountain View, CA). Auch der für die Veranstalter zuständige Ansprechpartner bei Google, Timo Josten (Partner Program Manager, Google Analytics), war zugegen und unterstützte die Veranstaltung mit Informationen über diverse Themen.

Gartenanlage im Schloss Schönbrunn, Wien, ÖsterreichNeben der exzellenten Location (Tagungszentrum Schloss Schönbrunn), einem hervorragenden Catering und einem herrlichen spätsommerlichen Wetter, wurden die Teilnehmer in zwei parallelen Tracks mit Informationen rund um Google Analytics versorgt. Der Wechsel zwischen Deutsch (Veranstalter) und Englisch (Gäste von Google) bei den Vorträgen, sowie die unterschiedlichen Inhalte bereiteten keine Probleme, sondern schienen eine willkommene Abwechslung zu sein.

3 Things to do with Google AnalyticsSo wurde die Konferenz mit der Keynote Speech von Clancy Childs eröffnet, in der er über die drei  Dinge sprach, die mit Google Analytics “angestellt” werden können. Danach folgten Vorträge der Sprecher über verschiedene Themen in zwei parallel verlaufenden Tracks:

Track 1

  • Das Google Analytics Einmaleins – Roland Dessovic, Elements
  • Erfolgsoptimierung mit Google Analytics – Thomas Sommeregger, Elements
  • Dashboards & individuelle Reports – Daniel Steiner, e-dialog
  • Offline-Tracking & Real-World Korrelationen erkennen – Siegfried Stepke, e-dialog

Track 2

  • Urchin als Inhouse Google Analytics-Alternative – Holger Tempel, webalytics
  • Webanalyse: Resultate einer empirischen Studie – Darius Zumstein, Universität Fribourg
  • Tracking Code: Erweiterungen, Tipps, typische Fehler – Holger Tempel, webalytics
  • Google Analytics API – Nick Mihailovski, Google Mountain View

Den Abschluss machte dann Trevor Claiborne mit seiner Closing Keynote “The Future of Google Analytics”, in der er neue Programm-Features von Google Analytics vorstellte. Unter dem Motto “Ask a Googler” konnten danach alle Teilnehmer den Gästen von Google Fragen stellen – eine sich selten bietende Gelegenheit, die auf der Konferenz gerne wahrgenommen wurde. Das nachfolgende Video verdeutlicht das:

 httpv://youtu.be/aJPq5jPVbMI

Das immense positive Feedback der Teilnehmer zeigte, dass eine Veranstaltung wie diese schon lange überfällig war und den Bedürfnissen der Websitebetreiber/-analysten gerecht wurde. Somit ist es sehr wahrscheinlich, dass die Konferenz im kommenden Jahr wiederholt wird – mehr noch: sie könnte sich zu einer Institution entwickeln.

Impressionen von der Veranstaltung:

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Urchin Version 7.x – Installation unter Linux – Ergänzungen für Debian-basierte Systeme

Installation und KonfigurationIn meinem Artikel Urchin Version 7.0.00 – Installation unter Linux habe ich am Beispiel eines CentOS-Systems beschrieben, wie Sie Urchin installieren. Die Beschreibungen sind aber nur auf RedHat-basierte Systeme ohne Modifikationen übertragbar. Für Debian und Debian-basierte Systeme sind einige wenige Besonderheiten zu beachten.

Wichtig: An dieser Stelle möchte ich noch einmal explizit darauf hinweisen, dass bei der Ausführung des Urchin-Installationsskriptes die englische Sprache zu wählen ist.

Linux ist von Haus aus ein System, das für den Kernel monarchisch geführt ist, ansonsten aber völlig anarchisch ist. Daher darf niemand erwarten, dass ein mehrsprachiges Installations-Skript auch tatsächlich unter jeder x-beliebigen Randbedingung funktioniert. Der Kernel unterstützt garantiert ASCII-Zeichen. Die Unterstützung der anderen Zeichensätze obliegt den Distributionen und da kocht jede ihr eigenes Süppchen. Die einzige Sprache, die nur mit ASCII-Zeichen auskommt und somit die Installation reibungslos ermöglicht, ist nun einmal Englisch. Alle anderen Sprachen können funktionieren, müssen aber nicht.

Im Installationsskript von Urchin wird bei der Frage nach der Gruppe ein anderer Default angezeigt, nämlich nogroup statt nobody. Dieser Default ist ebenfalls zu übernehmen. Und es existiert im Installationsskript noch eine zweite Abweichung: unter Debian-basierten Systemen lautet der MySQL-Socketpfad in der Regel /var/run/mysqld/mysqld.sock.

Nach der Installation von Urchin verhält sich Urchin unter den Debian-basierten Systemen völlig anders, als unter RedHat-basierten Systemen. Auf RedHat-basierten Systemen läßt sich Urchin problemlos über den Befehl /usr/local/urchin/bin/urchinctl start starten und die Installation als Autostartservice ist eher optional. Auf Debian-basierten Systemen muss Urchin zwingend als Autostartservice installiert werden, bevor alle Urchin-Services gestartet werden können. Die Urchin-Webseite ist zwar funktional, aber Urchin verarbeitet nichts! Um dies zu ändern, muss zunächst die Datei /usr/local/urchin/util/urchin_daemons geändert werden. Dazu verwenden Sie unter Linux den Editor “vi” und geben auf der Kommandozeile den Befehl

vi /usr/local/urchin/util/urchin_daemons

ein. Damit wird der Editor gestartet und der Dateiinhalt angezeigt. Bewegen Sie den Cursor in die erste Leerzeile, fügen Sie den “INIT INFO”-Block, wie nachfolgend abgebildet ein und speichern Sie die Änderungen:

#!/bin/sh
# chkconfig: 2345 95 15
# description: Starts and stops the Urchin daemons

### BEGIN INIT INFO
# Provides:          urchin_daemons
# Required-Start:    $all
# Required-Stop:     $all
# Default-Start:     2 3 4 5
# Default-Stop:      0 1 6
# Short-Description: Starts and stops the Urchin daemons
# Description:       Controls the Urchin daemons "urchind", .urchincpcd
#                    and multiple "urchinwebd".
### END INIT INFO

# INSTALLDIR should be automatically set in this script when Urchin is

Nachdem Sie die Datei modifiziert haben, müssen Sie diese noch nach /etc/init.d/ kopieren und ausführbar machen, bevor sie als Service installiert werden kann. Für diese letzten Schritte verwenden Sie ab Debian 6 folgende Befehle, die Sie als root oder mit root-Rechten ausführen müssen:

cp /usr/local/urchin/util/urchin_daemons /etc/init.d/
chmod +x /etc/init.d/urchin_daemons
insserv /etc/init.d/urchin_daemons

Bei älteren Debian-Versionen oder anderen Distributionen müssen Sie den letzten Befehl möglicherweise gegen einen anderen austauschen. Den entsprechenden Befehl finden Sie in der Dokumentation der jeweiligen Distribution oder über die Google-Suche heraus.

Nun müssen Sie Ihr System nur noch neu starten und Urchin wird automatisch mit allen erforderlichen Diensten (Services oder Daemons) gestartet.

Viel Erfolg bei der Installation!
Ihr webalytics-Technikteam

Flucht aus der Grauzone – Artikel in der LANline, Ausgabe 7.2011

Alternative zu Google Analytics

Flucht aus der Grauzone

Viele Nutzer von Google Analytics machen sich Sorgen: Wegen bestehender Rechtsunsicherheit steht die beliebte Web-Tracking-Lösung seit Längerem unter dem Beschuss deutscher Datenschützer. Während kleine Online-Shops bisweilen noch dazu neigen, den Ausgang dieses Rechtsstreits einfach abzuwarten, wird die unausgegorene Rechtslage für große Wirtschaftsunternehmen mittlerweile zum Problem.

Was für Online-Shops und professionelle Web-Seitenbetreiber längst ein unverzichtbares Instrument der täglichen Arbeit ist, nutzen inzwischen auch immer mehr große Wirtschaftsunternehmen: die Web-Analyse-Software Google Analytics. Gilt es doch, mit dem kostenlosen Tool des Marktführers das Kaufverhalten ihrer Kunden nachhaltig zu erforschen und mithilfe der gesammelten Daten die eigene Angebotspalette und Gebrauchstauglichkeit optimal auf deren Wünsche abzustimmen. Doch seit gut zwei Jahren steht die beliebte Software nun im Brennpunkt teils emotional geführter Diskussionen um die Diskrepanz zwischen herrschender Gesetzgebung und tatsächlichem Nutzen. 

Bereits im Januar 2009 bemängelte das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) die grundsätzliche Vereinbarkeit von Google Analytics und dem deutschen Datenschutzrecht. Und dies nicht nur aufgrund der beim Tracking gespeicherten IP-Adressen. Vor allem die  Übermittlung der Analysedaten an Server außerhalb der EU, die unzureichende Möglichkeit zur Löschung der erhobenen Daten und die grundsätzliche Möglichkeit der Verkettung von Nutzerdaten zu einem umfassenden personalisierten Profil stimmten die Datenschützer bedenklich. Aufwind bekam die Diskussion nochmals durch ein im November 2009 veröffentlichtes Statement des Düsseldorfer Kreises zur datenschutzkonformen Ausgestaltung von Web-Analyse-Verfahren. Auf Grundlage des Telemediengesetzes (TMG) forderten Deutschlands oberste Datenschützer unter anderem die Einwilligung des Nutzers, um am Web-Analyse-Verfahren teilzunehmen. Im Mai 2010 nahm Google dann zwei Anpassungen in Google Analytics vor und reagierte damit auf die Forderungen der Datenwächter: Betreiber konnten durch eine Anpassung im Tracking-Code ihrer Web-Seite die gesammelten IP-Adressen durch eine teilweise Maskierung anonymisieren.

Und ein von Google zur Verfügung gestelltes Plug-in gestattete dem Web-Seiten-Besucher, über ein Opt-out-Verfahren die Erstellung von Nutzerprofilen insgesamt zu unterbinden. Gleichwohl blieb ein großer Teil der Forderungen des Düsseldorfer Kreises offen. Zum einen war das Plug-in für eine Vielzahl von Browsern, wie etwa Opera und Safari, gar nicht verfügbar. Zum anderen blieb die Übertragung von Nutzerdaten an Server außerhalb der EU als elementarer Kritikpunkt nach wie vor bestehen. Folglich herrscht bis dato keine eindeutige Rechtsgrundlage, sodass momentan alle Beteiligten auf eine endgültige Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) warten. Zudem rät auch das Gros der auf Internet-Recht spezialisierten Anwälte derzeit von einer Verwendung von Google Analytics ab. Vor dem Hintergrund des Telemediengesetzes und den Äußerungen der Datenschützer könnten Bußgelder und Abmahnungen drohen, so die Warnung der Experten, auch wenn die Rechtslage nicht hundertprozentig eindeutig erscheint.

Bild 1. In ausgeklügelten Einzelschritten erfasst und verarbeitet das Urchin-System das Kundenver halten und bereitet es für die Darstellung auf. 

Bild 1. In ausgeklügelten Einzelschritten erfasst und verarbeitet das Urchin-System das Kundenver halten und bereitet es für die Darstellung auf.
 

Kein Wunder also, dass mittlerweile viele Unternehmen über den Ausgang der kontrovers geführten Diskussionen verunsichert sind. Ob gezielte Marketingkampagnen mit Google Adwords, das Sammeln von Erkenntnissen zum Kaufverhalten von Kunden oder das Einstellen von Whitepapers mit Login, um an neue Interessentendaten zu kommen: Immer mehr Betriebe, die ihr unternehmensrelevantes Web-Tracking nicht länger auf rechtsproblematischem Niemandsland durchführen wollen, wechseln auf datenschutzkonforme Lösungen wie die hier weiter dargestellte Software Urchin – und kontrollieren mit den Pendants zu Google Analytics die umstrittenen Datenbestände künftig in eigener Regie. Die kostenpflichtige Urchin-Software ist eine im Umfang mit Google Analytics vergleichbare Web-Analyse-Lösung, die jedoch beim Kunden installiert, gehostet und verwaltet wird. Somit befinden sich alle gesammelten und gespeicherten Daten abgeschottet auf unternehmenseigenen oder vom Unternehmen verwalteten Servern und bieten so im besten Fall keinerlei Angriffsfläche mehr für datenschutzrechtliche Bedenken. Da sämtliche Daten ausschließlich auf eigenem Equipment vorgehalten, verarbeitet und ausgewertet werden, bleiben die Bestände grundsätzlich in Deutschland beziehungsweise in Europa, und der Website-Betreiber kann über das ausgefeilte Konten-, Nutzer- und Gruppen-Management sicherstellen, dass kein Unbefugter Zugriff auf die Daten nehmen kann.

Für Website-Betreiber ist damit jeglicher Ärger vom Tisch. Von den fünf Kritikpunkten des Düsseldorfer Kreises liegen nämlich nur zwei ganz spezielle Forderungen in der direkten Verantwortung des Betreibers und dessen technischen Gegebenheiten – unabhängig davon, welche Analysesoftware er auch immer einsetzt: das Widerspruchsrecht und der gewünschte Hinweis zur Erstellung pseudonymer Nutzungsprofile. Um diesen Erfordernissen zu genügen, kann der Betreiber einer Website dem Besucher ganz gezielt eine Möglichkeit zum Widerspruch gegen die Erstellung von Nutzungsprofilen einräumen – ein so genanntes Opt-out, indem er eine Schaltfläche oder Checkbox auf der Website integriert. Diese würde dann nach Betätigung die Ausführung eines Tracking-Codes verlässlich unterbinden. Eine elegante Lösung dazu bietet etwa das Browser-Add-on „Opt-Me-Out”, das kostenlos unter http://www.opt-me-out.de heruntergeladen werden kann. Und was den datenschutzrechtlichen Hinweis bezüglich der Erstellung pseudonymer Nutzungsprofile angeht, obliegt es ebenfalls dem Betreiber, einen entsprechenden Passus in die Datenschutzerklärung zu integrieren. Dabei sollte er sich an einen kundigen Rechtsanwalt wenden, der ihm wiederum eine geeignete Formulierung an die Hand gibt.

Bild 2. Die Identifikation im _utma Cookie in Urchin unterscheidet lediglich zwischen neuen und wiederkeh renden Besuchern.

Bild 2. Die Identifikation im _utma Cookie in Urchin unterscheidet lediglich zwischen neuen und wiederkehrenden Besuchern.
 

Alles andere ist bei Urchin obligatorisch -auch die von Datenschützern so vehement geforderte Datentrennung oder die Anonymisierung oder Löschung von IP-Adressen. Zwar ist das von Datenschützern vorgebrachte Argument des Personenbezugs von IP-Adressen in Zeiten von dynamischen IPs und dem Einsatz von Routern mit NAT (Network Address Translation) aus technischer Sicht nur schwer nachvollziehbar. Zum einen, weil die eigentliche IP-Adresse des individuellen Besuchers einer Web-Seite hinter einem Router gar nicht sichtbar ist. Zum anderen ist in Deutschland eine Feststellung der Person anhand einer IP-Adresse nur durch einen Richterbeschluss bei schwerwiegenden Straftaten möglich. Bei Urchin jedenfalls können IP-Adressen sowohl anonymisiert als auch durch passende Filtersetzung jederzeit von der Datenverarbeitung ausgeschlossen werden. Zudem lassen sich Datenbestände mit wenigen Mausklicks löschen. Eine Datentrennung ist primär schon dadurch gegeben, dass ein Nutzer sich auf einer Website nicht zwangsläufig zu erkennen geben muss. Dies ist immer nur dann der Fall, wenn sich beispielsweise der Nutzer zum Betreten eines geschlossenen Bereichs oder beim Checkout-Prozess eines Online-Shop-Kaufs anmelden müsste. Aber selbst wenn dies der Fall ist, werden die Anmeldedaten nicht im Webserver-Logfile vermerkt, da eine Verknüpfung von User-Daten und Profil bei Urchin per Design nicht möglich ist.

Fazit

Als datenschutzkonformes Pendant zu Google Analytics bieten Lösungen wie Urchin die in Wirtschaftsunternehmen benötigte Rechtssicherheit bei der professionellen Web-Analyse. Wie Google Analytics helfen sie allen Website-Inhabern, ihre Online-Marketing-Initiativen, Website-Zugriffsmerkmale und das Suchverhalten ihrer Kunden besser zu verstehen. Doch anders als Google Analytics liefert etwa Urchin tiefer gehende Ergebnisse, einschließlich Bilder, Downloads, Roboter, Statuscodes (etwa 404, 500) und Verweisfehler, darunter auch veraltete Links. Mehr noch: Da die Lösung Server-Protokolldateien als primäre Datenquelle verwendet, kann das Tool auch in Anwendungen zum Einsatz kommen, die sich nicht für einen gehosteten Service wie Google Analytics eignen, wie etwa das Tracking der Zugriffe auf ein Firmen-Intranet, die erneute Verarbeitung älterer Protokolldateien oder Berichte zu Server-Fehlern. Vor allem aber – unabhängig von der Datenschutzkonformität – behalten Unternehmen die unumschränkte Macht über ihre gesammelten Informationen, da alle Daten ausschließlich auf eigenem Equipment erhoben, vorgehalten, verarbeitet und ausgewertet werden.

 

 



Quelle: LANline, Ausgabe Juli 2011, Seite 38 und 39

Mit freundlicher Gehnemigung des ITP Verlags

Download des Artikels als PDF-Datei: Flucht aus der Grauzone – Artikel LANline Juli 2011

 


 

 

Reguläre Ausdrücke in Google Analytics und Urchin – Teil 3

Im zweiten Teil der Reihe, “Reguläre Ausdrücke in Google Analytics und Urchin“, haben Sie erfahren, wie Sie Quantifizierung, Gruppierung und Alternative einsetzen. Dabei wurde auch die Verwendung der Metazeichen Fragezeichen, Pluszeichen, Asterisk sowie runde und geschweifte Klammern erläutert.

In diesem letzten Teil zeige ich Ihnen, wie Sie gezielt nach Zeichenketten am Anfang oder am Ende einer Zeile bzw. eines Feldes suchen können und wie Sie Abkürzungen richtig einsetzen. Außerdem gehe ich noch auf das Metazeichen für Whitespaces ein.

Zeilen- bzw. Feldanfang

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: CaretSoll sich die gesuchte Zeichenkette am Anfang einer Zeile oder eines Feldes befinden, wird dies durch das Voranstellen eines Carets (^) definiert.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

^4 Jahreszeiten – .*

entspricht somit den Zeichenketten

4 Jahreszeiten – Pizza für 4,99

4 Jahreszeiten – bestes Hotel

aber nicht den Zeichenketten

Pizza für 4,99 – 4 Jahreszeiten

Bestes Hotel – 4 Jahreszeiten

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass die gesuchte Zeichenkette am Anfang der Zeile stehen muss.

Zeilen- bzw. Feldende

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: DollarSoll sich die gesuchte Zeichenkette am Ende einer Zeile oder eines Feldes befinden, wird dies durch das Anhängen eines Dollarzeichens ($) definiert

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

.* – 4 Jahreszeiten$

entspricht somit den Zeichenketten

Pizza für 4,99 – 4 Jahreszeiten

Bestes Hotel – 4 Jahreszeiten

aber nicht den Zeichenketten

4 Jahreszeiten – Pizza für 4,99

4 Jahreszeiten – bestes Hotel

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass die gesuchte Zeichenkette am Ende der Zeile stehen muss.

Abkürzungen

Abkürzungen haben den Sinn und Zweck, Ihnen die Arbeit mit regulären Ausdrücken möglichst einfach zu machen.

Ziffern

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Backslash und 'd'Die Ziffern 0 bis 9 können mittels des Metazeichens \d gesucht und gefunden werden. Dabei wird beim Einsatz von \d immer nur einer einzelnen, beliebigen Ziffer entsprochen. \d entspricht der Verwendung des regulären Ausdrucks [0-9].

Durch die Verwendung von \D werden hingegen alle Zeichen gesucht und gefunden, die keine Ziffern sind. \D entspricht der Verwendung des regulären Ausdrucks [^0-9].

Beispiel 1:

Der folgende reguläre Ausdruck

\d% Zinsen

entspricht somit unter anderem den Zeichenketten

3% Zinsen

7% Zinsen

8% Zinsen

aber nicht den Zeichenketten

% Zinsen

12% Zinsen

v% Zinsen

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass in der Zeichenkette eine einzelne Ziffer unmittelbar vor dem Prozentzeichen vorkommen muss.

Beispiel 2:

Der folgende reguläre Ausdruck

\D% Zinsen

entspricht somit unter anderem den Zeichenketten

v% Zinsen

,% Zinsen

_% Zinsen

aber nicht den Zeichenketten

% Zinsen

1% Zinsen

3% Zinsen

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass in der Zeichenkette ein beliebiges, nicht numerisches Zeichen unmittelbar vor dem Prozentzeichen stehen muss.

Alphanumerische Zeichen

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Backslash und 'w'Sämtliche Buchstaben und Ziffern sowie der Unterstrich können mittels des Metazeichens \w gesucht und gefunden werden. Dabei wird beim Einsatz von \w immer nur einem einzelnen, beliebigen Zeichen entsprochen. \w entspricht somit der Verwendung des regulären Ausdrucks [A-Za-z0-9_].

Durch die Verwendung von \W werden hingegen alle Zeichen gesucht und gefunden, die nicht den alphanumerischen Zeichen oder dem Unterstrich entsprechen. \W entspricht somit der Verwendung des regulären Ausdrucks [^A-Za-z0-9_].

Beispiel 1:

Der folgende reguläre Ausdruck

\w% Zinsen

entspricht somit unter anderem den Zeichenketten

3% Zinsen

x% Zinsen

_% Zinsen

aber nicht den Zeichenketten

% Zinsen

!% Zinsen

-% Zinsen

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass in der Zeichenkette ein einzelnes alphanumerisches Zeichen oder ein Unterstrich unmittelbar vor dem Prozentzeichen stehen muss.

Beispiel 2:

Der folgende reguläre Ausdruck

\W% Zinsen

entspricht somit unter anderem den Zeichenketten

!% Zinsen

,% Zinsen

% Zinsen

aber nicht den Zeichenketten

% Zinsen

x% Zinsen

3% Zinsen

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass in der Zeichenkette ein beliebiges, nicht einem alphanumerischen Zeichen oder Unterstrich entsprechendes Zeichen unmittelbar vor dem Prozentzeichen stehen muss.

Whitespaces

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Backslash und 's'Unter Whitespaces werden sämtliche, nicht sichtbaren Zwischenräume in einer Zeichenkette verstanden. Dazu zählen Leerschritte (Leertaste), Tabulatoren, Zeilenumbrüche, etc. Diese nicht sichtbaren Zeichen können mittels des Metazeichens \s gesucht und gefunden werden. Dabei wird beim Einsatz von \s immer nur einem einzelnen, beliebigen Whitespace entsprochen.

Durch die Verwendung von \S werden hingegen alle Zeichen gesucht und gefunden, die nicht einem Whitespace entsprechen.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

§1\sVertragsgegenstand

entspricht somit unter anderem den Zeichenketten

§1 Vertragsgegenstand  (Leerschritt)

§1  Vertragsgegenstand (Tabulator)

Fazit

Sie haben in den drei Teilen erfahren, wie Sie mit regulären Ausdrücken umgehen. Dieses Wissen können Sie nun anwenden, um Daten in Google Analytics bzw. Urchin Software zu finden, herauszufiltern oder anzuzeigen. Abschließend ein paar Beispiele aus der Praxis:

Google Analytics

Reguläre Ausdrücke in Google Analytics - FilterReguläre Ausdrücke in Google Analytics - ZieldefinitionReguläre Ausdrücke in Google Analytics - Anzeigefilter

Urchin Software

Reguläre Ausdrücke in Urchin - ZieledefinitionReguläre Ausdrücke in Urchin - FilterReguläre Ausdrücke in Urchin - Anzeigefilter

Reguläre Ausdrücke in Google Analytics und Urchin – Teil 2

Im ersten Teil der Reihe, “Reguläre Ausdrücke in Google Analytics und Urchin“, habe ich Ihnen einen kurzen Überblick über die in Google Analytics und Urchin verwendbaren regulären Ausdrücke gegeben. Dabei wurde auch die Verwendung der Metazeichen Punkt, Backslash, Bindestrich und eckige Klammern erläutert.

In diesem Teil zeige ich Ihnen, wie Sie die Quantifizierung, Gruppierung und Alternative einsetzen.

Quantifizierung

Um nun nicht immer wieder das Metazeichen für eine Suche wiederholt eingeben zu müssen, finden Sie bei den regulären Ausdrücken Funktionen zur Quantifizierung.

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Das FragezeichenFragezeichen

Das Fragezeichen entspricht der Anzahl 0 oder 1 des unmittelbar davor stehenden Zeichens.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

17und4?

entspricht somit unter anderem den Zeichenketten

17und

17und4

aber nicht den Zeichenketten

17und5

17undA

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass in der Zeichenkette die Ziffer 4, die unmittelbar vor dem Fragezeichen steht, einmal oder gar nicht vorkommen darf.

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Das PluszeichenPluszeichen

Das Pluszeichen entspricht der Anzahl 1 oder mehr des davor stehenden Zeichens.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

17und4+

entspricht somit unter anderem den Zeichenketten

17und4

17und44

17und444

aber nicht den Zeichenketten

17und

17unda4

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass in der Zeichenkette die Ziffer 4, die unmittelbar vor dem Pluszeichen steht, einmal oder mehrmals vorkommen muss.

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Der AsteriskAsterisk

Der Asterisk entspricht der Anzahl 0, 1 oder mehr des davor stehenden Zeichens.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

17und4*

entspricht somit unter anderem den Zeichenketten

17und

17und4

17und44

17und444

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass in der Zeichenkette die Ziffer 4, die unmittelbar vor dem Asterisk steht, gar nicht, einmal oder mehrmals vorkommen darf.

Wiederholung

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Die geschweiften KlammernUm nun nicht immer wieder das Metazeichen für eine Suche wiederholt eingeben zu müssen, finden Sie bei den regulären Ausdrücken Funktionen zur Wiederholung. Diese werden mit der Syntax {minimum,maximum(opt.)} deklariert.

Beispiel 1:

Der folgende reguläre Ausdruck

17und4{2}

entspricht somit ausschließlich der Zeichenkette

17und44

aber nicht den Zeichenketten

17und

17und4

17und444

17unda4

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass in der Zeichenkette die Ziffer 4, die unmittelbar vor der öffnenden geschweiften Klammer steht, exakt zweimal vorkommen muss.

Beispiel 2:

Der folgende reguläre Ausdruck

17und4{1,3}

entspricht somit ausschließlich den Zeichenketten

17und4

17und44

17und444

aber nicht den Zeichenketten

17und

17und4444

17unda4

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass in der Zeichenkette die Ziffer 4, die unmittelbar vor der öffnenden geschweiften Klammer steht, mindestens einmal und höchstens dreimal vorkommen darf.

Gruppierung

Metazeichen bei regulären Ausdrücken: Die runden KlammernUm eine gefundene Zeichenkette für die spätere Verwendung zwischenspeichern zu können, finden Sie bei den regulären Ausdrücken die Funktion zur Gruppierung. Diese findet durch die Verwendung von runden Klammern statt.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

([gG]oogle, inc\.)

entspricht somit den Zeichenketten

google, inc.

Google, inc.

und würde das Suchergebnis zwischen den runden Klammern für die spätere Verwendung zwischenspeichern.

Alternative

Eine sehr hilfreiche Funktion innerhalb der regulären Ausdrücke ist die sogenannte Alternative. Die Syntax besteht aus dem Trennen mehrerer Alternativwerte durch ein Pipe-Symbol (|) und ist ganz einfach: wert1|wert2|wert3. Das würde dann bedeuten: Finde wert1 oder wert2 oder wert3.

Beispiel:

Der folgende reguläre Ausdruck

[gG]oogle, inc\.|[yY]ahoo, inc\.

entspricht somit den Zeichenketten

google, inc.

Google, inc.

yahoo, inc.

Yahoo, inc.

aber nicht den Zeichenketten

bing, inc.

Bing, inc.

Warum? Der reguläre Ausdruck setzt voraus, dass in der Zeichenkette die Zeichenfolge “Google, inc.” oder “Yahoo, inc.” enthalten sein muss. “Bing, inc.” Ist keine Option. Dabei spielt es keine Rolle, ob der erst Buchstabe groß oder klein geschrieben wird.

Fortsetzung folgt…

Sie haben nun erfahren, wie Sie Quantifizierung, Gruppierung und Alternative einsetzen. Im dritten Teil dieser Reihe zeige ich Ihnen, wie Sie gezielt nach Zeichenketten am Anfang oder am Ende einer Zeile bzw. eines Feldes suchen können und welchen Vorteil Sie durch den Einsatz von Abkürzungen erfahren.

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