webalytics blog

Archiv

Kategorie

ClickTale Authorized Consultant webalytics, führender Google Kompetenzpartner in Deutschland, Österreich und der Schweiz (Region DACH), hat aktuell als erster Google-Partner in Deutschland den Status “ClickTale Authorized Consultant” erworben. Der Status verdeutlicht das Know-how des Unternehmens bei der Verbesserung von Handhabung und Zugänglichkeit einer Webseite. Und dies aus gutem Grund, denn die Themen Benutzerfreundlichkeit (Usability) und Zugänglichkeit (Accessibility) stehen bei den Betreibern von Webseiten hoch im Kurs. ClickTale ist an dieser Stelle ein wichtiges Werkzeug neben den bekannten Google-Services. Die Kombination unterschiedlicher Analysemöglichkeiten schafft klare Sicht auf das Verhalten von Besuchern auf Webseiten. Sie liefern dem Betreiber damit eindeutige Angaben als Entscheidungsgrundlage über notwendige Änderungen.

Wie aber funktioniert die Analyse des Benutzerverhaltens? ClickTale zeichnet die Mausbewegungen der Besucher auf und stellt sie dann als sogenannte Mouse-Move-Heatmaps in visualisierter Form für einen definierten Zeitraum dar. Mittels dieser Methode lässt sich feststellen, welche Inhalte wahrgenommen werden und welche nicht. Die Erfahrung nämlich zeigt, dass der Betrachter einer Website die Maus häufig analog zu seinem Leseverhalten bewegt.

Neben den Mouse-Move-Heatmaps geben Click-Heatmaps Aufschluss über das Klickverhalten der Besucher. Eine wertvolle Information für den Webseitenbetreiber, denn  hier wird nachvollziehbar, hinter welchen Icons oder Grafiken Besucher weitere Informationen vermuten. Eine ähnlich wichtige Frage: Werden Abschnitte meiner Seite, welche nur durch scrollen erreichbar sind, überhaupt wahrgenommen? Wo sollen Inhalte auf der Seite ideal positioniert werden? Informationen dazu erhält der Webseiten Betreiber über die Scroll-Heatmaps. Sie geben an, ob und in welchem Umfang, bildschirmübergreifende Webseiten betrachtet werden.  Mit diesen Erkenntnissen lassen sich wichtige Inhalte und Elemente dann an geeigneter Stelle platzieren. Weitere hilfreiche Informationen liefert  auch die Formularanalyse. Sie zeigt an, welche Formularfelder Besucher zögern lassen oder abschrecken. Abbruchraten, Latenzen und wiederholte Eingabefehler können so schnell erkannt werden und bieten wichtige Hinweise über die Nutzerakzeptanz eines Online-Formulars.

Die digitale Präsenz eines Unternehmens dient heute längst nicht mehr allein der Unternehmensdarstellung. Vielmehr steht die  Konvertierung eines Besuchers, vom Interessenten zum Kunden, im Vordergrund. Und das nicht nur bei reinen eCommerce-Seiten. Denn heutige Webseiten werden an dieser Zielerreichung gemessen. Jede feine, an das Nutzerverhalten angelehnte Anpassung, steigert den Erfolg einer Seite. In Verbindung mit ClickTale bietet webalytics daher alle Dienstleistungsbestandteile, welche sich unmittelbar auf das Ergebnis auswirken. Im Vordergrund steht hierbei die jederzeit nachvollziehbare und quantifizierbare Ergebnissteigerung.

Angebot zum Test

Interessenten können ClickTale mit webalytics jederzeit kostenlos testen und sich so selbst ein Bild von der Leistungsfähigkeit des Werkzeugs und von webalytics verschaffen. Sind sie von den Ergebnissen überzeugt, lassen sich kostenfreie Konten jederzeit in einen leistungsfähigeren, kostenpflichtigen, Bronze-, Silber- oder Gold-Plan umwandeln. Starten Sie hier mit dem Test.

Kostenlose Anleitung “SmartStore: Usability-Testing mit ClickTale”

Das kostenfreie webalytics-Booklet “SmartStore: Usability-Testing mit ClickTale” ermöglicht es, innerhalb weniger Minuten ein Shop-System zu analysieren. Es zeigt auf, wie die Implementierung der Software durchzuführen ist und liefert eine solide Grundlage zur Prüfung von Usability, Accessibility und Akzeptanz der Inhalte und Funktionen des Shops. Laden Sie sich hier das kostenfreie Booklet herunter.

Über ClickTale

ClickTale ist der führende Anbieter von Werkzeugen zur Analyse des Kundenverhaltens im Web. Das Unternehmen bietet zu diesem Zweck Lösungen, die dem Anwender zuvor verborgene Fakten über das Verhalten ihrer Kunden offenbaren. Mehr als 35.000 Unternehmen vertrauen heute weltweit auf die Lösungen des Unternehmens. Sie optimieren damit die Leistungsfähigkeit ihrer Webseiten, verbessern deren Benutzerfreundlichkeit und steigern die Konversionsraten, verwandeln also Interessenten in Kunden. Da die Lösung komplett in gehosteter Form vorliegt, ist ClickTale als Mietlösung kosteneffektiv und leicht zu implementieren. Erfahren Sie hier mehr über ClickTale.

Der Blog-Artikel von Justin Cutroni vom 29.07.2008 inspirierte uns, die Nutzung der Videos auf unserer Website ebenfalls mit Google Analytics und dem darin enthaltenen Event-Tracking auszuwerten. Also machte sich unsere Technik daran, die Idee für unsere Webseite umzusetzen. Der Vorsatz war, es für die Redakteure in unserem CMS möglichst einfach zu gestalten. Die Videos sollten ohne Programmier-Kenntnisse auf den Seiten integriert und die entsprechenden Variablen problemlos angepasst werden können.

Der erste Ansatz

Chromeless YouTube Player - erster Ansatz

Im ersten Ansatz gingen wir die Aufgabe recht pragmatisch an. Hauptsache das Video funktioniert und dessen Nutzung wird erfasst! Nach einigem Hin und Her stand das erste Ergebnis fest und sah wie nebenstehend aus.

Ziemlich unschön, nicht wahr? Aber – Hey! – es hat funktioniert: Alle Steuerungselemente wurden im Tracking erfasst. Allerdings wunderten wir uns primär über die hohe Rate an “Stop”-Befehlen. Nach kurzer Zeit und etwas Analyse des Zahlenmaterials, sowie des Hinweises eines guten Freundes (was wohl maßgeblich zur Erkenntnis und Lösung des Problems beitrug) wurde es klar: der Betrachter sieht ja nichts! Nur ein schwarzes Rechteck. Also: wenn überhaupt geklickt wurde, dann nur um zu sehen, welches Video sich dahinter verbirgt. Zudem wäre es viel schöner (und vom Wiedererkennungswert geschickter), wenn der Player so aussähe, wie der eigentliche Player bei YouTube. Und schon züngelte die Flamme der Motivation zur “Verbesserung”…

Der zweite “Wurf”

Chromeless YouTube Player - zweiter Ansatz

In der zweiten Version unserer Umsetzung (Codename: “Jetzt-machen-wir’s-richtig”) wollten wir neben dem schicken Design auch alle anderen Vorteile des Players umsetzen (Vollbild, HQ, etc.). Also wieder zurück an den Anfang und neu durchdenken. Das Ergebnis unserer Bemühungen kann sich wohl sehen lassen:

Damit waren wir erst einmal zufrieden. Bis zu dem Moment, als wir mehrere Player an verschiedenen Positionen der Webseite platzierten. Ein neues Problem tauchte auf: Es wurde – ganz gleich bei welchem Player wir auf “PLAY” drückten – immer nur der erste Player auf einer Seite angesteuert und das Video gestartet. Somit stand die Frage im Raum “Wie können wir auf einer Seite MEHRERE Videoplayer ansteuern und abspielen?”.

Nun, das hört sich zunächst trivial an, gestaltete sich in der Umsetzung jedoch hochgradig schwierig. Diverse Tests, Kapselungen von Code, etc. ermöglichten die Lösung dann dennoch und es war uns gelungen, mehrere Player unabhängig von einander anzusteuern.

Fazit

Mit den von Google bzw. YouTube zur Verfügung gestellten Mitteln und unserem Code-Snippet ist es möglich, YouTube Videos in die eigene Website zu integrieren. Zudem – und das ist die eigentliche Anforderung – kann deren Nutzung mit Google Analytics über das Event-Tracking ausgewertet werden; auch für mehrere Player auf einer Seite gleichzeitig.

Wer will den Code? Einfach Kommentar mit E-Mail-Adresse abgeben…


Vielleicht fragen auch Sie sich, wie letztendlich die Daten über das Logfile Ihres Webservers in Urchin gelangen? Nun, relativ einfach. Ist der Tracking Code und die Java-Script-Datei urchin.js erst einmal in jeder Webseite integriert, sendet dieser einen sogenannten HTTP-GET Befehl an Ihren Webserver und ruft damit eine transparente, 1×1 Pixel große, GIF-Datei ab.

Das alleine würde aber nicht ausreichen, da der bloße Abruf einer Datei zwar im Logfile vermerkt wird, aber daraus noch keine Erkenntnisse über den Besucher gewonnen werden könnten. Daher hängt das Script an diesen Aufruf verschiedene Abfrage-Parameter an. Ähnlich wie in einem Shop-System werden die Parameter mit einem Fragezeichen (?) eingeleitet und mit dem Ampersand (&) verkettet (z. B. …/index.html?artikel=schuhe&groesse=43&farbe=braun).

Zunächst einmal klingt das aber recht abstrus: Zum Übertragen von Nutzerdaten werden Abfrage-Parameter angehängt? “Ich will doch gar nichts von dem Server”, werden Sie sagen. Stimmt! Aber das ist der Weg, wie die Informationen ungekürzt in das Logfile gelangen können.

Was steht in einem Logfile?

Der Abruf eines jeden Elements, aus dem Ihre Webseite besteht, wird als separate Datenzeile im Logfile eingetragen. Dazu gehören CSS-Dateien genau so wie Java-Script-Dateien und auch Grafiken. Somit wird auch der Abruf des __utm.gif erfasst und erscheint im Logfile etwa so:

82.100.192.197 blog.webalytics.de - [21/Dec/2009:09:44:12 +0100] "GET /__utm.gif?utmwv=1&utmn=434929548&utmcs=UTF-8&utmsr=1280x1024&utmsc=32-bit&utmul=en-us&utmje=1&utmfl=10.0%20r32&utmcn=1&utmdt=webalytics%20blog&utmhn=blog.webalytics.de
&utmr=http://www.webalytics.de/&utmp=/"

Obwohl der URL in erster Linie hochgradig komplex erscheint, kann er dennoch einfach in seine Einzelteile zerlegt werden. Zunächst einmal ist da der Aufruf für __utm.gif, was sozusagen die Grundlage für alle Berichte in Urchin darstellt. Danach folgt ein sehr langer String mit Abfrageparametern. Jeder der Parameter enthält eine bestimmte Information, die dann zur Auswertung in den Berichten genutzt wird. Manche davon werden nur in bestimmten Fällen benutzt, andere kommen wiederum immer zum Einsatz.

Welche Informationen werden in Urchin gespeichert?

Schauen wir uns in den folgenden beiden Abschnitten (Parameter für Seitenzugriffe & E-Commerce) einmal an, welche Variablen zum Einsatz kommen und welche Bedeutung sie letztendlich haben.

Parameter für Seitenzugriffe

Die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Parameter werden für jeden Seitenzugriff erfassten, sobald das __utm.gif abgerufen wird.

Variable kurz für Beschreibung Beispiel
utmcn campaign new Startet eine neue Kampagnensitzung. Verändert Kampagnen-Erhebungsdaten; initiiert aber keine neue Sitzung. Entweder utmcn oder utmcr ist bei einem beliebigen Abruf vorhanden. utmcn=1
utmcr campaign repeat Weist einen wiederholten Kampagnenbesuch aus. Dieser Wert wird gesetzt, sobald ein wiederholter Klick auf den gleichen Link erfolgt. Entweder utmcn oder utmcr ist bei einem beliebigen Abruf vorhanden. utmcr=1
utmcs character set Zeigt verwendeten Zeichensatz der Seite an. Manchmal gibt die Webseite keine Auskunft dazu, worauf der Wert dann auf “-” gesetzt wird. utmcs=UTF-8
utmdt document title Seitentitel in URL-codiertem Format. utmdt=webalytics%20blog
utmfl flash Gibt Auskunft über die auf dem Rechner eingesetzte Flash Version. utmfl=10.0%20r32
utmhn host name Hostname in URL-codiertem Format utmhn=blog.webalytics.de
utmje java enabled Zeigt an, ob der Browser für Java aktiviert ist. “1” bedeutet “ja”. utmje=1
utmn   Eindeutige ID, die für jeden GIF-Abruf generiert wird. Dient dazu, das Caching der GIF-Datei zu verhindern. utmn=434929548
utmp page Seitenabruf der aktuellen Seite (“/” steht für die Startseite) utmp=/
utmr referral Verweisseite als kompletter URL. utmr=http://www.webalytics.de/
utmsc screen color Bildschirmfarbtiefe utmsc=32-bit
utmsr screen resolution Bildschirmauflösung utmsr=1280×1024
utmul user language Browser-Sprache utmul=en-us
utmwv which version Version des Tracking Codes utmwv=1

 

Parameter für E-commerce

Handelt es sich bei der Website um einen Online-Shop oder ein sonstiges E-Commerce-System, werden zu jeder Transaktion mindestens zwei weitere Zeilen in das Logfile geschrieben: Eine Zeile für die Transaktion (oder den Vorgang) selbst und jeweils eine separate Zeile für jede verkaufte Position (Artikelzeile). Diese Parameter sind nur dann im __utm.gif enthalten, wenn eine Transaktion erfasst wird; für jede Position Ihrer Transaktion wird __utm.gif erneut abgerufen.

Eine Transaktionszeile könnte wie folgt aussehen:

82.100.192.197 shop.webalytics.de - [21/Dec/2009:09:45:12 +0100] "GET /__utm.gif?utmwv=1&utmt=tran&utmn=1831392004&utmtid=091222-081230&utmtst=Onlineshop
&utmtto=2295.00&utmtsp=0.00&utmttx=436.05&utmtci=Lampertheim&utmtrg=Hessen
&utmtco=Germany

Die Erläuterung zu den einzelnen Parametern finden Sie in der nachstehenden Tabelle:

Variable kurz für Beschreibung Beispiel
utmt temporary Spezielle Variable, der verschiedene Werte zugewiesen werden können (z. B. Ereignisse, Transaktionen, Elemente und benutzerdefinierte Variablen) utmt=tran
utmtci transaction city Stadt des Rechnungsempfängers utmtci=Lampertheim
utmtco transaction country Land des Rechnungsempfängers utmtco=Germany
utmtid transaction ID Transaktion- oder Vorgangsnummer utmtid=091222-081230
utmtrg transaction region Bundesland oder Region des Rechnungsempfängers utmtrg=Hessen
utmtsp transaction shipping Versandkosten utmtsp=0.00
utmtst transaction store Herkunft der Transaktion . Dient der Unterscheidung zwischen verschiedenen Affiliations. utmtst=Onlineshop
utmtto transaction total Gesamtsumme (netto) utmtto=2295.00
utmttx transaction tax Umsatzsteuer (Gesamtwert) utmttx=436.05

 

Eine Positionszeile könnte wie folgt aussehen:

82.100.192.197 shop.webalytics.de - [21/Dec/2009:09:45:12 +0100]"GET /__utm.gif?utmwv=1&utmt=item&utmn=575987983&utmtid=091222-081230&utmipc=URCHIN6SL&utmipn=Urchin
%20v6&utmiva=Software&utmipr=2295.00&utmiqt=1

Die Erläuterung zu den einzelnen Parametern finden Sie in der nachstehenden Tabelle:

Variable kurz für Beschreibung Beispiel
utmt temporary Spezielle Variable, der verschiedene Werte zugewiesen werden können (z. B. Ereignisse, Transaktionen, Elemente und benutzerdefinierte Variablen) utmt=item
utmipc item product code Artikel- oder Herstellernummer (auch SKU genannt) utmipc=URCHIN6SL
utmipn item product name Artikelbezeichnung utmipn=Urchin%20v6
utmipr item price Einzelpreis des Artikels utmipr=2295.00
utmiqt item quantity Artikelmenge utmiqt=1
utmiva item variation Artikelvariationen oder Kategorien (z. B. groß, mittel, klein, rot, grün, blau, etc.) utmiva=Software

 

Kann ich das auch ohne Logfile sehen?

__utm.gif-Abrufe in Live HTTP headers sichtbar machen

Sofern Sie den Mozilla Firefox einsetzen und dazu das Add-On “Live HTTP headers” installieren, können Sie sich die einzelnen Zeilen auch im Live-Betrieb anschauen. Öffnen Sie dazu den Browser Firefox, klicken Sie dann auf das Menü “Extras” (Tools), und danach auf den Menüpunkt “Live HTTP headers”. Ein weiteres Fenster öffnen sich und Sie wechseln dann auf die Registerkarte “Generator”. Stellen Sie sicher, dass die Checkbox “request” markiert ist und rufen Sie dann die gewünschte Webseite im Firefox auf.

Sobald die Seite anfängt zu laden, werden im Fenster “Live HTTP headers”Einträge ersichtlich. Ist der Ladevorgang abgeschlossen, suchen Sie einfach nach Einträgen, die mit “#request# GET http://…/__utm.gif?…” beginnen. Diese können Sie dann einfach markieren, kopieren und in einem beliebigen Editor (z. B. Notepad) betrachten.

Was nützt mir das Wissen?

Durch die vorgenannten Erläuterungen haben Sie nun die Möglichkeit, und herauszufinden, warum in Urchin beispielsweise keine Daten angezeigt werden. Mit diesen Kenntnissen können Sie leicht ermitteln, wo in Ihrem System oder E-Commerce die Ursache für fehlende Transaktionsauswertungen liegt und können diese Probleme einfacher beseitigen.

Ich wünsche viel Spaß bei dieser Art von Forensik 🙂 – Diskussionen und Kommentare jederzeit willkommen.

Ihr Holger Tempel

2. Auflage - Quickstat Guide für Google Analytics v4

Seit Google die Version 4 von Google Analytics veröffentlicht hat,  sind nun fast zwei Monate vergangen. Wir haben diese Zeit genutzt, um unseren Google Analyitcs Quickstart Guide komplett zu überarbeiten und and die neuen Features anzupassen.

Für wen wurde der Quickstart Guide für Google Analytics erstellt?

Unser kostenfreies 44-seitiges Booklet richtet sich an den ambitionierten Webanalyse-Neuling genauso wie an den fortgeschrittenen Webadmin, der einen logisch aufgebauten Leitfaden bzw. eine Art Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Implementierung von Google Analytics sucht.

Welche Inhalte bietet der Quickstart Guide für Google Analytics?

In dem Booklet finden Sie eine logisch aufgebaute Reihenfolge der durchzuführenden Aufgaben, wenn Sie Ihre Website mit Google Analytics auswerten wollen. Dabei fangen wir mit der Einrichtung des Analytics Kontos an und beschreiben die Erstellung von Profilen, Filtern und Zielen bis hin zur Auswertung von Kampagnen und E-Commerce. Abschließend geben wir noch Tipps zur Verwendung von Google Analytics und weisen auf Features und Hilfsmittel hin. Nachfolgend finden Sie einen Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis des Quickstart Guide:

  1. Einleitung
  2. Erstellen Sie Ihr Google Analytics Konto
  3. Prüfen Sie den Aufbau Ihrer Website
  4. Erstellen Sie ein Profil
    • Was ist ein Profil?
    • Wie erstelle ich ein Profil?
    • Erstellen Sie Filter
    • Wie werden Filter eingesetzt?
    • Definieren Sie Ziele und Trichter
  5. Fügen Sie den Tracking Code in Ihre Website ein
  6. Verlinken Sie Google Analytics mit Google AdWords (optional)
  7. Konfigurieren Sie das E-Commerce Tracking (optional)
  8. Kennzeichnen Sie Ihre Kampagnen (optional)
    • Wie funktioniert die Kennzeichnung in Google Analytics?
    • Die fünf Dimensionen des Kampagnen-Tracking
    • Tool zur URL-Erstellung
    • Kampagnentracking in den Berichten
  9. Weitere interessante Features in Google Analytics
  10. Greifen Sie auf bewährte Methoden zurück
  11. Weitere Hilfsmittel
  12. Erweitern Sie Ihr Wissen – buchen Sie unser Training
  13. Impressum

Wo ist der Quickstart Guide für Google Analytics erhältlich?

Sie können sich das Booklet kostenfrei auf unserer Website als PDF-Datei herunterladen. Klicken Sie dazu einfach auf die nachfolgende Schaltfläche.

Klicken Sie hier, um den kostenlosen Google Analytics Quickstart Guide herunterzuladen

Wir alle lieben die Weihnachtszeit – und hier kommen ein paar gute Gründe, diese Zeit des Jahres noch mehr zu mögen.

Vor ein paar Wochen haben wir bereits ein Set leistungsstarker, flexibler und intelligenter Features vorgestellt. Jetzt sind weitere neue Features verfügbar, die darauf aufbauen und Ihnen das Leben als Analyst leichter machen. Heute macht Phil Mui auf der SES in Chicago das Nachfolgende bekannt (wir wissen, dass es Ihnen gefallen wird!):

Anmerkungen (Annotations)

Google Analytics AnnotationsHaben Sie sich auch schon einmal über einen unerklärlichen Anstieg oder Abfall Ihrer Websitebesucher gewundert? Oder vergessen, wann genau Sie ein Produkt herausgebracht haben bzw. wer dafür verantwortlich war? Nachdem Sie sich nachdenklich am Kopf gekratzt haben, mussten Sie in verschiedenen Abteilungen Ihrer Firma nachfragen oder in alten E-Mails graben, um die Antwort zu erhalten?

Beispiel:

  • Wurde Traffic-Abfall durch einen heruntergefahrenen Server verursacht?
  • Wann wurde die neue Anzeigenkampagne gestartet?
  • Wer hat die Warenkorb-Seite neu gestaltet und wann wurde sie online gestellt?

Kopflos umherlaufen und jeden von der Marketing-, Produkt-  oder IT-Abteilung zu fragen, hilft dabei wenig. Da immer mehr große  Firmen Google Analytics nutzen, sorgt Google mit diesem Feature für eine signifikante Zeitersparnis, da die Laufzeit, um die Änderungen und Ursachen zu dokumentieren, erheblich reduziert werden. Jetzt sind diese fruchtlosen Bemühungen ein für allemal vorbei – endlich können Sie unerklärliche Abfälle oder Spitzen analysieren und dabei herausfinden, worin die Ursache begründet liegt.

Anmerkungen (Annotations) erlauben jedem Benutzer mit Zugriff auf ein Google Analytics Profil, gemeinsame oder private Notizen im Zeitstrahl zu hinterlassen und grafisch darzustellen. Aufbauend auf dem Konzept, Daten “intelligenter” zu machen, vervollständigen Anmerkungen (Annotations) das Feststellen von Anomalien durch Erfassen firmenbezogener Hintergründe. Die einfache Notiz eines Kollegen kann Sie somit vor Stunden unnötiger Arbeit (und Frustration) bewahren.

Um den Nutzen noch zusätzlich zu erweitern: Anmerkungen (Annotations) könnten zu Ihrem zentralen Ablage- bzw. Speicherort avancieren oder aber auch zum Logbuch für sämtliche Online-Marketing- resp. Website-Design-Aktionen für Ihre Firma werden. Ganz gleich, ob Sie mehrere Marketingteams, Agenturen oder Webmaster beschäftigen, ob Sie eine hohe Mitarbeiterfluktuation haben oder ob andere Störungen vorliegen, Sie können immer feststellen, welches Ereignis einen möglichen Anstieg oder Abfall der Conversions verursacht hat.

Kein Wunder, dass dies seit langer Zeit eines der am meisten gewünschten Features von Google Analytics ist!

Benutzerdefinierte Variablen jetzt in benutzerdefinierten Segmenten und Berichten verfügbar

Benutzerdefinierte Variablen  bieten Ihnen die Möglichkeit und Flexibilität, Google Analytics anzupassen und erfassen einzigartige Nutzungsdaten der Site, die für Ihre Firma von Bedeutung sind.

Im Oktober stellte Google die Mehrfach Benutzerdefinierten Variablen (Multiple Custom Variables) vor. Der einzige Weg, Metriken zu diesen benutzerdefinierten Variablen anzuzeigen, bestand darin, den Standardbericht “Benutzerdefiniert” in der Sektion “Besucher” zu öffnen. Ab dieser Woche kann der Nutzer ein erweitertes Segment erstellen, welches jedweden Schlüssel, Wert oder eine beliebige Schlüssel-Wert-Kombination von Benutzerdefinierten Variablen enthalten kann. Mit anderen Worten: Haben Sie eine benutzerdefinierte Variable erstellt (z. B. “Angemeldetes Mitglied”), können Sie ebenfalls ein erweitertes Segment auf Basis dieser Variablen erstellen und dieses dann auf alle Berichte anwenden.

Die Fähigkeit, Besuchersegmente auf Basis von benutzerdefinierten Variablen erstellen zu können, trägt entscheidend dazu bei, das gesamte Potenzial von benutzerdefinierten Variablen zu maximieren. Die Nutzer sind nun in der Lage, Ihre Metriken mit den gewünschten Schlüssel-Werte-Paarungen beliebig neu anzuordnen.

Selbstverständlich können Sie nun auch benutzerdefinierte Berichte  mit einer beliebigen Schlüssel- oder Werte-Dimension einer benutzerdefinierten Variablen erstellen. Damit erfahren Sie, wie sich ein mittels benutzerdefinerter Variablen erstelltes Segment mit den anderen Metriken in Google Analytics verhält.

Neuer Analytics Tracking Code Setup-Assistent

Eine Aufgabe der etwas respekteinflößenderen Art bei der Implementierung von Google Analyics in einer Website ist die manuelle Konfiguration des Tracking Code für spezielle Anwendungsbereiche. Darunter zählen z. B. mehrere Subdomains, Cross-Domain Tracking, Mobil-Web Tracking, PHP-sites, Kampagnen-Tracking, etc.
Das alles ist nun nicht länger Grund zur Besorgnis. Erstellen Sie jetzt ein neues Profil, entdecken Sie den neuen Tracking Code Setup-Assistenten, der Ihnen automatisch den zugehörigen Tracking Code zu Ihrer Auswahl generiert.

Eine Aufgabe der etwas respekteinflößenderen Art bei der Implementierung von Google Analyics in einer Website ist die manuelle Konfiguration des Tracking Code für spezielle Anwendungsbereiche. Darunter zählen z. B. mehrere Subdomains, Cross-Domain Tracking, Mobil-Web Tracking, PHP-sites, Kampagnen-Tracking, etc.

Das alles ist nun nicht länger Grund zur Besorgnis. Erstellen Sie jetzt ein neues Profil, entdecken Sie den neuen Tracking Code Setup-Assistenten, der Ihnen automatisch den zugehörigen Tracking Code zu Ihrer Auswahl generiert.

Google Analytics Tracking Code Setup-Assistent

Neue Version der Google Analytics API

Später in dieser Woche wird Google eine weitere Ankündigung bezüglich neuer Features der Google Analyitcs API veröffentlichen. Ein kleiner Vorgeschmack: die Unterstützung der “Erweiterte Segmente” wird über die API möglich sein. Zusätzlich werden neue Dimensionen und Metriken verfügbar gemacht – inkl. derer, die in den unlängst angekündigten Features  enthalten sind.

Fazit

Mit diesem “Nachschlag” liefert Google weitere professionelle und hilfreiche Features zu Google Analyitcs und bereichert das kostenfreie Tool erneut. Das Feature Anmerkungen (Annotations) ist meines Erachtens die nützlichste Ergänzung, da nun endlich detaillierte Informationen zu den jeweiligen Aktionen hinterlegt werden können.

Kommentare und Diskussionen sind herzlich willkommen!

Ihr

Holger Tempel

Hexen verboten!Wir hatten unlängst schon in unserem Blog-Post “Deutsche Krankenkassen sollen auf Google Analytics verzichten” berichtet, wie plötzlich Google Analytics ins Kreuzfeuer der Kritik bei Krankenkassen-Websites geraten ist.

Unlängst wurde ein Artikel auf http://www.ibusiness.de/members/aktuell/db/238225fb.html veröffentlicht, in dem einmal mehr “jeder” etwas zu sagen hat – vor allen Dingen, wie “schlimm” doch Google und seine Datensammlerei sei… Die Einleitung:

Die Ankündigung deutscher Datenschützer, gegen die Anwendung von Google Analytics zur Homepage dieses Unternehmnes Relation Browser vorgehen zu wollen, hat Aufregung in der Branche verursacht. Die Datenschützer von Bund und Ländern verkündeten jüngst ihre Ansicht, dass die Benutzung des Tools gegen deutsches Recht verstoße. Nach dem Telemediengesetz könnten demnach Bußgelder von bis zu 50.000 Euro drohen.

Die moderne Inquisition

Diese Schilderung kommt im Großen und Ganzen einer modernen Inquisition auf zivilisierterem Niveau gleich: Der Datenschützer (Geistliche) versteht etwas (Tracking, Marketing, Conversion-Optimierung, etc.) nicht wirklich und tut das Ganze als schwarze Magie bzw. Blasphemie (“…wer weiß, was die mit den Daten anstellen…!”) ab.

Glashaus? Steine? Was?

Bereits vor langer Zeit wurde ein Sachverhalt deutlich (und schon in vielen Hollywood-Produktionen bewiesen): Je mehr ein einzelner mit dem Finger auf andere zeigt und je lauter er einen angeblichen Missstand anprangert, desto mehr will er von seiner eigenen Unzulänglichkeit ablenken resp. desto mehr  hat er selbst “Dreck am Stecken”.

Nun, ich habe definitv gar nichts dagegen, dass Daten über mich und meine Nutzungsgewohnheiten im Internet erhoben und analysiert werden: Ich habe nichts zu verbergen! Die Vehemenz, mit der allerdings “Datenschützer” diese Datenerhebungsmaßnahmen verdammen, ließe doch tatsächlich anmuten, dass hier eine Angst vor “Entdeckung” (Besuch von subversiven, inkriminierenden Webinhalten, Schmuddelseiten, etc.) durchklingt…

Geschürt durch die Zwangsparanoia der Datenschutz-Fanatiker wird nun eine wahre Hexenjagd gegen die nach Erfolg strebenden Website-Betreiber angestachelt, und damit jedwede Anstrengung, der Krise zu trotzen, sofort im Keim erstickt.

So wurde auch folgender Inhalt im vorgenannten Artikel veröffentlicht:

Christian Bennefeld Christian Bennefeld auf Xing nachschlagen, Geschäftsführer bei Etracker GmbH Relation Browser , teilt die Kritik am Suchmaschinen-Giganten ebenso entschieden wie grundsätzlich: “Google ist dabei, jeden einzelnen Internetnutzer genauestens zu profilieren. Jeder wird durchleuchtet: Woher er kommt, was er sucht, welche Interessen er hat, wie sein Einkaufsverhalten ist, welche religiöse und politische Einstellung er mitbringt, mit wem und über was er korrespondiert, welche Bilder er im Urlaub gemacht hat und und und. Sicherlich will Google uns mit diesem Wissen nur Gutes tun und seine Werbung gezielter ausliefern. Toll, dass ich dann keine Werbung für Damenmode mehr bekomme. Nur: um welchen Preis?”

Ja, Herr Bennefeld, könnten Sie Ihre rethorische Frage “Nur: um welchen Preis?” einmal ernsthaft selbst beantworten? Vielleicht komplett ohne Polemik? Und vielleicht auch ohne Ihre hauseigene Lösung in den Vordergrund zu stellen? 🙂

IP-Adresse ist anscheinend “sensibler” als die Bankverbindung

Komischerweise prangert derzeit keiner die real existierenden Gefahren an: Bonus-Systeme wie z. B. payback oder die Datenerhebungen der Mobilfunkbetreiber, etc. Bitte nicht falsch versethen: Ich habe grundsätzlich auch nichts gegen diese Art der Datenerhebung. Nur werden hierbei doch noch viel sensiblere Daten als meine (oftmals dynamische) IP-Adresse oder ein Cookie auf meinem Rechner gespeichert: hier erlangt der Anbieter definitv Kenntnis über meine Adresse, meine Bankverbindung, mein Geburtsdatum, meine Adresse,  und vor allen Dingen: MEIN Kaufverhalten en Détail.

Ja, hier habe ich dann wohl auch einen Vertrag unterzeichnet, bei dem irgendwo (mehr oder minder) glaubhaft versichert wird, die Datenschutzbestimmungen einzuhalten und meine Daten nicht an Dritte weiterzugeben und bla bla bla… Mal Hand auf’s Herz: 1. Wer liest das? 2. Wer hat nicht durch einen solchen Vertrag schon einmal unerwünschte Werbung per Post erhalten? Nun werden viele aufbegehren: “…Sie haben doch unterschrieben, dass ‘Partner’ des Vertragspartners Ihnen geeignete Produkte…” Klar habe ich das. Aber deshalb wird die gefühlte Belästigung nicht weniger und die angeblich geeigneten Produkte nicht “geeigneter”…

Tracking = Warenhausanalyse

Für mich stellt das Tracking (neben der Tatsache, dass wir damit Geld verdienen – Ja, ich “oute” mich!) ein sinnvolles Instrument für die Messung der MASSEN-Akzeptanz der Webseiten dar und hilft dabei, diese ständig zu verbessern. Dabei tritt kein Individuum in den Vordergrund. Auch interessiert mich nicht, in welcher Strasse der einzelne Besucher der Site wohnt. Vielmehr ist für mich das Gesamtbild von Bedeutung.

Vergleichen wir das Tracking doch einfach einmal mit einem Warenhaus: Sie sind der Geschäftsführer und beobachten die Laufkundschaft, wie sie sich Artikel aus dem Angebot heraussucht, begutachtet, zur Kasse geht, bezahlt, in eine andere Abteilung schlendert, etc. Wenn ich Sie nun am Ende des Tages frage, WER die EINZELNEN Kunden waren, wohin sie gegangen sind, welche Artikel sie betrachtet und letztendlich gekauft haben, werden Sie wahrscheinlich mit den Achseln zucken und zugeben, es nicht zu wissen.

Welche Information Sie aber gewiss am Ende eines Tages haben wollen, ist wieviel Umsatz und ggf. wie viele Verkäufe das Warenhaus mit seinen vielen Abteilungen gemacht hat. Vielleicht haben Sie auch noch ein paar Aushilfskräfte engagiert, die die Anzahl der Personen ermittelt haben, die das Warenhaus betreten haben. Dann könnten Sie sogar eine Conversion-Rate berechnen!

Worauf ich hinaus will ist, dass auch beim Tracking – wie im Warenhausbeispiel geschildert – eine massenbedingte Anonymität vorherrscht.  Der Warenhaus-/Sitebetreiber interessiert sich nicht für das (Kauf-)Verhalten des Einzelnen, sondern nur für das der Masse; Gesichter und Individuen sind völlig gleich. Erst durch eigenes Zutun (z. B. Kontaktaufnahme mit dem Verkäufer) des Besuchers, tritt dieser aus der Anonymität der Masse und bekommt folglich eine Identität (Name, Gesicht, etc.) .

“Verlangsamung” von Prozessen durch sinnlose Opt-Ins

Im Zuge dessen wird plötzlich wieder der Schrei nach Opt-Ins laut. Opt-In… Was für ein Wort in diesem Zusammenhang! Wir alle können uns noch lebhaft an die Zeiten erinnern, als es “schick” war eine Flash-animierte Startseite mit einem ewig langen Intro zu präsentieren? Und in den Anfängen konnte man diese auch nicht überspringen, da es keinen “Skip”-Button gab… Wie oft hat man sich dann die von mal zu mal nerviger werdende Animation eines Balls, Autos oder schlichtweg Wortes anschauen müssen, bis man endlich auf den eigentlichen Inhalt zugreifen konnte? Nun, damals war das eben so! Und man hatte auch mehr Zeit zum Surfen – es gab auch noch nicht sooooo viele geeignete Websites. (Anmerkung des Autors: Erfolge wurden aber schon damals mit häßlichen “Zählern” auf der Website oder mit rudimentären Loganalysen gemessen)

Heute ist alles anders – wir nutzen eine Suchmaschine (ich sage explizit nicht, welche) um geeignete Informationslieferanten für einen gegebenen Suchbegriff zu finden. Und dann klicken wir uns durch die Angebote: erster Link, zurück, zweiter Link, zurück, erste Paid Placementanzeige, zurück, dritter Link, zurück, etc.  Jedenfalls geht es mir so. Jetzt stelle ich die Frage in den Raum: Wie hoch wird die Frustration des Nutzers sein, wenn bei jedem Link, den er anklickt, ein Splash-Screen erscheint, der ihn fragt, ob er damit einverstanden ist, wenn sein Besucherverhalten mittels Tracking analysiert wird? Und wie groß wird die Akzeptanz des Nutzers sein, wenn er die gleiche Frage jedesmal beim Betreten der SELBEN Website gestellt bekommt? Schließlich ist das Speichern der Antwort mittels Cookie auf dem Rechner des Nutzers oder auf dem Server des Anbieters ebenfalls verwerflich…

Fazit

Es ist schon spannend zu sehen, wie sich doch der Deutsche ereifert, wenn es um die Privatsphäre und seine Daten geht… Liebe Leute, die Nutzung des Internets setzt – wie auch das Fahren mit dem Bus – die Mündigkeit des Benutzers voraus! Wenn also ein Nutzer nicht wünscht, dass seine Daten gespeichert oder sein Verhalten analysiert wird, muss er lediglich seinen Browser entsprechend einstellen.

Herr Schaar, vielleicht sollten Sie sich zunächst einmal mit der Technik und den Anforderungen der heutigen Zeit vertraut machen, anstelle Ihre Profilneurose zu kultivieren; Sie wissen doch: Wer zu allem seinen Senf gibt, wird schnell für ein Würstchen gehalten! Gerne laden wir Sie aber ein, unser nächstes Training zu Google Analytics KOSTENFREI zu besuchen…

Kommentare und Diskussionen sind herzlich willkommen!

Ihr
Holger Tempel

ClickTale - Aufzeichnen. Anschauen. Verstehen.Natürlich ist für unsere Webpräsenz die Erhebung belastbarer Kennzahlen mithilfe von Google Analytics und Urchin im Rahmen der klassischen Webanalyse unverzichtbar. Ebenso wichtig sind die Erkenntnisse, die wir durch das Testing mit dem Google Website Optimizer gewinnen.

Mit ClickTale kommt nun aber eine neue Dimension hinzu. Bisher war es  ausschließlich wissenschaftlichen Instituten oder großen Marktforschungsunternehmen vorbehalten, mithilfe aufwändiger  Eye-Tracking Studien Aufschluss über das Besucher-Verhalten auf Webseiten zu gewinnen. Für den einzelnen Betreiber einer mittleren oder kleineren Internetpräsenz war die Beauftragung einer solchen Untersuchung schon aus Kostengründen meistens unmöglich.

DashboardDas hat sich jetzt geändert. Denn ClickTale ermöglicht nun jedem Websitebetreiber, das Besucher-Verhalten auf den Seiten seiner Website zu beobachten, um daraus Rückschlüsse auf  Optimierungsmöglichkeiten einzelner Bereiche oder ganzer Seiten zu ziehen.

Wohin klicken meine Besucher?

Click HeatmapDiese Frage wird mit der Click-Heatmaps detailliert beantwortet. Diese zeigt nämlich auf, an welchen Stellen die Besucher klicken, selbst wenn es dort gar keine interaktiven Elemente (z. B. Links, Buttons, etc.) gibt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können dann entsprechend zum Vorteil genutzt werden, indem an diesen prominenten Stellen auch Action-Items platziert werden.

Betrachten meine Besucher auch wirklich die ganze Seite?

Scroll HeatmapEs ist immer schwierig, den Besucher dazu zu bewegen, eine Seite bis ganz zum Schluss zu betrachten. Das gelingt meist nur dann, wenn der Inhalt für den Betrachter entsprechend interessant und/oder spannend ist. Unglücklicherweise war das bisher nicht wirklich messbar. Mit den Scroll-Heatmaps in ClickTale bleiben diese Erkenntnisse nicht länger verborgen. Es wird mehr als deutlich, welche Bereiche einer Seite von Interesse sind, und welche eher übersprungen bzw. überlesen werden.

Welche Inhalte nehmen meine Besucher wahr?

Mouse Move HeatmapViele Menschen nutzen den Mauszeiger als Hilfsmittel zum Lesen bzw. Erfassen von Inhalten am Bildschirm. Dieses Verhalten kann nun dazu genutzt werden, um herauszufinden, welche Inhalte auf einer Seite für die Besucher von hohem Interesse sind und welche völlig ignoriert werden. ClickTale stellt in einer übersichtlichen Mouse Move Heatmap dar, was normalerweise nur mittels einer kostenintensiven Eye-Tracking-Studie erkennbar wäre.

Welche Erkenntnisse kann ich noch gewinnen?

Conversion ReportClickTale liefert zudem noch ausgefeilte und detaillierte Analysen für Online-Formulare. Dadurch wird ermöglicht, Problem-Felder zu identifizieren,

  • die den Besucher “abschrecken”
  • die ignoriert und leer gelassen werden
  • die kompliziert sind
  • die lange Zeit zum Ausfüllen in Anspruch nehmen

Auch ist es möglich, mit ClickTale aufgezeichnete Besuchersitzungen wiederzugeben und somit zu erkennen, welche Inhalte für den Besucher interessant waren, wohin dieser geklickt hat, welche Unterseiten er aufgerufen hat, etc.

Wo sollte ich ClickTale implementieren?

Nun, die Frage ist relativ einfach zu beantworten: Überall da, wo Erkenntnisse über Click-, Scroll- und Mouse-Move-Verhalten oder aber auch Formularanalysen nötig sind. Grundsätzlich empfehlen wir aber, ClickTale nur auf den Seiten zu implementieren, die wirklich von Belang und bei denen detaillierte Analysen notwendig sind:

  • Landeseiten von Kampagnen inkl. der Anschluss-Seiten
  • Warenkörbe in Shop-Systemen
  • Online-Formulare, die aktions- oder personenbezogene Daten erfassen

Fazit

ClickTale ist aus unserer Sicht ein wertvolles Instrument, welches die üblichen Standard-Tools sinnvoll ergänzt und dem Betreiber einer Website tief gehende Einblicke in das Besucherverhalten ermöglicht.

ClickTale ist in einer kostenfreien (limitierten) Version verfügbar und kann so zunächst einmal ausprobiert werden. Sobald Sie sich von der Leistungsfähigkeit überzeugt haben, können Sie Ihr kostenfreies Konto in einen der drei angebotenen Tarife umwandeln – alle bis dato erfassten Daten bleiben erhalten! Mehr Informationen zu den ClickTale Preisen und Tarifen erhalten Sie auf unserer Website.

Ich wünsche Ihnen viele hilfreiche Erkenntnisse bei der Auswertung und viel Erfolg mit Ihrer Website!

Ihr
Holger Tempel

Das „Aus“ für effizientes Webcontrolling in Deutschland?

Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Peter Schaar, ermahnt dutzende Krankenkassen schriftlich, auf den Einsatz von Google Analytics zu verzichten.

Der Einsatz des kostenfreien Google Analytics diente bisher den Krankenkassen dazu, den Erfolg und die Benutzerakzeptanz ihrer Webpräsenz und ihrer Online-Services mittels Tracking zu analysieren. Dabei verfolge Google Analytics, so Schaar, eine nach deutschen Datenschutz-richtinien unzulässige Praxis, „da die derzeitige Konfiguration des Dienstes eine wirksame Wahrnehmung des Rechts auf Widerspruch, Information und Auskunft sowie Löschung der Daten durch den Betroffenen nicht ermöglicht“. Google lasse, so die Argumentation des Bundesdatenschutzbeauftragten, die Nutzer “im Unklaren darüber, welche Daten konkret über sie zu welchem Zweck erhoben werden“. Unklar sei auch, wie lange die Nutzungsdaten bei Google in den USA gespeichert würden. Schaar forderte nun die Krankenkassen auf “die Nutzung des Google Analytics Services unverzüglich einzustellen, bei Ihnen vorhandene Daten zu löschen und mir dies schriftlich zu bestätigen.” Auf eine Fristsetzung hat er dabei jedoch verzichtet. Eine ganz ähnliche Maßnahme hat bereits im vergangenen Jahr Thilo Weichert, der Landesdatenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein durchgeführt, als er 25 deutsche Website-Betreiber aufgrund der gleichen Thematik schriftlich abgemahnt hatte. Ist dies nun das Ende von Webanalyse und effizientem Website-Controlling in Deutschland? Ein Verzicht auf die Analyse von Webseiten käme für das gesamte Online-Marketing in der Bundesrepublik einer Rückkehr in die Steinzeit gleich, wäre doch so eine gezielte Steuerung und Optimierung im Bereich SEM gar nicht mehr möglich.

Alternative zu Google Analytics

Urchin Software bietet hier eine datenschutzkonforme Alternative zu Google Analytics. Im Gegensatz zu Google Analytics bleiben bei Urchin 6 die Daten komplett „inhouse“ und können dort gemäß Bundesdatenschutzgesetz, BDSG § 6(1) „Unabdingbare Rechte des Betroffenen“, auf Wunsch des Nutzers jederzeit eingesehen oder gelöscht werden. Darüber hinaus verfügt Urchin Software über einige sehr interessante zusätzliche Features, was es zu einem sehr viel flexibleren und leistungsstärkeren Analyse-Werkzeug gegenüber Google Analytics macht. Vergleichen Sie hier die Unterschiede zwischen Urchin Software und Google Analytics. Auf die genaue und effiziente Analyse unserer Webpräsenzen brauchen wir also in Deutschland auch in Zukunft nicht verzichten, denn wir können auch datenschutzkonform, Herr Schaar!

Ihre

Martina Schneider

Wenn Sie die aktuelle Urchin-Version testen wollen, stellt sich sicherlich die Frage, auf welcher Plattform und unter welchem Betriebssystem das passieren soll. Als Plattform eignen sich ausrangierte Server, virtuelle Maschinen, oder zur Not sogar Ihre Workstation. Letzteres kann sinnvoll sein, wenn Sie lediglich das Look & Feel ausprobieren möchten. Meistens will man aber mehr ausprobieren und sollte dann von vornherein eine der anderen Möglichkeiten einsetzen.

Wer eine geeignete Windows-Lizenz übrig hat, darf sie gerne ver(sch)wenden. Wir empfehlen für Testinstal-lationen von Urchin, sich eine aktuelle kostenfreie Linux-Server-Distribution herunterzuladen, z.B. Ubuntu oder CentOS (zu RedHat binärkompatibel) und zu installieren.

CentOS bietet zwar keine Serverversion zum Download an, aber während der Installation kann diese auf Server und/oder Server-GUI reduziert werden. Ubuntu-Server bringt dagegen keine GUI mit. Wer auf (Linux-) Kommando-zeilenebene nicht so fit ist, sollte sich eine GUI (Gnome oder KDE) installieren.

Systemvoraussetzungen für eine Installation

Geeignete Windows-Systeme sind Windows 2003 Server, Windows XP, Windows 2000, Windows Vista, Windows 2008 Server. Von den Unix-basierten-Systemen werden die Linux-Kernel 2.4 und 2.6, sowie FreeBSD 6.2+ unterstützt. Für Urchin geeignete Datenbanken sind MySQL 5.03+ oder PostgreSQL 8.2.5+. Um die im Installationspaket von Urchin 6.6.02 mitgelieferte PostgreSQL 8.4.01 unter Linux(Kernel 2.4 oder 2.6) zu installieren, wird die glibc 2.3.3+ benötigt.

Für die Analyse einzelner kleiner bis mittelgroßer Websites sollte das System wie folgt ausgestattet sein:

  • 2‑GHz-Prozessor oder schneller
  • 2 GB RAM
  • 250 GB Festplattenlaufwerk (IDE oder SATA)
  • 100 MBit/s-Ethernet-Schnittstelle

Bei Installationen für Provider oder größerer Unternehmen sollte das System folgendermaßen ausgestattet sein:

  • 2,5-GHz Pentium Dual-Core / 2-GHz UltraSPARC / PPC, MIPS oder anderem mit ähnlichem CPU‑Geschwindigkeitsbereich
  • 3 GB RAM
  • Ultra2/Wide SCSI-Festplattenlaufwerk (z. B. Seagate Cheetah), Kapazität nach Protokollaufkommen
  • 100 MBit/s-Ethernet-Schnittstelle
  • Backupsystem.

Als Plattenplatzbedarf muss mit ca. 10% der der Originalprotokollgröße gerechnet werden. Für die Anzeige der Urchin-Benutzeroberfläche sind die  Browser Internet Explorer 6.x+, Firefox 2.x+ oder Chrome 1.x+ geeignet. Weitere Informationen finden Sie im Urchin-Helpcenter.

Warum beschreiben wir hier eine Installation unter Linux mit Kernel 2.6?

Die Installation von Urchin unter Windows gestaltet sich eher trivial. Die benötigten Informationen sind sowohl für Windows, als auch für Linux identisch. Da unter beiden Systemen die gleichen Fragen gestellt werden, es unter Linux – je nach System – aber die eine oder andere kleine Hürde zu nehmen gilt, beschreiben wir hier die Installation unter Linux. Dadurch wird die Installation unter Linux hoffenlicht so einfach, wie die unter Windows. Für den Kernel 2.6 haben wir uns entschieden, da dieser Kernel der aktuellste und wohl der verbreitetste ist.

Vorbereitungen

Sollten Sie die Installation in einer virtuellen Maschine auf Ihrer Workstation vornehmen wollen, so achten Sie bitte darauf, dass Sie die Netzwerkschnittstelle im Bridging-Modus betreiben. Erst dann ist gewährleistet, dass Sie selbst und andere darauf zugreifen können.

In dem Fall, dass Sie eine Neuinstallation des Betriebssystems vornehmen, sollten Sie alle nicht benötigten Server und Dienste abwählen. Sie brauchen in der Regel lediglich den OpenSSH-Server und evtl. eine Datenbank, sowie Samba. Einen Webserver bringt Urchin mit.

Die mit den aktuellen Linux-Systemen ausgelieferten MySQL-Datenbanken sollten von der Version passen. Bei PostgreSQL ist hier noch die Version 8.1.6 üblich, daher sollte dann lieber die mit Urchin gelieferte Version verwendet werden. Urchin empfiehlt grundsätzlich die Verwendung von MySQL, liefert aber aus lizenzrechtlichen Gründen PostgreSQL im Installationspaket mit aus. Für welche Datenbank Sie sich entscheiden, ist letztendlich egal – Urchin funktioniert mit beiden.

Weiterhin sollten Sie darauf achten, dass die Firewall SSH, HTTP, HTTPS und ggf. noch FTP und Samba erlaubt.

Unter FreeBSD sollten Sie vor der Installation von Urchin sicherstellen, dass in der Datei “/boot/loader.conf” die folgenden Zeilen stehen:

# Increase max process data segment size to 1GB
kern.maxdsiz="1073741824"
# Wait for full HTTP request accept filter
accf_http_load="YES"

Sollten Sie sich für die MySQL-Datenbank entschlossen haben, müssen Sie noch mit den folgenden Befehlen eine leere Datenbank für Urchin anlegen:

root@yourserver# mysql -u root -p 

mysql> create database urchin character set utf8; 

mysql> GRANT ALL ON urchin.* to 'urchin'@'localhost' IDENTIFIED BY 'urchinpassword'; 

Selbstverständlich dürfen Sie statt urchinpassword ein eigenes Passwort verwenden. Sollten Sie eine vorhandene PostgreSQL verwenden wollen, finden Sie die entsprechenden Befehle in der im gezippten Installationspaket enthaltenen Anleitung. Um die mit Urchin mitgelieferte PostgreSQL zu nutzen, sinde diese Schritte nicht nötig.

Bevor Sie aber mit der Installation von Urchin beginnen, müssen Sie sich zunächst die aktuelle Urchin-Version 6.6.02 herunterladen. Sie finden den Download für alle unterstützten Betriebssysteme hier auf unserer Website. Es empfiehlt sich die Datei auf die eigene Workstation herunterzuladen und dort zu entpacken, da in der .ZIP-Datei einige .PDF-Dokumente und der für die Installation benötigte Tarball (.tar.gz) enthalten sind. Diesen Tarball kopieren Sie dann z.B. mit WinSCP auf das System, auf dem Sie Urchin installieren wollen. Das dafür benötigte temporäre Verzeichnis erstellen Sie entweder in WinSCP oder mit den folgenden Befehlen in einem Terminalfenster oder auf der Konsole:

mkdir /var/tmp/urchintemp
cd /var/tmp/urchintemp

Sollten Sie ausversehen das .ZIP-File hierher kopiert haben, können Sie es in einem Terminalfenster oder auf der Konsole so entpacken:

unzip urchin6602_linux2.6_kernel.zip

Installation – jetzt geht’s los!

Die Installation nehmen wir am besten als Benutzer mit Root-Rechten auf einer Konsole oder in einem Terminal-Fenster vor. Unter CentOS wäre das „root“ und unter Ubuntu der bei der Installation angelegte Benutzer. Als erstes entpacken wir den Tarball in dem temporären Verzeichnis:

tar xzvf urchin6602_linux2.6_kernel.tar.gz

Und starten danach das Installationsskript. Der Befehl lautet unter CentOS „./install.sh“ und unter Ubuntu „sudo ./install.sh“.

Die meisten Fragen brauchen Sie lediglich mit der Enter-Taste bestätigen, da die Vorschläge für eine Testinstallation optimal sind. Nachstehend sehen Sie den Ablauf des Installationsskripts bis zur Frage nach der Datenbank:

root@yourserver:/var/tmp/urchintemp # ./install.sh
Choose Language: [Default: 1]
1. English
2. Japanese / 日本語
3. Spanish / Español
-> <ENTER>

------------------------------------------------------------------------
-- Welcome to the Urchin Installation and Upgrade Utility
-- Version 6.602
------------------------------------------------------------------------

Please read the install.txt file before continuing. Urchin installs and
uses a lightweight Apache webserver for web-based administration and
report delivery. The installer may ask for the following information
during installation:
1. A port number for the Urchin webserver. Port numbers below 1024
require superuser privileges.
2. A valid user and group for ownership and operation.
3. SQL information: SQL server type, server hostname and port/socket,
database name for Urchin, and SQL username/password used to access
the database.

SECURITY NOTE: The web-based Urchin administration and reporting
interfaces use unencrypted HTTP by default. Use of HTTPS requires
installation of your site-specific SSL certificate and key files into
the Urchin distribution and configuring Urchin to enable SSL when the
web service starts. Please see the online product documentation for
specific details.

Please select the installation type [Default: 1]
   1. New
   2. Upgrade
-> <ENTER>

Specify the installation directory  [Default: /usr/local/urchin]:
-> <ENTER>

The specified directory does not exist: /usr/local/urchin

Do you want the script to create it? [Default: 1]
   1. Yes
   2. No
-> <ENTER>

Choose a port number for the webserver [Default: 9999]
-> <ENTER>

Choose a user for the webserver and file ownership [Default: nobody]
-> <ENTER>

Choose a group for the webserver and file ownership [Default: nobody]
-> <ENTER>

SQL Server Type [Default: 1]
   1. mysql
   2. postgresql
   3. install postgresql
->

Nun kommt ein Block, der sich abhängig von Ihrer Datenbankauswahl etwas unterschiedlich verhält. Wir zeigen hier alle drei Varianten, bzw. den entsprechenden Installationsablauf für eine Datenbank, die auf demselben Rechner wie die Urchin-Installation liegt (was aus Performancegründen auch anzuraten ist).

MySQL

Standardmäßig schlägt die Urchin-Installationsroutine als SQL-Servertyp die Option 1, also ein bereits installiertes MySQL vor. Sie müssen bei den Fragen nach dem SQL-Socketpfad, nach dem SQL-User und dem SQL-Passwort eine Antwort eingeben. Der Socketpfad steht für MySQL bei den meisten Distributionen in der Datei /etc/my.cnf und lautet in der Regel: /var/lib/mysql/mysql.sock. Der Pfad und der Dateiname der Konfigurationsdatei können von Distribution zu Distribution und von Paketquelle zu Paketquelle variieren. Unter Ubuntu steht die Information in /etc/mysql/my.cnf und lautet in der Regel /var/run/mysqld/mysqld.sock. Wurde die Datenbank mit den von Urchin empfohlenen Befehlen (siehe weiter oben) angelegt, so ist der Standardvorschlag bei der Frage nach dem SQL-User falsch und muss mit „urchin“ beantwortet werden. Im Anschluss geben Sie das Passwort für den Zugriff auf die Urchin-Datenbank ein. Das Passwort wird dabei nicht angezeigt, auch keine Ersatzzeichen.

-> <ENTER>

SQL Server [Default: localhost]
-> <ENTER>

SQL Socket path
-> /var/lib/mysql/mysql.sock

SQL Database [Default: urchin]
-> <ENTER>

SQL User [Default: nobody]
-> urchin <ENTER>
SQL Password
-> urchinpassword <ENTER>

PostgreSQL

Die zweite Option steht für eine bereits installierte PostgreSQL-Datenbank. Sie müssen bei den Fragen nach dem SQL-Socketpfad, nach dem SQL-User und dem SQL-Passwort eine Antwort eingeben. Der Socketpfad steht bei der Verwendung von PostgreSQL – sofern diese vorhanden ist – in der Datei data/postgresql.conf hinter unix_socket_directory und ist standardmäßig nicht gesetzt. Daher ist die Frage danach mit „null“ zu beantworten. Wurde die Datenbank mit den von Urchin empfohlenen Befehlen angelegt, so ist der Standardvorschlag bei der Frage nach dem SQL-User falsch und muss mit „urchin“ beantwortet werden. Im Anschluss geben Sie das Passwort für den Zugriff auf die Urchin-Datenbank ein. Das Passwort wird dabei nicht angezeigt, auch keine Ersatzzeichen.

-> 2<ENTER>

SQL Server [Default: localhost]
-> <ENTER>

SQL Socket path
-> null <ENTER>

SQL Port [Default: 5432]
-> <ENTER>

SQL Database [Default: urchin]
-> <ENTER>

SQL User [Default: nobody]
-> urchin <ENTER>

SQL Password
-> urchinpassword <ENTER>

Mitgeliefertes PostgreSQL installieren

Bei der dritten Option ist der Installationsteil kürzer; hier müssen Sie lediglich den Port bestätigen und das SQL-Passwort eingeben. Das Passwort wird dabei nicht angezeigt, auch keine Ersatzzeichen. Danach startet die PostgreSQL-Installation. Der Vorgang kann mehrere Minuten dauern. In einer X11-Session (GUI) informiert ein PopUp-Fenster über die gerade kopierten Dateien. In einer Konsolensitzung  erhalten Sie keinerlei Informationen über den Installationsfortschritt, bis die nächste Frage auftaucht.

-> 3<ENTER>

SQL Port [Default: 5432]
-> <ENTER>

SQL Password

-> urchinpassword <ENTER>

Installing PostgreSQL server

Die Installation abschließen

Ab hier ist der Ablauf wieder für alle Installationsvarianten gleich. Für den Download der Geodatenbank von den Google-Servern müssen Sie mit einem Volumen von ca. 200 MB (möglicherweise auch mehr) rechnen. In dem nachstehenden Abschnitt zeigen wir den Mitschnitt für den Fall einer Neuinstallation mit Installation der mitgelieferten PostgreSQL-Datenbank.

Would you like to initialize the configuration database during
install? [Default: 1]
   1. Yes
   2. No
-> <ENTER>

Would you like to enable automatic monthly updates of the geodata used
by Urchin? [Default: 1]
   1. Yes
   2. No
-> <ENTER>

Would you like the installer to start the Urchin webserver and scheduler
at the end of the installation? [Default: 1]
   1. Yes
   2. No
-> <ENTER>

------------------------------------------------------------------------
-- Summary Information

-- Installing Urchin 6.602

------------------------------------------------------------------------

Installation Directory: /usr/local/urchin
Webserver Port: 9999
Webserver User: nobody
Webserver Group: nobody
SQL Server Type: postgresql
SQL Server: localhost
SQL Socket path: null
SQL Database: postgres
SQL User: postgres
SQL Password: (set but not displayed)
Initialize configuration database during install: Yes
Automatic monthly geodata updates: Yes
Start Webserver and Scheduler: Yes

Please select continue or exit [Default: 1]
   1. Continue
   2. Exit
-> <ENTER>

Installing Urchin

Configuring Urchin to use existing SQL server
-- Initializing SQL database for Urchin
-- Configuring SQL parameters in urchin.conf

Creating webserver configuration

Setting file ownership and permission

Starting the Urchin webserver and scheduler daemon
Urchin webserver started on port 9999
Urchin SLAVE scheduler started
Urchin MASTER scheduler started
Urchin CPC scheduler started

------------------------------------------------------------------------
-- Installation Complete
------------------------------------------------------------------------

The Urchin administrative interface should be ready to use at

   http://yourserver:9999/

To start or stop the Urchin webserver or scheduler, run 'urchinctl start'
or 'urchinctl stop' from the installation bin directory.

The administrative interface default username is admin and the password
is urchin. A wizard will direct you through the process of licensing
the product and changing the default password. We strongly recommend
that you change the default value to something more secure.

root@yourserver:/var/tmp/urchintemp #

Urchin aktivieren

Die erfolgreiche Installation verifizieren Sie durch die Eingabe von „http://yourserver:9999/“ (wobei „yourserver“ für die IP-Adresse oder den Namen Ihres Servers steht) in Ihrem Webbrowser. Sie sollten dann folgendes Bild sehen:

Anmeldemaske der Urchin-Version 6.602

Melden Sie sich mit Username „admin“ und Password „urchin“ an und klicken auf der folgenden Seite auf den Link „Obtain Demo License“.

Lesen Sie sich die Lizenzbedingungen durch und klicken Sie dann unten auf den Button „Accept and Install“.

Und schon haben Sie eine Demo-Lizenz, die Sie unten über den Link „Install licence“ aktivieren.

Nun wird ein Setup-Wizard gestartet, der Sie durch die Basis-Konfiguration führt. Dabei handelt sich um insgesamt 4 Screens, mit denen in zwei Schritten einige Grundkonfigurationen vorgenommen werden. Die Angaben im ersten Schritt sollten Sie genau so stehen lassen, während Sie im zweiten Schritt durchaus ein neues Passwort für den User „admin“ vergeben sollten, insbesondere, wenn Sie anderen Leuten Zugriff auf das System gewähren wollen. Nach Abschluss dieser Basis-Konfiguration erscheint dann das normale Bild, welches nach dem Anmelden für den Superuser „admin“ angezeigt wird.

Viel Erfolg bei der Installation!

Ihr Detlef

Technikteam

Mit der neuen Urchin Version 6.6.02 werden nun zwei Geo-Datenbanken ausgeliefert und installiert: die bereits aus den Versionen 6.4.00 – 6.6.01 bekannte Geo-Datenbank und die neue Lightweight Geo-Datenbank.

Der Hintergrund für die neue Lightweight Geo-Datenbank liegt in der hohen Arbeitsspeichernutzung der ursprünglichen Geo-Datenbank begründet (600-800 MB), was bei der Verarbeitung großer Protokolldateien (Logfiles) zu Performance-Problemen führen konnte.

Welche Unterschiede bestehen zwischen den beiden Geo-Datenbanken?

Die ursprüngliche Geo-Datenbank enthält detaillierte Informationen auf Metro-Ebene (Land/Region/Stadt), Netzwerk-Ebene (Organisationen) und Domänen-Ebene. Die Datenbank weist somit den gleichen, wenn auch aktualisierten, Umfang auf wie ihre Vorversionen.
Die neue Lightweight Geo-Datenbank beinhaltet im Gegensatz dazu jedoch nur noch Metro-Informationen auf Länderebene; weder Informationen bezüglich Regionen, Städte, Netzwerke noch Domänen sind darin enthalten.

Welche Vorteile ergeben sich durch den Einsatz der neuen Lightweight Geo-Datenbank?

Der primäre Vorteil liegt tatsächlich im weitaus geringeren Arbeitsspeicherbedarf der Datenbank, die beim Verarbeiten der Protokolle im RAM vorgehalten werden muss. Daher sollte die neue Lightweight Geo-Datenbank immer dann Verwendung finden, wenn die Geschwindigkeit der Protokollverarbeitung im Vordergrund steht.

Wie schalte ich zwischen der Standard und der Lightweight Geo-Datenbank um?

Um die Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank zu aktivieren oder zu deaktivieren, ist die Modifikation der Datei urchin.conf nötig, die sich im Verzeichnis <Pfad-zu-Urchin>/etc/ befindet.

Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank aktivieren

Öffnen Sie die Datei urchin.conf mit einem herkömmlichen Texteditor und entfernen Sie das Hash-Sysbol (#) am Anfang der Zeile.

Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank aktiviert

Speichern Sie die Datei und starten Sie alle Urchin-Dienste neu. Erst dann ist die Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank aktiviert und die Standard Geo-Datenbank deaktiviert.

Verwendung der Standard Geo-Datenbank aktivieren

Öffnen Sie die Datei urchin.conf mit einem herkömmlichen Texteditor und fügen Sie ein Hash-Sysbol (#) am Anfang der Zeile ein.

Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank deaktiviert

Speichern Sie die Datei und starten Sie alle Urchin-Dienste neu. Erst dann ist die Verwendung der Standard Geo-Datenbank aktiviert und die Lightweight Geo-Datenbank deaktiviert.

Wie wirkt sich die neue Lightweight Geo-Datenbank auf die Berichtsdaten aus?

Wie bereits erwähnt, bietet die Lightweight Geo-Datenbank nur noch Informationen auf Länderebene, wodurch bei Einsatz derer bestimmte Berichte weniger oder gar keine Daten mehr enthalten.

Der Einsatz der Lightweight Geo-Datenbank hat Auswirkung auf die folgenden Berichte:

Bericht Lightweight Geo-Datenbank
(Klicken zum Vergrößern)
Standard Geo-Datenbank
(Klicken zum Vergrößern)
Dashboard
-> leitende Angestellte
-> Übersicht für leitende Angestellte
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Übersicht für leitende Angestellte Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Übersicht für leitende Angestellte
Dashboard
-> leitende Angestellte
-> Landkarten-Overlay
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Landkarten-Overlay Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Landkarten-Overlay
Marketing-Optimierung
-> Leistung der Besuchersegmente
-> Geografischer Standort
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Geografischer Standort Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Geografischer Standort
Marketing-Optimierung
-> Leistung der Besuchersegmente
-> Landkarten-Overlay
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Landkarten-Overlay Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Landkarten-Overlay
Marketing-Optimierung
-> Leistung der Besuchersegmente
-> Provider der Besucher
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Provider der Besucher Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Provider der Besucher
Marketing-Optimierung
-> Leistung der Besuchersegmente
-> Verbindungsgeschwindigkeit
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit
Marketing-Optimierung
-> Leistung der Besuchersegmente
-> Domains
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Domains Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Domains
Content-Optimierung
-> Parameter für Web-Design
-> Verbindungsgeschwindigkeit
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit
IT-Berichte
-> Domains und Nutzer
-> Domains
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Domains Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Domains
IT-Berichte
-> Domains und Nutzer
-> Domainaufschlüsselung
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Domainaufschlüsselung Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Domainaufschlüsselung
IT-Berichte
-> Browser und Robots
-> Verbindungsgeschwindigkeit
Urchin-Bericht mit Lightweight Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit Urchin-Bericht mit Standard Geo-Datenbank: Verbindungsgeschwindigkeit

Schlussbemerkung

Bevor Sie die Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank aktivieren,vergewissern Sie sich zunächst, dass Sie die fehlenden Daten aus den vorgenannten Berichten wirklich nicht benötigen.

Ist jedoch eine Steigerung der Verarbeitungsgeschwindigkeit unabdingbar, stellt die Verwendung der Lightweight Geo-Datenbank ein probates Mittel zur Erreichung dieser Zielsetzung dar.