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Google Analytics

Dass Online-Kampagnen mit Google Analytics und Urchin Software hervorragend ausgewertet werden können, sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Wie aber sieht es mit Kampagnen im “Offline”-Bereich aus? Zeitungen, Zeitschriften, Radio- oder Fernseh-Spots? Wäre es denn nicht schön, wenn auch diese Kampagnen mit den Analysetools aus dem Hause Google messbar wären? Sie denken, das geht nicht? Schön! Denn gerne zeige ich Ihnen einen möglichen Weg auf, wie es doch geht…

Das Problem mit dem URL…

Gerade bei Anzeigen in Printmedien, Radio- oder TV-Spots wird doch immer öfter auf eine Interetseite verwiesen. Da dieser URL nicht zu lang sein darf (schließlich will der Werbende ja, dass sich die Zielperson/-gruppe diesen auch merkt), wird meist auf die Startseite, maximal jedoch auf eine leicht zu merkende Unterseite verwiesen.

Auf der Startseite wird dann versucht, den Besucher (und potenziellen Kunden) mit einem Eye-Catcher “abzuholen” (meist auffälliger Button, der den Slogan der Kampagne widerspiegelt) und mittels Klick auf die gewünschte Unterseite zu lenken. Großer Fehler! Denn auf der Startseite einer Website tummeln sich mitunter viele Aktionselemente (sog. Call-to-Action), die um die (Klick-)Gunst des Besuchers buhlen.

Negativbeispiel: Alice DSL

Werbung für ALICE DSL (zu sehen auf http://myg8.de/alice-dsl) im TV führt bei Eingabe des kommunizieren URL (www.alice.de) auf die Startseite des Unternehmens, auf der sich alleine acht Aktionselemente aneinanderreihen (die Buttons im unteren Bereich eines jeden Kästchens):

www.alice.de am 24.01.2011

Somit kann es auch gerne mal passieren, dass der Besucher eben nicht auf das gewünschte Aktionselement klickt, weil er es nicht auf anhieb findet, sich auf der Website einfach nicht “wohlfühlt” oder aber schlichtweg ein anderes “Klick MICH!”-brüllendes Aktionselement wählt.

Negativbeipiel: NIVEA FOR MEN

Den Vogel aber in Sachen Nutzerfrustration schießt in der Tat die Firma Nivea mit ihrem TV-Spot “NIVEA FOR MEN Revitalising Q10 Gel” ab (zu sehen unter http://myg8.de/n4m-horizont oder auch unter http://myg8.de/n4m-myvideo). In diesem Werbeclip wird ab der fünften Sekunde deutlich sichtbar der URL www.niveaformen.de eingeblendet. In dem ganzen Spot geht es um die “revitalisierende Wirkung” des Produkts mit dem Namen “Q10”.

Nivea for Men Revitalising Q10 - TV Spot vom 24.01.2011

Spannend aber in diesem Zusammenhang ist, dass eben dieser URL weder zu den Produktdetails führt noch auf der Startseite überhaupt ein sofort sichtbares Aktionselement auf das Produkt hinweist. Vielmehr wird der Besucher mit dem kompletten Produktportfolio der Firma “überrannt”.

www.niveaformen.de - Homepage 24.01.2011

Dort müsste er sich erst mühsam zum Produkt durchklicken und dann im Nivea-Shop wieder ganz bei Null anfangen, da auf der Produktseite weder ein Link auf die Produktdetails im Shop existiert noch eine Warenkorbfunktion verfügbar ist.

www.niveaformen.de - Produktdetails 24.01.2011

So geht’s: die Beispielkampagne

Wenn wir nun einmal annehmen, wir würden ein KFZ des fiktiven Automobilherstellers “PAX Automobile GmbH” bewerben wollen. Das Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Menschen dazu zu bewegen, einen Termin für eine Probefahrt über die Website des Herstellers (www.pax-automobile.de) zu vereinbaren.

Beispielkampagne des fiktiven Automobilherstellers 'PAX Automobile'

Diese Kampagne würde im über einen Monat verteilt in den unterschiedlichsten Medien geschaltet werden:

  • Online mittels Banner, Facebook, Google AdWords und Yahoo! Search Marketing
  • Offline in Tageszeitung, Radiosender und Privatfernsehen

Bereits in der Einlietung erwähnte ich, dass die Auswertung von Online-Kampagnen kein Problem ist, da wir hier ohne große Mühen eine entsprechende Kampagnenkennzeichnung durchführen können. Wie wir aber den Online-Erfolg durch die Bewerbung des Produkts in einem Offline-Medium messen können, erläutere ich in den folgenden Abschnitten.

Die Zutaten…

Wie also kann nun die Internet-Reaktion auf einen solchen TV-Spot ausgewertet werden? Was genau brauchen Sie nun, um Offline-Kampagnen messen zu können? Die Antwort auf die Fragen lautet: Kampagnen-Variablen in Kombination mit einem URL-Shortening-Service und ggf. einer weiteren Domain…

…eine zusätzliche Domain (optional)

Ggf. benötigen Sie, wie bereits erwähnt, eine weitere Domain und zusätzlichen Webspace (haben Sie entweder oder können ihn bei ihrem Providern für wenige Euros erhalten). Die Sache mit der Domain hingegen ist nicht ganz so trivial: sie sollte

  • kurz, prägnant, und einfach zu merken sein
  • aus zwei bis max. sechs Buchstaben bestehen und mit Ihrer jetzigen Domain in Verbindung gebracht werden können
  • eine einfache Top-Level-Doamin aufweisen ( z. B. .de, .at, oder .ch) und zwei Buchstaben nicht überschreiten

Ja, ich weiß, das ist nicht leicht. Nachfolgend ein paar Beispiele, wie das funktionieren könnte:

Hauptdomain zweite Domain
hewlett-packard.de hp.de
volkswagen.de vw.de
niveaformen.de n4m.de

Dieser Schritt ist aber in der Tat optional. Eventuell finden Sie partout kein passendes Pendant zu Ihrer bestehenden Domain oder aber es sind alle sinnvollen kurzen Domainnamen bereits vergriffen. Sofern Ihre Domain nicht aus einer langen Zeichenkette (herzlich-willkommen-in-meinem-webspace.com) oder einer “sinnlosen” Aneinanderreihung von Zeichen (lgrzf1.biz)  besteht, können Sie aber trotzdem die hier beschriebenen Techniken anwenden, selbst wenn Sie sich keine zweite Domain zulegen.

…verschiedene Kampagnenvariablen

Sie erinnern sich? Da war doch was von wegen Kampagnenvariablen an den URL anhängen…? Richtig! Hier noch einmnal zur Auffrischung der Kenntnisse: Von den in Summe fünf existierenden Kampagnenvariablen bei Google sind drei obligatorisch (utm_source, utm_medium, utm_campaing) und zwei optional (utm_content, utm_term). In der nachstehenden Tabelle finden Sie (auch nur zur Auffrischung) noch einmal die Bedeutung der einzelnen Variablen:

Variable Bedeutung obligatorisch
utm_source Identifiziert den Vermittler bzw. die verweisende Quelle (google, Stadtsuche, newsletter4) -> Woher kommt der Besucher? ja
utm_medium Werbe- bzw. Marketingmedium (z. B. CPC, Banner, E-Mail) ja
utm_campagain Name der Kampagne (z. B. Schlussverkauf, Frühbucher oder aber auch Produkt, Promo-Code, Slogan) ja
utm_content Aussagekräftige Beschreibung, mit denen verschiedene Anzeigeversionen zum Vergleich (A/B-Test) identifiziert werden können (z. B. Text_rot, Text_blau) nein
utm_term Keyword, nach dem gesucht wurde – bezahlt und unbezahlt (z. B. Hemd, Wasser+Flasche) nein

Wenn Sie sich also Gedanken zu den einzelnen Variablen gemacht haben und diese dann mit Leben füllen wollen, fügen Sie diese einfach an das Ende des URL an. Das würde dann etwa so aussehen:

http://www.domain.com/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=neue_produkte

Und damit Sie bei der Erstellung des URL keinen Fehler machen, hat Google natürlich ein entsprechendes Online-Tool zur Verfügung gestellt: den URL-Builder (zu finden unter http://myg8.de/url-tool).

Damit wären ja eigentlich alle Probleme gelöst, nicht wahr? Also könnte doch auch Nivea, um bei diesem Beispiel zu bleiben, einen sogenannten Deeplink (Link zur Produktdetailseite) mit diesen Kampagnenvariablen kommunizieren und schon wäre der potenzielle Kunde a) auf der richtigen Seite und b) könnten die Website-Betreiber eine Auswertung der Kampagne durchführen, richtig?

Falsch! Wer, bitte, ist in der Lage sich einen URL wie den folgenden in der kurzen Zeit eines Werbespots zu merken:

http://www.niveaformen.de/produkte/q10.html?utm_source=TV&utm_medium=TV-Spot&utm_campagin=nivea_for_men_q10#!product25877

… einen URL-Shortening-Service

URLs, die auf Unterseiten Ihrer Internetpräsenz verweisen, können – je nach Struktur Ihrer Website – eine große Anzahl an Zeichen enthalten. Gerade bei Blogs (domain/jahr/monat/tag/blog-titel) und auchbei modernen Shop-Systemen (domain/warengruppe/kategorie/produktseite) ist das sehr oft der Fall.

Sofern Sie Twitter, LinkedIn, Facebook, etc. nutzen, wissen Sie, dass gerade bei den Statusmeldungen nur eine begrenzte Anzahl Zeichen erlaubt sind (ähnlich wie beim Schreiben einer SMS). Um nun hier mittels Link auf eine Webseite hinzuweisen und dafür möglichst wenige Zeichen zu “verschwenden” haben sich in den letzten Jahren sogenannte URL-Shortening-Services etabliert (z. B. bit.ly, tinyurl.com, cli.gs, goo.gl, etc). Wie diese funktionieren und welchen Stellenwert sie im Bereich Social Media einnehmen, habe ich in meinem Blog-Post “URL-Shortening-Services für Social Media Marketing” erläutert.

Diese Dienste verwandeln nun einen langen URL in einen völlig anderen, aber dafür kürzeren URL. So wird beispielsweise aus der langen Zeichenkette  http://www.meine-domain.de/verzeichnis/unterseite/detail der folgende kurze URL http://bit.ly/abc.

Der Nachteil aber ist, dass Sie hier zum einen auf einen externen Dienstleister angewiesen sind und zum anderen den gekürzten URL nicht immer beeinflussen können. Daher empfehle ich den Einsatz eines eigenen URL-Shortening-Services.

ULR-Shortening mit der eigenen DomainDas Tool meiner Wahl, welches auch bei uns verwendet wird, lautet Pretty Link Pro für WordPress und ist in einer kostenfreien sowie einer kostenpflichtigen Version erhältlich.  Damit stellen Sie sicher, dass Sie die volle Kontrolle über Ihre gekürzten Links und die verwendete Domain haben. Um dieses Tool einsetzen zu können, benötigen Sie lediglich eine Domain (entweder eine zweite oder aber die bestehende ohne “www” davor), etwas freien Webspace und eine Installation von WordPress (kostenfrei zu beziehen auf wordpress.org). Die Installation von WordPress und Pretty Link Pro ist ziemlich einfach und in ca. 15 Minuten abgeschlossen.

…und alles gut umrühren!

Nachdem Sie sich nun alle “Zutaten” besorgt haben, geht es an die Umsetzung des Vorhabens. Dabei beziehe ich mich wieder auf die oben genannte Beispielkampagne.

Schritt 1

Der erste Schrit ist nun, für unsere Beispielkampagne eine zweite URL zu registrierten (z. B. paxcar.de), einen Webserver zu starten und WordPress zu installieren.

Schritt 2

In WordPress wird dann der zuvor erwähnte URL-Shortening-Service Pretty Link Pro installiert und aktiviert.

Schritt 3

Jetzt erstellen wir uns eine Tabelle nach folgendem Schema und füllen diese dann mit den gewünschten Werten:

Kampagne Werbeträger Werbemittel Version Landeseite
PAX-2010 jetzt probefahren Tageszeitung Zeitung TZ-37/2011 http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
PAX-2010 jetzt probefahren Tageszeitung Zeitung TZ-44/2011 http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
PAX-2010 jetzt probefahren Tageszeitung Zeitung TZ-51/2011 http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
PAX-2010 jetzt probefahren Tageszeitung Zeitung TZ-58/2011 http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
PAX-2010 jetzt probefahren SWR Radio SWR-Radio-Spot http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
PAX-2010 jetzt probefahren RTL Radio RTL-Radio-Spot http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
PAX-2010 jetzt probefahren SAT1 TV SAT1-TV-Spot http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/
PAX-2010 jetzt probefahren RTL TV RTL-TV-Spot http://www.pax-automobile.de/pax-2010/probefahrt/

Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, habe ich eine Excel-Datei angefertigt, die Ihnen dabei hilft, die Kampagnen-URLs zu generieren. Sie können sich die Tabelle zur Planung von Offline-Kampagnen hier herunterladen.

Schritt 4

Wir nutzen das Google Tool zur URL-Erstellung (http://myg8.de/url-tool), um die in Schritt 3 erfassten Werte in Kampagnenvariablen umzuwandeln:

Umsetzung der Kampagnendaten mit dem Google Tool zur URL-Erstellung

Schritt 5

Im fünften und letzten Schritt kürzen wir nun in unserem URL-Shortener den langen, mit Kampagnenvariablen gekennzeichneten URL und vergeben dabei sinnvolle Namen:

Eingabe in Pretty Link (URL-Shortening-Service)

Sobald alle Kampagnenlinks erfasst wurden, können wir die gekürzten URLs an die Werbeträger kommunizieren bzw. integrieren.

Die Auswertung

Nachdem die URLs über die diversen Werbemedien an die potenziellen Kunden kommuniziert wurden, können wir den Erfolg der Kampagne wunderbar in Google Analytics bzw. Urchin nachverfolgen:

Offline-Kampagnenauswertung mit Google Analytics

Durch die Sichtbarkeit der Offline-Kampagnen in Ihrer Webanalyselösung ist es nun auch möglich, die entsprechenden Conversion-Pfade zu definieren, zu messen und zu optimieren. Noch Fragen? Einfach Kommentar posten oder mit uns Kontaktaufnehmen :-).

Hexen verboten!Wie absurd die Behauptungen und Forderungen der vermeintlichen Datenschützer im Hinblick auf Google Analytics & Co. sind, habe ich bereits in den Blog-Posts “Hexenjagd 2010 oder ‘Wir machen Stimmung gegen Google…!’” und “Hexenjagd 2010, die zweite…”  im vergangenen Jahr erläutert. Doch getreu dem Motto “Neues Jahr – alte Gewohnheiten” wurden wohl zum Jahreswechsel erneut die Waffen geladen und entsichert, um wiederholt auf den verhassten Feind zu schießen.

FAZ und SPIEGEL

In die Riege der selbsternannten “Beschützer des Volkes” reiht sich nun auch Herr Johannes Caspar ein und verkündet in einem unlängst auf FAZ.NET veröffentlichten Artikel, er habe die Verhandlungen mit Google  über das Tracking-Programm „Google Analytics“ abgebrochen. Das ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Kollegen bei Spiegel-Online, die diese Meldung gleich übernehmen und einen Online-Artikel dazu verfassen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, geht es dem Magazin aufgrund sinkender Auflage doch selbst nicht so gut. Außerdem “ziehen” Skandale, Polemik und Meinungsmache doch eh’ immer gut! Also, so wie bei der Bild-Zeitung, nur auf etwas intelektuellerem Niveau… Glauben Sie nicht? Schauen Sie sich doch einfach mal den Artikel “Eure Doppelmoral kotzt mich an (1): DER SPIEGEL” auf Gutjahr’s Blog an.

Google’s Reaktion

Interessanterweise weiß bei Google aber keiner etwas von dem kommunizierten Verhandlungsabbruch. So heißt es in einem offiziellen Statement auf einem Google Blog:

Wir haben Informationen zu der aktuellen Berichterstattung über Google Analytics in den deutschen Medien erhalten. Hierin wird geschrieben, dass die Gespräche zwischen Google und den deutschen Datenschutzbehörden abgebrochen worden seien. Uns ist ein Abbruch der Gespräche von seiten der Datenschutzbehörden nicht bekannt und wir arbeiten weiter aktiv daran, die Bedenken der Datenschutzbehörden auszuräumen.

Wir sind uns dieser Bedenken bewusst, betonen aber noch einmal, dass Google Analytics dem Datenschutzrecht in der EU entspricht. Google Analytics wird deshalb unter anderem auch auf Webseiten von Datenschutzbehörden in Europa eingesetzt. Die deutschen Datenschutzbehörden vertreten hierzu eine andere Ansicht und haben einen Beschluss gefasst, der für deutsche Nutzer von Webanalysetools wie Google Analytics gewisse Vorgaben macht. Auf Wunsch unserer deutschen Google Analytics-Nutzer haben wir mit der Deaktivierungs-Möglichkeit für Browser und der IP-Masken-Methode bereits Maßnahmen ergriffen, um diese Vorgaben zu erfüllen.

Für Google stehen die deutschen Nutzer im Mittelpunkt und die Sicherstellung des Datenschutzes aller Google Analytics-Daten hat höchste Priorität. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Datenschutz-Center unter: http://www.google.de/privacy und der Übersicht zu Google Analytics, http://www.google.de/intl/de/analytics/privacyoverview.html.

Einmal mehr wird dabei deutlich, unter welcher Profilneurose doch einige Herrschaften leiden müssen, wenn sie Behauptungen über Dinge in die Welt setzen, die zum einen evtl. nicht den Tatsachen entsprechen und von denen sie zum anderen anscheinend keine Ahnung haben.

Advanced Web Metrics mit Google Analytics von Brian CliftonIm August 2005 lernte ich Brian Clifton während des ersten Urchin-Trainings bei Google in den USA kennen. Seit diesem Zeitpunkt ist Brian Clifton ein geschätzter Geschäftsfreund und strategischer Partner von webalytics. Bereits 2008 habe ich die erste Ausgabe von Advanced Web Metrics in Englisch gelesen und war begeistert.

Die zweite Ausgabe ist seit kurzem nun auch in deutscher Sprache erhältlich und wurde im Verlag mitp veröffentlicht. Sie stellt ein hervorragendes Werk in Bezug auf die Webanalyse und deren Notwendigkeit dar. Der Leser wird schrittweise in die Geheimnisse der Webanalyse eingeführt und von der Einführung bis zu hochkomplexen Szenarien begleitet. Dabei beschreibt Brian Clifton detailliert die Techniken, die dem Leser dabei helfen, seine Website mithilfe von Google Analytics besser zu verstehen und folgerichtig zu verbessern.

Was wird vermittelt?

Clifton geht in seinem Buchs nicht nur auf die grundlegenden Dinge der Webanalyse mit Google Analytics ein sondern beleuchtet ebenfalls die verschiedenen Softfacts, die eine erfolgreiche Website ausmachen. Dazu gehören unter anderen:

  • das Verständnis dafür zu entwickeln, warum Internet Traffic für eine Website so wichtig ist,
  • was den Return On Investment einer Site ausmacht und
  • welche Erkenntnisse gewonnen und welche Aktionen abgeleitet werden können

Des Weiteren liefert Clifton auch die technischen Hintergründe von Google Analytics und erläutert die unterschiedlichen Trackingmethoden samt ihrer Vor- und Nachteile. Der enthaltene Überblick über die Google Analytics Oberfläche und der verfügbaren Berichte, sowie die ausführlichen Erläuterungen zur Integration von Google Analytics runden das Bild für den Einsteiger ab.

Obwohl sich auch das letzte Drittel des Buchs eher an die versierten Analysten und Google Analytics Nutzer richtet, ist es dennoch das „Salz in der Suppe“. Denn hier erfährt der interessierte Leser, wie er

  • den Google Analytics Tracking Code modifizieren kann
  • die richtigen Key Performance Indicators (KPI) ausfindig macht
  • mit Google Analytics seine Kampagnen und auch Google AdWords optimieren kann
  • den Google Website Optimizer einsetzen kann, um die Conversion-Rate einer Website zu verbessern
  • Google Analytics mit Drittanbieter-Produkten verbinden kann

Die deutsche Übersetzung ist durchweg gelungen, worduch das Buch zu einem Muss für jeden ambitionierten Analysten wird. Da es alle Facetten der Webanalyse mit Google Analytics behandelt, sollte es in keinem Bücherschrank fehlen.

Weitere Links zum Buch

Sie haben Interesse an diesem Buch? Sie können es hier kaufen…

Sobald wir die Betreuung von Kunden übernehmen und für sie Google-Dienste und -Produkte (wie z. B. Google Analytics) einrichten, möchte der Kunde natürlich auch auf die frisch eingerichteten Dienste zugreifen. Dafür ist immer ein Google Konto nötig. Und damit kommt regelmäßig die  Frage auf: Was ist das und wie richte ich das ein? Ziel dieses Blog-Eintrags ist es, Ihnen die Struktur und die Einrichtung eines Google Kontos darzulegen.

Struktur eines Google Kontos

Struktureller Aufbau eines Google KontosEntgegen einer weit verbreiteten landläufigen Meinung, stellt das Google Konto die oberste Ebene in der Hierarchie dar. Nachdem ein solches Konto erstellt wurde, können weitere Google-Dienste und -Produkte damit verknüpft werden. Zudem wird durch den Einsatz von Google Konten und der Verknüpfung von Diensten ein Single-Sign-On ermöglicht.

Die Palette der verfügbaren Dienste und Produkte ist mittlerweile sehr umfangreich und wächst ständig weiter an. Einen Auszug aus den derzeitig verfügbaren Google Gadgets finden Sie im nebenstehen Bild, weitere in der nachstehenden Liste:

  • AdSense
  • AdWords
  • App Engine
  • Checkout
  • Code
  • FeedBurner
  • Google Merchant Center
  • Google Places
  • Google URL Shortener
  • Maps
  • Reader
  • Sites
  • Webmaster-Tools
  • uvm.

Erstellen eines Google Kontos

Die Erstellung eines Google-Kontos ist relativ einfach zu bewerkstelligen und verläuft grundsätzlich in sieben Schritten, die ich nachfolgend erläutere.

Schritt 1

Öffnen Sie www.google.de und klicken Sie auf den Link “Anmelden”.

Google Konto erstellen - Schritt 1 - www.google.de aufrufen

Schritt 2

Klicken Sie in diesem Fenster auf den Link “Legen Sie jetzt ein Konto an.”.

Google Konto erstellen - Schritt 2 - Link anklicken 'Legen Sie jetzt ein Konto an.'

Schritt 3

Tragen Sie im Feld “Ihre derzeitige E-Mail-Adresse:” Ihre aktuelle E-Mail-Adresse ein, auf die Sie auch problemlos mit Ihrem E-Mail-Client oder Browser zugreifen können. Füllen Sie die restlichen Felder entsprechend der Anforderungen aus und klicken Sie dann auf die Schaltfläche “Akzeptieren. Mein Konto einrichten.”

Google Konto erstellen - Schritt 3 - Daten eingeben und absenden

Schritt 4

Sie erhalten eine Bestätigung über die Kontenerstellung mit dem Hinweis, dass eine E-Mail mit einem Bestätigungslink an die angegebene E-Mail-Adresse versendet wurde.

Google Konto erstellen - Schritt 4 - Bestätigung der Kontoerstellung und Hinweis auf Bestätigungs-E-Mail

Schritt 5

Wechseln Sie in Ihr E-Mail-Programm und öffnen Sie die Nachricht mit dem Betreff “Google-E-Mail-Bestätigung”. Darin befindet sich nach dem ersten Absatz der Bestätigungslink, den Sie bitte anklicken möchten.

Google Konto erstellen - Schritt 5 - Bestätigungs-E-Mail mit Link

Schritt 6

Ihr Browser öffnet sich und wird Ihnen die Überprüfung der E-Mail-Adresse bestätigen. Ab sofort ist Ihr Google-Konto aktiviert und kann genutzt werden. Klicken Sie auf den markierten Link, um Ihr Kontoprofil zu verwalten.

Google Konto erstellen - Schritt 6 - E-Mail-Adresse erfolgreich überprüft

Schritt 7

In dem nun dargestellten Browserinhalt, können Sie Ihr Google Konto bearbeiten, Gadgets hinzufügen oder es auch wieder löschen.

Google Konto erstellen - Schritt 7 - Kontenverwaltung

Fertig!

Sie haben in sieben einfachen Schritten Ihr Google Konto mit Ihrer eigenen E-Mail-Adresse angelegt und sind nun in der Lage auf Google Dienste und Produkte zuzugreifen bzw. von uns betreut zu werden.

FotoliaIn diesem Artikel werden die nötigen Schritte definiert und erläutert, um das Auswerten von Besuchern und deren Verhalten mit Urchin Software (Version 6 und 7) zu gewährleisten. Dabei wird auch auf die die Koexistenz der beiden Analyse-Systemen (Urchin Software und Google Analytics) eingegangen, sowie die verschiedenen Tracking Codes und deren Abrufmöglichkeiten erläutert.

Abrufen des Tracking Code

Grundsätzlich wird der Tracking Code in Abhängigkeit seiner Herkunft abgerufen, d. h. wenn der Tracking Code von Google Analytics zum Einsatz kommt, wird die Datei urchin.js oder ga.js primär von den Google-Servern abgerufen werden. Findet hingegen der Urchin Tracking Code Verwendung, wird dieser normalerweise von den lokalen Webservern abgerufen.

Urchin Software Google Analytics
Tracking Code urchin.js urchin.js, ga.js, asynchron
Abruf via http lokaler Webserver Google-Server
Abruf via https lokaler Webserver Google-Server

Bitte beachten Sie die nachfolgend beschriebenen Anpassungen für die Verwendung mit den verschiedenen Einsatz-Szenarien im Abschnitt “Integration des Tracking Code für verschiedene Szenarien“.

Abrufmöglichkeiten des Tracking Code für die Verwendung mit Urchin Software

Per Design wird beim Einsatz von Urchin Software der Tracking Code primär lokal vom Webserver aufgerufen:

<script src="/urchin.js" type="text/javascript">

Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei dem Webserver um einen Standard-Webserver (http) oder einen Secure-Webserver (https) handelt.

Da die hier beschriebene Abrufweise dem Standard entspricht, können verschiedene Gründe (z. B. Performanz der Website, Traffic, etc.) dafür ausschlaggebend sein, den Tracking Code ausgelagert abrufen zu wollen.  Bevor Sie sich nun um ein CDN (Content Distribution Network, z. B. Akamai)  kümmern, ist der externe Abruf des Tracking Code problemlos von Google möglich. Der nachfolgende Abschnitt zeigt auf, wie die Umsetzen erfolgt.

Abrufmöglichkeiten des Tracking Code für die Verwendung mit Google Analytics

Wie schon erwähnt, kann der Tracking Code für den Einsatz mit Google Analytics auf verschiedene Arten abgerufen werden. Allen nachfolgend beschriebenen Abrufmethoden gemein ist jedoch, dass diese auch für den Einsatz mit Urchin geeignet sind.


Abruf von urchin.js vom Google Server über http

Der Abruf des Tracking Code beschreibt das Standard-Szenario für den Einsatz von urchin.js mit Google Analytics:

<script src="http://www.google-analytics.com/urchin.js" type="text/javascript">


Abruf von urchin.js vom Google Server über https

Der Abruf des Tracking Code beschreibt das Szenario für den Einsatz von urchin.js mit Google Analytics auf einem Secure Webserver (SSL):

<script src="https://ssl.google-analytics.com/urchin.js" type="text/javascript">


Abruf von urchin.js vom lokalen Server über http

Der Abruf des Tracking Code beschreibt das Szenario für den Einsatz von urchin.js, welches auf einem beliebigen Webserver vorgehalten wird, mit Google Analytics:

<script src="http://www.meine-domain.de/urchin.js" type="text/javascript">

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie den Tracking Code in das root-Verzeichnis Ihres Webservers kopiert haben und ersetzen Sie www.meine-domain.de durch die Domain, auf welcher der Tracking Code vorgehalten wird.


Abruf von urchin.js vom lokalen Server über https

Der Abruf des Tracking Code beschreibt das Szenario für den Einsatz von urchin.js, welches auf einem beliebigen Secure-Webserver (SSL) vorgehalten wird, mit Google Analytics:

<script src="https://ssl.meine-domain.de/urchin.js" type="text/javascript">

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie den Tracking Code in das root-Verzeichnis Ihres Webservers kopiert haben und ersetzen Sie ssl.meine-domain.de durch die Domain, auf welcher der Tracking Code vorgehalten wird.


Abruf von ga.js vom Google Server (gleichgültig, ob http oder https)

<script type="text/javascript">
var gaJsHost = (("https:" == document.location.protocol) ? "https://ssl." : "http://www.");
document.write(unescape("%3Cscript src='" + gaJsHost + "google-analytics.com/ga.js' type='text/javascript'%3E%3C/script%3E"));
</script>


Abruf von ga.js vom lokalen Server (gleichgültig, ob http oder https)

<script type="text/javascript">
var gaJsHost = (("https:" == document.location.protocol) ? "https://" : "http://");
document.write(unescape("%3Cscript src='" + gaJsHost + "www.meine-domain.de/ga.js' type='text/javascript'%3E%3C/script%3E"));
</script>

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie den Tracking Code in das root-Verzeichnis Ihres Webservers kopiert haben und ersetzen Sie www.meine-domain.de durch die Domain, auf welcher der Tracking Code vorgehalten wird.

Positionieren des Tracking Code in der Webseite

Grundsätzlich kann der Urchin Tracking Code an nahezu jeder beliebigen Stelle im HTML-Code einer Webseite integriert werden. Wir raten jedoch dazu, den Tracking Code entweder unmittelbar vor den Tag </head> oder direkt nach dem Tag <body> einzupflegen. Dadurch wird sichergestellt, dass der Tracking Code ausgeführt wird, bevor Seiteninhalte im Browser sichtbar werden.


Tracking Code vor </head>

Wird der Urchin Tracking Code vor dem Tag </head> integriert, sollte das in etwa wie folgt aussehen:

<head>
...
<script src="/urchin.js"> </script>
<script type="text/javascript">
_userv=0;
urchinTracker();
</script>
</head>
<body>
...
</body>


Tracking Code nach <body>

Wird der Urchin Tracking Code nach dem Tag </body> integriert, sollte das in etwa wie folgt aussehen:

<head>
...
</head>
<body>
<script src="/urchin.js"> </script>
<script type="text/javascript">
_userv=0;
urchinTracker();
</script>
...
</body>


Integration des Tracking Code für verschiedene Szenarien

In dem nachfolgenden Abschnitt wird erläutert, wie Sie den Tracking Code in Ihrer Website integrieren und ggf. anpassen sollen. Hierbei wird auf den Einsatz von Urchin als Stand-Alone-Analyse-System gleichermaßen eingegangen wie auch auf Google Analytics, wenn die Analyse beispielsweise über beide Systeme erfolgen soll.

Szenario 1 – Urchin (Stand-Alone)

Im nachfolgend beschriebenen Szenario wird ausschließlich Urchin verwendet, um die Analyse durchzuführen. Hierzu sind die unten stehenden Schritte durchzuführen:


Schritt 1 – Kopieren des Tracking Code und der Grafikdatei

Im Verzeichnis /urchin/util/utm Ihrer Urchin Installation finden Sie die folgenden beiden Dateien:

  • __utm.gif
  • urchin.js

Kopieren Sie bitte beide Dateien in das Root-Verzeichnis des jeweiligen Webservers.


Schritt 2 – Integration des Tracking Code

Integrieren Sie das folgende Code-Snippet in den HTML-Code jeder zu analysierenden Webseite:

<script src="/urchin.js" type="text/javascript"> </script>
<script>
_userv=0;
urchinTracker();
</script>

Sofern Sie ein CMS (Content Management System) einsetzen, sollten Sie den Tracking Code über eine entsprechende Vorlage (Template, Container, etc.) in den einzelnen Seiten verfügbar machen.

Szenario 2 – Urchin & Google Analytics mit Tracking Code “urchin.js”

Das hier beschriebenen Szenario verwendet Google Analytics und Urchin Software gleichzeitig, um Analysen durchzuführen. Dies geschieht unter der Verwendung des auf den Servern von Google befindlichen “alten” Tracking Code (urchin.js).

Es sind dabei die unten stehenden Schritte durchzuführen:


Schritt 1 – Kopieren der Grafikdatei

Kopieren Sie die Datei __utm.gif aus dem Verzeichnis /urchin/util/utm Ihrer Urchin Installation in das Root-Verzeichnis des Webservers.


Schritt 2 – Anpassen des Tracking Code

Damit der Aufruf des Tracking Code und den darin enthaltenen Funktionen die Informationen sowohl zu Google als auch in Ihre lokalen Webserver Logfiles überträgt, ist das Hinzufügen einer zusätzlichen Zeile im Code-Aufruf nötig:

_userv=2;

Stellen Sie bitte sicher, dass diese Zeile vor dem Aufruf der eigentlichen Tracking-Funktion urchinTracker() platziert wird (siehe auch nachfolgenden Schritt 2).


Schritt 3 – Integration des Tracking Code

Integrieren Sie das folgende, angepasste Code-Snippet in den HTML-Code jeder zu analysierenden Webseite:

< script src="http://www.google-analytics.com/urchin.js" type="text/javascript">
</script>
<script>
_uacct = "UA-XXXXXX-XX";
_userv=2;
urchinTracker();
</script>

Ersetzen Sie bitte UA-XXXXXX-XX durch Ihre Google Analytics Kontonummer.

Sofern Sie ein CMS (Content Management System) einsetzen, sollten Sie den Tracking Code über eine entsprechende Vorlage (Template, Container, etc.) in den einzelnen Seiten verfügbar machen.

Szenario 3 – Urchin & Google Analytics mit Tracking Code “ga.js”

In diesem Szenario wird Google Analytics und Urchin Software ebenfalls gleichzeitig zur Durchführung der Analyse verwendet. Diesmal kommt jedoch der auf den Google-Servern befindliche Tracking Code “ga.js” zum Einsatz.

Es sind die nachstehenden Schritte durchzuführen:


Schritt 1 – Kopieren der Grafikdatei

Kopieren Sie die Datei __utm.gif aus dem Verzeichnis /urchin/util/utm Ihrer Urchin Installation in das Root-Verzeichnis des Webservers.


Schritt 2 – Anpassen des Tracking Code

Damit der Aufruf des Tracking Code und den darin enthaltenen Funktionen die Informationen sowohl zu Google als auch in Ihre lokalen Webserver Logfiles überträgt, ist das Hinzufügen einer zusätzlichen Zeile im Code-Aufruf nötig:

pageTracker._setLocalRemoteServerMode();

Stellen Sie hierbei bitte sicher, dass diese Zeile vor dem Aufruf der eigentlichen Tracking-Funktion pageTracker._trackPageview() platziert wird (siehe auch nachfolgenden Schritt 2).


Schritt 3 – Integration des Tracking Code

Integrieren Sie das folgende, angepasste Code-Snippet in den HTML-Code jeder zu analysierenden Webseite:

< script>
var gaJsHost = (("https:" == document.location.protocol) ? "https://ssl." : "http://www.");
document.write(unescape("%3Cscript src='" + gaJsHost + "google-analytics.com/ga.js' type='text/javascript'%3E%3C/script%3E"));
</script>
<script>
var pageTracker = _gat._getTracker("UA-XXXXXX-XX");
pageTracker._setLocalRemoteServerMode();
pageTracker._trackPageview();
</script>

Ersetzen Sie bitte UA-XXXXXX-XX durch Ihre Google Analytics Kontonummer.

Sofern Sie ein CMS (Content Management System) einsetzen, sollten Sie den Tracking Code über eine entsprechende Vorlage (Template, Container, etc.) in den einzelnen Seiten verfügbar machen.

Szenario 4 – Urchin & Google Analytics mit asynchronem Tracking Code

Im (derzeit) letzten  möglichen Szenario wird Google Analytics und Urchin Software ebenfalls gleichzeitig zur Durchführung der Analyse verwendet. Allerdings findet diesmal der asynchrone Tracking Code von Google Verwendung.

Es sind die unten stehenden Schritte durchzuführen:

Schritt 1 – Kopieren der Grafikdatei

Kopieren Sie die Datei __utm.gif aus dem Verzeichnis /urchin/util/utm Ihrer Urchin Installation in das Root-Verzeichnis des Webservers.


Schritt 2 – Anpassen des Tracking Code

Damit der Aufruf des Tracking Code und den darin enthaltenen Funktionen die Informationen sowohl zu Google als auch in Ihre lokalen Webserver Logfiles überträgt, ist das Hinzufügen einer zusätzlichen Zeile im Code-Aufruf nötig:

_gaq.push([‘_setLocalRemoteServerMode’]);

Stellen Sie hierbei bitte sicher, dass diese Zeile vor dem Aufruf der eigentlichen Tracking-Funktion _gaq.push([‘_trackPageview’]); platziert wird (siehe auch nachfolgenden Schritt 2).


Schritt 3 – Integration des Tracking Code

Integrieren Sie das folgende, angepasste Code-Snippet in den HTML-Code jeder zu analysierenden Webseite:

<script type="text/javascript">
var _gaq = _gaq || [];
_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXX-XX']);
_gaq.push(['_setLocalRemoteServerMode']);
_gaq.push(['_trackPageview']);
(function() {
var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript';
ga.async = true; ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s); })();
</script>

Ersetzen Sie bitte UA-XXXXXX-XX durch Ihre Google Analytics Kontonummer.

Sofern Sie ein CMS (Content Management System) einsetzen, sollten Sie den Tracking Code über eine entsprechende Vorlage (Template, Container, etc.) in den einzelnen Seiten verfügbar machen.

Wichtiger Hinweis: Der asynchrone Tracking Code darf nur vor dem Tag </head> integriert werden.

Erfolgskontrolle

Nachdem Sie die Umsetzung eines der drei vorigen Szenarien durchgeführt haben, ist es wichtig, den Erfolg Ihrer Maßnahmen zu überprüfen. Hierzu sollten Sie zunächst Ihre Website im Browser öffnen und dort diverse Seiten aufrufen.

Im Logfile Ihres Webservers sollten sich sodann Einträge befinden, die dem nachfolgenden ähnlich sehen:


82.100.192.194 www.webalytics.de – [13/Aug/2008:07:30:21 +0200] “GET /__utm.gif?utmwv=1.3&utmn=1519430064
&utmcs=ISO-8859-1&utmsr=1024x 768&utmsc=32-bit&utmul=de&utmje=1&utmfl=9.0%20%20r28&utmcn=1&utmd t=Profess
ionelle%20Webseitenanalyse%20%7C%20webalytics&utmhn=www.webalytics.de&utmhid=819818407&utmr=http://www.go
ogle.com/analytics/de-DE/sup port_partner_provided.html&utmp=/ HTTP/1.1″ 200 35 “http: //www.webal ytics.
de/” “Mozilla/5.0 (Windows; U; Windows NT 5.1; de; rv:1.8.1.16) Gecko/20080702 Firefox/2.0.0.16″ “__utma=
11519430064.1218605418.1218605418.1218605418.1; __utmb=1; __utmc =1; __utmz=1.1218605418.1.1.utmccn=(refe
rral)|utmcsr=google.com|utmcct=/analytics/de-DE/support_partner_provided.html|utmcmd=referral″


Beachten Sie dabei die zusätzlichen UTM-Cookie-Informationen am Ende der Zeile.

Bei der Verwendung von Google Analytics bzw. Urchin Software herrscht zuweilen ein großes Missverständnis, was denn nun der Unterschied zwischen neuen, wiederkehrenden und eindeutigen Besuchern wäre. Gibt es diesen überhaupt? Und warum weichen die Zahlen bei der Betrachtung unterschiedlicher und kumulierter Zeiträume ab? Licht in das Dunkel zu bringen ist die primäre Intention dieses Artikels.

Wenn der Besucher das erste Mal die Website besucht…

Bevor wir uns dem Hauptthema dieses Dokuments widmen, müssen wir zunächst einmal betrachten, was passiert, wenn ein Nutzer erstmals Ihre Website besucht.

Cookies in Google Analytics und Urchin Software

Wie Sie sicherlich schon erfahren haben, arbeiten Google Analytics und Urchin Software mit sogenannten First Party Cookies – kleinen Textdateien, die auf der Festplatte des Rechners im Kontext des Browsers sowie Ihrer Websitegespeichert werden. Diese Cookies enthalten (anonyme) Informationen über den Besucher, die bei jedem Besuch auf Ihrer Website erstmals erstellt oder ausgelesen und aktualisiert werden.

Bei Google Analytics und Urchin Software kommen in Summe fünf Cookies zum Einsatz, von denen aber für unser Thema hier nur drei von Belang sind. Die für die Ermittlung von Besucherzahlen relevanten Cookies sind:

  • __utma
  • __utmb
  • __utmc

Diese werden nachfolgend erläutert.

Domain- und Besucher-Identifizierung: __utma-Cookie

Die nachfolgende Grafik zeigt den schematischen Aufbau des __utma-Cookies:

Aufbau des __utma-Cookies

Aus dieser Grafik lassen sich folgende Erkenntnisse ableiten:

  1. Die Besucher-ID und der Zeitpunkt des ersten Besuchs kennzeichnen den Besucher als eindeutigen Besucher.
  2. Durch die Werte Zeitpunkt des ersten Besuchs, Beginn der vorigen Sitzung sowie Beginn der aktuellen Sitzung lässt sich ausrechnen,
    • ob es sich bei dem Besuch um einen neuen oder einen wiederkehrenden Besuch handelt und
    • wann der letzte Besuch stattgefunden hat bzw. wie viele Tage dazwischen liegen.
  3. Weisen alle drei Bereiche (Zeitpunkt des ersten Besuchs, Beginn der vorigen Sitzung und Beginn der aktuellen Sitzung) die gleichen Werte aus, handelt es sich um den ersten Besuch des Nutzers auf der Website.

Ein Tool zum Umrechnen der UNIX-Zeit in Datum und Uhrzeit finden Sie unter http://myg8.de/unix-time

Beispiel

Zerlegen wir zur Verdeutlichung einmal folgende Beispielwerte in ihre Bestandteile:

__utma=226596891.310448942.1223700280.1245836053.1245861411.7
Bereich Zeitpunkt des ersten Besuchs Beginn der
vorigen Sitzung
Beginn der aktuellen Sitzung
Wert (UNIX-Zeit) 1223700280 1245664200 1245856800
Datum, Zeit Sat, 11 Oct 2008 04:44:40 GMT Mon, 22 Jun 2009 09:50:00 GMT Wed, 24 Jun 2009 15:20:00 GMT

Daraus wird deutlich, dass dieser Besucher die maßgebliche Website am 11.10.2008 erstmals besucht hat. Des Weiteren wurde die aktuelle Sitzung am 24.06.2009 um 15:20 Uhr und die vorige Sitzung am 22.06.2009 um 9:50 Uhr begonnen. Es liegen also 29,5 Stunden zwischen dem aktuellen und dem vorigen Besuch.

Sitzungs-Identifizierung: __utmb- und __utmc-Cookie

Diese beiden Cookies bestehen grundsätzlich aus dem Domain Hash (Prüfsumme) und kennzeichnen eine Sitzung.

Das __utmb-Cookie hat eine Gültigkeit von 30 Minuten und verfällt dementsprechend nach einer halben Stunde Inaktivität. Beim __utmc-Cookie hingegen handelt es sich um ein sogenanntes Temporär-Cookie, welches beim Schließen des Browsers verfällt.

Beispiele

  1. Angenommen, ein Besucher agiert gerade auf Ihrer Website, hält auf der Startseite inne, um sich etwas zu Trinken zu holen. Nach fünf Minuten ist er wieder am Platz und fährt mit der Erkundung Ihrer Website fort.

    Da weder __utmb noch __utmc verfallen sind, agiert der Besucher noch im Kontext der gleichen Sitzung.


  2. Einige Minuten später erhält der Besucher einen Anruf und muss erneut das Surfen auf Ihrer Website unterbrechen. Das Gespräch dauert leider länger und so kann sich der Besucher erst nach 40 Minuten wieder Ihrer Website widmen.

    Aufgrund der Dauer der Unterbrechung ist in dem vorgenannten Beispiel das __utmb-Cookie verfallen (30 Minuten Inaktivität) und leitet bei erneuter Interaktion mit der Website eine neue Sitzung ein.

  3. Eine Viertelstunde später ist Mittagspause und der Besucher schließt seinen Browser, sperrt seinen Rechner und geht mit Kollegen in das Restaurant gegenüber. Nach einer Stunde kehrt er an seinen PC zurück und öffnet den Browser um sich erneut mit Ihrer Website zu verbinden.

    Da der Browser geschlossen wurde, ist auch das __utmc-Cookie verfallen. Somit wird bei erneutem Verbinden mit der Website ebenfalls eine neue Sitzung begonnen. Dabei spielt es keine Rolle, wie viel Zeit zwischen Schließen und Öffnen des Browsers vergeht.

Anzeigen der Cookie-Informationen…

Sie können sich jederzeit die hier genannten Cookie-Informationen anzeigen lassen. Nachfolgend wird erläutert, wie Sie die an die Informationen beim Einsatz mit einem der gängigen Browsern gelangen.

…mit dem Internet Explorer (ab Version 6.0)

Um die Cookie-Informationen mit dem Microsoft Internet Explorer (IE) anzeigen zu können, benötigen Sie eine Zusatzsoftware (Add-On), da der IE per Design keine Cookies anzeigen kann. Wir empfehlen hierfür das Add-On Cooxie Toolbar von Dioda Software, welches Sie hier herunterladen können: http://myg8.de/cooxie.

Cookies im Microsoft Internet Explorer mit der Cooxie Toolbar anzeigen

…mit dem Mozilla Firefox (ab Version 3.6)

Sie können die Cookie-Informationen beim Mozilla Firefox einfach abrufen, indem Sie im Menü Extras (engl.: Tools) auf den Eintrag Einstellungen (engl.: Options) klicken. Klicken Sie dann auf das Icon Datenschutz (engl.: Privacy) und danch auf den Link einzelne Cookies (engl.: remove individual cookies).

Cookies im Firefox anzeigen

…mit dem Google Chrome (ab Version 7.x)

Sie können sich die Cookies in Google Chrome anzeigen lassen, indem Sie auf das Icon Google Chrome anpassen und dann auf den Menüeintrag Optionen klicken. Wechseln Sie auf die Registerkarte Details (engl.: Under the hood) und klicken Sie auf die Schaltfläche Content Einstellungen… (engl.: Content settings…) und danach auf die Schaltfläche Cookies und andere Websitedaten anzeigen… (engl.: Show cookies and other site data).

Cookies im Chrome anzeigen

Besuchertypen

Nachdem nun die Grundlagen zum Verständnis der Cookie-Funktionalität und -Werte geschaffen ist, können wir uns dem eigentlichen Thema dieses Whitepapers widmen. In diesem Abschnitt wird erläutert, wie neue und wiederkehrende Besucher gezählt und unterschieden werden.

Wann ist ein Besucher “neu”?

Ein Besucher wird – wie bereits im vorigen Abschnitt erklärt – anhand seines __utma-Cookies eindeutig identifiziert. In diesem Cookie sind die drei Zeitangaben Zeitpunkt des ersten Besuchs, Beginn der vorigen Sitzung und Beginn der aktuellen Sitzung enthalten. Besucht der Nutzer Ihre Website zum ersten Mal, sind alle der vorgenannten Zeitangaben identisch.

Beispiel

__utma=226596891.310448942.1246032000.1246032000.1246032000.1
Bereich Zeitpunkt des
ersten Besuchs
Beginn der
vorigen Sitzung
Beginn der
aktuellen Sitzung
Wert (UNIX-Zeit) 1246032000 1246032000 1246032000
Datum, Zeit Fri, 26 Jun 2009 16:00:00 GMT Fri, 26 Jun 2009 16:00:00 GMT Fri, 26 Jun 2009 16:00:00 GMT

Da alle drei Zeitangaben identisch sind, kann aus den oben dargestellten Werten geschlossen werden, dass der Nutzer die Website zum ersten Mal besucht.

Wann ist ein Besucher “wiederkehrend”?

Anknüpfend an das vorige Thema Wann ist ein Besucher “neu”? nehmen wir auch hier wieder das __utma-Cookie als Grundlage dafür, um zu ermitteln, wann ein Besucher als “wiederkehrend” eingestuft werden kann. Dazu ist es erneut nötig, einen Blick auf die Zeitangaben im __utma-Cookie zu werfen.

Unterscheidet sich die Zeitangabe “Zeitpunkt des ersten Besuchs” von dem Wert in “Beginn der aktuellen Sitzung”, hat der Nutzer die Website bereits vor der aktuellen Sitzung besucht.

Beispiel

__utma=226596891.310448942.1246032000.1246032000.1246113000.2
Bereich Zeitpunkt des
ersten Besuchs
Beginn der
vorigen Sitzung
Beginn der
aktuellen Sitzung
Wert (UNIX-Zeit) 1246032000 1246032000 1246113000
Datum, Zeit Fri, 26 Jun 2009 16:00:00 GMT Fri, 26 Jun 2009 16:00:00 GMT Sat, 27 Jun 2009 14:30:00 GMT

Da die Werte der Zeitangaben “Zeitpunkt des ersten Besuchs” und “Beginn der aktuellen Sitzung” differieren, die Werte der Zeitangaben “Zeitpunkt des ersten Besuchs” und “Beginn der vorigen Sitzung” jedoch identisch sind, kann aus den oben dargestellten Werten geschlossen werden, dass der Nutzer die Website zum zweiten Mal besucht.

Wären nun alle drei Werte der Zeitangaben unterschiedlich, hätte der Nutzer die Website mehr als zwei Mal besucht. Um nun festzustellen, zum wievielten Mal der Nutzer die Website besucht hat, existiert im __utma-Cookie der Sitzungszähler (letzter Wert des Cookies). Dieser wird bei jedem erneuten Besuch um den Wert 1 erhöht (Integer).

Wann ist ein Besucher “absolut eindeutig”?

Auch für die Erläuterung in diesem Zusammenhang wird das __utma-Cookie herangezogen. Wie bereits im Abschnitt Domain- und Besucher-Identifizierung: __utma erklärt, wird die eindeutige ID zur Kennzeichnung eines Besuchers anhand von zwei Werten des __utma-Cookies erstellt:

  • Besucher-ID und
  • Zeitpunkt des ersten Besuchs

Somit wird ein Besucher immer wieder “erkannt”, wenn er/sie Ihre Website besucht – ganz gleich, ob er die Website zum ersten Mal von einer Stunde, einem Tag oder einem Jahr besucht hat.

Beispiel

__utma=226596891.310448942.1246032000.1246032000.1246113000.2
Bereich Besucher ID Zeitpunkt des ersten Besuchs
Wert 310448942 1246032000
Eindeutige ID 310448942.1246032000

Auswertung neuer, wiederkehrender und eindeutiger Besucher

Nachdem nun die Nomenklatur bekannt ist und definiert wurde, was neue, wiederkehrende und absolut eindeutige Besucher sind, wenden wir uns jetzt der Betrachtungsweise innerhalb der Auswertung zu.

Auswertung eindeutiger Besucher

Die Auswertung eindeutiger Besucher gestaltet sich denkbar einfach und ist immer pro Zeitraum Ihrer Auswertung zu betrachten.

Somit wichtig zu verstehen, dass ein Besucher, der anhand des Werts “Eindeutige ID” identifiziert wurde, beliebig oft Ihre Website besuchen und Seiteninhalte abrufen kann – er wird dennoch immer ein und der selbe Besucher bleiben.

Beispiel: ein eindeutiger Besucher

In der nachfolgenden Zeitlinie wird deutlich, dass der Nutzer “Besucher A” die maßgebliche Website innerhalb des Betrachtungszeitraums (01.06.2009 – 07.06.2009) insgesamt fünf mal besucht hat.

Ein Besucher im Auswertungskontext als eindeutiger Besucher

Wir wissen natürlich nicht, ob dieser Nutzer die Website bereits vor diesem Zeitraum besucht hat, dennoch gilt dieser Besucher als ein eindeutiger Besucher.

Beispiel: zwei eindeutige Besucher

In der nachfolgende Zeitlinie kommt ein weiterer Besucher innerhalb des Betrachtungszeitraums (01.06.2009 – 07.06.2009) hinzu. Es wird deutlich, dass die maßgebliche Website in Summe sieben Mal besucht wurde.

Zwei Besucher im Auswertungskontext als eindeutige Besucher

Trotzdem gelten die Nutzer “Besucher A” und “Besucher B” als jeweils ein eindeutiger Besucher, was in Summe zwei eindeutige Besucher im Betrachtungszeitraum ergibt.

Beispiel: Mehrere eindeutige Besucher

Aus der nachfolgenden Tabelle wird ersichtlich, dass die Gesamtzahl der eindeutigen Besucher ausschließlich vom Betrachtungszeitraum abhängt und somit die Aggregation von mehreren Betrachtungszeiträumen nicht zur Aufsummierung der Werte, sondern zu deren Konsolidierung führt.

eindeutige Besucher

Auswertung neuer und wiederkehrender Besucher

Die Auswertung neuer und wiederkehrender Besucher gestaltet sich etwas schwieriger, da hierbei zunächst einmal bekannt sein muss, wann der Nutzer eine Website zum ersten Mal besucht hat. Glücklicherweise nimmt uns das __utma-Cookie diese Arbeit ab.

Beispiel: ein Besucher

In der nachfolgenden Zeitlinie wird deutlich, dass der Nutzer “Besucher A” die maßgebliche Website innerhalb des Betrachtungszeitraums (01.06.2009 – 07.06.2009) insgesamt fünf mal besucht hat.

Ein Besucher im Auswertungskontext als neuer und wiederkehrender Besucher

Einmal angenommen, der Nutzer “Besucher A” hat die maßgebliche Website am 01.06.2009 zum ersten Mal besucht, dann würde er bei der Analyse als ein neuer Besucher und vier Mal als wiederkehrender Besucher gewertet werden.

Hat der Nutzer “Besucher A” die maßgebliche Website hingegen vor dem Betrachtungszeitraum bereits besucht, würde er bei der Analyse fünf Mal als wiederkehrender Besucher gewertet werden.

Beispiel: zwei Besucher

In der nachfolgende Zeitlinie kommt ein weiterer Besucher innerhalb des Betrachtungszeitraums (01.06.2009 – 07.06.2009) hinzu. Es wird deutlich, dass die maßgebliche Website in Summe sieben Mal besucht wurde.

Zwei Besucher im Auswertungskontext als neue und wiederkehrende Besucher

Auch hier gilt: Haben die Nutzer “Besucher A” und “Besucher B” die maßgebliche Website im Betrachtungszeitraum zum ersten Mal besucht, würden beide bei der Analyse als jeweils ein neuer Besucher gewertet werden. Der Nutzer “Besucher A” würde zudem vier Mal und der Nutzer “Besucher B” ein Mal als wiederkehrender Besucher gezählt werden.

Waren beide Nutzer bereits zuvor Besucher der maßgeblichen Website gelten die Besucher als jeweils wiederkehrender Besucher bei der Analyse (“Besucher A” 5; “Besucher B” 2).

Beispiel: Mehrere Besucher

Aus der nachfolgenden Tabelle wird ersichtlich, dass die Besucherzahlen einzelner Betrachtungszeiträume addiert werden können, wenn es darum geht, diese zu einem größeren Betrachtungszeitraum zusammenzufassen.

neue und wiederkehrende Besucher

Häufig gestellte Fragen

Nachfolgend listen wir die häufigsten Fragen und deren Antworten auf, die uns in diesem Zusammenhang immer wieder gestellt werden.

Was passiert, wenn jemand standardmäßig seine Cookies beim Beenden des Browsers löscht?

Sobald die Cookies gelöscht werden, ist auch das __utma-Cookie und somit die Werte für “Besicher ID” und “Zeitpunkt des ersten Besuchs” nicht mehr existent. Das bedeutet, dass für einen solchen Nutzer das __utma-Cookie bei jedem Besuch der Website neu erstellt wird und er somit immer als ein absolut eindeutiger und neuer, nie aber als wiederkehrender Besucher gewertet wird.

Was passiert, wenn der Besuch der Website über eine Firewall, NAT-Device oder Caching Proxy erfolgt?

Die vorgenannten Szenarien haben keinerlei Auswirkung auf die Erstellung der Cookies und somit wird ein solcher Nutzer auch korrekt ausgewertet.

Was passiert, wenn jemand die Ausführung von JavaScript in seinem Browser deaktiviert hat?

In diesem Fall wird der Nutzer gar nicht als Besucher gewertet, da der Tracking Code auf JavaScript basiert und die Cookies erst bei Ausführung dessen erstellt werden.

Was passiert, wenn die Besuche auf der Website über verschiedene Browser von einem Rechner erfolgen?

Da für die Berechnung der Cookies auch die Rechnerumgebung des Nutzers einbezogen wird, werden für jeden genutzten Browser eigene Cookies erstellt.

Hat ein Nutzer beispielsweise drei unterschiedliche Browser auf seinem Rechner installiert (z. B. Microsoft IE, Mozilla Firefox und Google Chrome) und besucht er mit jedem der Browser ein und dieselbe Website, werden dennoch drei unterschiedliche __utma-Cookies in den Browsern auf Seiten den Nutzers erstellt und er gilt somit auch als drei absolut eindeutige Besucher.

Warum sollte ich das wissen?

Ganz einfach: Wir wollen Ihnen den Erklärungsnotstand ersparen, wenn das “Upper Management” wissen will, warum es bei den Werten zu Unterschieden kommt… 🙂

Am 15.10.2010 gab Google auf seinem Analytics Blog die Veröffentlichung des neuen Google Analytics Features Seitenanalyse bekannt. Das früher einmal Siteoverlay genannte Gimmick erfuhr offensichtlich ein sinnvolles Facelift sowie eine längst nötige Funktionserweiterung, die ich Ihnen in den nächsten Anschnitten näher erläutern werde.

Wozu dient die Seitenanalyse?

Manche Google Analytics Benutzer empfinden es als schwierig, den Weg eines Besuchers auf der Website nachzuvollziehen. Um diese Visualisierung einfacher zu gestalten, ließen manche Benutzer die Website in einem Browserfenster geöffnet, während sie gleichzeitig die Google Analytics Berichte in einem zweiten Fenster auswerteten, um das Besucherverhalten nachvollziehen zu können. Andere wiederum verließen sich auf den Siteoverlay-Bericht in Goolge Analytics, der zugegebenermaßen nicht so zuverlässig funktionierte.

Mit der Veröffentlichung des Features Seitenanylse (derzeit im Beta-Stadium), ist es ab sofort möglich, Ihre Google Analytics Daten direkt in Ihrer Website anzuzeigen.

Welche Funktionen sind darin enthalten?

Die Seitenanalyse wartet im Gegensatz zum Siteoverlay mit vielen interaktiven Funktionen auf, die sich Ihnen im Umgang damit schnell selbst erschließen. Dennoch möchte ich Ihnen einen schnellen Überblick über die darin enthaltene Funktionalität vermitteln:

Screenshot: Seitenanalyse in Google Analytics

(Bild zum Vergrößern anklicken)

Nr. Funktion / Erläuterung
1 Sektion “Content-Details” mit den Untersektionen

  • AdSense-Leistung (sofern mit dem Google Analytics Konto verknüpft)
  • Wichtigste demographische Daten
  • Wichtigste Techische Daten
2 weitere Sektionen

  • Eingehende Quellen
  • Ausgehende Quellen
3 Ein- bzw. Ausschalten des Vollbildmodus
4 Ein- bzw. Ausblenden des Overlays
5 Auswahl von Metriken zur Segmentierung der angezeigten Seite (z. B. Klicks, Zielwerte, Besucher, etc.)
6 Definition und Anwendung von Filtern für die gesamte Site
7 Prozentuale Anzeige der erfolgten Klicks (bzw. anderer Zielwerte in Abhängigkeit der ausgewählten Metriken) unterhalb des sichtbaren Bereichs
8 Anzeige des prozentualen Klicks im Verhältnis aller Klicks auf der angezeigten Seite (bzw. anderer Zielwerte in Abhängigkeit der ausgewählten Metriken)
9 Auswahl des Zeitraums inkl. optionalem Vergleich mit Vorzeitraum
10 Möglichkeit, vor- oder benutzerdefinierte Segmente anzuwenden
11 Zurück zur Google Analyitcs Berichtssektion “Content”

Wo finde ich mehr über die Seitenanalyse?

Sie finden das neue Feature selbst in der Berichtssketion Content, unterhalb des Menüpunkts Häufigste Ausstiegsseiten und oberhalb der Untersektion Website-Suche.

Mehr über die Verwendung der Seitenanalyse finden Sie hier in englischer Sprache http://muscul.us/ga-seitenanalyseOder lieber schauen statt lesen? Google hat dazu ebenfalls ein ca. fünfminütiges Video in englischer Sprache veröffentlicht, das einen guten Überblick über die Funktionsweise und die Nutzung des neuen Features gibt.

Urchin 7 als Datensicherung für Google AnalyticsWie Ihnen bekannt ist, gibt es in Google Analytics keinerlei Möglichkeit, die erfassten Daten zu sichern oder im Nachhinein zu bearbeiten. Sind die Daten erst einmal in erhoben und in Google Analytics verarbeitet bzw. gefiltert, gibt es keinen Weg mehr zurück. Und genau hier kommt nun Urchin Software 7 ins Spiel. Urchin Software 7 ist das käufliche Pendant zu Google Analytics und kann die Daten nahezu identisch auswerten. Urchin Software in der aktuellen Version 7 jedoch steht Google Analytics in nicht all zu vielen Punkten nach – im Gegenteil: Urchin weist Berichte, interaktive Elemente und Features auf, die es in Google Analytics (welches bekanntermaßen aus Urchin entstanden ist) gar nicht gibt. Dazu zählen unter anderem:

  • Datenschutzkonformität
  • Wiederholtes Verarbeiten von historischen Datenbeständen
  • Anonymisierung von IP-Adressen NACH Geolokalisierung auf beliebige Werte (auch z. B. 127.0.0.1)
  • Einbinden von eigenen DNS-Einträgen
  • Auswertung von Intranets (auch ohne Internetanbindung)
  • Kampagnenauswertungen (inkl. Google AdWords)
  • uvm.

Mehr zu Urchin 7 finden Sie auf unserer Website unter http://www.webalytics.de/urchin-software/.

Unabhängig von den Features, die Google Analytics und Urchin Software aufweisen, ist Google Analytics in der Lage, die zu erfassenden Daten nicht nur an die Google Server zu übermitteln, sondern auch in das Logfile Ihres Webservers zu schreiben. Ein paar wenige Anpassungen genügen, und Sie haben ein Backup Ihrer Webnutzerdaten erstellt, das Sie jederzeit mit Urchin Software Version 7 auswerten können.

Wie muss ich meinen Webserver konfigurieren?

Zunächst stellt sich hier erst einmal die Frage, welchen Webserver Sie einsetzen. Betreiben Sie Ihre Website auf einem Apache oder einem Microsoft IIS? Oder befindet sich Ihre Site auf einem Server bei einem Hoster? Ganz gleich, welche Technik zum Einsatz kommt, Sie müssen dafür sorgen, dass die Cookie-Informationen in das Logfile des Webservers geschrieben werden können. Nachfolgend zeige ich Ihnen die Vorgehensweise für die beiden gängigsten Webserver.

Apache

Bevor Sie weiter fortfahren, stellen Sie bitte zunächst sicher, dass beim Apache die Zugriffsprotokollierung eingeschaltet ist.

Schritt 1: Kopieren Sie die UTM-Dateien in das Root-Verzeichnis der Website.

Die Dateien “urchin.js” und “__utm.gif” befinden sich im Verzeichnis <pfad-zu-urchin>/util/utm Ihrer Urchin-Installation. Kopieren Sie diese beiden Dateien in das Root-Verzeichnis Ihrer Website. WICHTIG: Die GIF-Datei beginnt mit zwei Unterstrichen.

Schritt 2: Aktivieren Sie für Apache die Protokollierung der Cookies.

Sie können das folgende httpd.conf-Beispiel verwenden, um die Cookie-Protokollierung zu aktivieren, falls dies nicht bereits eingerichtet ist:

LogFormat "%h %v %u %t \"%r\" %>s %b \"%{Referer}i\"\"%{User-Agent}i\"\"%{Cookie}i\"" special
...
<VirtualHost 63.212.171.6>
ServerName www.meine-domain.de
DocumentRoot /www/www.meine-domain.de
CustomLog /var/logs/meine-domain.log urchin
</VirtualHost>

Microsoft IIS

Der Microsoft IIS kann etwas einfacher zu konfiguriert werden, um das Protokollieren von Nutzungsdaten einzuschalten, da hier die nötigen Optionen einfach “hinzugeklickt” werden können.

Schritt 1: Kopieren Sie die UTM-Dateien in das Root-Verzeichnis der Website.

Die Dateien “urchin.js” und “__utm.gif” befinden sich im Verzeichnis <pfad-zu-urchin>\util\utm Ihrer Urchin-Installation. Kopieren Sie diese beiden Dateien in das Root-Verzeichnis Ihrer Website. WICHTIG: Die GIF-Datei beginnt mit zwei Unterstrichen.

Schritt 2: Aktivieren Sie für die IIS-Protokollierung die Cookies.

Öffnen Sie den IIS-Manager und dann das Fenster “Eigenschaften” für Ihre Website. Stellen Sie sicher, dass die Protokollierung aktiviert und das “W3C Extended Log”-Format ausgewählt ist. Klicken Sie auf die Schaltfläche “Eigenschaften” neben dem Format und aktivieren Sie auf der Registerkarte “Erweiterte Eigenschaften” das Kontrollkästchen neben dem Cookie.

Anpassen des Google Analytics Tracking Code

Nachdem Sie die Vorbereitungen für Ihren Webserver gemäß der obigen Beschreibung vorgenommen haben, müssen Sie nun letztendlich noch den verwendeten Google Analytics Tracking Code anpassen. Nachfolgend führe ich die Änderungen an allen drei derzeit zum Einsatz kommenden Google Analyitics Tracking Codes auf.

Alter Tracking Code (urchin.js)

Ändern Sie Ihren Google Analytics Tracking Code wie folgt ab und fügen Sie die fett geschriebene Zeile hinzu:

<script src="http://www.google-analytics.com/urchin.js" type="text/javascript">
<script type="text/javascript">
   _userv=2;
   _uacct="UA-XXXXXX-Y";
   urchinTracker();
</script>

Ersetzen Sie “UA-XXXXXX-Y” durch Ihre Google-Kontonummer.

Neuer Tracking Code (ga.js)

Ändern Sie Ihren Google Analytics Tracking Code wie folgt ab und fügen Sie die fett geschriebene Zeile hinzu:

<script type="text/javascript">
  var gaJsHost = (("https:" == document.location.protocol) ? "https://ssl." : "http://www.");
  document.write(unescape("%3Cscript src='" + gaJsHost + "google-analytics.com/ga.js' type='text/javascript'%3E%3C/script%3E"));
</script>
<script type="text/javascript">
  try {  var pageTracker = _gat._getTracker("UA-XXXXXX-Y");
  pageTracker._setLocalRemoteServerMode();
  pageTracker._trackPageview();
} catch(err) {}</script>

Ersetzen Sie “UA-XXXXXX-Y” durch Ihre Google-Kontonummer.

Asynchroner Tracking Code

Ändern Sie Ihren Google Analytics Tracking Code wie folgt ab und fügen Sie die fett geschriebene Zeile hinzu:

<script type="text/javascript">
  var _gaq = _gaq || [];
  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXX-Y']);
  _gaq.push(['_setLocalRemoteServerMode']);
  _gaq.push(['_trackPageview']);
  (function() {
    var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
    ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
    var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
  })();
</script>

Ersetzen Sie “UA-XXXXXX-Y” durch Ihre Google-Kontonummer.

Funktioniert alles?

Prüfen Sie, ob der Ihre Änderungen korrekt Einträge in Ihrer Protokolldatei vornimmt, indem Sie das Protokoll anzeigen, nachdem Sie die Änderungen durchgeführt und auf einige Seiten der Website geklickt haben. Am Ende der Protokolldatei muss ein Eintrag vorhanden sein, der folgender Zeile ähnelt:

 ... "GET /__utm.gif?..." 200 ..."__utma=..."

Falls die Einträge vom Typ “utma” nicht angezeigt werden, sollten Sie prüfen, ob die Cookies für die Protokollierung korrekt eingerichtet wurden. Lautet der Statuscode nicht 200, sollten Sie sich vergewissern, ob die Dateien richtig in das Dokumentstammverzeichnis kopiert wurden.

Das war schon alles! Ihre Website protokolliert jetzt alle Daten, die zu Google Analytics übertragen werden auch in Ihre Protokolldatei.

Log-Rotation

Zu guter Letzt sollte noch die Logrotation auf täglich 0:00 Uhr eingestellt werden. Dadurch erhalten Sie tägliche Logfiles, die Sie dann auf Ihrem System zu Datensicherungszwecken speichern und natürlich auch auswerten können.

Hosting-Anbieter und ISPs

Bitte klären Sie mit Ihrem Hosting-Anbieter, welche Server-Technik dort zum Einsatz kommt und ob das Logging gem. der obigen Beschreibung möglich ist.

Probleme bei der Umsetzung?

Gerne unterstützen wir Sie bei diesem Unterfangen – füllen Sie dazu einfach unser Supportformular auf unserer Website aus.

Keiner macht sich eine Arbeit gerne zweimal. In der Natur der Dinge liegt es aber manchmal begründet, dass sich das eben nicht vermeiden lässt. Wenn Sie Google Analytics einsetzen wollen, müssen Sie den JavaSkript-basierten Google Analytics Tracking Code all Ihren Webseiten hinzufügen. Wollen Sie dann in anderen Google Anwendungen bestätigen, dass Sie der Betreiber Ihrer Website sind (z. B. Webmaster Tools), müssen Sie Ihrer Site zusätzlich noch einen Meta Tag, eine HTML-Datei oder einen DNS-Eintrag hinzufügen. Sie sehen, es handelt sich um ähnliche Vorgänge, die aber völlig losgelöst voneinander durchgeführt werden müssen. Bis jetzt…

Google Analytics übernimmt das ab sofort…

Seit dem 19.08.2010 können Sie den Google Analytics Tracking Code als Nachweis dafür nutzen, dass Sie der Betreiber und Eigentümer Ihrer Website sind. Haben Sie Google Analytics bereits im Einsatz, ist der Nachweis so einfach wie das Klicken einer Schaltfläche.

Verifizieren einer Website in Webmaster Central mit Google Analytics

Allerdings funktioniert das Ganze nur mit dem neuen asynchronen Tracking Code. Sollten Sie also Ihren Tracking Code bis dato noch nicht migriert haben, ist jetzt die Zeit gekommen. Haben Sie Google Analytics noch nicht eingerichtet bzw. den Nachweis über die Eigentümerschaft Ihrer Website erbracht, dann sollten Sie zunächst Google Analytics einrichten und im Anschluss mit der Verifizierung der Site weitermachen. Das wird zwar nur ein bisschen Zeit sparen, aber wer hat nicht gern ein bisschen mehr Zeit für’s Wesentliche?

Wie bei allen anderen Verifizierungsmethoden von Google, muss der Google Analytics Tracking Code in Ihrer Site ständig präsent sein, da sonst die Gültigkeit der Verifizierung abläuft. Des Weiteren müssen Sie den Administratorstatus im Google Analytics Konto unbedingt beibehalten, welches mit dem Tracking Code assoziiert ist.

Sobald Sie bestätigt haben, dass Sie der Eigentümer der Website sind, können Sie weitere Eigentümer über die Startseite hinzufügen.

Hinzufügen eines weiteren Eigentümers mittels Link auf der Startseite

Dabei ist es nicht mehr notwendig, jeden weiteren Eigentümer zu verifizieren – weitere Arbeits- und Zeitersparnis.

Inhaber auf der Seite 'Überprüfungsdetails' hinzufügen

Die Zeit, die Sie mit dieser neuen Methode sparen, wird Ihnen vielleicht nicht ausreichen um ein neues Hobby beginnen zu können, gestaltet aber hoffentlich den Verifizierungsprozess etwas angenehmer.

In unserem Blog-Artikel “Ladezeit einer Webseite ab sofort Kriterium für Google’s Search Rank” berichteten wir bereits darüber, dass langsame Webseiten unter Umständen einen schlechteren PageRank erhalten.

Dieser Umstand wirft natürlich die Frage auf, inwieweit sich der Einsatz von Tracking Tools (Google Analytics, Urchin Software, ClickTale, etc.) auf den PageRank auswirkt. Diese Frage wurde auch an Matt Cutts, den SEO-Spezialist der Google Search Quality Group, herangetragen. Er beantwortet die Frage in seinem Video-Blog:

Somit kann zusammenfassend festgehalten werden, dass der Einsatz von Google’s Asynchronous Tracking Code keine nennenswerten Auswirkungen auf die Ladezeiten einer Webseite hat deren PageRank nicht gefährdet.

Um diese Aussage zu verifizieren, haben wir die Ladezeiten der unterschiedlichen Tracking Codes in einer einfachen Seite gemessen. Nachfolgend finden Sie die Auswertung dazu:

Tracking Code Analyse Tool Herkunft Position Ladezeit
urchin.js Urchin lokal nach <body> 663 ms
ga.js Google Analytics extern nach <body> 215 ms
asynchronous Google Analytics extern vor </head> 202 ms

Was aber, wenn der Website-Betreiber derzeit ein anderes Analyse-Tool zur Auswertung des Besucherverhaltens einsetzt? Schließlich existieren gerade in Deutschland bzw. Europa mannigfaltige Gründe dafür: Datenschutz, Paranioa, Aversion gegen Google, etc. Was also, wenn die Analyse nicht mit Google Analytics erfolgt und es durch den Einsatz eines oder gar mehrerer anderer Tracking Codes zu Latenzen kommt?

Ladezeit des Google Analytics Asynchronous Tracking Code in einer Beispielseite

Lösung: Content Distribution Network (CDN)

Ein sehr probater wenn auch teurer Lösungsansatz stellt der Einsatz eines Content Distribution Network, kurz CDN, dar. Damit sorgen Sie für die zuverlässige und schnelle Auslieferung von Inhalten – auch Tracking Codes. Mehr über die Funktionsweise von CDNs finden Sie im deutschen Wikipedia.

Lösung: Nutzen des Asynchronous Tracking Code für Urchin

Ja, Sie haben richtig gelesen. Auch wenn Sie Urchin beispielsweise aufgrund Datenschutz einsetzen oder weil Sie die Daten inhouse halten möchten, ist der Einsatz des Google Analytics Asynchronous Tracking Code durchaus eine Überlegung wert. Dass der Tracking Code nur etwas ein Drittel der Ladezeit benötigt gegenüber der klassischen Urchin-eigenen JavaSkript-Datei benötigt, haben Sie aus der obigen Aufstellung erfahren.

Wie können Sie nun aber den Google Analytics Asynchronous Tracking Code einsetzen OHNE dabei gegen Datenschutzrichtlinien Ihrer Firma zu verstoßen? In der Tat ist das ganz einfach: Da der Tracking Code öffentlich abgerufen werden kann, benötiogen Sie nicht einmal ein Google-Konto, um diesen einzusetzen. Des Weiteren müssen Sie lediglich zwei kleine Änderungen im Quellcode durchführen.

Vorgehensweise, nachdem Sie sich den Code-Snippet des aktuellen Google Analytics Asynchronous Tracking Code besorgt haben:

1. Entfernen Sie daraus die Zeile mit der Konto-ID

  _gaq.push(['_setAccount', 'UA-xxxxxx-xx']);

2. und fügen Sie stattdessen die folgende Zeile hinzu:

  _gaq.push(['_setLocalServerMode']);

Der Code-Snippet sollte dann wie folgt aussehen:

<script type="text/javascript">
     var _gaq = _gaq || [];
     _gaq.push(['_setLocalRemoteServerMode']);
     _gaq.push(['_trackPageview']);
     (function() {
     var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript';
     ga.async = true;
     ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
     var s = document.getElementsByTagName('script')[0];
     s.parentNode.insertBefore(ga, s);
     })();
   </script>

Mit dieser Modifikation stellen Sie sicher, dass Ihnen beim Abruf der JavaSkript-Datei definitiv keine Daten zugeordnet werden können und – viel wichtiger – keine Nutzungsdaten Ihrer Website an Google übermittelt werden. Stattdessen werden die Daten ausschließlich in das lokale Logfile Ihres Webservers geschrieben. Zudem der Tracking Code bei Google abgerufen, wodurch die Ladezeit Ihrer Seiten positiv beeinflusst werden. Also alles in allem eine sinnvolle Vorgehensweise…