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Keine Lust mit Google Analytics getracked zu werden? Dann “OptMeOut”!

OptMeOut - datenschutzkonformes Tracking mit Google AnalyticsMit dem neuen kostenfreien Tool “OptMeOut” können Website-Betreiber nun den Besuchern ihrer Website eine komfortable Möglichkeit zum Ausschalten des Trackings anbieten.

Webanalyse, d.h. das Nachverfolgen und Analysieren von Nutzerverhalten auf Webseiten wird schon seit längerer Zeit in Deutschland kontrovers diskutiert. Einerseits ist die Webanalyse mit Werkzeugen wie beispielsweise Google Analytics, Urchin oder Omniture für Online Marketeers eine unverzichtbare Datenquelle zur gezielten Ausrichtung und Verbesserung Ihrer Website-Inhalte und Online-Kampagnen. Andererseits ruft besonders der Einsatz von Google Analytics, dem am häufigsten verwendeten Tracking-Tool,  immer wieder Datenschützer auf den Plan, welche die Privatsphäre des sorglosen Internet-Surfers durch das Tracking auf den Websites bedroht sehen. Die Meinungen zum Thema Webanalyse driften stark auseinander, “verboten” meinen die einen, “unproblematisch” und sogar “unverzichtbar” die anderen.

Welchem Website-Betreiber bei der ganzen Diskussion um Daten, IP-Adressen-Speicherung und Datenschutz nicht wohl ist, der kann nun seine Website-Besucher selbst entscheiden lassen, ob sie sich bei Ihrem Besuch auf den Seiten über die Schulter schauen lassen möchten oder lieber nicht. Mit “OptMeOut” stellen wir ein smartes kostenfreies Tool zur Verfügung, welches sich mit ein paar Handgriffen in die Webseiten integrieren lässt.

Flyout-Menü von OptMeOutOptMeOut ist derzeit für statische Webseiten einzetzbar, in Kürze werden wir das Tool auch für WordPress, Typo3 sowie für SmartStore.biz zur Verfügung stellen. Nach der Implementierung kann der Besucher über ein Flyout-Menü am oberen Rand der Seite das Tracking mit Google Analytics ganz einfach ein- und ausschalten und damit selbst entscheiden, ob sein Besuch auf der Seite in die Webanalyse des Betreibers einfließen soll.

Hier stellt sich die spannende Frage, wie viele Website-Besucher sich gegen das Tracking mit Google Analytics entscheiden werden, wenn das Ausschalten des Trackings so einfach geht. Genaue Daten darüber wird wohl nur eine Webanalyse liefern können. Mehr Infos zum kostenfreien Tool finden Sie auf der Website www.opt-me-out.de.

Verschiedene Lizenzierungsszenarien sind bei der Installation von Urchin Software in der Version 6 und 7 denkbar. Dabei spielt es zunächst einmal keine Rolle, ob Sie eine Demo-Lizenz aktivieren, eine erworbene Lizenz einspielen oder eine bestehende Lizenz reaktivieren wollen. Betrachten wir uns einmal gemeinsam die Situationen, die beim Betrieb von Urchin vorkommen können. So könnte sich der Verlauf wie folgt darstellen:

  • Sie laden sich die Urchin Software von unserer Website herunter und installieren eine Demo-Lizenz.
  • Nach 30 Tagen ist die Demo-Lizenz abgelaufen und Sie erwerben die Voll-Lizenz und müssen diese über die vorhandene Demo-Lizenz einspielen.
  • Weitere 60 Tage später stellen Sie fest, dass die Urchin-Installation samt Datenbestand auf einen anderen Server migriert und die bestehende Lizenz reaktiviert werden muss.

In den nachfolgenden Abschnitten widme ich mich den beschriebenen Situationen und stelle Ihnen die entsprechende Lösung vor. Sie können die Vorgehensweisen somit Schritt für Schritt nachvollziehen.

Installieren der Demo-Lizenz

Im ersten Abschnitt zeige ich Ihnen, wie Sie für Ihre frisch installierte Urchin Software eine Demo-Lizenz einspielen. Melden Sie sich zunächst an Ihrer Urchin-Installation an. Sie werden danach gleich aufgefordert, Urchin zu lizenzieren. Wählen Sie hier den Link “Obtain a Demo License” aus.

Demo-Lizenz für Urchin auswählen

Klicken Sie im zweiten Fenster auf die Schaltfläche “Accept and Install”, um die Demo-Lizenz einzuspielen.

Urchin Demo-Lizenz einspielen

Um die Lizenz nun final zu aktivieren, klicken Sie im letzten Fenster auf die Schaltfläche “Install license”. Beachten Sie auch die Limitierungen der Demo-Lizenz. Eine vollständige Aufstellung der Features finden Sie auf unserer Webseite Urchin Features“.

Urchin Demo-Lizenz installieren

Nachdem die Lizenz eingespielt ist, können Sie Ihre Urchin-Installation nach Ihren Vorstellungen/Anforderungen konfigurieren.

Installieren der Voll-Lizenz (Regular License)

Früher oder später stellt sich Ihnen die Aufgabe, in Ihre Urchin-Installation mit einer Voll-Lizenz (auch Regular License genannt) auszustatten. Das kann entweder direkt nach der Installation oder aber auch nach Ablauf des Testzeitraums von 30 Tagen geschehen. In diesem Abschnitt schildere ich Ihnen, wie Sie in Urchin Software eine Voll-Lizenz einspielen. Melden Sie sich zunächst an Ihrer Urchin-Installation an.

Sie werden gleich danach aufgefordert, Urchin zu lizenzieren; entweder, weil Sie Urchin gerade eben installiert haben, oder der Testzeitraum abgelaufen ist. Ebenfalls denkbar wäre die Aktualisierung einer Demo-Lizenz auf die Vollversion während des Testzeitraums (zu erreichen über Konfiguration –> Einstellungen –> Lizenz). Wählen Sie in jedem Fall den Link “Activate License”.

Voll-Lizenz für Urchin auswählen

Geben Sie im zweiten Fenster Ihren bei uns erworbenen Serial Code (Lizenzcode für Urchin) in das entsprechende Feld ein und klicken Sie auf die Schaltfläche “Accept and Install”, um die Voll-Lizenz einzuspielen.

Urchin Voll-Lizenz einspielen

Achten Sie bitte darauf, dass der Lizenzumfang der nachfolgenden Abbildung entspricht.  Um die Lizenz nun final zu aktivieren, klicken Sie im letzten Fenster auf die Schaltfläche “Install license”. Achtung: Dieser Schritt kann nicht mehr rückgängig gemacht werden! Ist Die Lizenz dem System einmal zugewiesen bedarf es einer Reaktivierung des Serial Code, um Urchin beispielsweise auf ein anderes System “umzuziehen”.

Urchin Voll-Lizenz installieren

Nachdem die Lizenz eingespielt ist, können Sie entweder Ihre Urchin-Installation nach Ihren Vorstellungen/Anforderungen konfigurieren oder aber mit der zeitlich unlimitierten Nutzung in vollem Umfang fortfahren.

Reaktivieren einer bestehenden Lizenz

Oftmals liegt bei diesem Szenario die Tatsache zugrunde, dass Sie vorhandene Hardware austauschen oder von einem Betriebssystem auf ein anderes wechseln wollen, bzw. müssen. Da sich der Lizenzschlüssel (License Key, nicht zu verwechseln mit dem Serial Code!) von Urchin anhand verschiedener Faktoren zur Laufzeit errechnet, führt das Austauschen von Hardware bzw. das Kopieren von Dateien auf ein anderes System zur Deaktivierung von Urchin. Daraus folgt, dass Ihre Lizenz im Anschluss erneut aktiviert werden muss. In diesem Fall gehen Sie wie folgt vor:

  1. Besuchen Sie auf unserer Website den Bereich zur Reaktivierung der Urchin Lizenz.
  2. Wählen Sie eine passende Priorisierung aus (Hinweis: es können Kosten entstehen!)
  3. Durchlaufen Sie die Schritte in unserem Shop-System zum Absenden Ihrer Anfrage
  4. Nachdem Sie von unserem Support-Team die Meldung über die Reaktivierung Ihres Serial Codes erhalten haben, verfahren Sie zum Einspielen der Lizenz wie oben beschrieben.

Danach ist Ihre Urchin-Installation wieder in vollem Umfang nutzbar.


Neue Berichtsmöglichkeiten in Google AdWords

Derzeit werden Keywords nur am letzten Klick gemessen und die Klickkosten sowie die damit erzielten Conversions im Tab „Keywords“ in Google AdWords oder bei Google Analytics ausgewiesen. Ist der Kunde über dieses Keyword direkt auf die eine Conversion auslösende Anzeige gekommen und hat gleich beim ersten Besuch eine Bestellung oder andere Leads getätigt, so ist das ja korrekt. Was aber, wenn der Kunde sich nicht beim ersten Besuch entscheidet und sich Bedenkzeit geben oder noch andere Angebote einholen will?

Bericht "Verzögerung"

Das kann dazu führen, dass effiziente und weniger effiziente Keywords nicht den Rang einnehmen, der ihnen eigentlich zusteht.

Beispiel:

Latenz bei der Conversion Ein Nutzer sucht einen neuen Wohnzimmerschrank.

Am Tag 1 gibt er in der Google-Suche den Suchbegriff „wohnzimmerschrank“ ein. Er klickt die Anzeige der Firma Mustermann an, informiert sich, möchte sich aber nicht gleich entscheiden.

Am Tag 3 gibt er nun das Keyword „wohnzimmerschränke“ ein, was zu einer Impression einer weiteren Anzeige der Firma Mustermann führt, die er zwar registriert, aber nicht anklickt, da er ja nach Vergleichsangeboten sucht.

Am sechsten Tag hat er sich entschlossen, dem Angebot von Firma Mustermann den Vorzug zu geben, weiß aber nicht mehr, über welches Keyword er sie am ersten Tag gefunden hat. So gibt er „landhausmöbel“ ein und hat Glück: es erscheint wieder Anzeige A. Der Kunde klickt und schließt eine Online-Bestellung ab.

Somit hat nicht das Keyword „landhausmöbel“ allein zur Conversion geführt, sondern auslösend war ursprünglich das Keyword „wohnzimmerschrank“ und das Keyword „wohn- zimmerschränke“ hat zu einer Impression geführt.

Die Lösung:

Hier sollen die neuen AdWords Such-Trichter-Berichte – auch als „Search Funnels“ bezeichnet – Abhilfe schaffen. Sie zeigen, wie oft und durch welche Keywords und Anzeigen sich ein Kunde bewegt hat, bevor es zum Kaufabschluss bzw. zur Conversion kommt.

Welche neuen Berichte gibt es?

In Google Adwords finden Sie unter dem Reiter „Berichterstellung“ bei den Conversions folgende Berichtgruppe:

Die Berichte können auch direkt über das Dashboard angesteuert werden und sind dort auch kommentiert:

Voraussetzungen

  • Die Such-Trichter-Berichte sind nur bei aktiviertem Conversion-Tracking verfügbar oder wenn Ziele bzw. Transaktionen aus Google Analytics nach AdWords transportiert werden
  • Nur für  Anzeigen aus der Google-Suche
  • Nur für die letzten 30 Tage abrufbar
  • Nur Daten für Keywords, die in einem Conversion-Pfad auftauchen

Nutzen

  • Einblick in das Kaufverhalten von Kunden bestimmter Produkte
  • Ermittlung einer Vorlaufzeit für saisonale Kampagnen
  • Eventuell neue Einschätzung von Keywords, Anzeigengruppen und Kampagnen

Fazit: Auch Impressionen zählen!

Keywords einer Anzeigengruppe bilden auf dem Weg zum Kunden ein Team, wo nicht dem Einzelnen allein der Ruhm gebührt. Die neuen Berichte werden dabei helfen, den tatsächlichen Rang von Keywords besser einzuschätzen.

Budgetverantwortliche, die sich zum ersten Mal mit Google AdWords beschäftigen, werden sich fragen, warum sie ausgerechnet dieser modernen, interaktiven Werbungsart den Vorrang vor herkömmlichen Werbemethoden den Vorrang geben sollten.

Neue Kunden mit AdWords – Lassen Sie sich finden!

Eines der größten Argumente für Google AdWords stellt wohl der Zeitpunkt im Kaufzyklus dar, zu dem AdWords-Anzeigen geschaltet und aufgerufen werden. In aller Regel befindet sich der Kunde im wohlbekannten AIDA-Modell bereits beim Kaufwunsch (desire) und sucht nun den für ihn passenden Verkäufer des von ihm favorisierten Produkts.

AIDA-Modell

Durch negative Keywords bleiben auf Wunsch ungeliebte Informationssammler und „Schnäppchenjäger“ außen vor, weil diesem Personenkreis die Werbeanzeige erst gar nicht präsentiert wird. Durch die Relevanz ihrer Anzeigen und Keywords werden potenzielle Kunden auf Ihre Landeseiten gelenkt, von wo aus sie zur gewünschten Zielerreichung (Online-Kauf, Bestellung eines Newsletters, Branding) geführt werden.

Werben Sie mit guten Namen!

Google ist fast zu 100 % bei den Internetnutzern bekannt und benutzt keine lästigen Pop-ups. Alle Anzeigen werden auf ihre Seriosität überprüft und nur dann freigegeben, wenn sie den Google-Richtlinien entsprechen.
Google bietet zwei Netzwerke an, in denen Sie Anzeigen schalten können: ein Such- sowie das Content-Netzwerk.
Das Suchnetzwerk von Google umfasst neben den Google-Suchergebnisseiten zahlreiche Such-Werbepartner, z. B. AOL, eBay oder bild.de.
Das Contentnetzwerk besteht aus Tausenden von Websites unterschiedlichster Größe und Ausprägung. Sie können privater oder geschäftlicher Natur sein und müssen Werbung von Google zulassen. Sie können dort Ihre Werbung automatisch platzieren oder auch Placements auswählen. Im Content-Bereich sind nicht nur Textanzeigen erlaubt, sondern auch andere Anzeigenformate wie Image, Flash und Video. Nicht alle Sites im Content-Netzwerk lassen alle Anzeigenformate zu. Das Content-Netzwerk wird gerne zur Markenbildung (Branding) genutzt, um neue Produkte oder Dienstleistungen bekannt zu machen.

…einmal ganz oben stehen…

Google setzt die Position Ihrer Anzeige aufgrund des Qualitätsfaktors fest. Dieser setzt sich zusammen aus Ihrer Klickpreisbereitschaft, die Qualität Ihrer Zielseite, die Relevanz und bisherige Performance des die Anzeige auslösenden Keywords. Weitere Relevanzfaktoren spielen ebenfalls mit ein. Dies hat den Vorteil, dass nicht der Anbieter mit dem höchsten Einsatz den „Zuschlag“ erhält, sondern der mit dem höchsten Qualitätsfaktor, was auch kleineren Betrieben eine Chance gibt. Dazu ist aber in der Regel eine Betreuung durch eine kompetente Google-Support-Agentur notwendig.

Behalten Sie Ihre Kosten im Griff!

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die volle Kostenkontrolle. Ein vom Kunden(!) festgelegtes Budget wird von Google nicht überschritten (Abweichungen bis zu 20 % sind erlaubt, sofern diese an anderen Tagen wieder ausgeglichen werden). Einmal angelegte Anzeigen können jederzeit beliebig oft geändert werden, sowohl inhaltlich als auch zeitlich, d. h., es ist möglich, Kampagnen für besondere Events ohne zusätzlichen Kapitalaufwand zwischenzeitlich einzusetzen. Des Weiteren entfällt die oft sehr üppige Vertreterprovision bei anderen Werbeträgern, d. h., neben der einmaligen Anmeldegebühr in Höhe von 5,00 € wird jeder Cent in echter Werbung angelegt. Eine Kündigung ist zudem jederzeit ohne Kündigungsfrist möglich.
Google hilft Ihnen auch automatisch beim Geldsparen – Sie bestimmen wie bei einer Auktion, wie viel Ihnen eine Anzeige wert ist. Google prüft automatisch, welches Angebot Ihrer Mitbewerber am höchsten ist und setzt dann Ihr Gebot um einen Cent höher, sofern Ihr Gebot über dem des höchstbietenden Mitbewerbers liegt.
Sie können bestimmen, wo und in welcher Sprache Ihre Anzeigen geschaltet werden sollen, ebenso Beginn und Ende Ihrer Kampagnen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Der Erfolg einer Anzeige ist mittels Analysewerkzeugen wie z. B. Google Analytics, Urchin und ClickTale mess- und nachvollziehbar. Für jedes einzelne Keyword ist es möglich, auszuwerten, wie oft es zu der Schaltung einer Anzeige (Impression) und zu einem Klick auf die Anzeige kam. Auch das Besucherverhalten, wie lange ein Besucher auf Ihrer WebSite geblieben ist, wie viel einzelne Seiten er besucht hat und wo er dann die Website verlassen hat.
Gesehen werden – zum Nulltarif?
Auch das gibt es sonst nirgends: Sie zahlen für Ihre Präsenz im Internet nur, wenn auf Ihre Anzeige geklickt wird. Tausende von Internetnutzer können Ihren guten Namen zum Nulltarif lesen! Erst wenn der User auf Ihre Anzeige klickt, weil sie ihn interessiert, wird die Impression kostenpflichtig. Sie zahlen also nur für Werbung, die beim interessierten Kunden auch angekommen ist.

Immer auf dem neuesten Stand!

Keine aufwendigen Updates oder Releasewechsel. Google arbeitet ständig an Verbesserungen seiner Software und stellt sie seinen Kunden kostenlos zur Verfügung. Ebenso nützliche Tools wie z. B. Anzeigenvorschautool, Keywordtool oder Traffic-Estimator.

Google AdWords Anzeigen Vorschau Tool Google AdWords Keyword Tool Google AdWords Traffic Estimator

„and I want it now“

Werben auch Sie mit Google AdWords und steigern Sie Ihren Umsatz nachhaltig über Ihre WebSite! Eröffnen Sie jetzt über uns Ihr eigenes AdWords-Konto und erhalten Sie bei Kontoeröffnung einen Gutschein über 75,00 €, den Sie dann bei Ihren ersten „Gehversuchen“ verwenden können.
Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Gestaltung Ihrer Webseiteninhalte in Bezug auf die Anzeigenrelevanz, um einen höheren Qualitätsfaktor für die Schaltung bei Google zu erzielen.

Google gab am am Freitag, den 9. April 2010 bekannt, dass die Ladezeit sowie die gesamte Geschwindigkeit einer Website ab sofort in den Algorithmus des Search Ranks miteinfließt.

Google’s Begründung ist durchaus nachvollziehbar und liegt auf der Hand: schnelle Websites sorgen für “glückliche” Nutzer. Wie aus Google’s eigenen internen Studien hervorgeht, verbringen Nutzer auf langsamer reagierenden Websites weniger Zeit. Schnellere Sites jedoch erhöhen nicht nur die Benutzerfreundlichkeit, sondern senken auch die Betriebskosten, wie aus dem gemeinsamen Vortrag “Performance Related Changes and their User Impact” von Eric Schurmann (Microsoft) und Jake Brutlag (Google) hervorging:

Wie auch Google, legen viele Nutzer großen Wert auf Geschwindigkeit. Daher hat Google entschieden, die Geschwindigkeit einer Website in das Search Ranking miteinfließen zu lassen. Google nutzt dabei eine große Anzahl an Möglichkeiten, um die Geschwindigkeit einer Site im Vergleich mit anderen zu ermitteln.

Website-Performance messen…

Als Betreiber einer Website stehen Ihnen viele kostenfreie Werkzeuge zur Verfügung, mit deren Hilfe Sie die Geschwindigkeit Ihrer Website besser abschätzen können:

    Site Performance

  • Page Speed ist ein Open-Source Add-On für Firefox/Firebug, das die Leistung von Webseiten  ermittelt und Verbesserungsvorschläge macht.
  • YSlow ist ein kostenfreies Tool von Yahoo!, das Vorschläge zur Verbesserung der Website-Leistung bringt.
  • WebPagetest erstellt ein Wasserfall-Diagramm über die Ladezeit Ihrer Webseiten sowie eine Optimierungs-Checkliste.
  • In den Google Webmaster Tools unter Labs -> Site Performance finden Sie ein Diagramm bezüglich der Geschwindigkeit Ihrer Website, so wie sie von Nutzern aus aller Welt wahrgenommen wird.
  • zOompf liefert ebenfalls in einer kostenfreien Version bereits viele Verbesserungsvorschläge.
  • Eine gemeinsame Auswertung von YSlow und Seitengeschwindigkeit bietet GTmetrix (beta).
  • Viele weitere Tools finden Sie unter code.google.com/speed.

Allen Tools gemein ist, dass sie ausschließlich in englischer Sprache verfügbar sind  und Ihre Website-Geschwindigkeit meistens aus dem Ausland überprüfen. Des Weiteren wird die Bewertung der Performance-Werte überwiegend nach dem amerikanischen Schulnotensystem (A = sehr gut, F  = ungenügend) durchgeführt. Dennoch stellen alle Programme ein probates Mittels zur Messung und Steigerung der Website-Geschwindigkeit dar.

…und steigern?

Speed Up Your Website in a few minutesBasiert Ihre Websites auf einem Content Management System, könnte ggf. die Software von WEBO Site SpeedUp die Website-Performance bereits nachhaltig steigern.

In unserem Test (WordPress Blog auf einer 1&1-Internet-Präsenz) konnten wir bereits mit der kostenfreien Version die Ladezeit von 2,962 Sekunden auf 1,832 optimieren – das entspricht einer Reduzierung der Seitenladezeit von 38,15%.

Mehr Info zum Tool finden Sie hier.

Aber: Achtung…!

Obwohl die Geschwindigkeit einer Website neue Signale setzt, wird ihr dennoch nicht so viel Gewicht beigemessen wie der Relevanz einer Seite. Laut Google sind aktuell weniger als 1% der Suchabfragen von der Website-Geschwindigkeit betroffen und auch nur, wenn der Nutzer derzeit seine Suchanfrage auf google.com in englischer Sprache formuliert. Allerdings wird es wohl nicht lange dauern, bis diese Kriterien auch bei uns in Deutschland, Österreich und der Schweiz Gültigkeit haben.

Die Zeit, sich mit der Leistungsfähigkeit der eigenen Website auseinander zu setzen, ist somit gekommen!

Usability-Test "Bundesagentur für Arbeit"Wie bereits in unserem Blog-Post “Online-Marketing Power-Day 03.2010 – ein voller Erfolg!” erwähnt, initiierte die Riba:BusinessTalk GmbH am 19. März 2010 zum vierten Mal die eintägige Veranstaltung.

Während des Events führte webalytics einen Usability-Test mit freiwilligen Teilnehmern auf der Website der Bundesagentur für Arbeit (www.arbeitsagentur.de) zu Demonstrationszwecken durch. Bei dem Test mussten die Probanden eine einfache Aufgabe erfüllen und dabei ihre Handlungen mündlich begründen bzw. kommentieren. Hierbei wurden erstaunliche Feststellungen gemacht!

Insgesamt 13 Teilnehmer bewerteten ihre Eindrücke der Website und 12 davon versuchten, eine gestellte Aufgabe zu erledigen. Bei dieser Aufgabe gab es eine Durchfallquote von 15,3% (2 Teilnehmer). Die Probleme, die sie hatten, könnten durch kleine Änderungen am Design, weniger Text und eine verbesserte Wortwahl für die Beschreibung wichtiger Bereiche gelöst werden.

Manche der identifizierten Probleme erfordern Änderungsarbeiten am Design. Wir empfehlen, dass diese im Rahmen eines A/B-Tests (z. B. mit dem Google Website Optimizer) durchgeführt werden sollten.

Lesen Sie den kompletten Bericht –  laden Sie ihn kostenfrei hier herunter!

Ihre Webseite ist gut! Oder? Warum diese Frage so wichtig ist, liegt darin begründet, dass Sie sie nicht allein beantworten können. Die Besucher und Nutzer Ihrer Webseiten können Ihnen zu tiefer gehenden Einsichten verhelfen. Diese erhalten Sie jedoch nur, indem Sie sie befragen bzw. mit Ihnen gemeinsam Ihre Webseiten benutzen.

Einfach ausgedrückt: Jede Webseite hat Usability-Probleme. Die meisten sind einfach zu entdecken. Nur Sie (als Webseite-Betreiber) sehen sie nicht.

Warum Usability?

Bestandteile eines Usability-Tests

Als Webseite-Inhaber sind Sie daran gewöhnt mit sich widersprüchlichen Anforderungen umzugehen, z.B. dem Druck rechtzeitig zu liefern, Ihrem eigenen Wunsch ein hervorragendes Produkt zu entwickeln, mit verschiedenen Beteiligten umzugehen, oder mit mehreren Projekten zu jonglieren.

Sie haben vielleicht bemerkt, dass die Webgemeinschaft einen wachsenden Schwerpunkt auf eine gute Gebrauchstauglichkeit (Usability) setzt. Der Begriff “Gebrauchstauglichkeit” enthält alle Aspekte des Umgangs eines Kunden mit einem Produkt, einem Dienst oder einer Organisation.

Häufig ist die Webseite ein wesentlicher Teil dieses Umgangs, ob nun Kunden bzw. Interessenten die Webseite benutzen, um einen möglichen Kauf vorzubereiten, auf Abrechnungsinformationen zuzugreifen, Feedback zu geben, mit anderen Benutzern zu kommunizieren und vieles mehr. Ein wesentliches Merkmal der Wahrnehmung bei einer Webseite ist ihre Usability.

Die Grundlage von Usability und die Schaffung einer erfolgreichen Wahrnehmung ist die Konzentration auf die Nutzer – d. h. diejenigen, die Ihre Webseite benutzen werden. Oft haben Designer wenig Zeit sich mit Nutzern zu befassen; der berufliche Alltag mit all seinen Anforderungen (z. B. pünkliche Fertigstellung, Lösung technischer Probleme, etc.) lässt wenig Spielraum…

Ihre Webseite steht und fällt mit deren Nutzern!

Nutzer entscheiden über den Erfolg oder Misserfolg  einer Webseite. Sie sollten daher ein paar Dinge über Nutzer wissen:

  • Benutzer sind nicht wie Sie! Viele Entwickler machen den Fehler, Entscheidungen über ein Design nach ihren eigenen Vorlieben zu treffen. Wenn sie absolut keine Informationen über Ihre Nutzer hätten, wäre das die beste Lösung. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass die Nutzer viel emotionaler (im Sinne der Nutzung von Webseiten) agieren. Die Nutzer wundern sich oftmals über Elemente einer Seite, die Sie als selbstverständlich betrachten. Sie empfinden Anordnungen upassend, obwohl diese für Sie völlig logisch aufgebaut sind.
  • Die beste Methode, um praktische Kenntnisse über Benutzer zu erwerben, ist Zeit mit ihnen zu verbringen. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, die Nutzer bei der Verwendung Ihrer Webseiten. Es lohnt sich immer wieder!
  • Benutzer tun die seltsamsten Dinge! Sobald Sie Zeit damit verbringen, Nutzer bei der Verwendung Ihrer Webseiten zu beobachten, werden Sie feststellen, dass Nutzer Dinge tun, wovon Designer nicht einmal geträumt hätten.
  • Ihre Webseite steht und fällt mit Ihren Benutzern! Schlussendlich ist entscheidend, wie echte Personen echte Aufgaben auf der Webseite erfüllen. Es ist wenig sinnvoll, eine optisch attraktive und technisch ausgereifte Webseite zu betreiben, wenn Ihre Nutzer nicht damit umgehen können.
  • Usability wird zunehmend zum Unterscheidungsmerkmal. Kann der Nutzer unter vielen Anbietern auswählen, wird er sich den Anbieter aussuchen, bei dem er sich “am wohlsten fühlt”.

Wie Sie sehen, gibt es in Bezug auf Usability weit mehr zu beachten, als sich nur auf den gesunden Menschenverstand zu verlassen. Zusätzlich zum Verstehen einiger Kernkonzepte kann viel durch tiefgehende Analysen jedes einzelnen Projekts, die Einbeziehung der Analyseergebnisse ins Design und den Gebrauch von Designkonventionen, erreicht werden. Sie müssen somit das Rad nicht neu erfinden und können die Bestätigung des Designs anhand durchgeführter Usability-Prüfungen erhalten.

Usability-Tools

Mehr Informationen zum SitePoint Usability Kit - hier klickenEin sehr gutes und auch von uns oft genutztes Hilfsmittels in Bezug auf das Testen von Websites stellt das Usability Kit (englisch) von SitePoint dar. In diesem Kit werden u.a. folgende Themen behandelt:

  • Understand usability and get the tools to put it into practice
  • Learn the essentials with over 125 pages of usability techniques for evaluating and designing effective web systems, including forms and templates that you can use immediately
  • Get on with making your sites usable with more than 200 pages of usability blueprints, offering practical solutions and patterns for blogs, product pages, shopping carts, sitemaps and much more …
  • Learn the design techniques that get your users involved
  • Dodge the pitfalls before they happen with our 19 pitfall flags
  • Discover how to evaluate and test your sites for their usability
  • Market usability as part of your service

Mehr über das Usability Kit erfahren Sie hier.

Am 19.03.2010 fand in Koblenz zum vierten Mal der Online-Marketing Power-Day statt – eine kostenfreie Veranstaltung initiiert von Ralf Riba, dem Gründer und Geschäftsführer der riba:businesstalk GmbH.  Den Teilnehmern wurde ein ausführlicher Überblick über die aktuellen Möglichkeiten des Online-Marketings sowie die Messbarkeit der Aktionen vermittelt. Erfreulich war, dass webalytics zu diesem Event vier der fünf Top-Referenten aus dem Themenkreis stellen konnte.

Bestnoten für die Veranstaltung

Teilnehmer des Online-Marketing Power-Day am 19. März 2010Den Referenten kam es in erster Linie darauf an, den Paradigmen-Wandel in der Nutzung der Online-Medien zu verdeutlichen. So lag die Auswahl der vermittelten Inhalte erwartungsgemäß am Puls der Zeit. Wie die Auswertung der Beurteilungsbögen aufzeigt, waren auch dieses Mal alle Teilnehmer (von Entscheidungsträgern im Management bis hinauf zu den Geschäftsführern) mit der Veranstaltung vollends zufrieden:

Beurteilungskriterium Note
Wie empfanden Sie die Lokalität der Veranstaltung? 1,2
Wie zufrieden waren Sie mit der Organisation? 1,2
Wie beurteilen Sie den fachlichen Inhalt der Veranstaltung? 1,7
Haben die Referenten “Ihre Sprache” gesprochen? 1,8
Würden Sie die Veranstaltung weiter empfehlen? ja (auf jeden Fall)

Inhalte & Referenten

Business ohne Internet?
Präsentation oder Handelsplattform bzw. warum ich das Internet nicht länger ignorieren darf.
Holger Tempel, CEO & Consultant, webalytics
Online-Marketing messbar und transparent
Klassische Medien vs. Internet (Messbarkeit, Transparenz, zielgerichtetes Marketing und Feedback Management)
Holger Tempel, CEO & Consultant, webalytics
Internetpräsenz – vom Kostenfaktor zum Umsatzträger
Von der Design-Idee zur Realisierung (inkl. Pflicht und Kür): Ihre weltweite 24/7 Vertriebskraft.
Holger Tempel, CEO & Consultant, webalytics
Lockstoff für Ihre Webseiten
Maßnahmen zur Attrahierung neuer Besucher: Suchmaschinen-optimierung, Suchmaschinen-, Affiliate- und E-Mail-Marketing.
Martina Schneider, SEM/SEO Consultant, webalytics
Wie (emp)finden die Besucher Ihre Webseiten?
Besucherverhalten mit Usability-Testing verstehen und als Chance nutzen.
Holger Tempel, CEO & Consultant, webalytics
Vom Klick zum Kunden
Nutzen Sie den kontinuierlichen Verbesserungsprozess für Ihre Webseite und beseitigen Sie Kauf-Barrieren durch Landeseitenoptimierung sowie Website-Testing.
Nathaniel Stott, LPO Consultant, webalytics
Sind Sie recht(s)sicher im Web?
Beachten Sie die rechtliche Aspekte Ihres Online-Marketings und wie Sie mit Kundendaten umgehen müssen.
Martin Jackowski, Rechtsanwalt Internetrecht
Usability-Test - Online-Marketing Power-Day am 19.03.2010 One-2-One Usability-Test
Parallel zu den Vorträgen konnten die Teilnehmern an einem One-2-One Usability-Test teilnehmen, der von webalytics durchgeführt wurde. Bei dem Test mussten die Probanten eine einfache Aufgabe erfüllen und dabei ihre Handlungen mündlich begründen bzw. kommentieren.
Sobald die Ergebnisse ausgewertet sind, werden wir diese hier im Blog veröffentlichen.
Bruce Thomas, Usability-Consultant, webalytics

Fotogalerie

Holger Tempel (r.) im Gespräch mit einer Teilnehmerin Bruce Thomas (l.) mit Teilnehmer beim Usability-Test Martina Schneider (r.) im Gespräch mit einer Teilnehmerin
Rechtsanwalt für Internetrecht Martin Jackowski während seines Vortrags Die Teilnehmer und Referenten am Mittagstisch Teilnehmer und Initiator Ralf Riba (2. v. l.)
Ralf Riba (l.) im Gespräch mit einem Teilnehmer Nathaniel Stott (l.) im Gespräch mit einem Teilnehmer Hof des Klostergut Besselich

Bereits vor einigen Wochen (03. Dezember 2009) schrieb ich meine Sicht der Dinge zum Düsseldorfer Kreis und der damit einhergehenden Datenschutz-Paranoia im Blog-Post “Hexenjagd 2010 oder ‘Wir machen Stimmung gegen Google…’“. Das jüngste Beispiel aus unserem Kundenkreis macht nun einmal mehr deutlich, dass die IP-Adresse wohl doch nicht so einfach einer Person zugeordnet werden kann…

Der Fall

Der Geschäftsführer der Firma LUMA Ziegelhaus GmbH, erhielt von einem über das Internet Blumen verschickenden Floristen eine Auftragsbestätigung über einen Blumenstrauß zur Beerdigung per E-Mail. Das skurile daran aber war, dass es sich hierbei um die Beerdigung des Geschäftsführers selbst handeln sollte, der aber quicklebendig die besagte Auftragsbestätigung erhielt. Im Glauben, es handele sich bei der Nachricht um eine SPAM-Mail, verwarf er diese und dachte sich nichts weiter dabei.

Um so erstaunter war eben dieser, als er dann zwei Wochen später festellen musste, dass der vermeintliche SPAM zur markaberen Wirklichkeit geworden war: Der Blumenstrauß zur Beerdigung wurde tatsächlich inklusive Beileidskarte geliefert.

Die Rücksprache mit dem Internet-Blumenhändler ergab, dass der Auftrag im Namen der Firma des Geschäftsführers aufgegeben und auch an diese berechnet wurde. Da aber niemand bei LUMA diesen Auftrag je dort platziert hatte, forderte der Geschäftsführer die Verbindungsdaten beim Floristen an. Der gab dann auch bereitwillig die IP-Adresse heraus, um den Sachverhalt aufzuklären.

Die Theorie

Schenkt man nun den Herren “Datenschützern” Glauben, müsste jetzt ja alleine anhand der IP-Adresse herausgefunden werden können, WER sich diesen üblen Scherz erlaubt hat, richtig? Weit gefehlt! Das einzige, was sich anhand der IP-Adresse allein herausfinden ließ, war der zugehörige Carrier. Nun handelt es sich bei diesem Carrier um einen DSL-Anbieter, der ausschließlich Privatkunden bedient.

Die Tatsachen

Nachdem eingegrenzt werden konnte, zu welcher Uhrzeit die Order platziert wurde, war zumindest die Information bezüglich der Stadt (Einwahlknoten) verfügbar. Leider konnte aber anhand der beiden Fakten dann doch nicht mehr ermittelt werden. Und so blieb unserem Kunden nichts weiter übrig, als Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten und zu hoffen, dass der Übeltäter aufgrund der Ermittlungen gefunden wird.

Das Fazit

Mit diesem Vorfall wäre einmal mehr “bewiesen”, dass die IP-Adresse eben keine  Grundlage zur Personenidentifizierung bietet. Inwieweit im Rahmen des Voratsdatenhaltungsbeschlusses in Kombination mit dem Datenschutzgesetz hier durch die Behörden etwas herausgefunden werden kann, vermag ich nicht zu beurteilen. Allerdings wäre das zumindest wünschenswert.

Letztendlich geht es aber darum, endlich die Hexenjagd auf die Nutzer von Webanalyse-Software einzustellen, denn: “Hallo! Die Erde ist KEINE Scheibe…!” 😉

Kommentare? Jederzeit gerne!

Im Kontext zu Google Analytics und Urchin Software werden wir immer wieder gefragt, was der Unterscheid zwischen Einstiegen, Ausstiegen und Absprüngen sei. Auf den ersten Blick scheint es hierzu keine vernünftige Erklärung zu geben. Betrachten wir uns das Geschehen auf einer Website aber einmal genauer, wird deutlich, wie Google Analytics und Urchin Software hier unterscheiden.

Einstiege

Der Begriff “Einstieg” (englisch: “Entrance”) ist wohl am schnellsten erläutert: Es handelt sich hierbei um die Seite einer Internetpräsenz, die der Besucher direkt aufgerufen hat (z. B. www.webalytics.de/urchin-software/) oder auf der er durch eine Kampagne (z. B. Google AdWords, Bannerwerbung, etc.) gelandet ist. Dieser initiale Einstieg wird somit zurecht als “Einstieg“ bezeichnet.

In der nachfolgenden Grafik wird ein Standard-Clickstream dargestellt, bei dem der Besucher die Website auf Seite 1 betritt und sich dann weiter auf Seite 2 und Seite 3 bewegt:

Standard Clickstream - Einstieg

Ausstiege

Unter “Ausstieg” (englisch: “Exit”) wird das Verlassen der Website verstanden. Dies kann durch das Schließen des Browsers geschehen, das Ansurfen einer anderen Website oder aber auch durch das Ablaufen der Sitzung geschehen. In jedem Fall aber setzt der “Ausstieg” das VORHERIGE Besuchen von anderen Seiten innerhalb der Internetpräsenz voraus.
Aus der nachfolgenden Grafik geht hervor, wie der Besucher die Website auf Seite 1 betritt, sich dann weiter auf Seite 2 und Seite 3 bewegt. Auf Seite 3 schließt der Besucher dann den Browser und verursacht damit  einen “Ausstieg”:

Standard Clickstream - Ausstieg

Absprung

Zuletzt betrachten wir uns noch den “Absprung” (englisch: “Bounce”). Hierbei wird ebenso wie bein Ausstieg der Fokus von der Seite wegbewegt. Allerdings geschieht das bereits auf der Einstiegsseite, ohne dass weitere Seiten zuvor besucht wurden.

In der nachfolgenden Grafik wird deutlich, wie ein Besucher auf die Seite 1 gelangt und durch das Schließen des Browsers einen Abspruch verursacht:
Standard Clickstream - Absprung

Eine Kombination aus allen dreien

Kann nun ein einzelner Besucher während seines Besuchs auf der Website alle drei Status verursachen? Ja, kann er! Wie Ihnen sicherlich schon bekannt ist, hat eine Besuchersitzung bei Inaktivität (also, wenn der Besucher keine weitere Seite abruft oder sonst mit der Seite interagiert) eine maximale Gültigkeitsdauer von 30 Minuten. Nach ablauf dieser Zeit gilt der Besuch als beendet.

Was wäre denn nun aber ein Grund dafür, dass der Besucher auf einer Seite keine Aktionen mehr ausführt? Nun, derlei gibt es viele, hier einmal die wichtigsten:

  • der Besucher liest gespannt einen Artikel (Zeitung, Blog, etc.), der über mehrere Seiten reicht
  • der Freund / die Freundin des Besuchers ruft an und verwickelt diesen in eine endlos lange Diskussion bezüglich des nächsten Kinobesuchs
  • Mittagspause, Kundenbesuch, Dienstreise, oder sonstige Ablenkung…
  • der Besucher ist vor Erschöpfung / Langeweilse am PC eingeschlafen

Nein, ernsthaft, in der Tat gibt es viele Möglichkeiten, warum ein Besucher eine Website für mehr als 30 Minuten “links liegen lässt”. Viel interessanter ist aber die Frage danach, was in diesem Zusammenhang passiert.

Clickstream - Einstieg, Ausstieg, Absprung

Die obenstehende Grafik zeigt auf, dass der Besucher den “Einstieg” auf Seite 1 durchführt. Durch seine Inaktivität über 30 Minuten auf Seite 2 verursacht er dann einen “Ausstieg”, da die Sitzung abgelaufen ist. Da sich der Besucher aber dazu entschließt von Seite 2 die  Seite 3 aufzurufen, wird durch diese Aktion ein weiterer “Einstieg” vermerkt. Schließt der Besucher dann seinen Browser auf Seite 3 wird zudem noch ein “Absprung” gezählt, da Einstieg und Absprung auf der selben Seite stattfinden.

Stellenwert der Absprungrate (Bounce Rate)

Nachdem wir nun die Terminologie behandelt haben und Sie genau wissen, was der Unterschied zwischen Einstieg, Ausstieg und Absprung ist, müssen wir uns nun einmal näher mit der Absprungrate beschäftigen. Die Absprungrate bezeichnet völlig wertschöpfungsfrei das nüchterne Verhältnis zwischen Einstiegen und Absprüngen. Nicht mehr und nicht weniger. Die Nuancen und somit das Un- bzw. Missverständnis entsteht dann bei der Interpretation der Absprungrate, wenn diese total oder auf einzelne Seiten bezogen betrachtet wird.

Eine Absprungrate von 99,9% ist schlecht, richtig?

Nun ja, das lässt sich zwar vermuten, muss aber im Kontext der jeweiligen Seite genauer analysiert werden. Nehmen wir zum Beispiel eine Aktions-Seite aus dem myspace-Kontext (hier aktuell http://www.myspace.com/coca-cola, ohne dafür Werbung machen zu wollen). Das Prinzip von myspace gestaltet sich derart, dass eine einzige Seite zum Spielplatz der Besucher wird und somit alle Aktionen (Einstieg, Kommentare, Absprung, etc.) auf eben dieser Seite stattfinden. Alleine dadurch kann der Besucher gar keine Unterseiten aufrufen – er ist auf der einen Seite “gefangen”. Lediglich der Absprung auf eine andere Website, das Schließen des Browsers oder das einfache Auslaufen der Sitzungsdauer (30 Minuten) sind innerhalb dieses Kontext möglich. Ergo kann die Absprungrate hier nur gegen 100% laufen.

5% Absprungrate ist genial, oder?

Wie Sie sich anhand der vorigen Schilderung denken können, ist auch die einleitende Aussage so pauschal nicht ganz richtig. Betreiben Sie beispielsweise eine Landeseite, auf der die Besucher nichts weiter tun müssen, als eine Abstimmung für etwas durchzuführen, dann sollte Ihr Ziel natürlich sein, eine möglichst hohe Absprungrate zu erzielen, denn die Besucher sollen Option A oder Option B wählen und dann die Seite wieder verlassen. Kommt es nun dazu, dass die Besucher durch zusätzliche Elemente “abgelenkt” werden (z. B. aufmerksamkeitserregende Buttons), wird das eigentliche Ziel verfehlt und der Besucher verliert sich ggf. in Unterseiten. Haben Sie hierbei evtl. noch AdWords zur Attrahierung von Besuchern eingesetzt, ist das aufgrund entstehender Kosten natürlich umso schlimmer.

Fazit:

Getreu dem Motto “Es ist nicht alles Gold, was glänzt” sollte gerade in Bezug auf die Absprungrate das richtige Augemaß angewendet werden. Nicht jede hohe Absprungrate ist somit zwangsläufig schlecht und nicht jede niedrige ein Grund zum Jubeln. Vielmehr sollte hier der Kontext  und das Geschäftsziel der jeweiligen Seite genau untersucht werden.

Ihr

Holger Tempel