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Urchin 6.6.02

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Wer sich dazu entschließt, eine Kampagne über Google AdWords, Newsletter oder Banner zu schalten, will natürlich den Erfolg möglichst genau messen. Schließlich kostet die Werbung ja auch Geld! Doch jetzt stellt sich die Frage: Wie werden die URLs korrekt erstellt und wie kann ich die Werbemaßnahmen mit meinen mir zur Verfügung stehenden Tools messen und auswerten? Der Beantwortung dieser Frage widmet sich dieser Artikel.

Kampagnenstrukturierung ist die halbe Miete

Am besten beginnen Sie Ihre Kampagnen mit einer möglichst genauen Planung. Fragen wie z. B. “Was will ich bewerben?”, “Wo will ich es bewerben?”, “Womit will ich es bewerben?” oder “Mit welchem Slogan?” sollten Sie jederzeit beantworten können.

Um später dann in Ihren Analyse-Tools (z. B. Google Analytics oder ClickTale) den durch die Kampagnen verursachten Besucher- und Conversion-Traffic auch wiederfinden zu können, ist es wichtig, die Kampagnen entsprechend zu kennzeichnen.

Nehmen wir also einmal an, Sie wären in der Automobil-Branche tätig und würden nun gerne Ihr neustes Modell verstärkt absetzen.

  • Slogan: Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!
  • Kampagne: Der neue PAX-2010
  • Medien: E-Mail, Google AdWords, Banner (Wallpaper, Skyscraper)
  • Werbeplätze: Google Suchnetzwerk, AutoScout24, Focus-Online, Newsletter

Ihre Landeseite für die genannten werblichen Maßnahmen könnte wie folgt aussehen:

Beispiel-Landeseite für den "PAX-2010"

Zur Messung des Erfolgs Ihrer Aktivitäten haben Google Analytics bzw. Urchin Software  fünf Kampagnenvariablen in petto und ClickTale bietet hierfür die sogenannte Ereignis-Kennzeichnung an.

Kampagnenvariablen in Google Analytics und Urchin Software

Google Analytics sowie Urchin Software messen den Erfolg einer Kampagne anhand der folgenden fünf Variablen:

Variable URL Beschreibung
Quelle utm_source Identifiziert, woher der Besucher kommt (google, Stadtsuche, newsletter4)
Kampagne utm_campaign Name der Kampagne (z. B. Schlussverkauf, Frühbucher oder aber auch Produkt, Promo-Code, Slogan)
Medium utm_medium Werbe- bzw. Marketingmedium (z. B. CPC, Banner, E-Mail)
Keyword
(Optional)
utm_term Keyword, nach dem gesucht wurde (z. B. Hemd, Wasserflasche)
Content
(Optional)
utm_content Aussagekräftige Beschreibung, mit denen verschiedene Anzeigeversionen zum Vergleich (A/B-Test) identifiziert werden können (z. B. Text_rot, Text_blau)

Für unser Beispiel wären demnach die Kampagnenvariablen Quelle, Kampagne, Medium und Content zu nutzen.

Ereignis-Kennzeichnung in ClickTale

Einen etwas anderen Ansatz der Kampagnenauswertung verfolgt ClickTale hingegen mit der Ereignis-Kennzeichnung. Hierbei werden die Besuchersitzungen anhand einer eindeutigen Kennzeichnung segmentiert und gefiltert. Somit ist es Ihnen möglich, mehrere Ein- und auch Ausschlusskriterien festzulegen, um dadurch genau die Besuchersitzungen zu finden, die durch Ihre Kampagne verursacht wurden.

Die hierfür notwendige Variable lautet ct=t(WERT), wobei WERT für eine beliebige Zeichenfolge steht und die Übergabe von t(WERT) mittels Komma verkettet auch mehrfach erfolgen kann.

Kampagnen-URLs generieren

Erstellen wir aus den genannten Vorgaben die entsprechenden Kombinationen, erhalten wir folgende Maßnahmen-Matrix, wobei alle davon bei Klick auf die oben genannte Landeseite verweisen sollen:

Nr. Kampage Quelle Medium Content
1 Der neue PAX-2010 google cpc Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!
2 Der neue PAX-2010 Newsletter E-Mail Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!
3 Der neue PAX-2010 AutoScout24 Banner Wallpaper
4 Der neue PAX-2010 Focus-Online Banner Wallpaper
5 Der neue PAX-2010 AutoScout24 Banner Skyscraper (160×600 Pixel)
6 Der neue PAX-2010 Focus-Online Banner Skyscraper (160×600 Pixel)

Kampagnen-URL – der erste Versuch

Um nun jede der sechs Werbemaßnahmen auswerten zu können, kombinieren wir nun die Kampagnenvariablen und den URL der Landeseite miteinander und erhalten folgende Ziel-URLs:

Kampagnen-URL für Google Analytics / Urchin (die URLs wurden der Lesbarkeit wegen umgebrochen)

Nr. Google Analytics / Urchin
1 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=google
&utm_medium=cpc
&utm_content=Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!
2 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Newsletter
&utm_medium=E-Mail
&utm_content=Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!
3 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=AutoScout24
&utm_medium=Banner
&utm_content=Wallpaper
4 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Focus-Online
&utm_medium=Banner
&utm_content=Wallpaper
5 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=AutoScout24
&utm_medium=Banner
&utm_content=Skyscraper (160×600 Pixel)
6 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Focus-Online
&utm_medium=Banner
&utm_content=Skyscraper (160×600 Pixel)

Kampagnen-URL für ClickTale (die URLs wurden der Lesbarkeit wegen umgebrochen)

Nr. ClickTale
1 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(google),
t(cpc),
t(Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!)
2 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(Newsletter),
t(E-Mail),
t(Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!)
3 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(AutoScout24),
t(Banner),
t(Wallpaper)
4 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(Focus-Online),
t(Banner),
t(Wallpaper)
5 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(AutoScout24),
t(Banner),
t(Skyscraper (160×600 Pixel))
6 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(Focus-Online),
t(Banner),
t(Skyscraper (160×600 Pixel))

Kampagnen-URL für Google Analytics / Urchin & ClickTale (die URLs wurden der Lesbarkeit wegen umgebrochen)

Nr. Google Analytics / Urchin & ClickTale
1 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=google
&utm_medium=cpc
&utm_content=Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!
&ct=t(Der neue PX2010),
t(google),
t(cpc),
t(Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!)
2 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Newsletter
&utm_medium=E-Mail
&utm_content=Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!
&ct=t(Der neue PX2010),
t(Newsletter),
t(E-Mail),
t(Das Auto mit Freude am Vorsprung durch frisches Denken!)
3 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=AutoScout24
&utm_medium=Banner
&utm_content=Wallpaper
&ct=t(Der neue PX2010),
t(AutoScout24),
t(Banner),
t(Wallpaper)
4 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Focus-Online
&utm_medium=Banner
&utm_content=Wallpaper
&ct=t(Der neue PX2010),
t(Focus-Online),
t(Banner),
t(Wallpaper)
5 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=AutoScout24
&utm_medium=Banner
&utm_content=Skyscraper (160×600 Pixel)
&ct=t(Der neue PX2010),
t(AutoScout24),
t(Banner),
t(Skyscraper (160×600 Pixel))
6 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Focus-Online
&utm_medium=Banner
&utm_content=Skyscraper (160×600 Pixel)
&ct=t(Der neue PX2010),
t(Focus-Online),
t(Banner),
t(Skyscraper (160×600 Pixel))

Das Kreuz mit der Prozentkodierung…

Unglücklicherweise sehen wir uns nun mit einem sehr unschönen Problem konfrontiert: Der URL wird von den Paid-Placement-Providern nicht akzeptiert, da er nicht prozentkodiert ist.

Prozentkodierung (URL-Kodierung, auch URL-Encoding genannt) dient dem Zweck, bestimmte Zeichen und Informationen in einem URL kodieren. Nachfolgend eine kleine Tabelle mit den wichtigsten Zeichen und deren Entsprechung bei der Prozentkodierung:

! * ' ( ) ; : @ & = + $ , / ? # [ ] SPACE
%21 %2A %27 %28 %29 %3B %3A %40 %26 %3D %2B %24 %2C %2F %3F %23 %5B %5D %20

Im Klartext bedeutet das,  dass alle oben genannten Zeichen mit dem entsprechenden Prozentwert ersetzt werden müssen, sofern sie in einem URL Verwendung finden. Und natürlich ist genau das bei unserer fiktiven Kampagne der Fall…

Kampagnen-URL – jetzt aber richtig!

Um nun jede der sechs Werbemaßnahmen auswerten zu können, kombinieren wir nun die Kampagnenvariablen und den URL der Landeseite miteinander und erhalten folgende Ziel-URLs:

Prozentkodierte Kampagnen-URL für Google Analytics / Urchin (die URLs wurden der Lesbarkeit wegen umgebrochen)

Nr. Google Analytics / Urchin
1 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=google
&utm_medium=cpc
&utm_content=Das%20Auto%20mit%20Freude%20am%20Vorsprung%20durch%20frisches%20Denken%21
2 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Newsletter
&utm_medium=E-Mail
&utm_content=Das%20Auto%20mit%20Freude%20am%20Vorsprung%20durch%20frisches%20Denken%21
3 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=AutoScout24
&utm_medium=Banner
&utm_content=Wallpaper
4 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Focus-Online
&utm_medium=Banner
&utm_content=Wallpaper
5 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=AutoScout24
&utm_medium=Banner
&utm_content=Skyscraper%20%28160×600%20Pixel%29
6 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Focus-Online
&utm_medium=Banner
&utm_content=Skyscraper%20%28160×600%20Pixel%29

Prozentkodierte Kampagnen-URL für ClickTale (die URLs wurden der Lesbarkeit wegen umgebrochen)

Nr. ClickTale
1 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(google),
t(cpc),
t(Das%20Auto%20mit%20Freude%20am%20Vorsprung%20durch%20frisches%20Denken%21)
2 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(Newsletter),
t(E-Mail),
t(Das%20Auto%20mit%20Freude%20am%20Vorsprung%20durch%20frisches%20Denken%21)
3 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(AutoScout24),
t(Banner),
t(Wallpaper)
4 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(Focus-Online),
t(Banner),
t(Wallpaper)
5 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(AutoScout24),
t(Banner),
t(Skyscraper%20%28160×600%20Pixel%29)
6 http://pax.webalytics.de/
?ct=t(Der neue PX2010),
t(Focus-Online),
t(Banner),
t(Skyscraper%20%28160×600%20Pixel%29)

Prozentkodierte Kampagnen-URL für Google Analytics / Urchin & ClickTale (die URLs wurden der Lesbarkeit wegen umgebrochen)

Nr. Google Analytics / Urchin & ClickTale
1 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=google
&utm_medium=cpc
&utm_content=Das%20Auto%20mit%20Freude%20am%20Vorsprung%20durch%20frisches%20Denken%21
&ct=t(Der neue PX2010),
t(google),
t(cpc),
t(Das%20Auto%20mit%20Freude%20am%20Vorsprung%20durch%20frisches%20Denken%21)
2 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Newsletter
&utm_medium=E-Mail
&utm_content=Das%20Auto%20mit%20Freude%20am%20Vorsprung%20durch%20frisches%20Denken%21
&ct=t(Der neue PX2010),
t(Newsletter),
t(E-Mail),
t(Das%20Auto%20mit%20Freude%20am%20Vorsprung%20durch%20frisches%20Denken%21)
3 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=AutoScout24
&utm_medium=Banner
&utm_content=Wallpaper
&ct=t(Der neue PX2010),
t(AutoScout24),
t(Banner),
t(Wallpaper)
4 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Focus-Online
&utm_medium=Banner
&utm_content=Wallpaper
&ct=t(Der neue PX2010),
t(Focus-Online),
t(Banner),
t(Wallpaper)
5 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=AutoScout24
&utm_medium=Banner
&utm_content=Skyscraper%20%28160×600%20Pixel%29
&ct=t(Der neue PX2010),
t(AutoScout24),
t(Banner),
t(Skyscraper%20%28160×600%20Pixel%29)
6 http://pax.webalytics.de/
?utm_campaign=Der neue PX2010
&utm_source=Focus-Online
&utm_medium=Banner
&utm_content=Skyscraper%20%28160×600%20Pixel%29
&ct=t(Der neue PX2010),
t(Focus-Online),
t(Banner),
t(Skyscraper%20%28160×600%20Pixel%29)

Die Auswertung im Analyse Tool

Nachdem nun Ihre Werbemaßnahmen mittels Prozentkodierung korrekt gekennzeichnet sind, lassen sich diese im jeweiligen Analyse Tool entsprechend auswerten. So stehen Ihnen in Google Analytics, Urchin Software und auch ClickTale die entsprechenden Berichte zur Verfügung, mit denen Sie dann den Erfolg Ihrer Kampagne messen können.

Bericht in Google Analytics

Kampagnen-Auswertung mit Google Analytics

Bericht in Urchin Software

Kampagnen-Auswertung mit Urchin Software

Bericht in ClickTale

Kampagnen-Auswertung mit ClickTale

Verschiedene Lizenzierungsszenarien sind bei der Installation von Urchin Software in der Version 6 und 7 denkbar. Dabei spielt es zunächst einmal keine Rolle, ob Sie eine Demo-Lizenz aktivieren, eine erworbene Lizenz einspielen oder eine bestehende Lizenz reaktivieren wollen. Betrachten wir uns einmal gemeinsam die Situationen, die beim Betrieb von Urchin vorkommen können. So könnte sich der Verlauf wie folgt darstellen:

  • Sie laden sich die Urchin Software von unserer Website herunter und installieren eine Demo-Lizenz.
  • Nach 30 Tagen ist die Demo-Lizenz abgelaufen und Sie erwerben die Voll-Lizenz und müssen diese über die vorhandene Demo-Lizenz einspielen.
  • Weitere 60 Tage später stellen Sie fest, dass die Urchin-Installation samt Datenbestand auf einen anderen Server migriert und die bestehende Lizenz reaktiviert werden muss.

In den nachfolgenden Abschnitten widme ich mich den beschriebenen Situationen und stelle Ihnen die entsprechende Lösung vor. Sie können die Vorgehensweisen somit Schritt für Schritt nachvollziehen.

Installieren der Demo-Lizenz

Im ersten Abschnitt zeige ich Ihnen, wie Sie für Ihre frisch installierte Urchin Software eine Demo-Lizenz einspielen. Melden Sie sich zunächst an Ihrer Urchin-Installation an. Sie werden danach gleich aufgefordert, Urchin zu lizenzieren. Wählen Sie hier den Link “Obtain a Demo License” aus.

Demo-Lizenz für Urchin auswählen

Klicken Sie im zweiten Fenster auf die Schaltfläche “Accept and Install”, um die Demo-Lizenz einzuspielen.

Urchin Demo-Lizenz einspielen

Um die Lizenz nun final zu aktivieren, klicken Sie im letzten Fenster auf die Schaltfläche “Install license”. Beachten Sie auch die Limitierungen der Demo-Lizenz. Eine vollständige Aufstellung der Features finden Sie auf unserer Webseite Urchin Features“.

Urchin Demo-Lizenz installieren

Nachdem die Lizenz eingespielt ist, können Sie Ihre Urchin-Installation nach Ihren Vorstellungen/Anforderungen konfigurieren.

Installieren der Voll-Lizenz (Regular License)

Früher oder später stellt sich Ihnen die Aufgabe, in Ihre Urchin-Installation mit einer Voll-Lizenz (auch Regular License genannt) auszustatten. Das kann entweder direkt nach der Installation oder aber auch nach Ablauf des Testzeitraums von 30 Tagen geschehen. In diesem Abschnitt schildere ich Ihnen, wie Sie in Urchin Software eine Voll-Lizenz einspielen. Melden Sie sich zunächst an Ihrer Urchin-Installation an.

Sie werden gleich danach aufgefordert, Urchin zu lizenzieren; entweder, weil Sie Urchin gerade eben installiert haben, oder der Testzeitraum abgelaufen ist. Ebenfalls denkbar wäre die Aktualisierung einer Demo-Lizenz auf die Vollversion während des Testzeitraums (zu erreichen über Konfiguration –> Einstellungen –> Lizenz). Wählen Sie in jedem Fall den Link “Activate License”.

Voll-Lizenz für Urchin auswählen

Geben Sie im zweiten Fenster Ihren bei uns erworbenen Serial Code (Lizenzcode für Urchin) in das entsprechende Feld ein und klicken Sie auf die Schaltfläche “Accept and Install”, um die Voll-Lizenz einzuspielen.

Urchin Voll-Lizenz einspielen

Achten Sie bitte darauf, dass der Lizenzumfang der nachfolgenden Abbildung entspricht.  Um die Lizenz nun final zu aktivieren, klicken Sie im letzten Fenster auf die Schaltfläche “Install license”. Achtung: Dieser Schritt kann nicht mehr rückgängig gemacht werden! Ist Die Lizenz dem System einmal zugewiesen bedarf es einer Reaktivierung des Serial Code, um Urchin beispielsweise auf ein anderes System “umzuziehen”.

Urchin Voll-Lizenz installieren

Nachdem die Lizenz eingespielt ist, können Sie entweder Ihre Urchin-Installation nach Ihren Vorstellungen/Anforderungen konfigurieren oder aber mit der zeitlich unlimitierten Nutzung in vollem Umfang fortfahren.

Reaktivieren einer bestehenden Lizenz

Oftmals liegt bei diesem Szenario die Tatsache zugrunde, dass Sie vorhandene Hardware austauschen oder von einem Betriebssystem auf ein anderes wechseln wollen, bzw. müssen. Da sich der Lizenzschlüssel (License Key, nicht zu verwechseln mit dem Serial Code!) von Urchin anhand verschiedener Faktoren zur Laufzeit errechnet, führt das Austauschen von Hardware bzw. das Kopieren von Dateien auf ein anderes System zur Deaktivierung von Urchin. Daraus folgt, dass Ihre Lizenz im Anschluss erneut aktiviert werden muss. In diesem Fall gehen Sie wie folgt vor:

  1. Besuchen Sie auf unserer Website den Bereich zur Reaktivierung der Urchin Lizenz.
  2. Wählen Sie eine passende Priorisierung aus (Hinweis: es können Kosten entstehen!)
  3. Durchlaufen Sie die Schritte in unserem Shop-System zum Absenden Ihrer Anfrage
  4. Nachdem Sie von unserem Support-Team die Meldung über die Reaktivierung Ihres Serial Codes erhalten haben, verfahren Sie zum Einspielen der Lizenz wie oben beschrieben.

Danach ist Ihre Urchin-Installation wieder in vollem Umfang nutzbar.


Im Kontext zu Google Analytics und Urchin Software werden wir immer wieder gefragt, was der Unterscheid zwischen Einstiegen, Ausstiegen und Absprüngen sei. Auf den ersten Blick scheint es hierzu keine vernünftige Erklärung zu geben. Betrachten wir uns das Geschehen auf einer Website aber einmal genauer, wird deutlich, wie Google Analytics und Urchin Software hier unterscheiden.

Einstiege

Der Begriff “Einstieg” (englisch: “Entrance”) ist wohl am schnellsten erläutert: Es handelt sich hierbei um die Seite einer Internetpräsenz, die der Besucher direkt aufgerufen hat (z. B. www.webalytics.de/urchin-software/) oder auf der er durch eine Kampagne (z. B. Google AdWords, Bannerwerbung, etc.) gelandet ist. Dieser initiale Einstieg wird somit zurecht als “Einstieg“ bezeichnet.

In der nachfolgenden Grafik wird ein Standard-Clickstream dargestellt, bei dem der Besucher die Website auf Seite 1 betritt und sich dann weiter auf Seite 2 und Seite 3 bewegt:

Standard Clickstream - Einstieg

Ausstiege

Unter “Ausstieg” (englisch: “Exit”) wird das Verlassen der Website verstanden. Dies kann durch das Schließen des Browsers geschehen, das Ansurfen einer anderen Website oder aber auch durch das Ablaufen der Sitzung geschehen. In jedem Fall aber setzt der “Ausstieg” das VORHERIGE Besuchen von anderen Seiten innerhalb der Internetpräsenz voraus.
Aus der nachfolgenden Grafik geht hervor, wie der Besucher die Website auf Seite 1 betritt, sich dann weiter auf Seite 2 und Seite 3 bewegt. Auf Seite 3 schließt der Besucher dann den Browser und verursacht damit  einen “Ausstieg”:

Standard Clickstream - Ausstieg

Absprung

Zuletzt betrachten wir uns noch den “Absprung” (englisch: “Bounce”). Hierbei wird ebenso wie bein Ausstieg der Fokus von der Seite wegbewegt. Allerdings geschieht das bereits auf der Einstiegsseite, ohne dass weitere Seiten zuvor besucht wurden.

In der nachfolgenden Grafik wird deutlich, wie ein Besucher auf die Seite 1 gelangt und durch das Schließen des Browsers einen Abspruch verursacht:
Standard Clickstream - Absprung

Eine Kombination aus allen dreien

Kann nun ein einzelner Besucher während seines Besuchs auf der Website alle drei Status verursachen? Ja, kann er! Wie Ihnen sicherlich schon bekannt ist, hat eine Besuchersitzung bei Inaktivität (also, wenn der Besucher keine weitere Seite abruft oder sonst mit der Seite interagiert) eine maximale Gültigkeitsdauer von 30 Minuten. Nach ablauf dieser Zeit gilt der Besuch als beendet.

Was wäre denn nun aber ein Grund dafür, dass der Besucher auf einer Seite keine Aktionen mehr ausführt? Nun, derlei gibt es viele, hier einmal die wichtigsten:

  • der Besucher liest gespannt einen Artikel (Zeitung, Blog, etc.), der über mehrere Seiten reicht
  • der Freund / die Freundin des Besuchers ruft an und verwickelt diesen in eine endlos lange Diskussion bezüglich des nächsten Kinobesuchs
  • Mittagspause, Kundenbesuch, Dienstreise, oder sonstige Ablenkung…
  • der Besucher ist vor Erschöpfung / Langeweilse am PC eingeschlafen

Nein, ernsthaft, in der Tat gibt es viele Möglichkeiten, warum ein Besucher eine Website für mehr als 30 Minuten “links liegen lässt”. Viel interessanter ist aber die Frage danach, was in diesem Zusammenhang passiert.

Clickstream - Einstieg, Ausstieg, Absprung

Die obenstehende Grafik zeigt auf, dass der Besucher den “Einstieg” auf Seite 1 durchführt. Durch seine Inaktivität über 30 Minuten auf Seite 2 verursacht er dann einen “Ausstieg”, da die Sitzung abgelaufen ist. Da sich der Besucher aber dazu entschließt von Seite 2 die  Seite 3 aufzurufen, wird durch diese Aktion ein weiterer “Einstieg” vermerkt. Schließt der Besucher dann seinen Browser auf Seite 3 wird zudem noch ein “Absprung” gezählt, da Einstieg und Absprung auf der selben Seite stattfinden.

Stellenwert der Absprungrate (Bounce Rate)

Nachdem wir nun die Terminologie behandelt haben und Sie genau wissen, was der Unterschied zwischen Einstieg, Ausstieg und Absprung ist, müssen wir uns nun einmal näher mit der Absprungrate beschäftigen. Die Absprungrate bezeichnet völlig wertschöpfungsfrei das nüchterne Verhältnis zwischen Einstiegen und Absprüngen. Nicht mehr und nicht weniger. Die Nuancen und somit das Un- bzw. Missverständnis entsteht dann bei der Interpretation der Absprungrate, wenn diese total oder auf einzelne Seiten bezogen betrachtet wird.

Eine Absprungrate von 99,9% ist schlecht, richtig?

Nun ja, das lässt sich zwar vermuten, muss aber im Kontext der jeweiligen Seite genauer analysiert werden. Nehmen wir zum Beispiel eine Aktions-Seite aus dem myspace-Kontext (hier aktuell http://www.myspace.com/coca-cola, ohne dafür Werbung machen zu wollen). Das Prinzip von myspace gestaltet sich derart, dass eine einzige Seite zum Spielplatz der Besucher wird und somit alle Aktionen (Einstieg, Kommentare, Absprung, etc.) auf eben dieser Seite stattfinden. Alleine dadurch kann der Besucher gar keine Unterseiten aufrufen – er ist auf der einen Seite “gefangen”. Lediglich der Absprung auf eine andere Website, das Schließen des Browsers oder das einfache Auslaufen der Sitzungsdauer (30 Minuten) sind innerhalb dieses Kontext möglich. Ergo kann die Absprungrate hier nur gegen 100% laufen.

5% Absprungrate ist genial, oder?

Wie Sie sich anhand der vorigen Schilderung denken können, ist auch die einleitende Aussage so pauschal nicht ganz richtig. Betreiben Sie beispielsweise eine Landeseite, auf der die Besucher nichts weiter tun müssen, als eine Abstimmung für etwas durchzuführen, dann sollte Ihr Ziel natürlich sein, eine möglichst hohe Absprungrate zu erzielen, denn die Besucher sollen Option A oder Option B wählen und dann die Seite wieder verlassen. Kommt es nun dazu, dass die Besucher durch zusätzliche Elemente “abgelenkt” werden (z. B. aufmerksamkeitserregende Buttons), wird das eigentliche Ziel verfehlt und der Besucher verliert sich ggf. in Unterseiten. Haben Sie hierbei evtl. noch AdWords zur Attrahierung von Besuchern eingesetzt, ist das aufgrund entstehender Kosten natürlich umso schlimmer.

Fazit:

Getreu dem Motto “Es ist nicht alles Gold, was glänzt” sollte gerade in Bezug auf die Absprungrate das richtige Augemaß angewendet werden. Nicht jede hohe Absprungrate ist somit zwangsläufig schlecht und nicht jede niedrige ein Grund zum Jubeln. Vielmehr sollte hier der Kontext  und das Geschäftsziel der jeweiligen Seite genau untersucht werden.

Ihr

Holger Tempel

Vielleicht fragen auch Sie sich, wie letztendlich die Daten über das Logfile Ihres Webservers in Urchin gelangen? Nun, relativ einfach. Ist der Tracking Code und die Java-Script-Datei urchin.js erst einmal in jeder Webseite integriert, sendet dieser einen sogenannten HTTP-GET Befehl an Ihren Webserver und ruft damit eine transparente, 1×1 Pixel große, GIF-Datei ab.

Das alleine würde aber nicht ausreichen, da der bloße Abruf einer Datei zwar im Logfile vermerkt wird, aber daraus noch keine Erkenntnisse über den Besucher gewonnen werden könnten. Daher hängt das Script an diesen Aufruf verschiedene Abfrage-Parameter an. Ähnlich wie in einem Shop-System werden die Parameter mit einem Fragezeichen (?) eingeleitet und mit dem Ampersand (&) verkettet (z. B. …/index.html?artikel=schuhe&groesse=43&farbe=braun).

Zunächst einmal klingt das aber recht abstrus: Zum Übertragen von Nutzerdaten werden Abfrage-Parameter angehängt? “Ich will doch gar nichts von dem Server”, werden Sie sagen. Stimmt! Aber das ist der Weg, wie die Informationen ungekürzt in das Logfile gelangen können.

Was steht in einem Logfile?

Der Abruf eines jeden Elements, aus dem Ihre Webseite besteht, wird als separate Datenzeile im Logfile eingetragen. Dazu gehören CSS-Dateien genau so wie Java-Script-Dateien und auch Grafiken. Somit wird auch der Abruf des __utm.gif erfasst und erscheint im Logfile etwa so:

82.100.192.197 blog.webalytics.de - [21/Dec/2009:09:44:12 +0100] "GET /__utm.gif?utmwv=1&utmn=434929548&utmcs=UTF-8&utmsr=1280x1024&utmsc=32-bit&utmul=en-us&utmje=1&utmfl=10.0%20r32&utmcn=1&utmdt=webalytics%20blog&utmhn=blog.webalytics.de
&utmr=http://www.webalytics.de/&utmp=/"

Obwohl der URL in erster Linie hochgradig komplex erscheint, kann er dennoch einfach in seine Einzelteile zerlegt werden. Zunächst einmal ist da der Aufruf für __utm.gif, was sozusagen die Grundlage für alle Berichte in Urchin darstellt. Danach folgt ein sehr langer String mit Abfrageparametern. Jeder der Parameter enthält eine bestimmte Information, die dann zur Auswertung in den Berichten genutzt wird. Manche davon werden nur in bestimmten Fällen benutzt, andere kommen wiederum immer zum Einsatz.

Welche Informationen werden in Urchin gespeichert?

Schauen wir uns in den folgenden beiden Abschnitten (Parameter für Seitenzugriffe & E-Commerce) einmal an, welche Variablen zum Einsatz kommen und welche Bedeutung sie letztendlich haben.

Parameter für Seitenzugriffe

Die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Parameter werden für jeden Seitenzugriff erfassten, sobald das __utm.gif abgerufen wird.

Variable kurz für Beschreibung Beispiel
utmcn campaign new Startet eine neue Kampagnensitzung. Verändert Kampagnen-Erhebungsdaten; initiiert aber keine neue Sitzung. Entweder utmcn oder utmcr ist bei einem beliebigen Abruf vorhanden. utmcn=1
utmcr campaign repeat Weist einen wiederholten Kampagnenbesuch aus. Dieser Wert wird gesetzt, sobald ein wiederholter Klick auf den gleichen Link erfolgt. Entweder utmcn oder utmcr ist bei einem beliebigen Abruf vorhanden. utmcr=1
utmcs character set Zeigt verwendeten Zeichensatz der Seite an. Manchmal gibt die Webseite keine Auskunft dazu, worauf der Wert dann auf “-” gesetzt wird. utmcs=UTF-8
utmdt document title Seitentitel in URL-codiertem Format. utmdt=webalytics%20blog
utmfl flash Gibt Auskunft über die auf dem Rechner eingesetzte Flash Version. utmfl=10.0%20r32
utmhn host name Hostname in URL-codiertem Format utmhn=blog.webalytics.de
utmje java enabled Zeigt an, ob der Browser für Java aktiviert ist. “1” bedeutet “ja”. utmje=1
utmn   Eindeutige ID, die für jeden GIF-Abruf generiert wird. Dient dazu, das Caching der GIF-Datei zu verhindern. utmn=434929548
utmp page Seitenabruf der aktuellen Seite (“/” steht für die Startseite) utmp=/
utmr referral Verweisseite als kompletter URL. utmr=http://www.webalytics.de/
utmsc screen color Bildschirmfarbtiefe utmsc=32-bit
utmsr screen resolution Bildschirmauflösung utmsr=1280×1024
utmul user language Browser-Sprache utmul=en-us
utmwv which version Version des Tracking Codes utmwv=1

 

Parameter für E-commerce

Handelt es sich bei der Website um einen Online-Shop oder ein sonstiges E-Commerce-System, werden zu jeder Transaktion mindestens zwei weitere Zeilen in das Logfile geschrieben: Eine Zeile für die Transaktion (oder den Vorgang) selbst und jeweils eine separate Zeile für jede verkaufte Position (Artikelzeile). Diese Parameter sind nur dann im __utm.gif enthalten, wenn eine Transaktion erfasst wird; für jede Position Ihrer Transaktion wird __utm.gif erneut abgerufen.

Eine Transaktionszeile könnte wie folgt aussehen:

82.100.192.197 shop.webalytics.de - [21/Dec/2009:09:45:12 +0100] "GET /__utm.gif?utmwv=1&utmt=tran&utmn=1831392004&utmtid=091222-081230&utmtst=Onlineshop
&utmtto=2295.00&utmtsp=0.00&utmttx=436.05&utmtci=Lampertheim&utmtrg=Hessen
&utmtco=Germany

Die Erläuterung zu den einzelnen Parametern finden Sie in der nachstehenden Tabelle:

Variable kurz für Beschreibung Beispiel
utmt temporary Spezielle Variable, der verschiedene Werte zugewiesen werden können (z. B. Ereignisse, Transaktionen, Elemente und benutzerdefinierte Variablen) utmt=tran
utmtci transaction city Stadt des Rechnungsempfängers utmtci=Lampertheim
utmtco transaction country Land des Rechnungsempfängers utmtco=Germany
utmtid transaction ID Transaktion- oder Vorgangsnummer utmtid=091222-081230
utmtrg transaction region Bundesland oder Region des Rechnungsempfängers utmtrg=Hessen
utmtsp transaction shipping Versandkosten utmtsp=0.00
utmtst transaction store Herkunft der Transaktion . Dient der Unterscheidung zwischen verschiedenen Affiliations. utmtst=Onlineshop
utmtto transaction total Gesamtsumme (netto) utmtto=2295.00
utmttx transaction tax Umsatzsteuer (Gesamtwert) utmttx=436.05

 

Eine Positionszeile könnte wie folgt aussehen:

82.100.192.197 shop.webalytics.de - [21/Dec/2009:09:45:12 +0100]"GET /__utm.gif?utmwv=1&utmt=item&utmn=575987983&utmtid=091222-081230&utmipc=URCHIN6SL&utmipn=Urchin
%20v6&utmiva=Software&utmipr=2295.00&utmiqt=1

Die Erläuterung zu den einzelnen Parametern finden Sie in der nachstehenden Tabelle:

Variable kurz für Beschreibung Beispiel
utmt temporary Spezielle Variable, der verschiedene Werte zugewiesen werden können (z. B. Ereignisse, Transaktionen, Elemente und benutzerdefinierte Variablen) utmt=item
utmipc item product code Artikel- oder Herstellernummer (auch SKU genannt) utmipc=URCHIN6SL
utmipn item product name Artikelbezeichnung utmipn=Urchin%20v6
utmipr item price Einzelpreis des Artikels utmipr=2295.00
utmiqt item quantity Artikelmenge utmiqt=1
utmiva item variation Artikelvariationen oder Kategorien (z. B. groß, mittel, klein, rot, grün, blau, etc.) utmiva=Software

 

Kann ich das auch ohne Logfile sehen?

__utm.gif-Abrufe in Live HTTP headers sichtbar machen

Sofern Sie den Mozilla Firefox einsetzen und dazu das Add-On “Live HTTP headers” installieren, können Sie sich die einzelnen Zeilen auch im Live-Betrieb anschauen. Öffnen Sie dazu den Browser Firefox, klicken Sie dann auf das Menü “Extras” (Tools), und danach auf den Menüpunkt “Live HTTP headers”. Ein weiteres Fenster öffnen sich und Sie wechseln dann auf die Registerkarte “Generator”. Stellen Sie sicher, dass die Checkbox “request” markiert ist und rufen Sie dann die gewünschte Webseite im Firefox auf.

Sobald die Seite anfängt zu laden, werden im Fenster “Live HTTP headers”Einträge ersichtlich. Ist der Ladevorgang abgeschlossen, suchen Sie einfach nach Einträgen, die mit “#request# GET http://…/__utm.gif?…” beginnen. Diese können Sie dann einfach markieren, kopieren und in einem beliebigen Editor (z. B. Notepad) betrachten.

Was nützt mir das Wissen?

Durch die vorgenannten Erläuterungen haben Sie nun die Möglichkeit, und herauszufinden, warum in Urchin beispielsweise keine Daten angezeigt werden. Mit diesen Kenntnissen können Sie leicht ermitteln, wo in Ihrem System oder E-Commerce die Ursache für fehlende Transaktionsauswertungen liegt und können diese Probleme einfacher beseitigen.

Ich wünsche viel Spaß bei dieser Art von Forensik 🙂 – Diskussionen und Kommentare jederzeit willkommen.

Ihr Holger Tempel

Wenn Sie die aktuelle Urchin-Version testen wollen, stellt sich sicherlich die Frage, auf welcher Plattform und unter welchem Betriebssystem das passieren soll. Als Plattform eignen sich ausrangierte Server, virtuelle Maschinen, oder zur Not sogar Ihre Workstation. Letzteres kann sinnvoll sein, wenn Sie lediglich das Look & Feel ausprobieren möchten. Meistens will man aber mehr ausprobieren und sollte dann von vornherein eine der anderen Möglichkeiten einsetzen.

Wer eine geeignete Windows-Lizenz übrig hat, darf sie gerne ver(sch)wenden. Wir empfehlen für Testinstal-lationen von Urchin, sich eine aktuelle kostenfreie Linux-Server-Distribution herunterzuladen, z.B. Ubuntu oder CentOS (zu RedHat binärkompatibel) und zu installieren.

CentOS bietet zwar keine Serverversion zum Download an, aber während der Installation kann diese auf Server und/oder Server-GUI reduziert werden. Ubuntu-Server bringt dagegen keine GUI mit. Wer auf (Linux-) Kommando-zeilenebene nicht so fit ist, sollte sich eine GUI (Gnome oder KDE) installieren.

Systemvoraussetzungen für eine Installation

Geeignete Windows-Systeme sind Windows 2003 Server, Windows XP, Windows 2000, Windows Vista, Windows 2008 Server. Von den Unix-basierten-Systemen werden die Linux-Kernel 2.4 und 2.6, sowie FreeBSD 6.2+ unterstützt. Für Urchin geeignete Datenbanken sind MySQL 5.03+ oder PostgreSQL 8.2.5+. Um die im Installationspaket von Urchin 6.6.02 mitgelieferte PostgreSQL 8.4.01 unter Linux(Kernel 2.4 oder 2.6) zu installieren, wird die glibc 2.3.3+ benötigt.

Für die Analyse einzelner kleiner bis mittelgroßer Websites sollte das System wie folgt ausgestattet sein:

  • 2‑GHz-Prozessor oder schneller
  • 2 GB RAM
  • 250 GB Festplattenlaufwerk (IDE oder SATA)
  • 100 MBit/s-Ethernet-Schnittstelle

Bei Installationen für Provider oder größerer Unternehmen sollte das System folgendermaßen ausgestattet sein:

  • 2,5-GHz Pentium Dual-Core / 2-GHz UltraSPARC / PPC, MIPS oder anderem mit ähnlichem CPU‑Geschwindigkeitsbereich
  • 3 GB RAM
  • Ultra2/Wide SCSI-Festplattenlaufwerk (z. B. Seagate Cheetah), Kapazität nach Protokollaufkommen
  • 100 MBit/s-Ethernet-Schnittstelle
  • Backupsystem.

Als Plattenplatzbedarf muss mit ca. 10% der der Originalprotokollgröße gerechnet werden. Für die Anzeige der Urchin-Benutzeroberfläche sind die  Browser Internet Explorer 6.x+, Firefox 2.x+ oder Chrome 1.x+ geeignet. Weitere Informationen finden Sie im Urchin-Helpcenter.

Warum beschreiben wir hier eine Installation unter Linux mit Kernel 2.6?

Die Installation von Urchin unter Windows gestaltet sich eher trivial. Die benötigten Informationen sind sowohl für Windows, als auch für Linux identisch. Da unter beiden Systemen die gleichen Fragen gestellt werden, es unter Linux – je nach System – aber die eine oder andere kleine Hürde zu nehmen gilt, beschreiben wir hier die Installation unter Linux. Dadurch wird die Installation unter Linux hoffenlicht so einfach, wie die unter Windows. Für den Kernel 2.6 haben wir uns entschieden, da dieser Kernel der aktuellste und wohl der verbreitetste ist.

Vorbereitungen

Sollten Sie die Installation in einer virtuellen Maschine auf Ihrer Workstation vornehmen wollen, so achten Sie bitte darauf, dass Sie die Netzwerkschnittstelle im Bridging-Modus betreiben. Erst dann ist gewährleistet, dass Sie selbst und andere darauf zugreifen können.

In dem Fall, dass Sie eine Neuinstallation des Betriebssystems vornehmen, sollten Sie alle nicht benötigten Server und Dienste abwählen. Sie brauchen in der Regel lediglich den OpenSSH-Server und evtl. eine Datenbank, sowie Samba. Einen Webserver bringt Urchin mit.

Die mit den aktuellen Linux-Systemen ausgelieferten MySQL-Datenbanken sollten von der Version passen. Bei PostgreSQL ist hier noch die Version 8.1.6 üblich, daher sollte dann lieber die mit Urchin gelieferte Version verwendet werden. Urchin empfiehlt grundsätzlich die Verwendung von MySQL, liefert aber aus lizenzrechtlichen Gründen PostgreSQL im Installationspaket mit aus. Für welche Datenbank Sie sich entscheiden, ist letztendlich egal – Urchin funktioniert mit beiden.

Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass die Firewall SSH, HTTP, HTTPS und ggf. noch FTP und Samba erlaubt.

Unter FreeBSD sollten Sie vor der Installation von Urchin sicherstellen, dass in der Datei “/boot/loader.conf” die folgenden Zeilen stehen:

# Increase max process data segment size to 1GB
kern.maxdsiz="1073741824"
# Wait for full HTTP request accept filter
accf_http_load="YES"

Sollten Sie sich für die MySQL-Datenbank entschlossen haben, müssen Sie noch mit den folgenden Befehlen eine leere Datenbank für Urchin anlegen:

root@yourserver# mysql -u root -p 

mysql> create database urchin character set utf8; 

mysql> GRANT ALL ON urchin.* to 'urchin'@'localhost' IDENTIFIED BY 'urchinpassword'; 

Selbstverständlich dürfen Sie statt urchinpassword ein eigenes Passwort verwenden. Sollten Sie eine vorhandene PostgreSQL verwenden wollen, finden Sie die entsprechenden Befehle in der im gezippten Installationspaket enthaltenen Anleitung. Um die mit Urchin mitgelieferte PostgreSQL zu nutzen, sinde diese Schritte nicht nötig.

Bevor Sie aber mit der Installation von Urchin beginnen, müssen Sie sich zunächst die aktuelle Urchin-Version 6.6.02 herunterladen. Sie finden den Download für alle unterstützten Betriebssysteme hier auf unserer Website. Es empfiehlt sich die Datei auf die eigene Workstation herunterzuladen und dort zu entpacken, da in der .ZIP-Datei einige .PDF-Dokumente und der für die Installation benötigte Tarball (.tar.gz) enthalten sind. Diesen Tarball kopieren Sie dann z.B. mit WinSCP auf das System, auf dem Sie Urchin installieren wollen. Das dafür benötigte temporäre Verzeichnis erstellen Sie entweder in WinSCP oder mit den folgenden Befehlen in einem Terminalfenster oder auf der Konsole:

mkdir /var/tmp/urchintemp
cd /var/tmp/urchintemp

Sollten Sie ausversehen das .ZIP-File hierher kopiert haben, können Sie es in einem Terminalfenster oder auf der Konsole so entpacken:

unzip urchin6602_linux2.6_kernel.zip

Installation – jetzt geht’s los!

Die Installation nehmen wir am besten als Benutzer mit Root-Rechten auf einer Konsole oder in einem Terminal-Fenster vor. Unter CentOS wäre das „root“ und unter Ubuntu der bei der Installation angelegte Benutzer. Als erstes entpacken wir den Tarball in dem temporären Verzeichnis:

tar xzvf urchin6602_linux2.6_kernel.tar.gz

Und starten danach das Installationsskript. Der Befehl lautet unter CentOS „./install.sh“ und unter Ubuntu „sudo ./install.sh“.

Die meisten Fragen brauchen Sie lediglich mit der Enter-Taste bestätigen, da die Vorschläge für eine Testinstallation optimal sind. Nachstehend sehen Sie den Ablauf des Installationsskripts bis zur Frage nach der Datenbank:

root@yourserver:/var/tmp/urchintemp # ./install.sh
Choose Language: [Default: 1]
1. English
2. Japanese / 日本語
3. Spanish / Español
-> <ENTER>

------------------------------------------------------------------------
-- Welcome to the Urchin Installation and Upgrade Utility
-- Version 6.602
------------------------------------------------------------------------

Please read the install.txt file before continuing. Urchin installs and
uses a lightweight Apache webserver for web-based administration and
report delivery. The installer may ask for the following information
during installation:
1. A port number for the Urchin webserver. Port numbers below 1024
require superuser privileges.
2. A valid user and group for ownership and operation.
3. SQL information: SQL server type, server hostname and port/socket,
database name for Urchin, and SQL username/password used to access
the database.

SECURITY NOTE: The web-based Urchin administration and reporting
interfaces use unencrypted HTTP by default. Use of HTTPS requires
installation of your site-specific SSL certificate and key files into
the Urchin distribution and configuring Urchin to enable SSL when the
web service starts. Please see the online product documentation for
specific details.

Please select the installation type [Default: 1]
   1. New
   2. Upgrade
-> <ENTER>

Specify the installation directory  [Default: /usr/local/urchin]:
-> <ENTER>

The specified directory does not exist: /usr/local/urchin

Do you want the script to create it? [Default: 1]
   1. Yes
   2. No
-> <ENTER>

Choose a port number for the webserver [Default: 9999]
-> <ENTER>

Choose a user for the webserver and file ownership [Default: nobody]
-> <ENTER>

Choose a group for the webserver and file ownership [Default: nobody]
-> <ENTER>

SQL Server Type [Default: 1]
   1. mysql
   2. postgresql
   3. install postgresql
->

Nun kommt ein Block, der sich abhängig von Ihrer Datenbankauswahl etwas unterschiedlich verhält. Wir zeigen hier alle drei Varianten, bzw. den entsprechenden Installationsablauf für eine Datenbank, die auf demselben Rechner wie die Urchin-Installation liegt (was aus Performancegründen auch anzuraten ist).

MySQL

Standardmäßig schlägt die Urchin-Installationsroutine als SQL-Servertyp die Option 1, also ein bereits installiertes MySQL vor. Sie müssen bei den Fragen nach dem SQL-Socketpfad, nach dem SQL-User und dem SQL-Passwort eine Antwort eingeben. Der Socketpfad steht für MySQL bei den meisten Distributionen in der Datei /etc/my.cnf und lautet in der Regel: /var/lib/mysql/mysql.sock. Der Pfad und der Dateiname der Konfigurationsdatei können von Distribution zu Distribution und von Paketquelle zu Paketquelle variieren. Unter Ubuntu steht die Information in /etc/mysql/my.cnf und lautet in der Regel /var/run/mysqld/mysqld.sock. Wurde die Datenbank mit den von Urchin empfohlenen Befehlen (siehe weiter oben) angelegt, so ist der Standardvorschlag bei der Frage nach dem SQL-User falsch und muss mit „urchin“ beantwortet werden. Im Anschluss geben Sie das Passwort für den Zugriff auf die Urchin-Datenbank ein. Das Passwort wird dabei nicht angezeigt, auch keine Ersatzzeichen.

-> <ENTER>

SQL Server [Default: localhost]
-> <ENTER>

SQL Socket path
-> /var/lib/mysql/mysql.sock

SQL Database [Default: urchin]
-> <ENTER>

SQL User [Default: nobody]
-> urchin <ENTER>
SQL Password
-> urchinpassword <ENTER>

PostgreSQL

Die zweite Option steht für eine bereits installierte PostgreSQL-Datenbank. Sie müssen bei den Fragen nach dem SQL-Socketpfad, nach dem SQL-User und dem SQL-Passwort eine Antwort eingeben. Der Socketpfad steht bei der Verwendung von PostgreSQL – sofern diese vorhanden ist – in der Datei data/postgresql.conf hinter unix_socket_directory und ist standardmäßig nicht gesetzt. Daher ist die Frage danach mit „null“ zu beantworten. Wurde die Datenbank mit den von Urchin empfohlenen Befehlen angelegt, so ist der Standardvorschlag bei der Frage nach dem SQL-User falsch und muss mit „urchin“ beantwortet werden. Im Anschluss geben Sie das Passwort für den Zugriff auf die Urchin-Datenbank ein. Das Passwort wird dabei nicht angezeigt, auch keine Ersatzzeichen.

-> 2<ENTER>

SQL Server [Default: localhost]
-> <ENTER>

SQL Socket path
-> null <ENTER>

SQL Port [Default: 5432]
-> <ENTER>

SQL Database [Default: urchin]
-> <ENTER>

SQL User [Default: nobody]
-> urchin <ENTER>

SQL Password
-> urchinpassword <ENTER>

Mitgeliefertes PostgreSQL installieren

Bei der dritten Option ist der Installationsteil kürzer; hier müssen Sie lediglich den Port bestätigen und das SQL-Passwort eingeben. Das Passwort wird dabei nicht angezeigt, auch keine Ersatzzeichen. Danach startet die PostgreSQL-Installation. Der Vorgang kann mehrere Minuten dauern. In einer X11-Session (GUI) informiert ein PopUp-Fenster über die gerade kopierten Dateien. In einer Konsolensitzung  erhalten Sie keinerlei Informationen über den Installationsfortschritt, bis die nächste Frage auftaucht.

-> 3<ENTER>

SQL Port [Default: 5432]
-> <ENTER>

SQL Password

-> urchinpassword <ENTER>

Installing PostgreSQL server

Die Installation abschließen

Ab hier ist der Ablauf wieder für alle Installationsvarianten gleich. Für den Download der Geodatenbank von den Google-Servern müssen Sie mit einem Volumen von ca. 200 MB (möglicherweise auch mehr) rechnen. In dem nachstehenden Abschnitt zeigen wir den Mitschnitt für den Fall einer Neuinstallation mit Installation der mitgelieferten PostgreSQL-Datenbank.

Would you like to initialize the configuration database during
install? [Default: 1]
   1. Yes
   2. No
-> <ENTER>

Would you like to enable automatic monthly updates of the geodata used
by Urchin? [Default: 1]
   1. Yes
   2. No
-> <ENTER>

Would you like the installer to start the Urchin webserver and scheduler
at the end of the installation? [Default: 1]
   1. Yes
   2. No
-> <ENTER>

------------------------------------------------------------------------
-- Summary Information

-- Installing Urchin 6.602

------------------------------------------------------------------------

Installation Directory: /usr/local/urchin
Webserver Port: 9999
Webserver User: nobody
Webserver Group: nobody
SQL Server Type: postgresql
SQL Server: localhost
SQL Socket path: null
SQL Database: postgres
SQL User: postgres
SQL Password: (set but not displayed)
Initialize configuration database during install: Yes
Automatic monthly geodata updates: Yes
Start Webserver and Scheduler: Yes

Please select continue or exit [Default: 1]
   1. Continue
   2. Exit
-> <ENTER>

Installing Urchin

Configuring Urchin to use existing SQL server
-- Initializing SQL database for Urchin
-- Configuring SQL parameters in urchin.conf

Creating webserver configuration

Setting file ownership and permission

Starting the Urchin webserver and scheduler daemon
Urchin webserver started on port 9999
Urchin SLAVE scheduler started
Urchin MASTER scheduler started
Urchin CPC scheduler started

------------------------------------------------------------------------
-- Installation Complete
------------------------------------------------------------------------

The Urchin administrative interface should be ready to use at

   http://yourserver:9999/

To start or stop the Urchin webserver or scheduler, run 'urchinctl start'
or 'urchinctl stop' from the installation bin directory.

The administrative interface default username is admin and the password
is urchin. A wizard will direct you through the process of licensing
the product and changing the default password. We strongly recommend
that you change the default value to something more secure.

root@yourserver:/var/tmp/urchintemp #

Urchin aktivieren

Die erfolgreiche Installation verifizieren Sie durch die Eingabe von „http://yourserver:9999/“ (wobei „yourserver“ für die IP-Adresse oder den Namen Ihres Servers steht) in Ihrem Webbrowser. Sie sollten dann folgendes Bild sehen:

Anmeldemaske der Urchin-Version 6.602

Melden Sie sich mit Username „admin“ und Password „urchin“ an und klicken auf der folgenden Seite auf den Link „Obtain Demo License“.

Lesen Sie sich die Lizenzbedingungen durch und klicken Sie dann unten auf den Button „Accept and Install“.

Und schon haben Sie eine Demo-Lizenz, die Sie unten über den Link „Install licence“ aktivieren.

Nun wird ein Setup-Wizard gestartet, der Sie durch die Basis-Konfiguration führt. Dabei handelt sich um insgesamt 4 Screens, mit denen in zwei Schritten einige Grundkonfigurationen vorgenommen werden. Die Angaben im ersten Schritt sollten Sie genau so stehen lassen, während Sie im zweiten Schritt durchaus ein neues Passwort für den User „admin“ vergeben sollten, insbesondere, wenn Sie anderen Leuten Zugriff auf das System gewähren wollen. Nach Abschluss dieser Basis-Konfiguration erscheint dann das normale Bild, welches nach dem Anmelden für den Superuser „admin“ angezeigt wird.

Viel Erfolg bei der Installation!

Ihr Detlef

Technikteam

Mit der neuen Urchin Version 6.6.02 werden nun zwei Geo-Datenbanken ausgeliefert und installiert: die bereits aus den Versionen 6.4.00 – 6.6.01 bekannte Geo-Datenbank und die neue Lightweight Geo-Datenbank.

Der Hintergrund für die neue Lightweight Geo-Datenbank liegt in der hohen Arbeitsspeichernutzung der ursprünglichen Geo-Datenbank begründet (600-800 MB), was bei der Verarbeitung großer Protokolldateien (Logfiles) zu Performance-Problemen führen konnte.

Welche Unterschiede bestehen zwischen den beiden Geo-Datenbanken?

Die ursprüngliche Geo-Datenbank enthält detaillierte Informationen auf Metro-Ebene (Land/Region/Stadt), Netzwerk-Ebene (Organisationen) und Domänen-Ebene. Die Datenbank weist somit den gleichen, wenn auch aktualisierten, Umfang auf wie ihre Vorversionen.
Die neue Lightweight Geo-Datenbank beinhaltet im Gegensatz dazu jedoch nur noch Metro-Informationen auf Länderebene; weder Informationen bezüglich Regionen, Städte, Netzwerke noch Domänen sind darin enthalten.

Welche Vorteile ergeben sich durch den Einsatz der neuen Lightweight Geo-Datenbank?

Der primäre Vorteil liegt tatsächlich im weitaus geringeren Arbeitsspeicherbedarf der Datenbank, die beim Verarbeiten der Protokolle im RAM vorgehalten werden muss. Daher sollte die neue Lightweight Geo-Datenbank immer dann Verwendung finden, wenn die Geschwindigkeit der Protokollverarbeitung im Vordergrund steht.

Wie schalte ich zwischen der Standard und der Lightweight Geo-Datenbank um?

Um die Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank zu aktivieren oder zu deaktivieren, ist die Modifikation der Datei urchin.conf nötig, die sich im Verzeichnis <Pfad-zu-Urchin>/etc/ befindet.

Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank aktivieren

Öffnen Sie die Datei urchin.conf mit einem herkömmlichen Texteditor und entfernen Sie das Hash-Sysbol (#) am Anfang der Zeile.

Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank aktiviert

Speichern Sie die Datei und starten Sie alle Urchin-Dienste neu. Erst dann ist die Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank aktiviert und die Standard Geo-Datenbank deaktiviert.

Verwendung der Standard Geo-Datenbank aktivieren

Öffnen Sie die Datei urchin.conf mit einem herkömmlichen Texteditor und fügen Sie ein Hash-Sysbol (#) am Anfang der Zeile ein.

Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank deaktiviert

Speichern Sie die Datei und starten Sie alle Urchin-Dienste neu. Erst dann ist die Verwendung der Standard Geo-Datenbank aktiviert und die Lightweight Geo-Datenbank deaktiviert.

Wie wirkt sich die neue Lightweight Geo-Datenbank auf die Berichtsdaten aus?

Wie bereits erwähnt, bietet die Lightweight Geo-Datenbank nur noch Informationen auf Länderebene, wodurch bei Einsatz derer bestimmte Berichte weniger oder gar keine Daten mehr enthalten.

Der Einsatz der Lightweight Geo-Datenbank hat Auswirkung auf die folgenden Berichte:

Bericht Lightweight Geo-Datenbank
(Klicken zum Vergrößern)
Standard Geo-Datenbank
(Klicken zum Vergrößern)
Dashboard
-> leitende Angestellte
-> Übersicht für leitende Angestellte
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Übersicht für leitende Angestellte Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Übersicht für leitende Angestellte
Dashboard
-> leitende Angestellte
-> Landkarten-Overlay
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Landkarten-Overlay Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Landkarten-Overlay
Marketing-Optimierung
-> Leistung der Besuchersegmente
-> Geografischer Standort
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Geografischer Standort Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Geografischer Standort
Marketing-Optimierung
-> Leistung der Besuchersegmente
-> Landkarten-Overlay
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Landkarten-Overlay Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Landkarten-Overlay
Marketing-Optimierung
-> Leistung der Besuchersegmente
-> Provider der Besucher
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Provider der Besucher Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Provider der Besucher
Marketing-Optimierung
-> Leistung der Besuchersegmente
-> Verbindungsgeschwindigkeit
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit
Marketing-Optimierung
-> Leistung der Besuchersegmente
-> Domains
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Domains Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Domains
Content-Optimierung
-> Parameter für Web-Design
-> Verbindungsgeschwindigkeit
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit
IT-Berichte
-> Domains und Nutzer
-> Domains
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Domains Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Domains
IT-Berichte
-> Domains und Nutzer
-> Domainaufschlüsselung
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Domainaufschlüsselung Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Domainaufschlüsselung
IT-Berichte
-> Browser und Robots
-> Verbindungsgeschwindigkeit
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit

Schlussbemerkung

Bevor Sie die Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank aktivieren,vergewissern Sie sich zunächst, dass Sie die fehlenden Daten aus den vorgenannten Berichten wirklich nicht benötigen.

Ist jedoch eine Steigerung der Verarbeitungsgeschwindigkeit unabdingbar, stellt die Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank ein probates Mittel zur Erreichung dieser Zielsetzung dar.